Die Diplomaten – Inside Auswärtiges Amt
Vierteilige Doku-Reihe
Die Doku-Reihe "Die Diplomaten – Inside Auswärtiges Amt" taucht tief ein in eine verschlossene Welt, die nicht im Rampenlicht, sondern meist hinter verschlossenen Türen stattfindet. Über ein Jahr lang konnten Diplomaten des Auswärtigen Amts rund um den Globus exklusiv mit der Kamera begleitet werden: auf Reisen in politische Machtzentren, zu Krisenschauplätzen und an Orte, die selten im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Die vierteilige Reihe "Die Diplomaten – Inside Auswärtiges Amt" ist ab Dienstag, 24. März 2026, 10.00 Uhr, in Web und App des ZDF zu sehen.
Texte
Ab Dienstag, 24. März 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen
"Die Diplomaten – Inside Auswärtiges Amt"
Buch und Regie: Fabian Herriger, Marisa Uphoff
Kamera: Jasper Granderath, Jens Grumpelt, Jan Müller
Produzenten: Falko Korth, Thomas Riedel
Redaktion ZDF: Ron Boese, Martin Jabs, Christian Wilk
Leitung der Sendung: Caroline Reiher
Die Doku-Reihe "Die Diplomaten – Inside Auswärtiges Amt" taucht tief ein in eine sonst verschlossene Welt, die nicht im Rampenlicht, sondern meist hinter verschlossenen Türen stattfindet. Über ein Jahr lang konnten Diplomaten des Auswärtigen Amts rund um den Globus exklusiv mit der Kamera begleitet werden: auf Reisen in politische Machtzentren, zu Krisenschauplätzen und an Orte, die selten im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Dort zeigt sich, wie Beziehungen gepflegt, Konflikte eingedämmt und Entscheidungen vorbereitet werden, lange bevor sie Schlagzeilen machen. Eine außergewöhnlich nahe und exklusive Beobachtung jener Arbeit zwischen internationalen Strategien und Allianzen im Umbruch.
In einer Zeit multipler internationaler Herausforderungen – vom Krieg in Europa über Spannungen im Nahen Osten bis zum globalen Wettbewerb – bewegen sich Diplomatinnen und Diplomaten in einer Welt, die so stark polarisiert ist wie schon lange nicht mehr. Es geht um Einfluss, Märkte und Ressourcen. Gewissheiten lösen sich auf, Allianzen drohen auseinanderzubrechen, Vertrauen muss immer wieder neu erarbeitet werden. Während politische Positionen öffentlich oft unversöhnlich erscheinen, versuchen Diplomaten hinter den Kulissen Gesprächskanäle offen zu halten, Missverständnisse zu vermeiden und Handlungsspielräume zu sichern.
Die ZDF-Doku-Reihe "Die Diplomaten – Inside Auswärtiges Amt" zeigt ein ungewöhnlich dichtes Bild von Diplomatie im 21. Jahrhundert: keine abstrakte Staatskunst, sondern konkrete Arbeit von Menschen, die weltweit unterwegs sind, um Dialog möglich zu machen. "Die Diplomaten – Inside Auswärtiges Amt" erzählt von dieser oft unsichtbaren Tätigkeit – und davon, warum sie unverzichtbar ist.
Folge 1: Zerreißproben
Der neue deutsche Botschafter tritt seinen Dienst in Washington an – in einer Phase wachsender Spannungen. Es stehen wichtige Termine bevor: ein Treffen im Pentagon sowie Gespräche mit dem deutschen Außenminister am Rande der UN-Vollversammlung, auf der Donald Trump erneut scharfe Töne anschlägt. Woanders auf der Welt geht es um ganz praktische Fragen: Wie schnell kann die deutsche Botschaft in Syrien wieder ihre Arbeit aufnehmen? Mehrere Diplomaten machen sich auf den Weg nach Damaskus. Doch die Sicherheitslage ist nach wie vor gefährlich. Ein Hotel dient als Übergangsbüro, nur mit Personenschutz können die Diplomaten auf die Straße. In dieser Phase kündigt sich ein hochrangiger Besuch an und erfordert Vorbereitungen unter Ausnahmebedingungen…
Folge 2: Konfliktlinien
Der jüngste Angriff von Israel und den USA auf Iran stellt auch das Außenministerium vor neue Herausforderungen. In der Region halten sich zehntausende Deutsche auf, doch der Luftraum ist gesperrt. Die Diplomaten aus Iran werden abgezogen, aus Sicherheitsgründen, so wie schon im so genannten "Zwölf-Tage-Krieg" im vergangenen Jahr. Diese Folge blickt darauf zurück und zeigt, wie der Botschafter in Israel seinen Einsatz in Tel Aviv in einer Phase dramatischer Eskalation erlebt. Vor Ort wird Diplomatie zur andauernden Krisenarbeit. Ob Gaza, Iran oder die Situation im Westjordanland – immer wieder ist Fingerspitzengefühl gefragt. Auch in Ramallah unterhält Deutschland eine Auslandsvertretung. Die Konflikte zwischen Israel und den Palästinensern beobachten die Diplomaten aus beiden Perspektiven. Sie treffen sich in Ostjerusalem und erleben hautnah, an welche Grenzen die politischen Konfliktlinien sie bringen.
Folge 3: Machtwechsel
Der Amts-Wechsel von der ersten Frau hin zum nächsten Mann an der Spitze des Außenministeriums steht unter besonderer Beobachtung – nicht nur von den Diplomaten weltweit. Für die einen war Annalena Baerbock zu moralisch, zu belehrend, für die anderen nicht konsequent genug. Ihre Amtszeit endet ausgerechnet in einer Phase wachsender Unsicherheit. Der Wechsel mit Johann Wadephul wird auch die Strategie des Auswärtigen Amts beeinflussen. Was für ihren Nachfolger bleibt, sind die ungelösten Krisen auf der Welt. Eine der größten ist der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Von Berlin aus reist der Politische Direktor des Auswärtigen Amts nach Kiew. Dort besucht er die deutsche Botschaft im Ausnahmezustand, deren Mitarbeiter zwischen Luftalarm und diplomatischen Gesprächen ihren Alltag organisieren.
Folge 4: Einflusskämpfe
Botschaften in Ruanda, Singapur oder auf Fidschi wirken auf den ersten Blick wie Randposten der Weltpolitik. Doch dort werden strategische Partnerschaften geknüpft – auch als Gegengewicht zu Chinas wachsendem Einfluss in Afrika und im Indopazifik. Auf Fidschi balanciert der Botschafter zwischen Klimadiplomatie, regionaler Hilfe und geopolitischem Wettbewerb. In Singapur bereitet die Botschaft den Besuch einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation vor. Beim Treffen mit dem Premierminister darf nichts schief gehen, doch dann gibt es Probleme mit dem Dolmetscher. Und in Ruanda muss sich eine Diplomaten-Familie den alltäglichen Herausforderungen stellen, die immer wieder aufs Neue anstehen, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Auswärtigen Amts irgendwo in der Welt für Deutschland "auf Posten" gehen.
Jens Hanefeld, Botschafter in den USA – mit Blick auf die Beziehungen zu den USA:
"Ich würde persönlich sagen, dass wir in unserem Verhältnis zu den Vereinigten Staaten immer wieder gefordert sind."
Jens Hanefeld Im Kontext wachsender Spannungen:
"Wir sind gut beraten darin, uns über unsere eigenen Interessen sehr klar zu sein."
"Ich persönlich sehe meine Aufgabe in den USA vor allem auch darin, sicherzustellen, dass die guten Beziehungen, die wir in der Vergangenheit hatten, auch in Zukunft vorangetrieben werden können."
Jens Hanfeld über die Aufgabe der Diplomaten:
"Am Ende besteht ja unsere Aufgabe darin, der Bundesregierung ein akkurates Bild über die Zustände und Verhältnisse im Gastland zu geben."
Stefan Schneck, Botschafter und Sondergesandter in Syrien
"Wir möchten natürlich aus Deutschland Syrien dabei helfen, wieder zu einem stabilen Land zu werden, wo man in Freiheit und auch mit einer wirtschaftlichen Grundlage leben kann. Diplomatie ist dann erfolgreich, wenn man sie nicht sieht. Verhinderte Kriege sieht man nicht und jeder Krieg ist ein Scheitern der Diplomatie."
Dominik Mutter, Politischer Direktor des Auswärtigen Amts zur Situation in der Ukraine: "Wenn Russland diesen Krieg gewinnen kann, dann verändern sich die komplette europäische Sicherheitsordnung und dann verschlechtert sich Deutschlands Sicherheit erheblich. Deswegen ist es wichtig, dass die Ukraine in diesem Verteidigungskampf bestehen kann. Und wir tun alles, was wir können, gemeinsam mit unseren westlichen Partnern, sie darin zu unterstützen."
Heiko Thoms, Deutscher Botschafter in der Ukraine: "Wir sind tatsächlich die einzige Botschaft in einem Kriegsgebiet. Tagsüber wirkt hier manchmal wie eine ganz normale Stadt. Da fühlt man sich fast wie in Berlin. Nachts hingegen ist es dramatisch. Wir erleben ja derzeit fast täglich Angriffe auf die Stadt."
Steffen Seibert, deutscher Botschafter in Israel – zur Situation im Krieg zwischen Israel und der Hamas.
"Also ist es schon mal richtig, glaube ich, dass man als deutscher Botschafter hier zu sehen ist, dass man sieht, wir sind ein neues Deutschland, das entstanden ist aus den Lehren dieser Geschichte. Das ist Kerngeschäft eines deutschen Botschafters in Israel. Ich wusste immer, dass Israel für uns Deutsche nicht nur ein ganz besonderes Land ist, sondern ein Land, dem wir wirklich fast schicksalhaft verbunden sind. Und deswegen war es mir immer klar, dass hier zu arbeiten, eigentlich das Aufregendste wäre und auch das Anspruchsvollste und das Forderndste, was ich mir für einen deutschen Diplomaten vorstellen kann."
Johann Wadephul, CDU, deutscher Außenminister – zur strategischen Ausrichtung seiner Außenpolitik in einer veränderten Weltlage:
"Ich muss in dieser Zeit eine Außenpolitik machen, die auf deutsche Interessen, auf europäische Interessen gerichtet ist. Ich würde auch gern andere Dinge machen, aber das ist schon etwas anderes als die Außenpolitik davor."
Annalena Baerbock, Bündnis 90/Die Grünen, ehemalige Außenministerin – zur Verdichtung globaler Krisen in ihrer Amtszeit:
"Die dreieinhalb Jahre haben sich angefühlt wie drei Amtszeiten. Weil in diesen drei Jahren die Welt öfter mal aus den Fugen geraten ist."
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