ZDF und Stiftung Lesen fördern Leselust und Medienkompetenz
Das ZDF unterstützt gemeinsam mit der Stiftung Lesen Grundschulen mit Förderbedarf in ganz Deutschland mit 100 Lese-Boxen. Zum Auftakt der Aktion übergeben der Intendant des ZDF, Dr. Norbert Himmler, und die Geschäftsführerin Programme der Stiftung Lesen, Sabine Uehlein, eine Box an eine Mainzer Grundschule.
Texte
Aktuelle Studien zeigen, dass jedes vierte Kind am Ende der Grundschulzeit nicht ausreichend gut lesen kann. Diese fehlende Lesekompetenz kann das gesamte Leben bis ins Erwachsenenalter prägen. Gleichzeitig gehören heute digitale Medien, künstliche Intelligenz und Desinformationen zum Alltag. Eine gute Lesekompetenz ist wichtiger denn je, um diese Inhalte richtig einordnen zu können. Das macht Leseförderung zur zentralen Grundlage für Medienkompetenz, Meinungsbildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
100 Lese-Boxen, 100 direkte Hilfen für Schulen
Dank der Förderung des ZDF werden Grundschulen mit Förderbedarf in ganz Deutschland mit neuen Büchern ausgestattet. Die Boxen enthalten jeweils 20 Bücher, die von der Stiftung Lesen so ausgewählt wurden, dass sie Kinder mit unterschiedlichen Interessen und Leseständen abholen. Dazu erhalten Lehrkräfte praktische Tipps und Ideen zur Einbindung in den Schulalltag. Buchgeschenke sind ein wichtiges Mittel, um Kinder zum Lesen zu motivieren. In vielen Familien, aber auch Schulen gibt es nicht genug spannendes Lesematerial, das Kinder für das Lesen begeistert. Ralf Oeser, Schulleiter der Grundschule "Am Lemmchen" berichtet: "Die Kinder kommen mit sehr unterschiedlichen Sprach- und Leseständen in die Schule – einige können schon ein wenig lesen, andere hingegen haben zu Hause noch nie ein Buch gesehen. Wir versuchen alle Kinder so gut wie möglich abzuholen, aber uns fehlen häufig die Ressourcen. Buchgeschenke helfen uns, Brücken zu schlagen und Kinder jeden Tag zum Lesen zu animieren."
Der Handlungsbedarf ist groß: Nach der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) erreicht rund ein Viertel der Viertklässlerinnen und Viertklässler in Deutschland nicht den Mindeststandard im Lesen. Auch der IQB-Bildungstrend zeigt, dass sich die Zahl der schwachen Leserinnen und Leser in den vergangenen Jahren deutlich erhöht hat. Gleichzeitig wachsen Kinder heute in einer Medienwelt auf, die immer komplexer wird. Die JIM-Studie 2024 zeigt, dass 62 Prozent der Jugendlichen KI-Anwendungen nutzen und viele Nachrichten über soziale Netzwerke beziehen – oft ohne sie sicher einordnen zu können. Dazu kann jeder fünfte Erwachsene in Deutschland maximal auf Satzebene lesen. Wer Texte nicht sicher versteht, hat es schwer, Fakten von Meinungen oder gezielten Falschinformationen zu unterscheiden oder sich schlicht im Alltag zurecht zu finden.
Kontakt
Bei Fragen zur Pressemitteilung erreichen Sie Laura Trost, Stiftung Lesen per E-Mail unter laura.trost@stiftunglesen.de und Barbara Matiaske, ZDF-Kommunikation, per E-Mail unter matiaske.b@zdf.de.
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