Mission Sommermärchen

Eine dreiteilige "sportstudio"-Produktion

Sommer 2006, Deutschland im Ausnahmezustand: Die Heim-WM entfachte eine Welle der Euphorie. Das junge Team von Trainer Jürgen Klinsmann begeisterte mit mutigem Offensivfußball und wurde zum "Weltmeister der Herzen". Zwei Jahre zuvor wirkte nichts unwahrscheinlicher als das. Der deutsche Fußball steckte in einer tiefen Krise. Und Klinsmanns Revolution des deutschen Fußballs traf auf massiven Widerstand. Die dramatische Vorgeschichte des "Sommermärchens", erzählt von den Machern von "FC Hollywood" und denen, die dabei waren: Jürgen Klinsmann, Oliver Kahn, Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski, David Odonkor, Jogi Löw, Philipp Lahm und andere.

Sendedatum

Ab Mittwoch, 20. Mai 2026, 10.00 Uhr im ZDF streamen
Samstag, 30. Mai 2026, 20.30 Uhr

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Mission Sommermärchen

Die Fußball-WM im eigenen Land

Sommer 2006: Ganz Deutschland erlebt ein "Sommermärchen", die Fußball-WM im eigenen Land. Wildfremde Menschen liegen sich in den Armen, eine Welle der Euphorie überrollt das Land. Doch kurze Zeit vorher scheint nichts unwahrscheinlicher als das. Als Teamchef Rudi Völler nach dem desaströsen EM-Aus 2004 zurücktritt, ist der deutsche Fußball am Tiefpunkt angekommen. Es bleiben nur noch zwei Jahre, um eine Blamage im eigenen Land zu verhindern – nur welcher Trainer will sich das antun?

Es ist der Moment, in dem Innovator Jürgen Klinsmann überraschend die Bühne betritt. Mit klaren Zielen: Den deutschen Fußball von Grund auf ändern, "den Laden auseinandernehmen", Weltmeister werden. Die "Mission Sommermärchen" beginnt – eine tragikomische Geschichte vollgepackt mit emotionalen Ereignissen, persönlichen Dramen und legendären Momenten. In einer Zeit, in der ein ganzes Land sich neu erfindet und alles im Umbruch ist. Erzählt von denen, die dabei waren: Jürgen Klinsmann, Oliver Kahn, Lukas Podolski, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Jogi Löw, David Odonkor, und vielen mehr.

Die turbulenten Jahre vor der WM 2006

In drei Teilen erzählt "Mission Sommermärchen" die turbulenten Jahre vor der WM 2006, in denen Jürgen Klinsmann, Jogi Löw und ihr Team den deutschen Fußball revolutionieren und mit unkonventionellen Trainingsmethoden und Power-Point-Präsentationen nach und nach das Establishment des deutschen Fußballs gegen sich aufbringen. Die Revolution droht zu scheitern – bis die junge deutsche Mannschaft bei der WM ein ganzes Land in Ekstase versetzt. Doch bevor es dazu kommt, müssen alle Beteiligten teilweise schmerzvoll lernen: Niemand kann ein Fußballspiel allein gewinnen. Und erst recht nicht die Herzen der Fans.

Im Mittelpunkt der Doku-Serie stehen die Persönlichkeiten, die mit ihren Handlungen und sportlichen Leistungen die erfolgreiche Heim-WM erst ermöglichten: Jürgen Klinsmann, der mit schwäbischer Sturheit aller Kritik trotzt und seine Vision bis zum Ende verfolgt. Oliver Kahn, der nach seinem Patzer im WM-Finale 2002 alles für die WM 2006 opfert – und schließlich selbst zum Opfer der Revolution wird. Und David Odonkor, vor dem Turnier ein Nobody, der mit seiner Schnelligkeit zu einem der heimlichen Helden dieser WM wird.

Eine Ära, in der alles möglich schien

Zahlreiche Spieler aus dem WM-Kader von 2006 wie Lukas Podolski, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Per Mertesacker, Torsten Frings, Gerald Asamoah und Sebastian Kehl erzählen von einer Ära, in der alles möglich schien – vom absoluten Desaster bis zum unvorstellbaren Traum, Weltmeister im eigenen Land zu werden. Ergänzende O-Töne von Journalistinnen und Journalisten wie Ulrike von der Groeben, Johannes B. Kerner und Ronald Reng sowie unveröffentlichtes Archivmaterial verdichten die Erzählung eines Landes, das 2006 die Freude an sich selbst wiederfindet. Eine Geschichte, die weit über den Sport hinausgeht und vor dem Hintergrund einer Heim-WM gesellschaftliche Themen wie Tradition versus Innovation und Ego versus Team aushandelt.

Zwei Jahre, die ein neues Fußball-Zeitalter begründen

Überraschende erzählerische Wendepunkte wie die Weißbier-Wutrede von Rudi Völler, die bislang kaum bekannte Rolle von Angela Merkel und die Nominierung von David Odonkor zeichnen das Bild einer Zeit, in der Jürgen Klinsmann den deutschen Fußball gegen alle Widerstände revolutioniert und den Grundstein für die erfolgreichste Phase des deutschen Fußballs der jüngeren Vergangenheit zwischen 2006 und dem WM-Titel 2014 legt – bis zur eigenen Selbstaufopferung.

Sendetermine und Stabliste

Ab Mittwoch, 20. Mai 2026, 10.00 Uhr im ZDF streamen
Samstag, 30. Mai 2026, 20.30 Uhr, 21.20 und 1.20 Uhr, ZDF

Mission Sommermärchen
Deutschlands Weg zur WM 2006

Dreiteilige Doku-Serie von Florian Nöthe und Simone Schillinger

Regie: Nicolas Berse-Gilles
Kamera: Felix Mai
Montage: Jan Henrik Pusch, Nathalie Bartel, Julian Cohn
Archiv: Thorben Bockelmann
Executive Producer: Stephan Arapovic
Produktionsfirma: bildundtonfabrik
Produktion ZDF: Silke Steinbrenner, Jens Eschholz
Redaktion ZDF: Clemens Schröder, Fabian Farwick
Länge: 3 x 45 Minuten

Die drei Episoden von "Mission Sommermärchen"

Vor der WM 2006 steht der deutsche Fußball am Abgrund. Jürgen Klinsmanns Revolution droht zu scheitern – bis sein junges Team das Land elektrisiert und das Sommermärchen beginnt. Die dreiteilige Doku-Serie zeigt die dramatische und unerzählte Vorgeschichte der WM im eigenen Land und die emotionale Achterbahnfahrt einer ganzen Nation während des Turniers. Erzählt von denen, die dabei waren: u.a. Klinsmann, Kahn, Odonkor, Löw und Podolski.

Episode 1: Schwarz. Den Laden auseinandernehmen
Als der deutsche Fußball im Sommer 2004 am Boden liegt, übernimmt Jürgen Klinsmann als Trainer die Nationalelf – mit radikal innovativen Ideen. Doch sein Kurs bringt das Establishment gegen ihn auf und die Mission droht zu scheitern.

Episode 2: Rot. Opfer bringen
Oliver Kahn will bei der WM 2006 unbedingt im Tor stehen. Doch Klinsmann entfacht ein Torwartduell, das alles infrage stellt und zu einer Entscheidung führt, die niemand kommen sieht.

Episode 3: Gold. Alles glänzt
WM 2006: Niemand glaubt an das Team, bis Außenseiter Odonkor zur Flanke ansetzt und ein ganzes Land in Ekstase versetzt. Triumph, Tränen, Abschiede – eine emotionale Achterbahnfahrt, die alles verändert.

Zitate aus "Mission Sommermärchen"

Episode 1: Schwarz. Den Laden auseinandernehmen

Jürgen Klinsmann (über das Gespräch, als er Nationaltrainer wurde):  
"Was ich brauche, das hab ich klar zum Ausdruck gebracht, ich brauche eine Carte Blanche. Dann haben die sich angeschaut und haben erstmal durchgeatmet. Mir war wohl sehr bewusst, dass die enorm unter Druck standen. Wenn ihr mir diese Carte Blanche nicht gebt, dann habe ich klar gesagt, dann trinken wir einen schönen Kaffee hier in New York, ich flieg wieder nach Los Angeles, ihr fliegt wieder nach Frankfurt und ich drück euch alle Daumen, aber dann stehe ich nicht zur Verfügung, das mach ich nicht." 

Gerald Asamoah (über die ersten Trainings unter Jürgen Klinsmann und Joachim Löw):  
"Es gab Spieler, 3,4,5 Spieler, die haben keine drei Klimmzüge geschafft!"

Joachim Löw:  
"Alles, was bislang war, wollen wir so nicht mehr."

Jürgen Klinsmann (über das Pendeln zwischen USA und Deutschland):  
"Was mir natürlich sofort dann unmissverständlich klar wurde: Wenn ich da jetzt 24 Stunden am Tag in Deutschland bin, dann fressen sie mich auf. Und jedes Mal, als ich in Los Angeles gelandet bin, da war für mich erstmal durchatmen. Jetzt entspann dich mal. Das war die einzige Chance, um überhaupt einen klaren Kopf bei der Sache zu behalten."

 

Episode 2: Rot. Opfer bringen

Oliver Kahn (über seinen Fehler im WM-Finale 2002):  
"Jetzt spielst du hier sechs Spiele auf höchstem Niveau und machst nicht den Hauch eines Fehlers. Und dann gibt es eine Situation, wo du einen kleinen Fehler machst und der wird so massiv bestraft. Was für ein Scheißjob ist das eigentlich, den du da machst?"

Oliver Kahn:  
"Ich glaube Menschen, die dann auf so einem hohen Level angekommen sind, die können oftmals, und da nehme ich mich auch nicht aus, bestimmte Handlungen nicht mehr vernünftig einordnen. Vielleicht denken sie auch, bestimmte Regeln gelten für mich nicht mehr." 

 

Episode 3: Gold. Alles glänzt

Roland Eitl, Berater von Jürgen Klinsmann:  
"Dieses Treffen bei Matthias Döpfner im Springer-Hochhaus, da war ich dabei. Da hat der Jürgen im Brustton der Überzeugung gesagt: ‘Es wird eine Riesenparty im Sommer. Und Sie und Ihre Zeitungen müssen jetzt halt überlegen, sind wir Teil der Party – oder sind wir Partycrasher?’"

Oliver Kahn (über die Entscheidung, bei der WM 2006 auch als Nr. 2 dabei zu sein): 
"Und das ist für mich entscheidend. Das wenn ich morgens aufstehe und in den Spiegel schaue, da möchte ich dann im besten Fall jemanden erkennen, der nicht weggelaufen ist." 

Philipp Lahm:  
"Es war sehr, sehr wichtig innovativ zu sein. Das war Jürgen Klinsmann. Ich glaube, dass er vielen Menschen wieder Mut und Hoffnung gegeben hat, nicht nur im Fußball  sondern auch außerhalb. Veränderung heißt nicht immer negativ, sondern es kann positiver werden, als es vorher war."

Trailer

Den Trailer zur "Mission Sommermärchen" finden Sie <<HIER>>

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Trailer "Mission Sommermärchen"

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