06.07.2020, 11:42 Uhr - Magazine/Interviews

"ZDFzoom" über "Die Macht der Corona-Mythen"

Verschwörungstheorien haben derzeit Hochkonjunktur. ZDFzoom beschäftigt sich mit den Hintergründen.
Copyright: ZDF/Arndt Ginzel

Das Coronavirus sei erfunden worden, und Bill Gates plane eine weltweite Impfpflicht. Im Internet und auf der Straße machen derzeit zahlreiche Verschwörungstheorien die Runde. Die Coronakrise bietet offensichtlich einen Nährboden für zweifelhafte Mythen. Auch Extremisten mischen sich unter die Verschwörungstheoretiker. "ZDFzoom" nimmt am Mittwoch, 8. Juli 2020, 22.50 Uhr, "Die Macht der Corona-Mythen" ins Visier und fragt nach deren "Gefahr für die Demokratie?" Julia Lösch und Arndt Ginzel begeben sich für "ZDFzoom" auf Spurensuche und wollen herausfinden, wie gefährlich Verschwörungsideologien für die Demokratie werden können.

Ken Jebsen, Attila Hildmann, Heiko Schrang – sie alle haben durch die Coronapandemie für ihre Thesen Aufwind bekommen. Ihre Kanäle in den sozialen Medien erreichen teilweise Millionen von Menschen. Doch Verschwörungserzählungen durchdringen seit Corona auch zunehmend die sogenannte bürgerliche Mitte der Gesellschaft. Eine gefährliche Mischung, warnen Politiker wie der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul. Er sieht dadurch eine Gefahr für unsere Demokratie: "Wir haben am Anfang in bestimmten Situationen auch falsch reagiert, weil wir nur gesagt haben: Die sind alle idiotisch oder so. Und wir haben Erwartungen geschürt, als könnte Politik alle Probleme lösen."

Martin Fehrensen betreibt den Social Media Watchblog und beobachtet die Verschwörerszene schon seit Langem: "Man beschwört einen Widerstand – und das ist etwas, womit sich der Handwerker genauso identifizieren kann wie vielleicht ein rechter Patriot, der schon seit zehn Jahren vom Untergang der Demokratie träumt."

Experten warnen: Das demokratische System könnte in Gefahr sein. Proteste und Demonstrationen gegen Coranabeschränkungen seien ein Grundrecht, wenn daraus aber gewaltsame Bewegungen entstünden, müsse dem schnell etwas entgegengesetzt werden.

Ansprechpartner: Thomas Hagedorn, Telefon: 06131 – 70-13802;
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Mainz, 6. Juli 2020
ZDF Presse und Information