Havelland-Krimi – Hinter der Fassade

Der Samstagskrimi

Jasna Nowak (Linda Belinda Podszus), Dena Paulos (Dennenesch Zoudé), Max Zeller (Jens Atzorn), Lennard Rösken (Anton Dreger)
Foto: ZDF/Xiomara Bender
Jasna Nowak (Linda Belinda Podszus), Dena Paulos (Dennenesch Zoudé), Max Zeller (Jens Atzorn), Lennard Rösken (Anton Dreger) Foto: ZDF/Xiomara Bender

In der neuen Krimireihe "Havelland-Krimi" ermittelt ein Team im Spannungsfeld zwischen Staatsanwaltschaft und Polizeiarbeit und klärt Mordfälle im Havelland und Potsdam auf.

Sendedatum

ad ut ab Samstag, 2. Mai 2026, 10.00 Uhr, ein Jahr lang
ad ut Samstag, 9. Mai 2026, 20.15 Uhr

Fotos

Texte

Auftakt für einen neuen ZDF-Samstagskrimi

Das neue Format setzt den Fokus auf die enge Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei und liefert dabei neben dem Krimifall auch interessante Einblicke in unser Rechtssystem.

Als Herrin des Ermittlungsverfahrens kann Staatsanwältin Dena Paulos, gespielt von Dennenesch Zoudé, der Kripo um Kriminalhauptkommissar Max Zeller (Jens Atzorn) Weisungen geben, beispielsweise neben Belastendem auch Entlastendes zu ermitteln, um die Objektivität zu wahren. Nur wenn genügend und rechtmäßig erlangte Beweise gesammelt werden, die eine Verurteilung des Beschuldigten wahrscheinlich machen, wird die Staatsanwaltschaft Anklage erheben.

Die Hürden sind also hoch und genau aus diesen Widerständen und dem Ringen um die richtige Ermittlungsstrategie schöpft das neue Format seine Geschichten.

Der Schauplatz Havelland und Potsdam ergänzt unser deutschlandweites Portfolio am Samstag mit einem Krimi aus Brandenburg.

Matthias Pfeifer, Redaktion Fernsehspiel 2

Stab, Besetzung, Inhalt

Stab

Buch                                Anne Katrin Mascher, Krystof Hybl

Regie                               Sabine Bernardi

Bildgestaltung                  Meret Madörin

Montage                           Patricia Testor

Szenenbild                       Michaela Flaig

Kostümbild                       Sophie von Arnim

Ton                                   Karl Laabs, Karsten Paarmann

Musik                                Max Filges, Christoph Schauer

Produktionsleitung            Gregor Goritschnig

Herstellungsleitung           Henning Falk, Alexandra Kret

Produktion                        Studio Zentral, Berlin

Produzentin/Produzent     Pauleena Liccini, Lasse Scharpen

Redaktion                         Matthias Pfeifer

Länge                               90 Minuten

 

Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller

Dena Paulos                     Dennenesch Zoudé

Maximilian Zeller               Jens Atzorn

Jasna Nowak                    Linda Belinda Podszus

Lennard Rösken                Anton Dreger

Sanne Plaussner               Nadja Engel

Fabian Brenner                 Daniel Sträßer

Cleo Morel                         Bineta Hansen

Adam Vogt                         Alessandro Schuster

Ronny Winkler                   Konstantin Lindhorst

Doreen Schmidtke             Katy Karrenbauer

Tizita Paulos                      Sira-Anna Faal

Henry Zeller                      Theo Kretschmer

Yvonne Winkler                 Merle Finck-Stoltenberg

und andere

 

Inhalt

Eine Studentin wird tot am Ufer der Havel aufgefunden. Sie studierte Restaurierung mit Schwerpunkt Baudenkmalpflege an der Fachhochschule in Potsdam. Staatsanwältin Dena Paulos leitet ein Ermittlungsverfahren ein.

Schnell entdeckt das Team um Paulos und Hauptkommissar Max Zeller Parallelen zu einem früheren Mordfall, für den die Staatsanwältin zuständig war. Damals war ein Dozent angeklagt, wurde aber aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Jetzt ist er Professor an der Fachhochschule, und wieder stirbt eine seiner Studentinnen.

Professor Fabian Brenner hatte eine Affäre mit dem damaligen Opfer. Durch das plötzliche Verschwinden der einzigen Belastungszeugin fiel die Anklage damals in sich zusammen. Auch jetzt hat er sich abends regelmäßig mit der Studentin Yvonne Winkler getroffen, angeblich nur, um mit seiner studentischen Hilfskraft das nächste Seminar vorzubereiten. Auch wenn Brenner der Hauptverdächtige ist, mahnt Staatsanwältin Paulos zu Objektivität. Das Kripo-Team soll auch Entlastendes ermitteln und anderen Spuren nachgehen. Was ist mit Yvonnes Freund, dem Studenten Adam Vogt? Beide hatten Streit. Ging es um Eifersucht? Und was verschweigt ihre Mitbewohnerin, die Kommilitonin Cleo Morel?

Offenbar wurde Brenner erpresst. Dieses Mal darf es keinen Fehler in der Ermittlung geben. Auch dass es Kommissar Lennard Rösken gelingt, die Belastungszeugin Doreen Schmidtke wieder aufzutreiben, löst den Fall noch nicht. Für den alten Fall kann Brenner laut Gesetz nach dem Freispruch nicht noch einmal angeklagt werden. Es gibt nur eine Ausnahme: sein Geständnis. Mit welcher Strategie kann ihn Staatsanwältin Dena Paulos dazu bringen? Ihre Referendarin Jasna Nowak greift zum Mittel der polizeilichen List. Doch die Grenzen, was in der Vernehmung erlaubt ist und was nicht, sind eng.

Statement der Regisseurin Sabine Bernardi

Hinter die Fassade blicken – aus den Figuren heraus erzählen, ihre Dynamiken beleuchten, ihre Seelen spüren und eine Haltung finden zu den Themen, die wir erzählen, das ist das reizvolle und auch Besondere an diesem neuen Krimi. Ermittler*innen, die präzise zuhören und freilegen, was sich hinter der Fassade ihres Gegenübers verbirgt, das ist der Ansatz, mit dem wir in diesem Format arbeiten, und den unser starkes Ensemble auf eindrucksvolle Art umsetzt. Menschen und ihre Themen auch in Vernehmungen ernst zu nehmen, ist mitreißend und spannend und macht den "Havelland-Krimi" zu einem besonderen Samstagabend-Krimi.

Interview mit Dennenesch Zoudé

Der "Havelland-Krimi" zeigt Sie in der Rolle von Staatsanwältin Dena Paulos, die im Team herausfordernde Kriminalfälle aufklärt. Was ist das Besondere an dieser Rolle?

Dena Paulos ist eine schnelle, souveräne Denkerin. Sie kombiniert messerscharf und hat ein untrügerisches Gefühl für Menschen. Als Staatsanwältin ist sie knallhart und konsequent, im Hörsaal als Dozentin jedoch offen und neugierig und auf den Austausch und die Förderung ihrer Studierenden bedacht. Und als Mutter einer erwachsenen Tochter kommt sie, wie jedes andere Elternteil, oft an ihre Grenzen.

Was erzählt der "Havelland-Krimi", was andere deutsche Krimis derzeit vielleicht nicht erzählen?

Durch das einmalige Setting von zwei immer wiederkehrenden Spielstätten, dem Kommissariat und die Erweiterung der Spielorte um Staatsanwaltschaft und Seminarraum der Universität, geben wir den Zuschauenden neue Perspektiven im Vergleich zu klassischen Krimiformaten. Dena Paulos ist nicht nur Chefin der Ermittlungen, sondern auch Dozentin an der Universität, wo sie mit ihren Studierenden lebhaft aktuelle Fälle beleuchtet und die oftmals kniffligen juristischen Hintergründe erläutert. So bekommen die Zuschauenden einen weiteren spannenden Blick auf die Fälle. Interessante Fragen der Rechtsphilosophie werden aufgegriffen und sehr nahbar, für jede Person verständlich und nachvollziehbar, erklärt. Was ist Recht? Was ist gerecht? Wann ist Recht gerecht? Empfinden wir als gerecht, was rechtens ist oder wie sieht es mit Rechtsfrieden versus Gerechtigkeit aus?

Was treibt Dena innerlich an? Und was hat es sie vielleicht schon gekostet, Staatsanwältin zu sein?

Im tiefsten Inneren ist sie eine Idealistin, ihr Glaube an die Gerechtigkeit ist unerschütterlich. Ihre Offenheit und Neugierde, immer auf die Dinge neu zu schauen, ist ihre treibende Kraft und Teil ihres Erfolgs. Ihr unermüdlicher, fast verbissener Einsatz im Beruf ging leider oftmals auf Kosten ihres Privatlebens. Daran erinnert sie ihre erwachsene Tochter regelmäßig und schmerzhaft.

Wie ist das Verhältnis von Staatsanwältin Paulos und Kriminalhauptkommissar Zeller?

Auf der funktionalen und ausführenden Ebene macht Dena Paulos als Staatsanwältin die Ansagen. Mit dem Kriminalhauptkommissar Zeller arbeitet sie jedoch partnerschaftlich auf Augenhöhe, ihr Verhältnis ist respektvoll und von feinem Humor geprägt. Trotzdem bleibt Dena Paulos Herrin der Ermittlungen.

Sie drehen – wie der Titel schon sagt – im Umland von Berlin. Was verbindet Sie persönlich mit dieser Region?

Ich bin Berlinerin durch und durch. Es ist für mich wunderbar zu Hause zu drehen und trotzdem neue Gebiete vor der Haustür zu erleben. Potsdam und das Havelland sind ein großer Reiz für mich.

Fragen an Jens Atzorn

Ihre Figur Kriminalhauptkommissar Max Zeller arbeitet im Team mit Staatsanwältin Delos, Kommissar Rösken und Staatsanwalt-Referendarin Nowak. Wer hat im Zweifel das letzte Wort?

Also, im Zweifel hat Dena Paulos das letzte Wort.

Was erzählt der "Havelland-Krimi", was andere deutsche Krimis derzeit nicht erzählen?

Die Kriminalpolizei ermittelt bei uns Hand in Hand mit der Staatsanwaltschaft. Spannend wird es, wenn bei einem Fall, in dem wir gerade ermitteln, die juristische Seite beleuchtet und erklärt wird. Zum Beispiel die Frage: Was ist juristisches Recht und was für die einzelne Person gerecht? Das ist manchmal ein großer Unterschied.

Mit wem haben wir es bei Max Zeller zu tun? Was treibt ihn an und um?

Max Zeller ist aus Leidenschaft bei der Kriminalpolizei, um für Gerechtigkeit zu kämpfen. Er ist alleinerziehend und hat seine Frau durch einen Unfall verloren. Der Fahrer war vorher schon wegen Trunkenheit am Steuer auffällig geworden, hatte aber wegen Justiz-Überlastung immer noch seinen Führerschein. Für Max ein absolutes Versagen der Justiz. Er setzt sich für eine funktionierende Strafverfolgung ein, das treibt ihn an – auch, um seinem Sohn eine sichere Zukunft zu bieten.

Sie haben im Sommer 2025 in Brandenburg und Umgebung gedreht. Haben Sie einen persönlichen Bezug zu diesem schönen Landstrich?

Ich war die Jahre davor schon mal in Potsdam und Umgebung und habe mich auf Anhieb verliebt. Es gibt dort so tolle Seen und eine wunderschöne Landschaft.

Zwei Fragen an Anton Dreger

Polizeikommissar Lennard Rösken ist Teil des Teams. Was sind seine besonderen Fähigkeiten, wodurch zeichnet er sich aus, wie unterstützt er das Team?

Lennard ist im Vergleich zu vielen anderen Kommissaren kein extrovertierter Charakter. Seine große Stärke liegt in der Genauigkeit und bei der Observation von Menschen und Geschehnissen. Gleichzeitig hat er auch in vielen Momenten eine gewisse Unsicherheit im Kontakt mit Menschen, da er sich sein Leben lang schon etwas "nerdmäßig" in die Kriminologie vertieft hat. Lennard schätzt sein Kripoteam in Potsdam sehr und braucht gleichzeitig immer mal wieder Zeit für sich. Seine ruhige und präzise Art kann die Ermittlungen oft nach vorne bringen.

Was ist für Sie das Besondere am "Havelland-Krimi"? Was erwartet das Publikum?

Beim "Havelland-Krimi" fließen genau die Dinge zusammen, die einen Kriminalfilm spannend machen. Wir haben ein facettenreiches und engagiertes Ermittlerteam, das keine Angst hat, auch mal in Konflikte zu geraten und trotzdem absolut in dieselbe Richtung blickt: Das Ziel ist es, für Gerechtigkeit zu sorgen und Fälle aufzuklären. Anne Katrin Mascher und Krystof Hybl haben ein großartiges erstes Drehbuch geschrieben, bei dem Rollenpsychologie und politische Dimension untrennbar miteinander verbunden sind. Sabine Bernardi als Regisseurin hat uns mit ihrer Präzision eine tolle Zusammenarbeit ermöglicht und einen packenden Krimi inszeniert. Ich bin gespannt, was die Zuschauer*innen sagen.

Zwei Fragen an Linda Belinda Podszus

Sie sind im "Havelland-Krimi" als Staatsanwalts-Referendarin Jasna Nowak zu sehen. Welche Rolle erfüllt Ihre Figur in diesem recht ungleichen Team? Was sind Jasnas Stärken, wo muss sie noch dazulernen?

Jasna mischt mit ihrem offenen Gemüt und einer guten Portion Selbstbewusstsein das Team positiv auf. Sie gibt neue Impulse und hat keine Angst davor, ihre Gedanken zu äußern. Das sind definitiv einige ihrer Stärken, die ihr in vielen Situationen eine Gelassenheit geben, in denen andere vielleicht unsicher werden würden. Aber jede Medaille hat zwei Seiten. Durch ihr Selbstbewusstsein und ihre Stärke ist sie auch mal ungeduldig, ihr Mund vielleicht ein wenig schneller als ihre Gedanken, und an ihrer Frustrationstoleranz kann sie definitiv auch noch ein wenig arbeiten.

Wie waren für Sie die Dreharbeiten, was ist Ihnen rückblickend besonders stark in Erinnerung geblieben?

Die Dreharbeiten waren vor allem aufregend. Ich glaube, tatsächlich auch für das gesamte Team. Die meisten von uns hatten vorher noch nie zusammengearbeitet, und dann ist das Ganze ja ein komplett neues Format. Das Studio, in dem wir größtenteils gedreht haben, wurde auch erst mit Beginn der Dreharbeiten fertiggestellt. Wir konnten sozusagen im Laufe des Probenprozesses, und teilweise auch noch während der Dreharbeiten, dabei zusehen, wie unsere Staatsanwaltschaft erbaut und zum Leben erweckt wurde.

Mitzuerleben, wie so viele kreative Köpfe, vor allem hinter der Kamera, die Welt des "Havelland-Krimis" erschaffen, ist mir wirklich stark in Erinnerung geblieben. Und: Es passiert nicht alle Tage, dass man von Anfang an bei einem neuen Format dabei sein kann. Das ist schon etwas sehr Besonderes.

Statement der Produzentin Pauleena Liccini

Mit unserer neuen Reihe "Havelland-Krimi" ermitteln wir in einem bildgewaltigen Teil Deutschlands – dem Havelland und Potsdam – und setzen mit unserem Figurenensemble neue Akzente in der Krimierzählung. Im Mittelpunkt steht die Staatsanwältin Dena Paulos, die nicht nur Herrin des Verfahrens ist, sondern als Dozentin für Jura auch Einblicke in unser Rechtssystem gibt. Dadurch kontextualisieren wir die in einem Krimi zentrale Polizeiarbeit durch die Perspektive darauf, was in unserem Rechtsstaat an Gesetzen zur Verfügung steht, um für Gerechtigkeit zu kämpfen, und welche Herausforderungen und Hürden es bei der Polizeiarbeit gibt, auch, um Unschuldige zu schützen. In dem Spannungsfeld zwischen dem, was Recht ist und was wir möglicherweise als gerecht empfinden, setzt sich unser Team um Dennenesch Zoudé und Jens Atzorn für die Verfolgung von Straftätern ein, um für die Opfer und deren Angehörigen Aufklärung zu schaffen.

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