"Putins Agenten" und "Putins Schattenmänner"
Dokuserie und Einzeldokumentation
Über mehrere Monate hat ein Team von Investigativjournalisten ehemalige Mitarbeiter der russischen Geheimdienste auf der ganzen Welt getroffen. Deren Berichte erlauben einen Blick in die verborgene Welt der russischen Geheimdienste.
Die Serie legt den Fokus auf die persönlichen Geschichten der Ex-Agenten. Die Doku analysiert und erzählt die Historie von Russlands Geheimdiensten in der Ära Putin als schrittweise Expansion zum hochmodernen Geheimdienststaat, der auch immer mehr zur Bedrohung westlicher Demokratien wird.
Fotos
Texte
Ab Dienstag, 24. Februar 2026, 10.00 Uhr im ZDF streamen
Putins Agenten
Dreiteilige Dokuserie
Putins Agenten – Der Provokateur (1/3)
Putins Agenten – Der Offizier (2/3)
Putins Agenten – Der Hacker (3/3)
Buch und Regie: Johannes Müller unter Mitarbeit von Florian Huber
Producer: Lena Löwen, Anita Solianko,
Produktion: Story House Productions
Redaktion: Ron Boese, Martina Schindelka
Leitung: Caroline Reiher
Sendelänge: 3 x 30 Minuten
Ab Dienstag, 24. Februar 2026, 10.00 Uhr im ZDF streamen
ZDF: Dienstag, 24. Februar 2026, 20.15 Uhr
Putins Schattenmänner – Russische Agenten packen aus
Film von Florian Huber und Johannes Müller
Buch und Regie: Florian Huber und Johannes Müller
Producer: Lena Löwen, Anita Solianko,
Produktion: Story House Productions
Redaktion: Ron Boese, Martina Schindelka
Leitung: Caroline Reiher
Sendelänge: 45 Minuten
Die dreiteilige Dokuserie "Putins Agenten" gibt tiefe Einblicke in die Struktur des russischen Geheimdienstapparats. Sie nimmt dabei die Perspektive derer ein, die aus dem Inneren des Systems berichten. Über mehrere Monate hat ein Team von Investigativjournalisten ehemalige offizielle und inoffizielle Mitarbeiter der russischen Geheimdienste auf der ganzen Welt getroffen. Ihre persönlichen Geschichten erlauben einen Blick in die verborgene, oft grausame und auch für den Westen bedrohliche Welt der russischen Geheimdienste.
Jede Folge beleuchtet eigene Aspekte der russischen Geheimdienstarbeit. Die Folge "Der Provokateur" dreht sich um den Kampf gegen den Feind im Inneren. In der Geschichte "Der Offizier" erzählt ein hochrangiger Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes FSB über die zwielichtige Arbeit in der Schaltzentrale in Moskau. Die Folge "Der Hacker" zeigt, dass die russischen Geheimdienste das Internet als neues Schlachtfeld für sich begriffen haben und dabei auch vor einer Kooperation mit Kriminellen nicht zurückschrecken.
Die Serie macht mit den Geschichten der Ex-Agenten und der Analyse des Geschehens durch hochkarätige Experten sichtbar, wie Putins Agenten immer mehr Macht in Russland erlangen, wie sie die Opposition angreifen, Nachbarstaaten destabilisieren und vorführen , dass der Westen angreifbar ist. Es ist eine Serie über Täuschung, Verrat und die Abgründe der russischen Geheimdienstarbeit.
Der Provokateur (1/3)
Der arbeitslose Akademiker Semjon Ryschakow wird 2024 in seiner Wohnung im sibirischen Tomsk brutal vom FSB (Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation) überfallen und vor eine Wahl gestellt: Folter und Lagerhaft oder russische Bürger ausspionieren und an Putins Schergen verraten. So wird Semjon zum Agent Provocateur. Er lockt Systemgegner in die Falle und wird zum Instrument des Geheimdienstes im Kampf gegen die Feinde im Inneren Russlands.
Zunächst Agent aus Zwang, beginnt Semjon immer mehr Gefallen an seiner neuen Arbeit zu finden. Er kreiert künstliche Profile in sozialen Netzwerken und schreibt potenzielle Systemgegner an. Er gibt sich dabei als eine andere Person aus und versucht, die Menschen zu strafbaren Äußerungen zu provozieren.
Semjon berichtet über Machenschaften in einem Regime, in dem die Geheimdienste scheinbar über dem Gesetz stehen. Mit dem Angriffskrieg in der Ukraine 2022 hat dieses System eine neue Stufe erreicht. Minutiöse Chatprotokolle zwischen Semjon und seinen FSB-Vorgesetzten sowie Opfern belegen, wie der FSB agiert, um politisch Andersdenkende aufzuspüren. Experten sind der Auffassung, es gehe um den Machterhalt der politischen Elite. Dabei wird offensichtlich auch vor Mord nicht zurückgeschreckt.
Der Offizier (2/3)
Der Dienst im russischen Geheimdienst hat Tradition in der Familie des ehemaligen FSB-Offiziers Alexander Fedotow. Alexander folgt dem Vorbild seines Vaters und geht zum Inlandsgeheimdienst FSB. Er will Karriere machen und dabei seinem Ideal folgen, das Vaterland zu beschützen. Doch die Realität ist für ihn ernüchternd und er landet im 2. Direktorat des FSB. Das Direktorat steht in der direkten Tradition des berüchtigten 5. Direktorats der Vorgängerorganisation – des sowjetischen KGB. Offiziell ist das Direktorat für Verfassungsschutz und den Kampf gegen Terrorismus zuständig. In Wirklichkeit sei es aber ein Instrument zur Verfolgung von Oppositionellen und allen, die dem Regime in die Quere kommen, so Alexander Fedotow im Interview mit dem ZDF. Fedotow erlebt, wie das Putin-Regime die Befugnisse der Geheimdienste ausbaut. Der FSB-Oberstleutnant verfolgt, wie Korruption zu einer zentralen Säule des Systems wird, während Regimegegner mit Giftanschlägen kaltgestellt werden wie etwa der ehemalige FSB-Agent Alexander Litwinenko.
Alexander Fedotow kennt die Methoden gut. Auch wenn keiner im FSB-Hauptquartier in Moskau mit den Mordanschlägen prahlt, so ist es für den FSB-Beamten ein offenes Geheimnis, dass es ein internes Killerteam gibt, das mit solchen Aufgaben betraut werde. Desillusioniert verlässt der einstige Idealist den Geheimdienst und versucht sich als Unternehmer. Als er ins Visier der Justiz gerät, beschließt er das Land zu verlassen und einen Asylantrag in Europa zu stellen.
Der Hacker (3/3)
Der gebürtige Ukrainer Wladislaw Chorochorin war einmal einer der berüchtigtsten Cyberkriminellen weltweit: gesucht vom FBI unter seinem Pseudonym "BadB". Im Russland der 2000er ergaunerte er mit Kreditkartenbetrug Millionen von Dollar bei westlichen Banken. Das Land wird damals zu einem Hotspot für Hacker.
Fotos zeigen ihn mit teuren Sportwagen und in exklusiven Fünf-Sterne-Hotels. Doch das Leben im Luxus hat seinen Preis, denn die Hacker Russlands werden vom russischen Militärgeheimdienst GRU eingespannt. Gemeinsam mit anderen Computer-Spezialisten legt "BadB" Georgiens Mobilfunk-, Bank- und Internetinfrastruktur lahm. Mit ihrer Aktion bereiten sie den Boden für die Invasion der russischen Truppen in Georgien 2008. Der Angriff wird zu einer Blaupause wie Hackerangriffe und Militäroperation Hand in Hand gehen. Wladislaw Chorochorin lebt heute in Kiew. Inzwischen hat er die Seiten gewechselt und bezeichnet den Angriff auf Georgien als Fehler. Als Hacker kämpft er im Cyberspace an der Seite der Ukraine gegen Russland.
Sogenannte Cyberagenten sind heute integraler Bestandteil der russischen Geheimdienste und Teil der hybriden Kriegsführung. Ausgestattet mit staatlichen Mitteln, zielen ihre Angriffe auf die kritische Infrastruktur der westlichen Staaten.
Russlands Geheimdienste sind das Rückgrat von Putins Machtstruktur. Die Doku zeigt, wie der ehemalige KGB-Offizier Wladimir Putin den Geheimdiensten in Russland nahezu unbegrenzte Macht einräumt. Die Geheimdienste, vom Inlandsgeheimdienst FSB bis zu Putins Palastwache FSO, kontrollieren heute die staatlichen Schlüsselindustrien und öffentliche Institutionen, und sie spinnen ihr Netz der Unterdrückung. Ihre Lizenz zum Töten gilt seit der Regentschaft von Putin auch im Ausland. "Putins Schattenmänner" offenbart die innere Logik des russischen Staates, der von Geheimdiensten beherrscht und von deren Regeln geprägt ist. An der Spitze steht mit Wladimir Putin einer aus ihrer Mitte.
In der TV-Dokumentation erzählen Ex-Agenten aus dem Inneren dieses Geheimdienstsystems. Ehemalige offizielle und inoffizielle Mitarbeiter packen aus über Putins mächtige Schattenarmee. Über viele Monate hat ein Team von Investigativjournalisten daran gearbeitet, Zugang zu ehemaligen russischen Agenten zu finden. Sie hoffen auf ein neues Leben. An geheimen Orten erzählen sie exklusiv aus der russischen Agentenwelt. Sie berichten von Methoden der Rekrutierung, von Gewalt und Gewissensnot, von der Unterdrückung aller Kritik in Russland, der Unterwanderung im Ausland und vom Vorstoß in eine neue Dimension. Kaum beleuchtet ist bisher die Rolle von Cyberagenten als Teil von Putins hybrider Kriegsführung.
Die Erlebnisse der Ex-Agenten werden analytisch eingeordnet von westlichen Geheimdienstexperten und russischen Exilreportern. Es sind packende Geschichten über die Entwicklung von Russlands Geheimdiensten seit dem Machtantritt von Wladimir Putin.
Die Dokuserie und TV-Doku geben Einblicke ins Innere der russischen Geheimdienste. Inwiefern unterscheiden und ergänzen sich TV-Film und Serie?
Johannes Müller: "Unsere Serie blickt hinter die Fassade der russischen Geheimdienste, indem ein Fokus auf die Menschen gelegt wird, die für die russischen Geheimdienste arbeiten. Dabei treffen wir einen langjährigen FSB-Offizier, einen zwangsrekrutierten Agent Provocateur und einen Hacker. Wir folgen ihren Biografien und erfahren, wie die Geheimdienste rekrutieren und wie Agenten eingesetzt werden.
Der Primetime-TV-Film führt diese Agenten mit weiteren zusammen und erzählt dabei die Geschichte der Dienste in der Ära Putin als schrittweise Expansion zum hochmodernen Geheimdienststaat."
Im Februar 2024 hat das ZDF Ihre Dokuserie über "Putins Krieger" veröffentlicht. Welche Verbindungen gibt es zu Ihrer jetzigen Dokuserie über "Putins Agenten" beziehungsweise der Doku über "Putins Schattenkämpfer"?
Florian Huber: "Ähnlich wie die ehemaligen Armeeoffiziere bei "Putins Krieger" berichten auch in unserer neuen Serie Insider. Es sind Menschen, die einmal mit Überzeugung Teil des Systems waren. Sie haben sich dafür entschieden, die Seite zu wechseln und Auskunft zu geben, auch wenn dies lebensgefährlich sein kann, wie Beispiele ermordeter Ex-Agenten in der Vergangenheit gezeigt haben. Sie geben damit einen seltenen und wichtigen Einblick in die "Black Box" der russischen Geheimdienste."
Wer gehörte zum Team der Investigativjournalisten, das über viele Monate daran gearbeitet hat, Zugang zu ehemaligen russischen Agenten zu finden?
Johannes Müller: "Durch unsere investigativen Dokuserien wie "Der Pate von St. Petersburg" oder "Putins Krieger" haben wir ein eigenes Team an Investigativjournalisten mit einem Fokus auf Russland aufgebaut. Dieses wird ergänzt durch unser Netzwerk mit bekannten russischen Investigativjournalisten. Für die Serie "Putins Schattenmänner" haben wir mit Roman Dobrochotow, Gründer der Rechercheplattform "The Insider" zusammengearbeitet, die schon einige spektakuläre Recherchen aus der Welt der russischen Geheimdienste vorgelegt hat. Daneben haben wir mit Ilja Roschdestwenskij vom Londoner "Dossier-Center" kooperiert, welches vom ehemaligen russischen Oligarchen Michail Chodorkowski ins Leben gerufen wurde."
Aus welchen russischen Geheimdiensten konnten Ex-Agenten als Gesprächspartner gewonnen werden?
Florian Huber: "Der russische Inlandsgeheimdienst FSB ist mit Abstand der größte und wichtigste aller Dienste und tatsächlich hatten die meisten unserer Gesprächspartner Verbindung zum FSB. Einige berichten allerdings auch von Kontakten zum Militärgeheimdienst GRU, während der Auslandsgeheimdienst SWR als der verschwiegenste von allen gilt."
Wie haben Sie die Aussage der Ex-Agenten verifiziert?
Florian Huber: "Zum einen haben wir uns in dieser Frage eng mit unseren hochprofessionellen Partnern bei "The Insider" und dem Dossier-Center beraten. Wir haben allerdings auch selbst in allen Fällen Dokumente, Bilder, Chats und offizielle sowie inoffizielle Quellen eingesehen und gegengecheckt."
Was waren im Nachhinein die größten Herausforderungen bei diesem Projekt?
Johannes Müller: "Geheimdienste sind natürlicherweise die verschwiegensten Organisationen überhaupt. Zugänge zu dieser Schattenwelt sind außerordentlich schwierig, und das potenziert sich noch bei der Frage, ob ehemals aktive Agenten bereit sind, vor laufender Kamera aus dem Inneren dieser Welt zu berichten. Denn gerade in Russland gelten öffentliche Aussteiger als gefährliche 'Verräter'. Sie aufzuspüren und von unserem Projekt zu überzeugen, war sicher die größte Herausforderung."
Welche Erkenntnisse haben Sie am meisten überrascht?
Florian Huber: "Überraschend war auf jeden Fall, wie stark sich das Agentenprofil in den letzten Jahren unter Putin verändert hat: vom klassischen Spion à la James Bond, mit Legende und toten Briefkästen, zum Cyberagenten von heute, der seine Einsätze aus dem Homeoffice aufzieht, mit Telegram-Chats, online-Erpressungen und oft tiefschwarzem Hacker-Humor."
Alexander Fedotow, ehemaliger FSB-Oberstleutnant, zu seiner Motivation, Geheimagent zu werden:
"Ich wollte etwas Nützliches für die Gesellschaft tun, und den FSB umgibt so eine gewisse patriotische Romantik."
Wsewolod Ossipow, ehemaliger FSB-Informant, über den Moment, als der Geheimdienst auf ihn zutrat:
"Plötzlich wurde mir klar, dass sie mich rekrutieren wollten. Und mein Gefühl sagte mir: Jetzt bist Du am Arsch."
Wladislaw Chorochorin, bekannt als Hacker "BadB", über seine Teilnahme an Russlands ersten Cyberangriffen im Georgienkrieg 2008:
"Hätte ich damals bloß kapiert, was für ein Monster wir da mit Putin unterstützt haben. Mir ist das sehr unangenehm."
Semjon Ryschakow über seine Arbeit als Cyber-Agent, der kritische Bürger im Auftrag des Geheimdienstes im Netz zu Straftaten provoziert hat:
"Das war wie eine Jagd. Ich fühlte mich wie so ein Cyber-Detektiv."
Erich Schmidt-Eenboom, deutscher Geheimdienstexperte, über Putins Herrschaftspraxis, nur noch über seine Geheimdienste zu regieren:
"Unter Putin hat sich das Machtgefüge verschoben. Militär und Wirtschaft sind nur noch sekundär. Die russische Föderation ist ein reiner Geheimdienststaat."
Thomas Haldenwang, ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, zu den zunehmenden Drohnenangriffen und dem hybriden Krieg Russlands gegen Westeuropa:
"Das ist so was, was wir 'Show of Force' nennen, dass man einfach zeigen will: Wir machen auch in euren Ländern, was wir wollen."
Roman Dobrochotow, Investigativjournalist bei "The Insider", zur wachsenden Bedeutung des Cyberkriegs für die russischen Geheimdienste:
"Wladimir Putin hat das meiste aus dem früheren KGB einfach in die heutigen Geheimdienste übertragen. Aber eine Sache ist völlig neu hinzugekommen: die Cybertechnologie."
Ab Montag, 16. Februar 2026, 5.00 Uhr im ZDF streamen
ZDFinfo: Samstag, 21. Februar 2026, 0.15 Uhr
2000 Meter bis Andriiwka
Film von Mstyslav Chernov
2000 Meter – diese Strecke müssen die Soldaten der 3. ukrainischen Sturmbrigade zurücklegen, um das russisch besetzte Dorf Andrijiwka nahe Bachmut zu befreien.
2000 Meter Bombenhagel, Verwüstung und Tod. Zentimeter für Zentimeter kämpfen sich die ukrainischen Elitesoldaten in einem schmalen Waldgürtel voran, kriechen von Erdloch zu Erdloch ‒ unter permanentem Beschuss der russischen Aggressoren.
Es dauert Tage, bis die ukrainische Einheit das Dorf Andrijiwka schließlich erreicht – stark dezimiert und von der Brutalität der Kämpfe gezeichnet.
Der Film des oscarprämierten ukrainischen Dokumentarfilmers Mstyslav Tschernov ("20 Tage in Mariupol") zeigt den Alltag der Soldaten an vorderster Front. Nah und schonungslos.
Bodycam-Aufnahmen nehmen den Zuschauer mit in einen menschenfeindlichen, lebensvernichtenden Kosmos, der den permanenten emotionalen Ausnahmezustand der ukrainischen Frontsoldaten eindrücklich schildert und den Blutzoll, den sie zahlen, erfahrbar macht. "2000 Meter bis Andriiwka" erzählt die Geschichte dieses brutalen Angriffskrieges nicht anhand von Statistiken und Zahlen, sondern durch die Schicksale hoffnungsvoller junger Männer, die für den Kampf gegen die russischen Aggressoren ihr Leben riskieren – und in vielen Fällen viel zu früh verlieren.
Ab Samstag, 28. Februar 2026, 0.00 Uhr im ZDF streamen
ZDF: Sonntag, 1. März 2026, 0.10 Uhr
Putins Blutspur – Chronik eines Krieges (Teil 4)
"Terra X History"-Dokumentation
Auch im vierten Kriegsjahr gelingt es Russland nicht, die Ukraine zu unterwerfen. Zugleich stellt US-Präsident Trump die Unterstützung für das angegriffene Land in Frage.
Noch immer schickt Putin jeden Monat Tausende Soldaten in den Tod, um einige Quadratkilometer zu erobern. Zeitgleich wird unter Leitung der USA über Frieden verhandelt. Doch es gibt keine Anzeichen dafür, dass Russland von seinen Maximalforderungen abweicht.
Der Präsidentenwechsel in den USA bringt für die Ukraine Anfang 2025 einen Rückschlag: Donald Trump gibt dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj die Schuld am Fortgang des Krieges - das Treffen im Weißen Haus endet mit einem Eklat. Für eine Woche stoppen die Amerikaner die Weitergabe von Geheimdienstinformationen – in der Folge gerät die Ukraine militärisch unter Druck und muss örtliche Niederlagen hinnehmen.
Doch das angegriffene Land gibt nicht auf. Mit einer Armada von Kampfdrohnen kann die Ukraine im Laufe des Jahres 2025 größere Frontdurchbrüche verhindern und erfolgreiche Angriffe auf die russische Ölindustrie führen. Auch Russland setzt die tödlichen Flugobjekte massenhaft ein. Es gibt im vierten Kriegsjahr keine starren Frontlinien mehr, stattdessen entstehen etwa dreißig Kilometer tiefe Kampf- und Todeszonen, in denen Drohnen operieren.
Für diesen neuesten Film in der "Terra X History"-Reihe "Putins Blutspur" waren Reporter an den umkämpften Frontabschnitten unterwegs und haben exklusive Bilder gefilmt. Sie zeigen Menschen, die dem täglichen Bombenterror in den Städten ausgesetzt sind, und treffen Kämpfer wieder, die bereits in den ersten Folgen zu Wort kamen. Die Soldaten sind zwar müde, aber entschlossen.
Die Dokumentation ist der vierte Teil einer Chronik des Krieges in der Ukraine. Die drei vorangegangenen Teile zeichnen die Geschehnisse seit dem Überfall im Februar 2022 nach und sind im ZDF-Streaming-Portal abrufbar.
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