Danowski - Neunauge
Der Fernsehfilm der Woche
Hamburg wird von einer Serie spektakulärer Leichenfunde erschüttert. Die örtliche Polizei setzt auf Unterstützung von Deutschlands populärstem Fallanalytiker. Doch Kommissar Danowski zweifelt an dessen Theorie eines zu Schulzeiten traumatisierten Einzeltäters. Derweil lösen bei der Polizei eingehende Hinweise eine Lawine von Ereignissen aus.
Fotos
Texte
Stab
Buch Anna Tebbe nach dem Roman "Neunauge” von Till Raether
Regie Jonas Grosch
Bildgestaltung Fabian Spuck
Montage Diana Matous
Szenenbild Daniela Herzberg
Kostümbild Yvonne Lehmann
Ton Christoph Köpf
Musik Florian Tessloff
Produktionsleitung Stefan Halbensleben
Herstellungsleitung Roger Daute
Producerin Julia Brand
Produktion Studio Zentral
Produzent/Produzentin Lasse Scharpen, Annette Reeker
Redaktion Daniel Blum
Länge 90 Minuten
Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller
Adam Danowski Milan Peschel
Meta Jurkschat Isabell Polak
Andreas "Finzi" Finzel Andreas Döhler
Leslie Danowski Bettina Stucky
Martin Gaitner Sebastian Bezzel
Knut Behling Stephan Schad
Karin Busche Judith Rosmair
Josip Berisha Raymond Tarabay
Scheffler „Scheff“ Oliver Bröcker
Hauke Busche Yorck Dippe
Hermann Stollmann Berd Grawert
Jürgen Stahmer Falk Rockstroh
und andere
als Gast Marc Hosemann
Inhalt
Hamburg wird von einer Serie spektakulärer Leichenfunde erschüttert: In Schulkellern werden mumifizierte Tote entdeckt. Die örtliche Polizei ist überfordert und setzt auf die Unterstützung von Deutschlands populärstem Fallanalytiker: Martin Gaitner. Der lässt keine Gelegenheit aus, sich wichtigzutun. Kommissar Danowski kann ihn nicht ausstehen und zweifelt an der Theorie des Kollegen: ein zu Schulzeiten traumatisierter Einzeltäter? Sein Gefühl sagt ihm etwas anderes.
Die Recherche gestaltet sich nicht gerade einfacher dadurch, dass seine alte Kollegin Meta Jurkschat früher mit einem der Toten liiert war und über die Verbindung eisernes Schweigen bewahrt. Mehr noch: Danowski soll dieses Wissen um der alten Zeiten willen nicht in seine Ermittlungen einbeziehen.
Währenddessen gehen Hinweise bei der Polizei ein und lösen eine Lawine von Ereignissen aus. Panik erfasst die Stadt, Keller werden durchsucht, Schüler beurlaubt, aufgeregte Schulleitungen fordern "leichenfrei". Am Ende steht eine Entdeckung, die die Ermittler in einen Abgrund blicken lässt – und nicht alle kommen unbeschadet aus der Aufklärung des Falls heraus.
Es ist einsame Schreibarbeit, sich Figuren und ihre Probleme auszudenken, egal, wie viel Freude man dabei hat. Die Verfilmung von "Neunauge" ist für mich deshalb, als wären mir meine Figuren zurückgeschenkt worden: Beim Anschauen verwandelt sich die Arbeit von einst für mich ins reine Vergnügen des Augenblicks. Das liegt daran, dass Milan Peschel, Isabell Polak, Andreas Döhler und alle anderen oft genau jene Seiten der Figuren zeigen, die mir beim Schreiben besonders wichtig waren: ihre Sehnsucht nach Gemeinschaft bei aller Schroffheit, ihr Bedürfnis zu scherzen, wenn die Verletzbarkeit sichtbar zu werden droht. Und daran, dass Jonas Gosch ihnen ermöglicht, sich auf eine Weise im Raum zu bewegen, die zeigt, wie nah Fluchtreflex und Aufbruchsstimmung, Spieltrieb und Zerstörungslust in der "Danowski"-Welt beieinander liegen.
Es gibt in "Danowski – Neunauge" in jedem Bild sehr viel zu sehen und zu entdecken. Ich glaube, das liegt auch daran, dass die Drehbuchautorin Anna Tebbe den Stoff auf so geschickte Weise verdichtet hat, dass viele Details erst so richtig zur Geltung kommen. So sehr, dass ich mich in der einen oder anderen Szene fast erschrecke: Oh, die Position des Badezimmerläufer als Konfliktfeld der langen Beziehung, wie persönlich. Aber stimmt, das war mal ein Halbsatz von mir. Jetzt ist es für mich eine berührende Szene.
Adam Danowski hat eine gewisse Grundskepsis gegenüber allem – Kollegen, Autoritäten, vermutlich auch gutem Wetter. Sie spielen ihn zum zweiten Mal. Wie nah ist Ihnen Ihr Alter Ego?
Adam ist hochsensibel bis leicht depressiv, daher seine Grundskepsis. Es gibt Menschen, die sehen immer das Gegenstück, von dem, was wir sehen. Dadurch sehen und registrieren sie andere Bilder und Zeichen. Um Adam gut spielen zu können, muss er mir fernbleiben, aber mögen kann ich ihn trotzdem.
Danowski ermittelt mit einer Mischung aus Scharfsinn und latentem Genervtsein. Wie halten Sie diese Balance zwischen Ernst und trockenem Humor?
Die Balance zwischen Ernst und Humor ist eine Frage von Ernst und Humor, Leichtigkeit und Schwere. Über ernsthafte Fragen sollte man mit Leichtigkeit nachdenken, Humor entsteht aus der Tragödie.
Danowski ist kein Held, er stolpert sich eher durch diesen ungewöhnlichen Fall. Wie ist es, keinen "klassischen" Kommissar spielen zu müssen, sondern jemanden mit sichtbaren Macken?
Das ist wunderbar, denn das Klassische ist bekannt und dient nur dem Wiedererkennen von schon Bekanntem, ist also relativ langweilig. Wohingegen das Ungewöhnliche nicht nur gesehen, sondern auch erkannt wird.
Haben Sie beim Dreh Momente gehabt, in denen Sie dachten: "Was macht der Kerl da?"
Nein, nie. Ich dachte immer nur, wie schön, dass ich das machen kann.
Wie steht Adam Danwoski zum erfolgreichen Fallanalytiker Martin Gaitner? Und wie lief die Zusammenarbeit zwischen Milan Peschel und Sebastian Bezzel?
Die Zusammenarbeit mit Sebastian war sehr schön. Um zu erfahren, wie Adam Danowski zu Martin Gartner steht, kann man sich den Film anschauen – das möchte ich hier nicht vorwegnehmen.
Sie spielen den erfolgreichen Fallanalytiker Martin Gaitner, der aus München nach Hamburg reist, um bei einem mysteriösen Fall zu unterstützen. Was ist sein erster Eindruck vor Ort?
Ich glaube, Gaitner ist ein Mann, der sich überall zurechtfindet. Er ist laut, erfolgreich, eitel – aber durchaus auch humorvoll, zu Empathie fähig und zielorientiert unterwegs. Und er kann ganz gut mit Menschen. Den Fall findet er ziemlich spannend.
Was hat Ihnen an dieser Rolle gefallen?
Das laute und eitle, aber durchaus auch humorvolle Auftreten Gaitners hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Was denkt Gaitner über seinen Kollegen Adam Danowski? Und wie war die Zusammenarbeit mit Milan Peschel?
Gaitner sieht in Adam Danowski sicher einen kuriosen Zeitgenossen. Aber er merkt schnell, dass er was draufhat. Ich glaube, er mag ihn. In Milan Peschel sehe ich ebenfalls einen kuriosen Zeitgenossen, der was drauf hat. Milan ist ein ganz wunderbarer Kollege und ein toller und vielseitiger Schauspieler. Ich arbeite sehr gerne mit ihm.
Was ist für Sie das Besondere an "Danowski – Neunauge"? Worauf können die Zuschauer sich freuen?
Ich glaube, dank der Geschichte der Romanvorlage, der Regie von Jonas Grosch und den Hauptdarstellern Milan Peschel, Isabell Polak und Andreas Döhler hebt sich diese Verfilmung von vielen anderen TV-Krimiformaten in seiner Schrägheit deutlich ab. Der Film ist spannend, düster und gefährlich – aber auch schwarzhumorig und sehr menschlich. Von allem ist was dabei.
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