ZDF-Programm zum Welttag der Meere
plan b-Dokumentation und lange Nacht
Klimawandel, Überfischung, Verschmutzung – die Ozeane sind bedroht. Wie kann der außergewöhnliche Lebensraum Meer besser geschützt werden? Zum Welttag der Meere am 8. Juni zeigt das ZDF die "plan b"-Dokumentation "Superstars der Natur – Wie uns Koralle, Seegras & Co. schützen" sowie eine Lange Nacht der Meere mit "plan b"- und "planet e."-Dokumentationen. Der Film bildet den Auftakt der neuen "plan b"-Reihe "Superstars der Natur", die sich mit innovativen Lösungsansätzen, einzigartigen Ökosystemen und außergewöhnlichen Klimahelden beschäftigt.
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Ab Freitag, 29. Mai 2026, 10.00 Uhr, ZDF-Streaming
Mittwoch, 3. Juni 2026, 0.45 Uhr, ZDF
Sonntag, 7. Juni 2026, 15.30 Uhr, ZDF
plan b: Superstars der Natur – Wie uns Koralle, Seegras & Co. schützen
Erstausstrahlung
Film von Stella Könemann
Länge: 45 Minuten
Bereits jetzt im ZDF-Streaming
Mittwoch, 3. Juni 2026, 1.30 Uhr, ZDF
planet e.: Wale - geliebt und gejagt
Wiederholung vom 13. Oktober 2024
Film von Michael Nieberg
Länge: 30 Minuten
Bereits jetzt im ZDF-Streaming
Mittwoch, 3. Juni 2026, 2.00 Uhr
plan b: Hilfe für die Wale – Mehr Schutz für Meeressäuger
Wiederholung vom 30. Dezember 2023
Film von Torsten Mehltretter
Länge: 30 Minuten
Bereits jetzt im ZDF-Streaming
Mittwoch, 3. Juni 2026, 2.30 Uhr
planet e.: Delfine – die illegale Jagd
Wiederholung vom 11. Mai 2025
Film von Michael Nieberg
Länge: 30 Minuten
Bereits jetzt im ZDF-Streaming
Mittwoch, 3. Juni 2026, 3.00 Uhr
planet e.: Blutige Flossen – das stille Sterben der Haie
Wiederholung vom 15. September 2024
Film von Pierre Nyga
Länge: 30 Minuten
Bereits jetzt im ZDF-Streaming
Mittwoch, 3. Juni 2026, 3.30 Uhr
plan b: Die Fischretter – Naturschutz unter Wasser
Wiederholung vom 28. September 2024
Film von Britta Kunft
Länge: 30 Minuten
Bereits jetzt im ZDF-Streaming
Mittwoch, 3. Juni 2026, 4.00 Uhr
planet e.: Oktopus in Gefahr – Spurensuche rund ums Mittelmeer
Wiederholung vom 26. Oktober 2025
Film von Michael Nieberg
Länge: 45 Minuten
Ab Freitag, 29. Mai 2026, 10.00 Uhr, ZDF-Streaming
Mittwoch, 3. Juni 2026, 0.45 Uhr, ZDF
Sonntag, 7. Juni 2026, 15.30 Uhr, ZDF
plan b: Superstars der Natur – Wie uns Koralle, Seegras & Co. schützen
Erstausstrahlung
Film von Stella Könemann
Klimawandel, Überfischung, Verschmutzung – die Ozeane sind bedroht. Wie können wir den Lebensraum Meer besser schützen? Die Weltmeere bedecken mehr als zwei Drittel unseres Planeten.
Sie dienen als Nahrungsquelle, sind Klimahelden und wichtig für die Artenvielfalt - und sie stehen unter Druck. Doch dank mariner Schutzgebiete oder Korallenriffen aus dem 3D-Drucker gibt es Hoffnung.
Im Naturreservat Sept-Îles in der Bretagne erforscht ein deutsch-französisches Team den stark bedrohten Heringshai – eine Schlüsselart im Ökosystem Meer.
Diese gefährdete Art kehrte vor wenigen Jahren in die Region zurück. Für die Forschenden sind das Wunder und Ansporn zugleich. Ihre wissenschaftlichen Daten liefern die Grundlagen für den Schutz bestimmter Zonen. "Meeresschutzgebiete wie dieses sind eines der besten Werkzeuge, die wir haben", sagt Meeresbiologe Lukas Müller. "Denn wenn ich eine große Fläche Wasser schütze, dann kann das Leben im Ozean ganz schnell zurückkommen."
Auch Korallenriffe sind in Not. In der Schweiz entwickelt ein Team um vier Meeresbiologinnen deshalb Tonmodule aus dem 3D-Drucker, mit denen sich Riffstrukturen nachbauen lassen. An ihnen können sich Korallenlarven ansiedeln. Eine große Hilfe für viele Meeresbewohner, denn sie sind auf Korallenriffe angewiesen. Das innovative Stecksystem des Schweizer Start-ups kommt weltweit zum Einsatz. Auf den Philippinen entsteht nun eine eigene Produktionsanlage. "Wir müssen groß denken, sonst erreichen wir nicht den Impact, den der Ozean braucht", so Co-Gründerin Hanna Kuhfuss.
In der kolumbianischen Karibik kämpft ein Professor für einen Hidden Champion: Seegraswiesen. Die unscheinbaren Gräser gehören zu den wichtigsten Lebensräumen des Meeres. Sie schützen das Klima, indem sie enorme Mengen Kohlenstoff speichern, sind Kinderstube für zahlreiche Fischarten und wichtig für den Küstenschutz. Doch weltweit sind bereits mindestens 30 Prozent dieses Ökosystems verloren. "Wir sind nur eine Spezies unter vielen", sagt Meeresbiologe José Ernesto Mancera Pineda. "Unsere Zukunft hängt von den anderen Arten ab." Deshalb bringt er zwei Anliegen zusammen: Umweltschutz und nachhaltigen Tourismus.
Der "pan b"-Film "Wie uns Koralle, Seegras & Co. schützen" zeigt Lösungsansätze, wie wir den einzigartigen Lebensraum Meer besser bewahren können. Die Dokumentation bildet den Auftakt der Reihe "Superstars der Natur", die sich mit innovativen Lösungsansätzen, einzigartigen Ökosystemen und außergewöhnlichen Klimahelden beschäftigt.
Bereits jetzt im ZDF-Streaming
Mittwoch, 3. Juni 2026, 1.30 Uhr, ZDF
planet e.: Wale – geliebt und gejagt
Wiederholung vom 13. Oktober 2024
Film von Michael Nieberg
Länge: 30 Minuten
Walfang ist weltweit verboten. Doch auch in Europa werden noch immer Wale getötet. Warum ist das so? Die "planet e"-Dokumentation begleitet norwegische Walfänger auf ihrer Jagd.
In Island stehen die letzten beiden verbliebenen Walfangschiffe unter starker Beobachtung von Umweltschützern. In Norwegen aber können die Fischer weitgehend unbehelligt losziehen. "planet e" konnte auf einem Walfänger mitfahren und erhielt exklusive Einblicke.
Vor 40 Jahren wurde ein weltweites Moratorium für den kommerziellen Walfang verabschiedet. Island, Norwegen und Japan jedoch gehen eigene Wege. Allein im europäischen Polarmeer wurden seitdem Tausende Minkwale und mehrere Hundert Finnwale gejagt. In diesem Jahr wurden in Norwegen 1157 Minkwale zum Abschuss freigegeben, in Island 128 Finnwale. Die über 20 Meter langen Finnwale sind die zweitgrößten Tiere der Erde und gelten noch immer als gefährdet.
Ein "planet e"-Filmteam ist ins Fanggebiet am Nordkap gefahren, um mit Gegnern und Walfängern zu sprechen. Der Markt für Walfleisch ist klein, die Akzeptanz innerhalb von Norwegen und Island sinkt. Inzwischen ist eine Art Kulturkampf um den Walfang ausgebrochen.
In der Dokumentation werden Lobbygruppen und Umweltschützer gefragt: Warum werden Wale in Europa noch immer gejagt und getötet? Andererseits: Was kritisieren Umweltschützer daran, obwohl sich doch die Bestände an Minkwalen wieder deutlich erholt haben?
Bereits jetzt im ZDF-Streaming
Mittwoch, 3. Juni 2026, 2.00 Uhr
plan b: Hilfe für die Wale - Mehr Schutz für Meeressäuger
Wiederholung vom 30. Dezember 2023
Film von Torsten Mehltretter
Länge: 30 Minuten
Wale sind gigantische Klimaretter: Diese Meeresriesen speichern gewaltige Mengen an CO2. Sie haben eine positive Klimawirkung wie ein kleiner Wald. Doch Wale sind bedroht.
Schiffskollisionen, Unterwasserlärm, Giftstoffe und Fischernetze, all das sind menschengemachte Gefahren. Die kleinen Schweinswale leiden genauso darunter wie die riesigen Buckelwale. Mit neuen Ideen wollen Forschende sie retten.
In Deutschland, Dänemark und Belgien ist der deutsche Meeresbiologe Daniel Stepputtis unterwegs, um den Schweinswalen zu helfen. Sie sind die letzten Meeressäuger, die noch vor Deutschlands Küsten heimisch sind. Um sich zu orientieren, senden sie Klicklaute aus, an dem Echo erkennen sie normalerweise ihre Umgebung.
Das Problem für sie: Ein Echo von grobmaschigen Fischernetzen ist zu schwach für ihr Gehör. Sie hören die Gefahr nicht, schwimmen hinein, verfangen sich in den Maschen und ersticken schließlich. Stepputtis hat sich deshalb vorgenommen, die Fischerei zu verändern. "Wenn die Wale das Netz nicht wahrnehmen, müssen wir entweder dafür sorgen, dass sie es erkennen, oder wir müssen es durch andere Fangmethoden ersetzen."
Der Schotte Iain Kerr kämpft seit über 30 Jahren für den Schutz der Wale. Ihm geht es darum, die unglaubliche Leistung der Meeressäuger für die Erde zu erhalten. "Wale sind die besten Indikatoren für den Zustand unseres Planeten. Sind sie gesund, sind unsere Meere in einem guten Zustand, und sind die Meere in einem guten Zustand, dann profitieren auch wir Menschen davon."
Die neueste technische Entwicklung seiner Forschungsgruppe sind Sender, die an frei lebenden Tieren angebracht werden können. Die elektronischen Begleiter werden vor der nordamerikanischen Atlantikküste von Drohnen auf Großwale abgeworfen. "Damit können wir sogar rückverfolgen, inwieweit Lärm ihr Verhalten verändert, ob sie zum Beispiel ein Schiffsmotor bei der Nahrungssuche stört oder ob Arbeiten am Meeresgrund sie aus ihren Lebensräumen vertreiben. Das sind wichtige Informationen, die dabei helfen können, Grenzen für Unterwasserlärm festzulegen."
Allein an der niederländischen Nordseeküste stranden jedes Jahr etwa 600 Schweinswale. Viele davon leben noch, wenn sie am Strand gefunden werden. Sie wieder aufzupäppeln, hat sich Annemarie van den Berg zur Aufgabe gemacht. In einem Rehabilitationszentrum versorgt sie die kranken Tiere mit dem Ziel, sie wieder gesund zurück in der Nordsee auszusetzen. "Wir lassen die Tiere erst wieder frei, wenn wir zu hundert Prozent davon überzeugt sind, dass sie auch allein überleben werden." Ein großes Team an freiwilligen Helferinnen und Helfern unterstützt sie dabei.
Bereits jetzt im ZDF-Streaming
Mittwoch, 3. Juni 2026, 2.30 Uhr
planet e.: Delfine – die illegale Jagd
Wiederholung vom 11. Mai 2025
Film von Michael Nieberg
Länge: 30 Minuten
Delfine gelten als schlaue und soziale Meeressäuger. Dennoch werden sie immer wieder gejagt. Auch in Ghana stellen ihnen Fischer nach. Die Jagd dort ist illegal, aber lukrativ.
Mehr als 100.000 Delfine werden weltweit jedes Jahr getötet. Sie enden als Beifang in den Netzen der Fischer oder werden gezielt gejagt. Diese investigative Reportage begleitet die Jäger in Ghana und zeigt, wie man im Senegal gegen die illegale Delfinjagd vorgeht.
Neben den Färöer-Inseln und Japan zählt Ghana zu den Ländern, wo bis heute Delfine gejagt werden. Allein hier werden jährlich über 10.000 Delfine getötet – illegal. Denn schon seit 1971 sind auch in Ghana Delfine geschützt. Doch in der Western Region des Landes bildet Delfinfleisch eine wichtige Nahrungs- und Einnahmequelle. Im kleinen Fischerdorf Dixcove beobachtet ein ZDF-Team, wie täglich tote Delfine angelandet werden.
Ein investigativer Dreh mit vielen Hindernissen – Kamerateams sind hier nicht gern gesehen. Einerseits wird der Delfin nach wie vor gefangen und gejagt, andererseits wissen die Fischer, dass es nicht erlaubt ist. Doch die Fischer haben ihre Gründe: Die Meere seien leergefischt, auch von großen europäischen und chinesischen Fangflotten. Viele der kleinen Fischer stünden wegen der Überfischung vor dem Ruin, sagen sie.
Die Bestände gehen zurück, etwa ein Drittel aller Delfinarten gilt als gefährdet. Der Atlantische Buckeldelfin etwa wird auf der Roten Liste der bedrohten Arten als vom Aussterben bedroht eingestuft. Dabei sind Delfine für das Ökosystem der Meere wichtig und ein konsequenter Artenschutz wäre dringend nötig.
Ganz anders scheint die Lage im Senegal. Hier macht die Regierung Ernst mit dem Schutz der Meeressäuger. Dank stärkerer Überwachung und verschiedener Naturschutzprogramme vermehrt sich der Atlantische Buckeldelfin wieder, von dem es geschätzt nur noch einige Hundert auf der Welt gibt. Im Saloum-Delta im Süden des Landes hat er ein Schutzgebiet gefunden, wohin er sich zurückziehen kann. Schon in der Grundschule bekommen die Kinder der Fischer im Senegal nun beigebracht, dass die Delfine eine geschützte Art sind. Gibt es also Hoffnung für die Delfine vor den Küsten der afrikanischen Länder?
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Mittwoch, 3. Juni 2026, 3.00 Uhr
planet e.: Blutige Flossen – das stille Sterben der Haie
Wiederholung vom 15. September 2024
Film von Pierre Nyga
Länge: 30 Minuten
Der Hai ist in Gefahr. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht. Der Handel mit Haifleisch und -flossen ist eine wichtige Ursache. Die Auswirkungen auf das marine Ökosystem sind gewaltig.
Europa ist der größte Exporteur von Haifleisch und -flossen. Der Handel mit Haien – ein Milliardenmarkt. Während ein Fischer in der EU circa zwölf Euro für das Kilogramm Flossen bekommt, zahlt man in Asien bis zu 1500 Euro. Haifischflossensuppe ist dort beliebt.
Den größten Umsatz mit Haifleisch und -flossen auf europäischem Boden machen Fischereiunternehmen in Vigo, einem Fischerort an der spanischen Atlantikküste. Meeresbiologe Lukas Müller findet dort auf dem Fischmarkt mehrere Tonnen Haifleisch. Vor allem Jungtiere, die noch nicht ihre Geschlechtsreife erreicht haben.
Die "STOP FINNING"-Kampagne setzt sich für ein EU-weites Verbot des Haiflossenhandels ein. Mit über einer Million gesammelter Unterschriften zwingt die Initiative die Europäische Kommission, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Nils Kluger, leidenschaftlicher Haitaucher und Initiator der Kampagne, betont die Dringlichkeit dieses Anliegens.
Für viele Menschen in Vigo ist die Fischerei dagegen Existenzgrundlage. Fischer berichten über ihre Arbeit auf hoher See. Sene und Sheriff, zwei Fischer aus dem Senegal und aus Sierra Leone, betonen, wie dankbar sie sind, in Europa Arbeit gefunden zu haben. Die Zusammenarbeit mit den Fischereiunternehmen sei gut, genauso wie die Bezahlung.
Meeresbiologe Lukas Müller und sein Team arbeiten daran, die Haibestände in der Biskaya zu dokumentieren und Schutzgebiete zu errichten. Mit den Forschungen will er helfen, die Zukunft der Raubtiere zu sichern. Dabei nutzt das Team Unterwasserkameras und GPS-Tracker, um Daten zu sammeln und das Verhalten der Haie zu studieren.
"planet e." berichtet über den Haifischhandel in Europa und die Konsequenzen für unser Ökosystem. Ist es möglich, eine Balance zu finden zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Schutz der marinen Lebensräume?
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Mittwoch, 3. Juni 2026, 3.30 Uhr
plan b: Die Fischretter – Naturschutz unter Wasser
Wiederholung vom 28. September 2024
Film von Britta Kunft
Länge: 30 Minuten
Überfischung, Klimawandel und zugebaute Küsten bedrohen den Bestand vieler Meerestiere. In ganz Europa suchen Menschen nach Wegen, um den Lebensraum im Meer zu schützen und Tiere zu retten.
Meeresbiologen erwarten, dass bis Ende des Jahrhunderts durch intensiven Fischfang und steigende Wassertemperatur bis zu zehn Prozent der Fischarten im Mittelmeer aussterben, wenn die Menschen nicht aktiv für den Erhalt der maritimen Lebensräume kämpfen.
Wenn der Fischer Gérard Carrodano vor der malerischen Küste Südfrankreichs aufs Meer hinausfährt, verfolgt er eine ganz besondere Mission: Er sammelt in Spezialfallen winzige Fischlarven ein. Der größte Teil des Fischnachwuchses würde normalerweise die nächsten Tage nicht überleben, denn die bebauten Küstenstreifen bieten ihnen kaum noch Schutz. Gérard Carrodano bringt die Larven zur Fisch-Aufzuchtstation nach Marseille, einem "Fischkindergarten", wie er es nennt. Dort wachsen sie geschützt auf, bis die Kleinfische groß genug sind, um wieder ausgewildert zu werden. 16.000 Fische wurden so schon ins Meer gebracht. "Nachdem wir uns sechs Monate lang um die Tiere gekümmert haben, sind wir natürlich riesig stolz, wenn wir sie ins Meer entlassen", sagt der am Projekt beteiligte Meeresbiologe Damien Einsarguiex.
Auf dem Boot an der dänischen Küste geht es um große Fische. Die Forschungscrew um Kim Aarestrup darf beim "Umhaken" nicht viel Zeit verlieren, um den ausgewachsenen Thunfisch mit einem Sender auszustatten, sonst stirbt das Tier. Die begehrten Speisefische landen nicht auf dem Teller, sondern werden mit einem Chip versehen und zurück ins kühle Nass entlassen. Mit den Sendern untersucht das wissenschaftliche Team die Wanderrouten und Laichplätze. So wird wertvolles Wissen gesammelt, das dazu beiträgt, dass sich bedrohte Thunfisch-Populationen wieder erholen und stabilisieren können.
Im niederländischen Wattenmeer waren die Befürchtungen groß, dass die invasive Pazifische Auster die einheimischen Miesmuschelbestände vollständig verdrängen könnte. Seit einigen Jahren erlauben die niederländischen Behörden daher, die Austern auch im Naturschutzgebiet zu ernten; nachhaltig, zum und im Einklang mit dem maritimen Ökosystem.
Bereits jetzt im ZDF-Streaming
Mittwoch, 3. Juni 2026, 4.00 Uhr
planet e.: Oktopus in Gefahr – Spurensuche rund ums Mittelmeer
Wiederholung vom 26. Oktober 2025
Film von Michael Nieberg
Länge: 45 Minuten
Der Oktopus gilt als Delikatesse – ob gegrillt, gekocht oder als Calamares. Doch die steigende Nachfrage hat Folgen: In mehreren Regionen Europas wird der intelligente Kopffüßer überfischt.
Besonders im Mittelmeerraum schrumpfen die Bestände dramatisch. In Griechenland wird oft mit verbotenen Fallen gefangen. Gemeinsam mit der Küstenwache hat Sea Shepherd Tausende dieser Fallen vom Meeresgrund entfernt – ein Einsatz gegen Umweltkriminalität.
Ob gekocht, gegrillt oder als Salat – rund ums Mittelmeer gehört Oktopus zu den beliebtesten Meeresfrüchten. Auch in Deutschland landet er häufig als Calamares aus der Tiefkühltruhe auf dem Teller. Doch woher stammen die Tintenfische eigentlich – und wie steht es um ihre Bestände?
Ein Team von "planet e." begibt sich auf eine investigative Reise entlang der Küsten Europas und Afrikas.
In Galizien, Nordwestspanien, befinden sich mehrere große Fischverarbeitungsbetriebe, die Oktopusse zerlegen, einfrieren und für den internationalen Markt – auch für Deutschland – vorbereiten. Der Fang unterliegt strengen Regulierungen, denn die natürlichen Bestände schrumpfen rapide. Um die hohe Nachfrage zu decken, greifen die Fabriken zunehmend auf Importe aus afrikanischen Gewässern zurück.
Ein Konzern plant, Oktopusse in Aquakultur zu züchten. Doch das Vorhaben stößt auf heftige Kritik von Umweltschützern – das Projekt wurde vorerst gestoppt. Die Zucht von Oktopussen ist ethisch und ökologisch bedenklich: Die Tiere sind hochintelligent und empfindsam, leiden in Gefangenschaft unter Stress und es gibt keine humane Schlachtmethoden. Zudem belastet ihre fleischbasierte Ernährung die Meeresökosysteme und widerspricht nachhaltiger Aquakultur.
Im Mittelmeer wird der Gemeine Krake (Octopus vulgaris) vielerorts gefangen. In Griechenland etwa kommen spezielle Plastikfallen zum Einsatz, die an kilometerlangen Grundleinen auf dem Meeresboden liegen. Ein lokaler Fischer zeigt dem Kamerateam, dass die Ausbeute immer geringer wird – eine direkte Folge der Überfischung.
Die ökologischen Folgen sind bereits sichtbar: In Italien breitet sich die invasive Blaukrabbe unkontrolliert aus. Sie zählt zu den Lieblingsspeisen der Kraken – doch ohne natürliche Feinde zerstört sie nun den Muschelanbau im Po-Delta. Die Muschelfarmer stehen vor einer existenziellen Krise.
Könnte die Rückkehr der Oktopusse die Lösung sein? Eine Organisation aus Österreich testet genau das vor der kroatischen Insel Krk. Dort untersuchen Forschende, ob sich Kraken in künstlichen Unterschlüpfen ansiedeln, vermehren und langfristig zur Stabilisierung des Ökosystems beitragen können. Die Versuche stehen noch am Anfang, doch die Hoffnung ist groß: Ein nachhaltiges Modell für den gesamten Mittelmeerraum könnte entstehen.
Pressefotos zur Sendung erhalten Sie als Download (nach Log-in), telefonisch unter 06131 - 70-16100 oder per E-Mail unter pressefoto@zdf.de.
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planet e. im ZDF-Streaming
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