WISO
Wirtschaft und Soziales
Das sind die Themen in der "WISO"-Ausgabe am Montag, 19. Oktober 2026, 19.25 Uhr im ZDF, moderiert von Marcus Niehaves: Was kommt nach der Riester-Rente? – Das neue Altersvorsorge-Depot ab 2027; Droht der Ausverkauf bei Immobilien? – Die Boomer-Generation und ihre Häuser; Wie kommt der Fisch in die Dose? – Dosenfisch: Genuss mit Beigeschmack.
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Montag, 19. Oktober 2026, 19.25 Uhr, im ZDF und im ZDF streamen
WISO
Moderation: Marcus Niehaves
Produktion: ZDF
Länge: ca. 42 Minuten
"WISO" informiert über Wirtschaft und Soziales, praktisch und mit geldwertem Nutzen. Die Sendung bietet Informationen und Hintergründe für Verbraucherinnen und Verbraucher zu allen relevanten Lebensbereichen – zum Beispiel zu Arbeit und Beruf, Ernährung und Gesundheit, Wohnen, Geldanlage und Rente.
Themen:
Was kommt nach der Riester-Rente? – Das neue Altersvorsorge-Depot ab 2027
Droht der Ausverkauf bei Immobilien? – Die Boomer-Generation und ihre Häuser
Wie kommt der Fisch in die Dose? – Dosenfisch: Genuss mit Beigeschmack
Ab Freitag, 13. November 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen
Montag, 19. November 2026, 19.25 Uhr, ZDF
WISO-Dokumentation
Die Zukunft des Verkehrs – Nie wieder Stau?
Film von Antonia Schaefer und Florian Neuhann
Produktion: Spiegel TV
Redaktion: Sven Brandhuber
Länge: ca. 43 Minuten
Stau, Verspätung, Ausfall: Wer heute von A nach B will, hat in Deutschland vor allem eins: Frust. Die Zukunft verspricht schnelle, autonome und grüne Lösungen. Verkehrskollaps adé?
Es ist der ganz normale Wahnsinn: Der Stau am Morgen. Das ewige Warten auf den Zug, der nicht kommt. Der wurzelüberwucherte Fahrradweg. Geht das nicht anders? Die "WISO-Dokumentation" wagt den Blick in die Zukunft: Wie bewegen wir uns fort im Jahr 2050?
Viele träumten von fliegenden Autos, die jeden Stau überfliegen würden. Es kamen: Horrende Preise, Stillstand, Stress. Doch wieder lockt die Zukunft: Mit autonomen Fahrzeugen, die den Verkehr flüssiger und sicherer machen sollen. Mit grünen Antrieben und klugen, vernetzten Systemen, die die Stadt ordnen und das Land anbinden. Wie werden wir uns in Zukunft fortbewegen? ZDF-Journalist Florian Neuhann geht diesen Fragen nach. Mithilfe von künstlicher Intelligenz blickt das Autorenteam in das Jahr 2050 – und reist dorthin, wo sich die Zukunft des Verkehrs schon heute abzeichnet.
Hängt Europa bei der Zukunft hinterher?
Etwa nach Oslo, ein Musterbeispiel für die Umverteilung in Städten: Autos müssen dort immer mehr Fußgängern und Fahrrädern weichen. 2023 wurde es zudem die erste Stadt, die ihren Nahverkehr komplett elektrisch antrieb.
Doch wo bleibt die technische Revolution? Während in den USA und China schon autonome Taxen auf den Straßen herumfahren, scheint es in der EU langsamer voranzugehen. Langsamer, aber konstant: In Frankreich forscht man an autonomen Shuttles, die heute bereits an der italienischen Riviera zu bestaunen sind. Und auch in Deutschland gibt es technische Visionen: In München sitzt ein Unternehmen, das den Schienenverkehr revolutionieren will. Mit Vakuumröhren und Geschwindigkeiten, die bis zu 900 km/h erreichen sollen! In Bruchsal kommt man dem Traum des fliegenden Autos am nächsten: Mit autonom fliegenden, vollelektrischen Flugtaxis.
Die Suche nach der Zukunft des Verkehrs führt das Autorenteam auch zu den Nutzern: Denn was bringen Zukunftstechnologien, wenn sie keiner nutzt? Beim Auto-Tuning-Treff in Groß Laasch, Mecklenburg-Vorpommern, sprechen Autobegeisterte über die deutsche Liebe zum Autofahren und die Herausforderungen der Mobilität auf dem Land. In Pforzheim fordern Fahrradaktivisten besseren Schutz für Radfahrer in der Stadt und an der Landstraße. Wie überzeugt man Menschen von einer Verkehrswende?
VW-Chef warnt: Es geht ums Überleben.
Die Spur führt auch zu den wichtigen deutschen Industrievertretern heute: Können sie die Zukunft aktiv mitgestalten oder nur noch reagieren? Etwa bei Volkswagen, dem deutschen Vorzeigeunternehmen, das nun vor allem im Wettbewerb um Zukunftstechnologien droht, nicht mehr mitzukommen. "Es geht im Wesentlichen ums Überleben der traditionellen Automobilindustrie", sagt VW-Chef Blume im Interview mit Neuhann. "Wir insbesondere haben Nachteile bei den Kosten."
Der Film schaut mithilfe von KI-Prognosen in die Zukunft. Basierend auf Studien und offiziellen Daten erstellte die KI Perplexity Visionen für den Verkehr im Jahr 2050. Diese Szenen wurden von einer anderen KI bebildert. Das Team konfrontierte Firmengründer, CEOs, Nutzer und die Verkehrsexpertin Barbara Lenz mit den KI-Visionen: Wie realistisch finden sie, was künstliche Intelligenz voraussagt? Und ist das auch sinnvoll?
Der Film zeigt Ideen, wie die Verkehrsprobleme von heute zu lösen sind – und macht gleichzeitig auch immer wieder den Realitätscheck. Am Ende bleibt die Frage: Braucht es eine Revolution der Mobilität oder reicht eine Reform? Braucht es für weniger Autoverkehr ein Flugtaxi oder reicht der pünktliche ICE?
Seit 8. September 2026 im ZDF streamen
WISO-Dokumentation: Deutscher Gründerpreis 2026
Zeitenwende: Hightech aus Deutschland
Film von Jessica Liss
Produktion: real & fiction Gmbh
Redaktion: Eva Schmidt
Länge: ca. 28 Minuten
Mit Innovation gegen Rohstoffabhängigkeit: Wie deutsche Gründer auf geopolitische Krisen reagieren und neue Wege zu mehr wirtschaftlicher und politischer Souveränität eröffnen. Die Geschäftsmodelle dreier Finalisten um den Deutschen Gründerpreis drehen sich um Klimafreundlichkeit, Sicherheit und die Energie der Zukunft. Damit könnten sie Deutschlands Kompetenz in kritischen Schlüsseltechnologien stärken und Importabhängigkeit verringern.
Francesco Sciortino und sein Team von Proxima Fusion aus München verfolgen ein mehr als ehrgeiziges Ziel: Mit dem weltweit ersten Fusionskraftwerk wollen sie den Weg zu einer klimafreundlichen Energieversorgung ebnen. Während die Politik große Hoffnungen auf den Durchbruch der Technologie setzt, stellen Kritiker die Frage: Lässt sich die Vision überhaupt realisieren? Kann Deutschland bei der Kernfusion tatsächlich eine führende Rolle übernehmen?
Ob Satellitenkommunikation oder Weltraumforschung: Die hochpräzisen Antennen und Teleskope von mtex antenna technology aus Wiesbaden kommen überall dort zum Einsatz, wo Daten über große Entfernungen zuverlässig übertragen oder empfangen werden müssen. Geschäftsführer Lutz Stenvers führt die Firma seines Vaters weiter und baut sie zu einem international gefragten Hightech-Unternehmen aus. Doch mit der wachsenden Bedeutung der Technologie wächst auch die Verantwortung: Denn ihre Antennen können sowohl für zivile als auch für militärische Anwendungen genutzt werden.
Ein neuer Elektromotor aus Deutschland soll E-Autos effizienter machen. Das heißt, es werden weniger Materialien verbaut, was die Kosten und das Gewicht senkt und die Reichweite erhöht. Bei DeepDrive arbeiten Alexander Rosen, Stefan Ender, Felix Pörnbacher und ihr Team daran, ihre Entwicklung fit für den Serieneinsatz zu machen.
Die "WISO"-Dokumentation begleitet drei für den Deutschen Gründerpreis 2026 nominierte Unternehmen, die mit ihren Innovationen an Schlüsseltechnologien arbeiten. Die deutsche Wirtschaft ist mehr und mehr mit geostrategischen Interessen verbunden. Dual Use, Unabhängigkeit von Rohstoffen und technologische Souveränität sind in diesem Zusammenhang wichtige Stichworte. Können die Gründer solche Erwartungen erfüllen?
Im ZDF streamen
WISO-Dokumentation
Wer für die Energiewende zahlt
Film von Karen Grass und Eva Schmidt
Produktion: ZDF
Redaktion: Carsten Meyer, Birgit Hermes
Länge: ca. 43 Minuten
Wir stecken mitten in der Energiewende. Lange ging es nur um den Ausbau erneuerbarer Energien. Jetzt schiebt sich eine andere Frage in den Vordergrund: Wer zahlt den Preis dafür?
Daten zeigen: Die Zustimmung zur Transformation sinkt besonders bei Haushalten, die unter Kostendruck stehen. Viele spüren es an ihrer Strom- und Heizrechnung: Der Umbau zur Klimaneutralität wird maßgeblich durch private Haushalte finanziert.
Die Energiewende ist die Hauptursache, warum Deutschland aktuell den höchsten Strompreis in Europa hat – ein Problem für Unternehmen und Verbraucher. Für viele ist das inzwischen sogar die neue soziale Frage. "Transformationen haben Verteilungseffekte", erklärt Andreas Goldthau von der Willy Brandt School of Public Policy in Erfurt, "es gibt Verlierer und es gibt Gewinner. Und Verlierer sollten nicht alleine dastehen, und Gewinner sollten nicht alles abschöpfen. Der Wohlfahrtsstaat hat eine wichtige Rolle zu spielen. Und all das muss zusammengreifen, sonst gelingt die Wende nicht."
Die Doku zeigt mit exklusiven Berechnungen der Hochschule Bochum am Beispiel von drei Haushalten: Der CO2-Preis trifft besonders Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen, die nicht einfach auf E-Auto oder selbst produzierten Solarstrom umsteigen können. Brigitte Knopf vom Berliner Thinktank Zukunft KlimaSozial kritisiert eine "Förderpolitik mit der Gießkanne", wie beispielsweise beim bisherigen Umweltbonus für Elektroautos, "wo wir dann gesehen haben, dass obere Einkommen viel mehr davon profitiert haben." Eine Untersuchung von Brigitte Knopf macht klar, dass vor allem Haushalte mit Eigenheim und höherem Einkommen, die in nachhaltige Technologien wie Wärmepumpe oder Solardach investieren können, Zuschüsse bekommen haben. Lediglich rund 14 Prozent der Ausgaben hatten explizit einen sozialen Fokus.
Die Doku sucht nach Lösungsansätzen und schaut sich an Beispielhaushalten an, wie eine Umverteilung der Lasten aussehen könnte.
Seit 30. März 2026 im ZDF streamen
How to: Reich werden wie Boomer
Film von Carolin Hentschel
Haben Millennials und Gen Z schlechtere Chancen auf Vermögen als ihre Babyboomer-Eltern? "How to" analysiert alte Anlagestrategien und zeigt, was heute funktioniert.
Vermögensaufbau war früher scheinbar einfacher. Was hat sich über die Jahre beim Sparen verändert? Wie kann man heute noch ein Eigenheim finanzieren? Mit spitzem Humor führt der fiktive Host Nathan ein ebenfalls fiktives Millennial-Paar durch die Untiefen der Geldanlagen.
Die Babyboomer gelten als die vermögendste Generation der westlichen Industrieländer. Die nachfolgenden Generationen vereint das Gefühl, es schlechter zu haben und von einer Krise in die nächste zu schlittern. Doch ist dieses Gefühl berechtigt? Wie schwer ist es für Millennials und die Gen Z, ein Vermögen aufzubauen? Gelten für sie vielleicht einfach nur andere Regeln als für die Babyboomer?
Holger Stockhaus spielt den vermeintlich allwissenden Wirtschaftsexperten Nathan, der mit spitzem Humor zwei fiktive Durchschnitts-Millennials Jan und Julia, gespielt von Emil Lug und Nele Trebs, mit den Realitäten ihrer Finanzen konfrontiert. Während sich Ersparnisse in den 80er Jahren noch bequem auf dem Sparbuch vermehrten, droht heute durch Niedrigzinsen ein schleichender Wertverlust. Auch das klassische Eigenheim, einst das Fundament für den Vermögensaufbau, ist in vielen Regionen inzwischen dreimal so teuer wie früher. Mit Hilfe von Geschichten realer Protagonistinnen und Protagonisten, Expertinnen und Experten wird aufgezeigt, warum die Strategien der Elterngeneration heute ins Leere laufen und was vom einstigen Wohlstandsversprechen tatsächlich übrig geblieben ist.
Das neue Format beleuchtet dabei unterschiedliche Versuche, sich ein Vermögen aufzubauen und fürs Alter vorzusorgen:
Nico und Barbara erfüllen sich mit Ende 20 den Traum vom Eigenheim auf der Insel Rügen. Für immer mehr junge Menschen ist das dafür notwendige Eigenkapital eine zu große Hürde, die sie ohne Erbe oder Unterstützung der Eltern nicht mehr meistern könnten. Nico und Barbara kostet ihr Traum rund eine halbe Million Euro. Ein Erbe haben sie nicht. Wie stemmen sie die Finanzierung?
Der Traum vom schnellen Geld an der Börse ist heute dank Trading Apps und Neo Brokern scheinbar greifbarer denn je. Neben normalen Wertpapieren hat hier jeder Zugang zu Hochrisikoprodukten, die schnellere Gewinne versprechen. Der selbstständige Musiker Jules hat so fast 200.000 Euro verloren. Ist es also wirklich eine gute Idee, als Laie in Hochrisikoprodukte zu investieren?
Das Gehalt ist immer noch der wichtigste Hebel, um sich ein Vermögen aufzubauen und dafür braucht es Bildung. Die 34-jährige Mona aus Erfurt ist in Armut aufgewachsen. Heute hat sie drei Studienabschlüsse und lebt das Leben einer Mittelständlerin. Doch ist sie damit eher die Ausnahme als die Regel? Wie realistisch ist es heute, aus der Armut zu kommen und ein Vermögen aufzubauen?
Führende Expertinnen und Experten wie Prof. Dr. Lena Dräger (Kiel Institut für Weltwirtschaft), Dr. Pekka Sagner (IW Köln), Dr. Nhat An Trinh (Humboldt-Universität (WZB)) und Niels Nauhauser (Verbraucherzentrale Baden-Württemberg) liefern die faktenbasierte Einordnung zu Inflation, Zinsentwicklung, Immobilienmärkten, Vermögensverteilung und Anlagestrategien.
"WISO" ist mehr als 40 Jahre alt – und steht vom Alter her in der Mitte des Lebens. Was zeichnet "WISO" in den "besten Jahren" aus – im Netz und linear?
"WISO" ist das Original – im Netz und linear. "WISO" ist seit mehr als 40 Jahren eine journalistische Verbraucher- und Wirtschaftsmarke, die den Anspruch hat, den Menschen das Leben einfacher zu machen. Und je komplizierter diese Welt und auch unser Alltag werden, desto wichtiger wird unser Angebot. Für die ZDFmediathek werden wir verstärkt Dokumentationen produzieren, für die ZDFheute ist "WISO" aktiv und in den sozialen Medien sind wir mit der Marke präsent und arbeiten intensiv daran, auf möglichst vielen Kanälen, möglichst viele Menschen zu erreichen. Unsere Inhalte sind immer so aufbereitet, dass man keine Fachkenntnis braucht, um sie zu verstehen. Sie können auch mal unterhaltsam sein, sind ansprechend und gut konsumierbar. Und ganz wichtig: Wir wollen die Menschen in ihrer Lebensrealität erreichen. Wenn wir die Fragen beantworten, die sich die Menschen am Frühstückstisch, am Arbeitsplatz oder in ihrer Freizeit stellen, dann liegen wir richtig. Ich glaube schon, dass wir das oft schaffen und genau das der Grund ist, warum "WISO" auch nach 40 Jahren noch so erfolgreich ist.
Wie weit reicht das Themenspektrum von "WISO" – kann alles, was für Verbraucherinnen und Verbraucher einen praktischen Nutzen hat, auch einen "WISO"-Beitrag wert sein?
Unser Motto ist "Ihr Leben unsere Themen" – und ja: Im Prinzip kann jedes Thema mit Nutzwert ein "WISO"-Thema sein. Natürlich haben auch wir unsere Schwerpunkte und speziellen Kompetenzen. Beautytipps gehören da weniger zu. Wenn es aber darum geht, Inhaltsstoffe, neue Trends oder die Arbeitsbedingungen beim Hersteller zu hinterfragen, dann sind wir dabei. Und klar – alles, was mit Finanzen, Arbeit, Nachhaltigkeit und Konsum zu tun hat, kann ein "WISO"-Thema werden. Und nicht vergessen: Auch Wissen hat einen hohen Nutzwert. Darum war "WISO" immer schon mehr als ein rein klassisches Verbrauchermagazin. Tipps und Checks sind nicht alles. Wir schauen auch immer wieder auf "das große Ganze" und liefern Hintergrundwissen und Einordnungen. Der Bezug zum Alltag und zum Leben der Menschen muss dabei stets gegeben sein.
Welches Qualitätsversprechen geben Sie den Zuschauerinnen und Zuschauern, den Nutzerinnen und Nutzer, wenn Informationen unter dem Label "WISO" publiziert werden?
Die unabhängige Recherche, die Ausgewogenheit und die Themenvielfalt sind unsere Qualitätsversprechen. "WISO" ist ein Qualitätssiegel, auf das man sich verlassen kann. Diesem Anspruch gerecht zu werden, kostet viel Zeit und Energie, was man an der Tiefe und der Umsetzung unseres Contents auch sehen kann – egal ob linear oder digital. Und gerade im Netz gibt es Unmengen an Informationen, die eben nicht unabhängig sind, die klar werblich daherkommen oder einfach falsch sind. Und genau da liegt unsere Aufgabe: Wenn wir es schaffen, die Aufmerksamkeit der Zielgruppen zu erlangen, werden diese unsere unabhängigen Informationen auch nutzen. Der Bedarf ist groß, da bin ich mir ganz sicher.
Als "Lotse, der konkrete Tipps geben kann" haben Sie "WISO" mal bezeichnet. Ist "WISO" auch eine Adresse, an die sich Zuschauerinnen und Zuschauer wenden können, wenn sie Rat brauchen oder auf selbst erlebte Problemfälle hinweisen wollen? Oder gilt da: Wir stellen Orientierung gebende Informationen bereit, können aber keine Rechtsberatung leisten?
Ein Zuschauer hat das mal in einer Befragung gesagt: "WISO" sei für ihn der Lotse, der ihn durch diese komplizierte Welt führt. Das hat mir gefallen. Wir wollen tatsächlich Lotse sein, der Menschen an die Hand nimmt und Hilfestellung gibt. Unser Markenversprechen ist: "Wir machen Euer Leben einfacher". Wie gesagt – das können ganz praktische Tipps, aber auch Hintergrundinformationen sein. Wir wollen die Menschen mit unseren Informationen in die Lage versetzen, die für sie richtige Entscheidung zu treffen. Das hat natürlich aus Ressourcengründen seine Grenzen. Wir bekommen sehr oft ganz individuelle Anfragen von Zuschauerinnen und Zuschauern. Darauf können wir meist nicht wirklich konkret eingehen, aber wir können die Themen aufnehmen und sie journalistisch umsetzen. Rechtsberatung dürfen wir nicht geben, das würde auch unsere Kompetenzen überschreiten.
Sie sind seit dreizehn Jahren für "WISO" im Einsatz und seit acht Jahren als Moderator das Gesicht und als Redaktionsleiter der Kopf der Sendung. Welche der "WISO"-Themen, mit denen Sie in diesen Jahren beruflich viel zu tun hatten, begegnen Ihnen auch in Ihrem eigenen Alltagsleben immer wieder. Und wie oft wird der "WISO"-Moderator auch privat um Rat gefragt?
Die Inflation hat mich dieses Jahr beruflich und privat am meisten beschäftigt. Und ich bin mir sicher, dass die steigenden Preise auch für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer eins der wichtigsten Themen war. Noch nicht so lange her, aber sicherlich besonders intensiv war die Berichterstattung in den Jahren der Corona-Pandemie. Da haben wir als Redaktion wochenlang Spezialsendungen produziert und zugleich hat sich, auch privat, der komplette Alltag auf den Kopf gestellt. Das war mehr als herausfordernd, aber auch inhaltlich spannend. Seit einigen Jahren spielt das Thema Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle in der Wirtschaft und im Alltag der Menschen und somit auch bei "WISO". Und ja – ich werde schon oft um Rat gefragt. Wenn ich helfen kann, mache ich das gerne. Nur ist unser Themenspektrum so breit, dass ich nicht für alle Bereiche ein guter Ratgeber sein kann. Hinter der Marke "WISO" steckt ein ganzes Team. Da ist das Fachwissen breit gestreut. Viele Autorinnen und Autoren haben ihr Spezialgebiet. Oft sind die Sachverhalte kompliziert, und da wäre es nicht seriös, so zu tun, als ob ich immer die passende Lösung hätte. Viel öfter werde ich aber angesprochen von Menschen, die dankbar sind, dass es die Sendung und unser Social-Media-Angebot gibt.
Welche Fachkompetenzen sind in Ihrem Team zu finden und wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen thematisch verwandten Redaktionen?
Weil "WISO" thematisch so breit aufgestellt ist, kooperieren wir schon lange intensiv mit anderen ZDF-Redaktionen. Wenn es um Gesundheitsthemen und soziale Fragen geht, arbeiten wir eng mit der ZDF-Redaktion "Volle Kanne – Service täglich" zusammen. Im Bereich Nachhaltigkeit und Umwelt unterstützen uns die Kolleginnen und Kollegen aus der ZDF-Umweltredaktion. Bei den Themen Wirtschaft und Finanzen stimmen wir uns mit unserer Börsenredaktion ab. Die wichtigste Fachkompetenz ist für uns das journalistische Handwerkszeug. Thematisch haben sich einige Kolleginnen und Kollegen in meinem Team spezialisiert auf Technikthemen, Versicherungsfragen oder Anlagetipps. Sie stehen dann als Expertinnen und Experten auch anderen ZDF-Sendungen zur Verfügung, schreiben Artikel für das Online-Nachrichtenangebot ZDFheute oder arbeiten an Dokumentationen, oft auch gemeinsam mit anderen Redaktionen.
Und wie wird "WISO" aussehen, wenn 2034 ein halbes Jahrhundert "Wirtschaft und Soziales" im ZDF gefeiert werden kann?
Mein Wunsch: "WISO" gehört dann weiterhin zu den großen ZDF-Marken und wird auch von der jungen Zielgruppe genutzt und geschätzt. Wir sollten dann vor allem für unsere neuen Formate bekannt sein, die wöchentlich im ZDF-Streaming-Portal hohe Abrufzahlen erreichen. Dabei werden Dokumentationen sicher die wichtigste Rolle spielen. Aber auch Factual-Formate oder Show-Ideen kann ich mir prinzipiell vorstellen. Wir machen uns derzeit viele Gedanken darüber, wie man unsere Themen für die Mediathek aufbereiten kann. Auf unterschiedlichen Plattformen sollte "WISO" auch mit 50 eine feste Größe sein. Und alles, was dann noch als neuer Ausspielweg entsteht, sollte nicht ohne "WISO" passieren. Die Marke "WISO" ist überdurchschnittlich bekannt und wird von den Menschen eng mit dem ZDF verbunden. Die größte Herausforderung wird der Kampf um Aufmerksamkeit werden: Wir müssen es schaffen, überall dort aufzutauchen, wo Informationen gesucht werden.
Interview: Thomas Hagedorn
Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin "WISO" bietet jeden Montag um 19.25 Uhr knapp 45 Minuten Service und Verbraucherinformationen. Das Magazin stellt die Auswirkungen politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen für die Verbraucher verständlich dar und gibt konkrete und umsetzbare Tipps. Mit dem Test von Produkten und Dienstleistungen deckt es außerdem regelmäßig Missstände auf.
Seit November 2016 ist Marcus Niehaves Redaktionsleiter und Moderator von "WISO" – als Nachfolger von Martin Leutke, der von 2011 bis 2016 "WISO" präsentierte. Seit Dezember 2025 ist zudem Valerie Haller als "WISO"-Moderatorin aktiv, die zudem seit Juli 2025 stellvertretende Leiterin der "WISO"-Redaktion ist.
"WISO startete am 3. Januar 1984 als Nachfolgesendung von "Bilanz" und wird heute live, aber nicht mehr vor Studiopublikum produziert. "WISO" berichtet montags von 19.25 Uhr bis 20.15 Uhr live aus dem Studio 2 des ZDF Sendezentrums.
Bis zu 48 Mal im Jahr informiert "WISO" über wirtschafts- und sozialpolitische Themen, über Steuerfragen und Verbraucherrechte, deckt Machenschaften und Betrügereien auf. Tipps und Hinweise zu Fragen der Geldanlage oder Altersvorsorge sind ebenso ein fester Bestandteil der Sendung wie Technikberichte über die neuesten Smartphones oder Tablets. Das Themenspektrum reicht zudem von Beruf und Gesundheit über Rente bis hin zur Pflege oder Unterhalt.
"WISO"-Informationen sind seit Mitte 1996 auch im Internet verfügbar – unter wiso.de.
Ergänzend zu den Magazin-Ausgaben realisiert die Redaktion seit 2008 zwei bis dreimal im Jahr "WISO"-Dokumentationen.
Die "WISO"-Dokumentationen in der Übersicht (mit Erstsende-Datum)
2008 bis 2012
Die Ebay-Falle – Ein Auktionshaus, die Gauner und die Opfer (16. Juni 2008)
Die Weihnachts-Falle – Das große Geschäft mit kleinen Spenden (22. Dezember 2008)
Die große Gier – Wie die Banken unsere Zukunft verspielen (29. Juni 2009)
Aufgetischt und abserviert – Die Tricks der Lebensmittelindustrie (14. Juni 2010)
Verirrt im Telefondschungel – Wie DSL & Co. uns das Leben schwer machen (21. Juni 2010)
Alles lecker, oder was? – Lebensmittel zwischen Werbung und Wahrheit (27. Juni 2011)
Albtraum Traumreise – Die Tricks der Urlaubsbranche (4. Juli 2011)
Die Bank gewinnt immer! Von Krise, Kunden und Krediten (11. Juli 2011)
WISO-Duell: Kreuzfahrt gegen Cluburlaub (16. Juli 2012)
WISO-Duell: Ist Bio besser? (23. Juli 2012)
2013
Weg mit dem Speck – Die beliebtesten Diäten im WISO-Test (7. Januar 2013)
Ich mach mein Ding! – Deutscher Gründerpreis 2013 (25. Juni 2013)
Die 10 größten Urlaubsfallen – WISO-Tipps für perfekte Ferien (15. Juli 2013)
Die 10 besten Kontaktbörsen – WISO-Tipps für die Partnersuche (22. Juli 2013)
2014
Die Maschen der Wellness-Branche – Das Geschäft mit dem Wohlfühlen (16. Juni 2014)
Die Maschen der Banken – Fragwürdige Geschäfte mit Zinsen und Gebühren (23. Juni 2014)
Die Maschen der Handwerker – Schlechter Service, hohe Rechnungen (18. August 2014)
2015
Kein Anschluss unter dieser Nummer – Ärger mit Telekom & Co. (10. August 2015)
Abzocke in Deutschland – Kartelle auf Kosten der Kunden (17. August 2015)
2016
Weltmacht Google – Wie ein Konzern unser Leben bestimmt (4. Januar 2016)
Die Schnäppchen-Falle (1. August 2016)
Die Zucker-Falle (8. August 2016)
2017
Traumurlaub Kreuzfahrt – Sonnendeck mit Schattenseiten (1. Mai 2017)
Mein Traumurlaub – Wie die Deutschen verreisen (17. Juli 2017)
Verliebt, verheiratet, verklagt – Wenn Familien auseinanderbrechen (24. Juli 2017)
Amazon – gnadenlos erfolgreich (18. Dezember 2017)
2018
Patienten im Visier – Ärzte zocken ab (18. Juni 2018)
Wenn Eltern alt werden – Beratung, Betreuung, Bezahlung (1. Oktober 2018)
Falsche Versprechen – So lassen wir uns manipulieren (8. Oktober 2018)
2019
Mit 500 PS durch Europa – Unterwegs mit dem WISO-Truck (20. Mai 2019)
Kunden in der Warteschleife – Die langen Leitungen von Telekom, Vodafone & Co. (24. Juni 2019)
Fake Food – Das Geschäft mit dem Etikettenschwindel (22. Juli 2019)
Gekaufte Sterne – Das Geschäft mit den Internetbewertungen (29. Juli 2019)
2020
Wir sind Wirtschaft – Wie Corona den Job verändert (13. Juli 2020)
Ein Ex-Einbrecher packt aus – Wie das eigene Zuhause sicher wird (20. Juli 2020)
Die Inkasso-Falle – Geldeintreibern auf der Spur (27. Juli 2020)
Die Schadensfalle – Wenn Versicherungen tricksen (12. Oktober 2020)
Schön, schlank, stark – Das Milliardengeschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln (19. Oktober 2020)
2021
Schulen im Corona-Stress – Zwischen Schulheft und Tablet (1. März 2021)
Mann sein – Traditionelle Rollenbilder im Wandel der Zeit (12. Mai 2021)
Frau sein – Traditionelle Rollenbilder im Wandel der Zeit (12. Mai 2021)
Kinder allein im Netz – Wie sicher sind TikTok & Co. (7. Juli 2021)
Gutachterfalle – Die Macht der Experten (2. August 2021)
Ärger mit der Rente: Ist Riester noch zu retten (9. August 2021)
Markt Macht Mieten – Der Kampf um bezahlbaren Wohnraum (16. August 2021)
Die Datenfalle – ausspioniert und abgezockt (25. Oktober 2021)
Wein mit Beigeschmack – Die Tricks der Wein-Industrie (1. November 2021)
2022
Blackout in Deutschland – Horrorszenario oder reale Gefahr? (1. August 2022)
New Work. Die Zukunft der Arbeit (8. August 2022)
Tradition trifft Innovation – Zukunftsmodelle für die deutsche Wirtschaft (13. September 2022)
Die Fake-Falle – Das Milliardengeschäft mit gefälschten Produkten (10. Oktober 2022)
Handwerker – verzweifelt gesucht (17. Oktober 2022)
Krieg, Kollaps, Kursverlust – Was die Krise mit unserem Geld macht (28. November 2022)
2023
Spieler, Zocker, Influencer – So tickt die deutsche Gaming-Branche (25. Januar 2023)
Reisen ohne Fußabdruck – Wie nachhaltig kann Urlaub sein (24. Juli 2023)
Gründermut – Booster für die deutsche Wirtschaft (12. September 2023)
Tablet, Toaster & Co. – Reparatur statt Tonne (2. Oktober 2023)
2024
Ein Erbe vom Staat? – 20.000 Euro für Jeden (19. Februar 2024)
Wohlstand ohne Wachstum – geht das? (25. März 2024)
Die Zukunft der Medizin – kann KI heilen? (13. Mai 2024)
Spiel mit Milliarden – Die Benko-Pleite (29. Juli 2024)
Die fetten Jahre sind vorbei – Was die Wirtschaft jetzt braucht (12. August 2024)
Kampf um die Zukunft – Wie sich ein Dorf gegen die Krise stemmt (19. August 2024)
Durchstarten in die Zukunft – Können grüne Start-ups unseren Wohlstand sichern? (24. September 2024)
Get rich: Erfolg durch Dropshipping (14. Oktober 2024)
Deutschland, wie gerecht bist Du? – Auf der Suche nach fairen Steuern (25. November 2024)
Nice Price – Die Tricks der Textilindustrie (23. Dezember 2024)
2025
Baustelle Deutschland – Was braucht die Wirtschaft jetzt? (17. Februar 2025)
Greenwashed? Nutella – Das grüne Märchen von Ferrero (22. Juni 2025)
The Finest Fckup: Wie man aus Scheitern lernt (11. August 2025)
Junge Start-ups – Deutsche Hightech für die Weltspitze (9. September 2025)
Update überfällig. Wie digital ist die Wirtschaft? (22. September 2025)
Expedition Amazonas – Brasiliens Regenwald und die globale Klima-Krise (10. November 2025)
Die Zukunft des Handels – Zölle, Kriege, freie Märkte? (24. November 2025)
Kultur sucht Geld: Was wollen wir uns noch leisten? (22. Dezember 2025)
2026
Die Welt in Geld – Kryptowährungen (5. Januar 2026)
My Make or Break – Wie will ich arbeiten? (19. Januar 2026)
Marcus Niehaves leitet die "WISO"-Redaktion und moderiert die Sendung. Als zweite Moderatorin ist Sarah Tacke im Einsatz. Stellvertretende Redaktionsleiterin von "WISO" ist Daniela Probst, Chef vom Dienst (CvD) ist Dr. Matthias Nick.
Neue Doku-Redaktion in der ZDF-Hauptredaktion Wirtschaft, Soziales, Service und Umwelt
Die Doku-Kompetenz der ZDF-Umwelt-Reihe "planet e." und die Wirtschaftsexpertise des ZDF-Magazins "WISO" und der 3sat-Sendung "makro" sind seit Mai 2022 in einer Doku-Redaktion gebündelt: Cathérine Kipp leitet seit Mai 2022 die erweiterte Redaktion. Andreas Stamm präsentiert die Umweltthemen in der aktuellen Berichterstattung des ZDF.
WISO-Moderatorinnen und -Moderatoren von 1984 bis heute
1984 bis 1986: Friedhelm Ost (Moderator und Redaktionsleiter)
1986 bis 1992: Hans-Ulrich Spree (Moderator und Redaktionsleiter)
1986 bis 2002: Michael Jungblut (Moderator und Leiter der ZDF-Hauptredaktion Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik)
1992 bis 2014: Michael Opoczynski (Moderator und Leiter der ZDF-Hauptredaktion Wirtschaft, Recht, Soziales, Service und Umwelt)
2003 bis 2004: Angela Elis (Moderationsvertretung)
2004 bis 2011: Valerie Haller (Moderationsvertretung)
2011 bis 2016: Martin Leutke (Moderator und Reaktionsleiter)
2018 bis 2019: Eva Mühlenbäumer (vertretungsweise)
seit 2014: Sarah Tacke (Moderationsvertretung)
seit 2016: Marcus Niehaves (Moderator und Redaktionsleiter)
Fotos sind erhältlich über ZDF-Kommunikation, Telefon: 06131 - 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/wiso
Kontakt
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+49 6131 70-13802