37°: Das Gold ihres Lebens - Kugelstoßerin Yemisi

Dokumentation

"Ich bin eine Überwinderin", sagt Yemisi Ogunleye. Am 9. August 2024 gewinnt die Kugelstoßerin in Paris überraschend und nach einem Sturz im ersten Versuch olympisches Gold für Deutschland. Schon vor ihrer Sportkarriere musste die Tochter einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters Hürden überwinden. „37°“ zeigt mit dem Porträt der Sportlerin einen Film über Zugehörigkeit, seelische und körperliche Kraft und über die Kunst, immer wieder aufzustehen.

Sendedatum

Ab Montag, 27. Juli 2026, 5.00 Uhr
Dienstag, 28. Juli 2026, 22.15 Uhr

Fotos

Texte

Sendedatum, Stab, Inhalt

ab Montag, 27. Juli 2026, 5.00 Uhr, im ZDF streamen
Dienstag, 28. Juli 2026, 22:15 Uhr, ZDF

"37°: Das Gold ihres Lebens - Kugelstoßerin Yemisi"
Dokumentation

Stab
Film von Tina Soliman und Thorsten Lapp
Redaktion: Silvia Schmidt-Kahlert
Länge: ca. 30 Minuten

Inhalt

"Ich bin eine Überwinderin", sagt Yemisi Ogunleye. Ein Satz, der durch diesen Film führt – in ein Leben zwischen Triumph und Zweifel, zwischen Stadionlärm und innerer Stille.

Als die Kugelstoßerin am 9. August 2024 in Paris den Ring betritt, steht sie vor einem Publikum von 80.000 Menschen. Yemisi Ogunleye ist Außenseiterin – doch sie gewinnt olympisches Gold für Deutschland.

Schon vor ihrer Sportkarriere musste sie Hürden überwinden. Ogunleyes Mutter ist Deutsche, ihr Vater stammt aus Nigeria. Yemisi Ogunleye wird in Deutschland geboren und wächst in der Pfalz auf. Sie fühlt sich dennoch fremd: Mobbing, Ausgrenzung und rassistische Sticheleien prägen ihre Schulzeit. Die damals Zwölfjährige zieht sich zurück.

Es ändert sich erst etwas, als Yemisi auf Abigail trifft, die Jugendleiterin in der Kirchengemeinde. Durch sie findet Ogunleye im Glauben einen Halt.

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere fängt Yemisi Ogunleye auf einer Pressekonferenz spontan an zu singen: "I almost let go". "Ich hätte fast aufgegeben, aber Gott half mir." Denn zunächst – beim ersten Stoß im olympischen Finale – stürzte sie. "Ich bin gefallen. Das bin ich oft in meinem Leben. Wieder aufzustehen ist die Kunst." Im entscheidenden sechsten Versuch fliegt die Vier-Kilo-Kugel auf 20 Meter.

Aus der Geschichte einer Olympiasiegerin wird ein universeller Film über Zugehörigkeit, seelische und körperliche Kraft und über die Kunst, immer wieder aufzustehen

Zur Information: Nach den Dreharbeiten hat Yemisi Ogunleye geheiratet und den Namen Mabry ihres Mannes angenommen.

Über den "37°"-Kosmos

Seit mehr als 30 Jahren ist "37°" fester Bestandteil des ZDF-Programms. Mehr als 1100 Dokumentationen wurden seit dem Start am 1. November 1994 ausgestrahlt. Die Reportagereihe am Dienstagabend hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Marke entwickelt, die auf unterschiedlichen Wegen ausgespielt wird. 2009 startete das non-lineare Angebot auf Facebook. Seit 2019 ist "37°" auf Instagram aktiv, seit 2023 bei YouTube und TikTok. Im März 2022 startete das Reportageformat "37°Leben". Ziel ist es, möglichst unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Mittlerweile erreichen die Publikationen im non-linearen-Bereich der Social Media-Kanäle genauso viele Sendeminuten wie im TV – auf beiden Ausspielwegen jeweils rund 2000 Minuten pro Jahr.  

"37°" und "37°Leben" unterscheiden sich in der Machart und den Zielgruppen, die erreicht werden sollen. "37°Leben" ist eine reine O-Ton-Reportage ohne Sprechertext. Hintergrundinformationen werden durch Texte eingeblendet, auch Fachleute kommen bei Bedarf zu Wort. Die Reihe richtet sich gezielt an 25- bis 34-Jährige.  

"37°" will eine breitere Zuschauerschaft ansprechen, hat meist einen Sprechertext und begleitet die Protagonisten und Protagonistinnen über einen längeren Zeitraum.  

Zahlen, Daten, Fakten zum "37°"-Kosmos

Start der Reihe:  

Dienstag, 1. November 1994, 22.15 Uhr 
Der erste Film war "Jenseits der Schattengrenze" von Hartmut Schoen, Untertitel: "Ein Vietnamsoldat kann nicht vergessen". Erster Teil eines Dreiteilers zum Thema "Grenzen" 

Erfinder der Reihe und des Sendetitels "37°": 

Hans Helmut Hillrichs, von 1993 bis 2005 Leiter der ZDF-Hauptredaktion "Kultur und Wissenschaft".   

Erweiterung der Marke "37°":  

Seit März 2022 gibt es zudem die Reihe "37°Leben" mit mehr als 150 Filmen. 

Folgenanzahl: 

Mehr als 1100 Filme der Reihe "37°" wurden bisher im ZDF ausgestrahlt. 
Jährlich werden derzeit 30 bis 36 Sendungen in der Reihe "37°" gezeigt (dienstags um 22.15 Uhr) sowie rund 50 Sendungen in der Reihe "37°Leben" (sonntags um 9.03 Uhr) 

Zur Entstehung:  

Die Produktion einer "37°"-Sendung dauert in der Regel sechs bis zwölf Monate, angefangen von der Recherche bis zur Endfertigung. Die Dreharbeiten dauern meist zwischen drei Monaten und einem Jahr. Bei Langzeitbeobachtungen arbeiten die Autorinnen und Autoren oft auch ein Jahr und länger an einem Film. Den Rekord hält Maike Conway, die Corinne, die bei der Geburt von ihrer Mutter mit HIV infiziert wurde, bereits seit 15 Jahren begleitet. Entstanden sind bisher zwei Filme "Niemand darf es wissen" (2015), der mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, und "Ich lebe positiv" (2019). 

ZDF-Redakteurin Heike Kruse begleitet seit vielen Jahren Sarah, die mit einem transplantierten Herz lebt, durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Daraus sind bislang drei "37°"-Filme entstanden: "Sarah und ihr fremdes Herz", "Nach der Organspende" und "Happy End auf Zeit". 

ZDF-Redakteurin Ulrike Schenk begleitet seit 2015 einen jungen Geflüchteten aus Afghanistan. "Ohne Eltern im fremden Land" war der erste Film, "Dann wäre ich ein gemachter Mann" wurde 2019 gesendet und aktuell arbeitet sie an einem dritten Film über Samirs Entwicklung in Deutschland. 

Mehr als 500 Themenvorschläge gehen jährlich bei der Redaktion ein – bei rund 100 Sendeplätzen verteilt auf "37°", "37°Leben" und "37°"-YouTube bedeutet das die "Qual der Wahl". 

Reihen und Mehrteiler: 

Für "37°" entstehen auch mehrteilige Reihen wie der Dreiteiler "Die Burgis", einer besonderen Wohngemeinschaft. "37°Leben" realisiert regelmäßig Mehrteiler und Reihen. Zuletzt den Zweiteiler "Lebensretter Schule", den Dreiteiler "Auf der Suche nach dem Spirit", die Reihe "Too toxic to handle", "Becoming Dad" und "Being Dad" sowie das sechsteilige Sozialexperiment "Against all Gods – die Glaubens-WG" (Auszeichnung mit dem Deutschen Fernsehpreis 2025). 

Auszeichnungen:  

Die Reihe "37°" wurde seit 1994 mit mehr als 50 Auszeichnungen und Preisen gewürdigt. Darunter sind so wichtige Ehrungen wie der Adolf-Grimme-Preis, der Deutsche Fernsehpreis, der Bayerische Fernsehpreis und der Axel-Springer-Preis für junge Autoren sowie der Deutsche Kamerapreis. 2025 wurde das sechsteilige Sozialexperiment "Against all Gods – die Glaubens-WG" mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Infotainment ausgezeichnet.

Fotos

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Weitere Informationen 

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Name: Magda Huthmann  
E-Mail: huthmann.m@zdf.de 
Telefon: +49 6131 70-12149 

Name: Christina Betke 
E-Mail: betke.c@zdf.de 
Telefon: +49 6131 70-12717