09.04.26, 14:00 Uhr - Nachrichten/Aktuelles Film

Beim Cannes Film Festival: Siebenfache Teilnahme von ZDF/ARTE-Koproduktionen

Copyright: ZDF/L. Haegeli/Festival de Cannes

Ins Rennen um die begehrten Auszeichnungen bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, einem der bedeutendsten Filmfestivals der Welt, gehen insgesamt sechs Produktionen: Die ZDF/ARTE-Koproduktionen "Gentle Monster", "Das geträumte Abenteuer" und "Minotaurus" sind im Wettbewerb dabei. Aus der ZDF-Redaktion Das kleine Fernsehspiel laufen in der Sektion Un Certain Regard die Filme "Everytime" und in Zusammenarbeit mit ARTE "Elephants in the Fog" sowie in der Sektion Semaine de la Critique der Film "The Station". Weltpremiere feiert in der Sektion Cannes Premiere Volker Schlöndorffs Verfilmung von Jenny Erpenbecks Bestseller "Heimsuchung" als weitere ZDF/ARTE-Koproduktion. 

"Gentle Monster" von Marie Kreutzer (Wettbewerb)
Aus Liebe ist Lucy (Léa Seydoux) mit Philip (Laurence Rupp) nach dessen Burnout aufs Land gezogen, obwohl das berufliche Einschränkungen für sie bedeutet. Elsa (Jella Haase) hingegen lebt für ihren Beruf bei der Polizei, wird jedoch von der Verantwortung für ihren dementen Vater in Atem gehalten. Was beide Frauen gemeinsam haben: Sie bauen ihr Leben um Männer herum, deren dunkle Seiten sie eigentlich lieber nicht sehen wollen. Das Drama von Marie Kreutzer ist eine Koproduktion von ORF, ZDF und ZDF/ARTE und wurde produziert von Film AG in Koproduktion mit Komplizen Film und Kazak Productions, Kjellson & Wik und Film i Väst. Die Redaktion liegt bei Daniel Blum (ZDF) und Holger Stern (ZDF/ARTE).

"Das geträumte Abenteuer" von Valeska Grisebach (Wettbewerb)
Im Zentrum des Spielfilms, bei dem Autorin und Regisseurin Valeska Grisebach mit einem Ensemble bulgarischer Laiendarsteller arbeitete, steht die Archäologin Veska (Yana Radeva). Sie trifft ihren alten Bekannten Saïd (Syuleyman Letifov) wieder, der an der Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien ein kleines Geschäft mit Benzinschmuggel machen will. Saïd hilft Veska bei ihren Ausgrabungen, doch er verschwindet dann unerklärlicherweise – noch bevor sein Deal beendet ist. Kurzentschlossen übernehmen Veska und ihre Freundinnen das Benzin und durchkreuzen damit die Interessen konkurrierender Mafia-Paten. Die ZDF/ARTE-Koproduktion wurde produziert von Komplizen Film, Kazak Productions, Miramar und Panama Film. Die Redaktion haben Holger Stern (ZDF/ARTE) und Olivier Père (ARTE France).

"Minotaurus" von Andrei Zvyagintsev (Wettbewerb)
Russland, 2022. Gleb, ein erfolgreicher mittelständischer Unternehmer, sieht sich in einer aus den Fugen geratenden Welt wirtschaftlich wie privat immer stärker unter Druck – eine Situation, die auf Gewalt zusteuert. Die ZDF/ARTE-Koproduktion "Minotaurus" des im Exil lebenden Regisseurs Andrei Zvyagintsev wurde unter anderem produziert von MK Production, CG Production und Razor Film Produktion. Die Redaktion liegt bei Holger Stern (ZDF/ARTE) und Olivier Père (ARTE France).

"Everytime" von Sandra Wollner (Un Certain Regard)
Das Drama "Everytime" bringt eine Mutter (Birgit Minichmayr), ihre Tochter (Lotte Shirin Keiling) und einen Teenager (Tristan Lopez) zusammen. Ihre Reise führt sie bis nach Teneriffa – auf einen Familienurlaub, den es nie gab. Im gleißenden Licht der Sonne beginnen Vergangenheit und Gegenwart langsam zu verschwimmen. Der Spielfilm von Sandra Wollner wurde produziert von The Barricades und Panama Film in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit dem ORF Film/Fernseh-Abkommen. Die Redaktion liegt bei Burkhard Althoff.

"Elephants in the Fog" von Abinash Bikram Shah (Un Certain Regard)
Das Drama spielt in einem kleinen nepalesischen Dorf, das tief im Herzen eines von wilden Elefanten bevölkerten Waldes liegt. Pirati (Pushpa Thing Lamaist) ist die Matriarchin einer Kinnar-Gemeinschaft. Sie träumt davon, mit dem Mann, den sie liebt, in ein "normales" Leben zu fliehen. Doch als eine ihrer Töchter verschwindet, muss sie Nachforschungen anstellen und sich zwischen der Liebe und ihrer Verantwortung gegenüber ihrer Gemeinschaft entscheiden. Der Film ist eine Produktion von Die Gesellschaft DGS in Koproduktion mit zischlermann filmproduktion, Underground Talkies, Les Valseurs, Enquadramento Produções, Bubbles Project, Storm Films, Jayantii Creations und ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit ARTE. Die Redaktion haben Martin Gerhard (ZDF/ARTE) und Jakob Zimmermann (ZDF/Das kleine Fernsehspiel).

"The Station" von Sara Ishaq (Semaine de la Critique)

In "The Station" betreibt Layal eine reine Frauen-Tankstelle im Jemen – ein seltener sicherer Zufluchtsort in einem vom Krieg zerrissenen Land. Dort gelten klare Regeln: keine Männer, keine Waffen, keine Politik. Als Layals jüngerer Bruder (Abeer Mohammad) vor der Einberufung steht, schließt sie sich mit ihrer entfremdeten Schwester wieder zusammen, um das eine Leben zu retten, das sie noch retten können. In den Hauptrollen spielen Manal Al-Mulaiki, Abeer Mohammad, Rashad Alrajeh, und andere. Der Film ist eine Produktion von  Screen Project, Ta Films, George Films in Koproduktion mit One Two Films, Keplerfilm, Barentsfilm, Setara Films, The Imaginarium Films, ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit ARTE, Kalamata Film and Raxicon Private Capital Advisory. Die Redaktion haben Loren Müller (ZDF/Das kleine Fernsehspiel) und Martin Gerhard (ZDF/ARTE).

"Heimsuchung" von Volker Schlöndorff (Cannes Première)
Mit Volker Schlöndorffs Verfilmung von Jenny Erpenbecks Bestseller "Heimsuchung" feiert eine weitere ZDF/ARTE-Koproduktion Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes: in der offiziellen Auswahl in der Sektion "Cannes Premiere" außerhalb des Wettbewerbs. Setting des Films ist ein malerisches Grundstück an einem See nahe Berlin, das als Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale fungiert. Diese sind miteinander verwoben und werden von den historischen Erschütterungen des 20. Jahrhunderts geprägt. "Heimsuchung" wurde produziert von Ziegler Film und Volksfilm, in Koproduktion mit STUDIOCANAL, Studio Babelsberg und Mideu Films. Die Redaktion liegt bei Daniel Blum (ZDF) und Julius Windhorst (ZDF/ARTE).

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Mainz, 9. April 2026
ZDF-Kommunikation

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