Als wäre es leicht
Spielfilm aus der Redaktion Das kleine Fernsehspiel
Kati (Cindy Klink) ist gehörlos, Florian (David Knors) blind. Als sie sich verlieben, treffen zwei Welten aufeinander. Der Film ist die erste deutsche Spielfilmproduktion mit sowohl gehörlosen als auch blinden Schauspielerinnen und Schauspielern in den Hauptrollen.
Fotos
Texte
Stab
Regie Milan Skrobanek
Buch Eibe Marleen Krebs, Milan Skrobanek
Kamera Andreas M. Klein
Schnitt Ulf Albert
Ton Tim Stephan, Sebastian Dieterle
Szenenbild Susanne Körösi
Kostümbild Ilka Meier
Maskenbild Powla Baginski
Casting Stephanie Maile
Casting Inklusion Sven Harjes, Charlotte Kreuzer, Clara Schiltenwolf
Produzenten Ole Hellwig, Henriette Ahrens
Koproduzenten Andrea Schütte, Dirk Decker
Produktion Eine Produktion der Hamburger CURLYPICTURES
in Koproduktion mit dem ZDF – Das kleine Fernsehspiel
und Tamtam Film GmbH, gefördert von MOIN –
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein,
Nordmedia und den Deutschen Filmförderfonds (DFFF)
Redaktion: Melvina Kotios (ZDF/Das kleine Fernsehspiel)
Länge: circa 88 Minuten
Besetzung
Kati Cindy Klink
Florian David Knors
Steffi Athena Lange
Michael (Florians Bruder) Wolf Danny Homann
Rainer (Katis Vater) Joachim Raaf
Beate (Katis Mutter) Marion Kracht
Frau Kohlstädde (Nachbarin) Monika Lennartz
Timo Karim Ben Mansur
Kalle Alexander Czerwinski
Cornelia Anna Unterberger
Barbara Teresa Harder
und weitere
Kati ist gehörlos, Florian blind. Wenn sie einander begegnen, treffen zwei Welten aufeinander: Kati lebt in völliger Stille, Florian in völliger Dunkelheit. Er arbeitet als Stadionkommentator beim FC St. Pauli, sie entdeckt die Welt mit ihrer Kamera. Als sie sich im Dialoghaus Hamburg kennenlernen, entwickeln sie eine besondere Verbindung und finden ihren ganz eigenen Weg, miteinander zu kommunizieren. Doch ihre unterschiedlichen Lebensrealitäten sowie die Erwartungen von Familie und Umfeld stellen ihre Beziehung immer wieder auf die Probe.
"Als wäre es leicht" ist die erste deutsche Spielfilmproduktion, mit einer gehörlosen Schauspielern und einem blinden Schauspieler in den Hauptrollen. Er erzählt von einer Liebe, die Grenzen überwindet, und davon, wie Verständnis und Nähe entstehen können, wenn Menschen offen aufeinander zugehen.
Mit seinem Spielfilmdebüt erzählt der Hamburger Regisseur Milan Skrobanek einfühlsam von einer besonderen Beziehung und den Herausforderungen des Miteinanders. Am Set unterstützten Deaf-Supervisor und Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetscher die Kommunikation.
Die Idee zum Film "Als wäre es leicht" kam mir 2011, als ich meine heutige Freundin kennenlernte. Sie ist Französin, und wir konnten uns damals kaum unterhalten. Trotzdem verliebten wir uns. Quasi ohne Worte. Als gebe es keinen Zusammenhang zwischen dem verbalen Austausch von Inhalten und dem Gefühl der Zuneigung. Tatsächlich haben Wissenschaftler herausgefunden, dass hauptsächlich intuitive Faktoren unsere Partnerwahl bestimmen. Zum Beispiel erkennen wir durch unseren Geruchssinn, ob das genetische Profil unseres Gegenübers zu unserem eigenen passt. Ist dies der Fall, fühlen wir uns zu der Person hingezogen. Man sagt zwar, Kommunikation sei das Wichtigste in einer Beziehung und wahrscheinlich stimmt das auch, aber zu Beginn spielt sie paradoxerweise keine große Rolle.
Mit der Liebesgeschichte zwischen einem blinden Mann und einer gehörlosen Frau wollte ich zum Ursprung dieses Widerspruchs vordringen. Denn auch wenn man die Kommunikationsprobleme zwischen mir und meiner Freundin nicht damit vergleichen kann, hat mich dieses Gefühl, diese Frage nicht mehr losgelassen: Wie ist Liebe möglich, wenn fundamentale Mittel der Kommunikation nicht möglich sind? Ist es zwangsweise schlechter? Oder besser? Oder hat es vielleicht überhaupt keinen Einfluss?
Als Regisseur fand ich die Prämisse nicht nur inhaltlich, sondern vor allem filmisch, spannend und originell. In der audiovisuellen Darstellung zweier Welten und ihrer Verschmelzung, in der Offenbarung des Unsichtbaren, dessen was "zwischen den Zeilen" geschieht, sah ich großes cineastisches Potential.
Das Genre unseres Films hatte dabei, wie seine Hauptfiguren, viele Gegensätze auszubalancieren: Humor und Ernsthaftigkeit, Ironie und Emotionen, Skurrilität und Glaubwürdigkeit. Sehr wichtig war mir, dass das Potenzial zur Slapstick-Komödie, das ja in hohem Maße vorhanden war, nicht ausgeschöpft wird. Die Inszenierung sollte die Beziehung aus der subjektiven Perspektive der Liebenden erzählen und respektvoll mit ihren Behinderungen umgehen.
- Deutscher Drehbuchpreis 2023 (Nominierung)
- Filmfest Hamburg 2025 (Weltpremiere)
- Max Ophühls Festival 2026 (Watchlist)
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Milan Skorbanek wurde 1984 in Ahlen geboren und studierte von 2007 bis 2013 Film an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und an der École des Beaux-Arts Marseille. Während seines Studiums realisierte er drei Kurzspielfilme, die auf zahlreichen internationalen Festivals liefen, sowie einen 90-minütigen Dokumentarfilm über die deutsche Tischtennis-Nationalmannschaft. "Als wäre es leicht" war für den Deutschen Drehbuchpreis nominiert und ist sein Spielfilmdebüt.
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