ZDF.reportage-Reihe "Essen XXL"

Hunger bekommen alle irgendwann. Manchmal geht es nur ums Sattwerden, oft um viel mehr.
Die dreiteilige "ZDF.reportage"-Reihe "Essen XXL" schaut in Deutschlands Kochtöpfe und zeigt, welche Geschichten hinter unserem Essen stehen. Zwischen Luxus und Mangel, zwischen Hightech und Handarbeit begleitet die Reihe Macher und Genießer – sei es in Sternerestaurant, Kantine oder Suppenküche.

Sendedatum

ut Ab Donnerstag, 2. April 2026, 9.00 Uhr, im ZDF streamen, fünf Jahre lang
ut Samstag, 4., 11. und 18. April 2026, jeweils um 17.35 Uhr

Fotos

Texte

Sendetitel, Termine und Stab (Auswahl)

Alle drei Folgen ab Donnerstag, 2. April 2026, 9.00 Uhr, im ZDF streamen, 5 Jahre lang
Essen XXL
Dreiteilige ZDF.reportage-Reihe

 

Samstag, 4. April 2026, 17.35 Uhr
ZDF.reportage: Essen – Hauptsache lecker
Film von Pia Osterhaus und Franziska Fenger

Redaktion: Lisa Borgemeister
Sendelänge: 30 Minuten

 

Samstag, 11. April 2026, 17.35 Uhr
ZDF.reportage: Essen – Hauptsache satt
Film von Jessica Liss und Jovanna Weber

Redaktion: Michael Stagneth
Sendelänge: 30 Minuten

 

Samstag, 18. April 2026, 17.35 Uhr
ZDF.reportage: Essen – Hauptsache viel
Film von Torsten Stahlhut

Redaktion: Leo Spors
Sendelänge: 30 Minuten

Über die ZDF.reportage-Reihe "Essen XXL"

"Essen XXL" ist eine dreiteilige "ZDF.reportage"-Reihe, die in Deutschlands Kochtöpfe schaut.
Essen ist so vieles: häufig Kostenfaktor, aber auch Statussymbol, meist Identität, manchmal "Ersatzreligion", immer wieder Seelentröster, aber auch Berufsfeld und Business. Fast immer ist Leidenschaft im Spiel. Lebensmittel sind "Mittel zum Leben" im Wortsinn.
Die "ZDF.reportage" zeigt, welche Geschichten hinter unserem Essen stehen. Zwischen Luxus und Mangel, zwischen Hightech und Handarbeit begleitet die Reihe Macher und Genießer. Denn ob in der Knastküche oder im Sternerestaurant – gute Kost kann den entscheidenden Unterschied machen.

Inhalt "ZDF.reportage: Essen – Hauptsache lecker"

Was ist uns Genuss heute wert? Wann wird Essen zum Luxus – und wo beginnt eigentlich das Besondere? Der Film von Pia Osterhaus und Franziska Fenger nimmt das Publikum mit in eine Welt zwischen Sterneküche, Edel-Döner und Luxus-Cocktails – und trifft Menschen, für die Geschmack mehr ist als ein Produkt: nämlich Haltung, Handwerk und Hingabe.

Im Zwei-Sterne-Restaurant Vendôme in Bensberg arbeitet der 34-jährige Küchenchef Dennis Kuckuck daran, jeden Abend absolute Perfektion auf den Teller zu bringen. Ein Menü kostet hier mehrere hundert Euro pro Person – entsprechend hoch ist der Anspruch. Jeder Griff muss sitzen, jeder Teller wirkt wie ein Kunstwerk. "Der Druck ist hoch. Jeden Tag bist du in einem Champions-League-Endspiel. Du bist im Finale", sagt Kuckuck.

Während in der Küche mit Pipette und Pinzette gearbeitet wird, bereitet sich Auszubildende Anna-Lena Klare auf einen Abend vor, an dem kein Fehler passieren darf. "Die Zufriedenheit der Gäste steht über allem. Das ist quasi die Aufgabe am Abend", sagt sie. Denn wer hier speist, erwartet nicht weniger als Spitzenleistung.

Ein paar hundert Kilometer weiter in München serviert Unternehmer Cihan Anadologlu einen der teuersten Döner Deutschlands: ein 35-Euro-Sandwich mit Wagyu-Rind aus Japan. Luxus als Fast Food – Marketing oder kulinarische Vision? Für Anadologlu ist es vor allem Respekt vor dem Produkt: "Das ist kein Stück Fleisch, das man liegen lässt und sich dann um andere Sachen kümmert. Es hat den Respekt verdient." Einige Gäste sparen für den besonderen Biss, andere teilen sich das Edel-Sandwich – und alle stellen sich dieselbe Frage: Schmeckt man den Unterschied?

In Köln kreiert Volker Seibert in seiner vielfach ausgezeichneten Bar Cocktails, deren Preise zum Teil im dreistelligen bereich liegen – serviert in Gold, Porzellan oder glitzernden Inszenierungen. Auch dort geht es um weit mehr als ein Getränk: um Präzision, Dramaturgie und die Suche nach dem perfekten Moment. Die "ZDF.reportage" begleitet Menschen, die für Qualität alles geben – und Gäste, die bereit sind, für Genuss tief in die Tasche zu greifen. Ein Film über Exklusivität, Leidenschaft und die Frage, warum wir uns manchmal etwas ganz Besonderes gönnen wollen.

Inhalt "ZDF.reportage: Essen – Hauptsache satt"

Der Film von Jessica Liss und Jovanna Weber ist eine "ZDF.reportage" über den Kampf, für wenig Geld satt zu werden. Steigende Lebensmittelpreise sind nicht nur für Rentner und Empfänger von Bürgergeld ein Problem. Auch Menschen aus der Mittelschicht müssen beim Einkauf inzwischen genau rechnen. Von Juni 2020 bis Juni 2025 sind die Preise für Lebensmittel laut Verbraucherpreisindex um insgesamt 33 Prozent gestiegen. Obwohl sich die Lage bei Lieferketten und Energiekosten inzwischen etwas entspannt hat, erhöhen sich die Lebensmittelpreise weiter.

Mit akademischem Abschluss und zwei Einkommen gehört Familie Pflaum aus Aachen eigentlich zur Mittelschicht. Aber für eine Familie mit fünf Kindern ist nicht nur die Wohnung teuer, sondern eben auch der Wocheneinkauf. "Was bei uns täglich auf den Tisch kommt, bestimmen die Rabattangebote der Discounter und der Schrebergarten", so Friederike Pflaum. Weitere Low-Budget-Strategien: günstige Waren in großen Mengen kaufen zum Einfrieren und eine App, über die sie sehen, welche Geschäfte kurz vor Feierabend noch Lebensmittel besonders preiswert anbieten. Doch der Blick auf die Kontoauszüge zeigt: Die tägliche Versorgung einer Großfamilie ist eine echte Herausforderung.

Wenn gar nichts mehr geht, bleibt für viele Berliner nur der Weg in die Suppenküche Franziskanerkloster im Stadtteil Pankow. Dort versorgt Küchenchef Thorsten Horstmann täglich rund 200 Menschen mit einer warmen Mahlzeit. "Wie viele Menschen genau kommen, wissen wir vorher nie. Wir kochen täglich zweimal 70 Liter Suppe, damit garantiert alle satt werden." Die Suppenküche ist vollständig spendenfinanziert. Horstmann arbeitet mit den Zutaten, die er aus Gastronomie und Lebensmitteleinzelhandel bekommt, kauft nur gelegentlich etwas dazu. Dennoch bekommen sie hier meistens alle satt. 

Der Imbiss "Alte Tanke" von Nicole Dams im brandenburgischen Rhinow ist Kult. Hier gibt's täglich günstige Snacks und Mittagessen. Keinen Schnickschnack, sondern Hausmannskost in ordentlichen Portionen für Handwerker, Lkw-Fahrer, Stammkunden aus der Umgebung. Seit 2020 musste auch Nicole Dams die Preise erhöhen, aber nur so viel wie zwingend nötig: "Viele meiner Kunden könnten sich das Essen nicht mehr leisten, wenn ich es teurer mache." Um die Preise halten zu können, achtet Nicole besonders darauf, alle Lebensmittel zu verwerten, beim Großhändler einzukaufen und täglich nur zwei Mittagsgerichte anzubieten.

Inhalt "ZDF.reportage: Essen – Hauptsache viel"

Der Film von Torsten Stahlhut zeigt, wie XXL-Küchen funktionieren, welche Herausforderungen dahinterstecken und warum gutes Essen manchmal einfach groß sein muss. Wenn Deutschland Hunger hat, wird groß gedacht: Berge von Lebensmitteln, Tausende Portionen – die "ZDF.reportage" zeigt, wie Großküchen täglich Höchstleistungen bringen. Ob Kantine, Knastküche oder Restaurant: Jeden Tag werden hierzulande Millionen Mahlzeiten produziert. Die Reportage blickt hinter die Kulissen von Großküchen und XXL-Gastronomie – von Eintopf über Pekingente bis zum Monsterburger.

"Zu Hause denkste klein, hier denkste groß", sagt Küchenchef Christian Neumeier aus der Audi-Betriebskantine. Dort werden täglich bis zu 11.000 Mahlzeiten für 40.000 Mitarbeiter zubereitet. "Bei so vielen Gerichten muss man organisiert und routiniert sein, sonst geht es schief." Riesige Dampfgarer, Grillstationen und KI-gestützte Planung sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft. Der Renner bleibt die Currywurst – an manchen Tagen gehen 280 Pizzen in zwei Stunden über den Tresen.

Auch in der Justizvollzugsanstalt Aachen ist die Küche das Herzstück. Für 720 Gefangene wird täglich gekocht – sparsam und nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. "Die Messer werden am Ende alle abgezählt", erklärt Roland Suchart, Justizvollzugsbeamter und Küchenaufsicht. Er arbeitet seit 17 Jahren in der JVA-Küche und weiß genau, wie Knastküche geht. 

Scharfe Gewürze wie Chili und Pfeffer sind streng kontrolliert, denn sie könnten zur Waffe werden. Deshalb dürfen sie nur im Beisein der Küchenaufsicht und der Vollzugsbeamten verwendet werden. Doch Gewürze müssen sein, denn oberster Priorität ist: Hauptsache es schmeckt den Inhaftierten. Denn "Mit dem Essen steht und fällt die Stimmung im Knast. Wenn da was nicht schmeckt, merkt man das auf den Gefängnisfluren", weiß der Leiter der JVA Dr. Jörg-Uwe Schäfer.

Ganz anders in Berlin: Gastronom René Dost setzt auf Monsterportionen. "Ich habe XXL-Essen erfunden", sagt der 57-Jährige. In seinen sieben Restaurants gibt es zwei Kilo Schnitzel, 4,4-Kilo-Burger und meterlange Currywürste. "Im Notfall lässt man die Beilagen liegen, sonst schafft man es nicht."

In Hamburg wiederum dreht sich alles um Authentizität. Quiyi Chen betreibt eines der größten chinesischen À-la-carte-Restaurants Deutschlands. "Wir versuchen, die chinesische Küche möglichst authentisch zu kochen." Im "Yu Garden" bereiten acht Köche bis zu 300 Gerichte am Abend zu, darunter die berühmte Pekingente – fast 4.000 Mal pro Jahr.

Über das Format "ZDF.reportage"

Die "ZDF.reportage" zeigt die Lebenswirklichkeit in Deutschland. Sie erzählt Geschichten, die oft jenseits der großen Schlagzeilen liegen – nah dran an den Menschen, mitten im Alltag. Die Reportagen tauchen ein in echte Lebenswelten, bieten überraschende Einblicke und erzählen von Herausforderungen, Hoffnungen und Erfolgen.

Ein zentrales Prinzip der Sendung ist es, die Menschen selbst zu Wort kommen zu lassen. Die Reporterinnen und Reporter setzen auf Miterleben statt Bewertung, auf zurückhaltende Kommentierung statt vorgefertigter Deutung. Die Zuschauerinnen und Zuschauer sollen sich ein eigenes Bild machen können – auf Basis authentischer Eindrücke und echter Stimmen. Die Filme sind aktuell, bisweilen kontrovers, immer emotional und unterhaltsam – und stets mit einem besonderen Blick auf das, was Deutschland bewegt.

Die ZDF.reportage ist eine der traditionsreichsten Reportagesendungen im deutschen Fernsehen. Sie wurde erstmals im Januar 1984 unter dem Titel "Die Reportage am Montag" ausgestrahlt. Von 1995 bis 2004 lief sie unter dem Namen "r – Die Reportage", bevor sie im Oktober 2004 ihren heutigen Titel "ZDF.reportage" erhielt. Seit ihrer Entstehung steht die "ZDF.reportage" für journalistische Qualität, gesellschaftliche Relevanz und Nähe zum Publikum.

Statement von Bettina Warken, Redaktionsleiterin der "ZDF.reportage":
"Die Digitalisierung verändert das lineare Fernsehen und die Sehgewohnheiten unserer Zuschauer – das ist herausfordernd, stellt aber vor allem auch eine spannende Aufgabe dar, die wir mit Engagement annehmen.

Die "ZDF.reportage" ist ebenfalls rund um die Uhr digital präsent: Die Sendungen sind im ZDF-Streaming-Portal und über heute.de auf dem YouTube-Kanal des ZDF abrufbar – jederzeit und überall. Zusammen mit den anderen Real-Life-Formaten des ZDF erhalten die Nutzerinnen und Nutzer im ZDF-Streamingportal so einen vielfältigen Einblick in die soziale Wirklichkeit in Deutschland.

Statement von Leo Spors, Redakteur der "ZDF.reportage":
"Unsere Sendung hat sich über Jahrzehnte weiterentwickelt – vom einem klassischen Abendformat bis zur modernen Reportage mit digitaler Ausspielung. Was geblieben ist: der Anspruch, nah an den Menschen zu sein und gesellschaftlich relevante Themen mit journalistischer Tiefe zu erzählen."

Die Redaktion der "ZDF.reportage" verantwortet derzeit auch die erfolgreiche Sendung TRU Doku, die in Kooperation mit "37 Grad" entsteht – ein Beispiel für programmbereichsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb des ZDF. TRU Doku ist zudem auf Instagram, TikTok und YouTube erfolgreich und erreicht dort ein junges, digitales Publikum.

"ZDF.reportage" seit September 2025 auf neuem Sendeplatz

Seit dem 6. September 2025 wird das informative Format über das echte Leben der Menschen in Deutschland samstags um 17.35 Uhr im ZDF ausgestrahlt – und nicht mehr sonntags um 18.00 Uhr. Mit dem Wechsel stärkt das ZDF sein Informationsangebot am frühen Samstagabend.
Ein besonderer Vorteil des neuen Sendeplatzes: Die ZDF.reportage folgt direkt auf den "Länderspiegel" – dem aktuellen Wochenmagazin mit vielseitigen Geschichten aus den Bundesländern, Regionen und Kommunen. Das etablierte Format erreicht samstags ab kurz nach fünf eine Zuschauerschaft, die sich für gesellschaftliche Fragen und Hintergründe interessiert. Dieses thematisch aufgeschlossene Publikum, das nach vertiefenden Einblicken in das Leben in Deutschland sucht, ist nun mit der "ZDF.reportage" anschließend noch näher dran an dem, was den Alltag der Menschen prägt.

Fotos über ZDF-Kommunikation
Telefon: (06131) 70-16100 , E-Mail: pressefoto@zdf.de oder über https://presseportal.zdf.de/presse/zdfreportage

ZDF.reportage im ZDF-Streaming-Portal

Impressum

ZDF-Kommunikation
Verantwortlich: Alexander Stock
E-Mail: pressedesk@zdf.de
© 2026 ZDF

Kontakt

Dr. Birgit-Nicole Krebs
Programmkommunikation Information, Gesellschaft, Sport
krebs.b@zdf.de
+49 30 2099-1096