In eigener Sache

ZDF/Thomas Pirot
ZDF/Thomas Pirot

Unter "In eigener Sache" veröffentlicht das ZDF Einordnungen, Positionen und Klarstellungen zu öffentlich diskutierten oder erklärungsbedürftigen Themen, die das ZDF betreffen. Die Rubrik dient dazu, Sachverhalte transparent darzustellen und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.

Texte

ZDF-Statement zur 100. Ausgabe "Die Anstalt"

20. Juli 2026

Die Position des ZDF rund um die 100. Ausgabe der Sendung "Die Anstalt" sowie die Hintergründe zur Absage des Auftritts von Künstler Danger Dan finden Sie in der Pressemappe: Das ZDF zur 100. Ausgabe "Die Anstalt".

ZDF-Fernsehgarten: ZDF stellt sich explizit gegen jede Form von Rassismus

13. Juli 2026

Im "ZDF-Fernsehgarten" mit dem Motto "90er Jahre" wurde der damals aufkommende "Pokémon"-Trend beleuchtet. Die spontan getätigte Äußerung war der Live-Situation geschuldet und keinesfalls rassistisch gemeint. Andrea Kiewel bedauert ihre Worte und entschuldigt sich dafür. Das ZDF stellt sich explizit gegen jede Form von Rassismus.

ZDF: ZDF zu Sanktionsklauseln: Journalistische Unabhängigkeit nicht betroffen

19. Juni 2026

Sanktionen, Embargos und Exportkontrollen gewinnen derzeit für alle globalen Wirtschaftsakteure an Bedeutung. Die Einhaltung der EU- und UN-Sanktionen ist nach dem Außenwirtschaftsgesetz (AWG) für das ZDF rechtlich zwingend. Verstöße gegen das AWG sind strafbar oder bußgeldbewehrt.

Über seine Auslandsstudios und internationalen geschäftlichen Aktivitäten kann das ZDF auch in den Anwendungsbereich des US-amerikanischen Sanktionsrechts gelangen. Verstöße sehen empfindliche Strafen oder Geldbußen vor und können dazu führen, dass US-Unternehmen die geschäftliche Zusammenarbeit beenden oder verweigern.

Die seit einigen Monaten in die Verträge des ZDF aufgenommenen Klauseln beziehen daher auch pauschal das US-Sanktionsrecht ein. Dies hat zu öffentlicher Kritik geführt. Das ZDF nimmt diese Kritik sehr ernst und prüft diese Klauseln aktuell. Dazu gehört auch zu evaluieren, ob ein abgestufter Umgang mit dem Sanktionsregime möglich ist.

In diesem Zusammenhang betonte ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler in der Sitzung des ZDF-Fernsehrats vom 19. Juni 2026: "Der freie und unabhängige Journalismus des ZDF ist von diesem Sanktionsregime nicht betroffen."

Eine Ablehnung von Mitwirkenden hat es bislang weder in Deutschland noch im Ausland gegeben. "Der unabhängige Journalismus ist unser höchstes Gut", so Himmler.

ZDF zum Urteil des OLG München in der Sache Schönbohm gegen ZDF

16. Juni 2026

Das OLG München hat die jeweiligen Berufungen beider Parteien zurückgewiesen. Damit bleibt es im Ergebnis bei der erstinstanzlichen Entscheidung des Landgerichts München I.
Wie das Landgericht hat auch das OLG München in seinem Urteil den von Arne Schönbohm geltend gemachten Anspruch auf Geldentschädigung verneint.

Das OLG München bestätigt im Ergebnis außerdem die Entscheidung des Landgerichts München I, dass zwei Formulierungen in der betreffenden Ausgabe des "ZDF Magazin Royale" und zwei weitere Formulierungen, die im ZDF an anderer Stelle verbreitet worden waren, unterlassungspflichtig sind. Der Sender hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass ein Verständnis dieser Formulierungen dahingehend, dass der Kläger bewusst Kontakt mit Nachrichtendiensten aus Russland oder anderen Ländern gehabt habe, nicht intendiert war und unzutreffend wäre. Weder mit diesen Formulierungen noch anderweitig sollte in der Sendung des "ZDF Magazin Royale" vom 07.10.2022 oder im Onlineangebot von ZDFheute vom 10.10.2022 behauptet werden, der Kläger habe in seiner Zeit als Präsident des Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V. Kontakt mit russischen oder anderen ausländischen Nachrichtendiensten gehabt. Bereits nach dem Urteil des LG München I wurde die betreffende Passage in der Sendung des "ZDF Magazin Royale" entfernt und hierauf transparent hingewiesen.

Das ZDF wird das Urteil des OLG München sorgfältig auswerten.

ZDF-Statement zu: "ZDFheute live" vom 12. Juni 2026

16. Juni 2026

Das ZDF bestätigt, dass Elon Musk über eine deutsche Anwaltskanzlei eine Unterlassungserklärung zur Anfangsmoderation der Sendung "ZDFheute live" vom 12. Juni 2026 mit dem Titel "Ausschreitungen in Belfast – Wie Musk die Proteste befeuert" gefordert hat. Das ZDF hat diese abgegeben und die fragliche Passage in der Anmoderation entfernt. Bereits am Samstag hatte das ZDF die Sendung mit einem korrigierenden Transparenzhinweis versehen. Den Beitrag sehen Sie unter Belfast-Krawalle: Welche Rolle spielen Elon Musk und X?.

ZDF zur Werbeunterbrechung während der Eröffnungsfeier der Fußball-WM

12. Juni 2026

Das ZDF ist angehalten, einen Teil seines Haushaltes durch Ausstrahlung von Werbung zu bestreiten. Das ZDF darf von Montag bis Samstag, ausgenommen Feiertage, täglich bis zu 20 Minuten Werbung vor 20.00 Uhr ausstrahlen. Die Ausstrahlung des gebuchten Werbeblocks wurde so platziert, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer alle Höhepunkte der Eröffnungsfeier live miterleben konnten.

ZDF weist Vorwürfe zu "unraveling UNRWA" entschieden zurück

01. Juni 2026

In der Online-Ausgabe der BILD wurde die Behauptung aufgestellt, dass ZDF/ARTE eine Doku, "unraveling UNRWA", beauftragt und dann unterdrückt habe. Dem widerspricht das ZDF in aller Deutlichkeit.

Die Redaktionen von ZDF/ARTE erreichen zahlreiche Themenvorschläge. Die meisten dieser Vorschläge werden nach redaktioneller Bewertung nicht realisiert. Der Vorschlag zu "unraveling UNRWA" wurde wegen der Vielzahl von bereits beauftragten  oder realisierten Dokumentationen zu diesem Themenbereich nicht angenommen.

Es gab keine Beauftragung von ZDF oder arte für diese Dokumentation. Es wurden keine Zusagen gemacht oder Vorabsprachen getroffen. Weder ARTE noch dem ZDF sind Kosten entstanden.  

Insgesamt widmet sich ZDF/ARTE dem Themenkomplex Israel und Nahost kontinuierlich und mit einem vielfältigen und multiperspektivischen Dokumentationsangebot in nicht nachlassender Aufmerksamkeit und Frequenz. Dazu zählen unter anderem mehrere Produktionen, die in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Duki Dror und dem Produzenten Gebrüder Beetz entstanden. Zu nennen sind unter anderen "Trauma in Nahost – Der 7. Oktober und seine Folgen" (2024) sowie "Hamas‑Angriff aufs Festival" (2023), aber auch die sich in Arbeit befindliche ZDF/ARTE Dokumentation "Die Netanjahu-Dynastie".

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