Besondere Gottesdienste und Sendungen mit religiösen Themen im ZDF

Reformationstag und Allerheiligen

In der Sendung "Leben ist mehr!" am Reformationstag geht es um Aufbruch: Aus einem Bauernhof wird ein Pflegebauernhof für ältere Menschen. Inmitten von Tieren und Natur soll ihr Leben würdig weitergehen. Der Evangelische Gottesdienst "Barfuß im November" thematisiert die Verletzlichkeit, die Menschen empfinden, wenn die Tage trüber werden. An Allerheiligen soll dieser Stimmung Hoffnung entgegengesetzt werden. Ebenfalls an Allerheiligen dirkutieren Wissenschaftler Harald Lesch und Theologe Thomas Schwartz in ihrer Sendug die Frage "Was ist das Böse?" aus unterschiedlichen Perspektiven. 

Sendedatum

Ab TV-Ausstrahlung fünf Jahre lang
Samstag, 31. Oktober, 12.00 Uhr / Sonntag, 1. November , 9.30 Uhr und 12.00 Uhr

Fotos

Texte

"Leben ist mehr!" am Reformationstag

Samstag, 31. Oktober 2026, 12.00 Uhr, ZDF
Ab Samstag, 31. Oktober 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang im ZDF streamen

Leben ist mehr! Bauernhof statt Altenheim - wo das Leben weitergeht

Film von Natalie Suthor

In der Sendung zum Reformationstag geht es um Aufbruch: Aus einem Bauernhof wird ein Pflegebauernhof für ältere Menschen. Inmitten von Tieren und Natur soll ihr Leben würdig weitergehen.

Auf dem Bauernhof mit 24 Senioren-WG-Zimmern soll das Leben weiterhin selbstbestimmt sein. Zwischen Hühnern,
Gartenarbeit und Küche können die Bewohnerinnen und Bewohner weiterhin aktiv am Leben teilnehmen - jeder nach eigenen Kräften und Interesse.

Josephin Kiefer, die Gründerin des Hofes, kennt die Schwierigkeiten der Pflege aus eigener Erfahrung. Zweimal musste sie miterleben, wie ihre Großeltern mit dem Einzug ins Pflegeheim ihre Eigenständigkeit und Lebensfreude verloren. Für sie steht fest: Pflege kann auch anders aussehen. "Teil des Konzeptes ist es einfach, dass die Menschen wirklich die Dinge tun, die sie ihr Leben lang getan haben. Meine Oma hat zum Beispiel gesagt, als sie ins Seniorenheim kam: 'Ich habe
80 Jahre nicht Bingo gespielt. Ich fange jetzt auch nicht an, Bingo zu spielen.' Ja, aber sie hat 80 Jahre lang Gemüse geschnippelt für Suppen. Keine künstliche Bespaßung, sondern wirklich das, was das Leben der Menschen ausgemacht hat."

Aus einer Idee wird Realität. 2022 zieht Josephin mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einen denkmalgeschützten Hof in Diedenshausen bei Siegen. Seitdem baut die Familie den Hof zu einem Ort um, an dem sie sich auch selbst vorstellen können, alt zu werden. 

"Leben ist mehr!" begleitet Josephin Kiefer bei der Eröffnung ihres Pflegebauernhofs. Wie gelingt es ihr, einen Ort zu schaffen, an dem pflegebedürftige Menschen in Würde altern und trotzdem gebraucht werden? Und wie kommen die Senioren und Seniorinnen in ihrem neuen Zuhause zurecht?

Evangelischer Gottesdienst an Allerheiligen

Sonntag, 1. November 2026, 9.30 Uhr, ZDF
Ab Ausstrahlung im ZDF streamen

Evangelischer Gottesdienst: Barfuß im November

Aus der Ev.-methodistischen Hoffnungskirche in Stuttgart 

"Barfuß im November" beschreibt die Verletzlichkeit, die Menschen empfinden, wenn die Tage trüber werden. An Allerheiligen soll dieser Stimmung Hoffnung entgegengesetzt werden.

An dunklen Tagen rutschen trübe Gedanken leichter durch. Der Gottesdienst an Allerheiligen will dem Novemberblues Hoffnung entgegensetzen. Denn gerade jetzt lässt die Seele Gott besonders nah heran. Es geht um verletzliche Momente und Vertrauen in Gott.

Den evangelischen Gottesdienst aus der Evangelisch-methodistischen Hoffnungskirche in Stuttgart gestalten die Pastorin Katharina Sautter und der Pastor Markus Bauder.

Musikalisch begleiten den Gottesdienst das Musikteam der Gemeinde unter Leitung von Ulrike Bauder-Reissing und Prof. Dr. Christof Voigt an der Orgel.  

"Lesch sieht Schwartz" an Allerheiligen

Sonntag, 1. November 2026, 12.00 Uhr, ZDF
Sonntag, 1. November 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang im ZDF streamen

Lesch sieht Schwartz: Was ist das Böse? 

Film von Nina Koshofer

Böse ist das Gegenteil von gut. Aber was unterscheidet das Schlechte von Bösem? Vorstellungen davon, was Menschen als gut, schlecht oder böse bewerten, verändern sich im Laufe der Zeit.

Nicht alles Schlechte ist auch moralisch böse. Doch wie wird etwas, das schlecht ist, zu etwas, das wir als böse bezeichnen? Oft beginnt es im Kleinen, dort, wo Menschen bewusst anderen schaden oder nur den eigenen Vorteil suchen, sagt der Theologe.

Wissenschaftler Harald Lesch und Theologe Thomas Schwartz nähern sich der Frage aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie diskutieren, woher das Böse kommt und welche Rolle Persönlichkeit, Prägung und gesellschaftliche Bedingungen spielen. Welche Verantwortung haben Menschen letztlich für ihr böses Handeln?

In Weimar gehen Lesch und Schwartz der Frage nach, wie sich unser Verständnis von Gut und Böse entwickelt hat. Die Stadt bietet für ihr Gespräch einen besonderen Hintergrund. Weimar steht für Goethe und Schiller, für Humanismus und Kultur. Zugleich liegt nur wenige Kilometer entfernt das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald, ein Symbol des absoluten Zivilisationsbruchs. 

In Weimar verbrachte der Philosoph Friedrich Nietzsche seine letzten Lebensjahre. Auch er wurde von den Nationalsozialisten für ihre Ideologie vereinnahmt. Harald Lesch und Thomas Schwartz nutzen das als Anlass, um über Nietzsches Unterscheidung zwischen "gut und schlecht" und "gut und böse" zu sprechen. 

Darüber hinaus befassen sie sich mit dem Bösen in der Bibel und mit der "Theodizee Frage": Wenn Gott gut und allmächtig ist, warum gibt es dann Leid und Böses in der Welt? Welche Rolle spielt dabei die Freiheit des Einzelnen? Und was hat es mit Hannah Arendts Begriff von der "Banalität des Bösen" auf sich? Gemeinsam analysieren Lesch und Schwartz, welche Verantwortung jeder Einzelne trägt. Denn das Böse beginnt nicht erst bei Krieg, Gewalt oder Verbrechen. Hinschauen, widersprechen, selbst urteilen und Verantwortung übernehmen, können verhindern, dass Grenzen immer weiter verschoben werden.

Harald Lesch, Astrophysiker, Naturphilosoph, Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator, moderiert die ZDF Wissenschaftsreihe "Leschs Kosmos", die "Terra X" Reihe "Faszination Universum" sowie den YouTube Kanal Terra X Lesch & Co. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Bundesverdienstkreuz.

Thomas Schwartz, katholischer Priester, Theologe, Honorarprofessor, Autor, Verleger und Fernsehmoderator, ist Hauptgeschäftsführer des katholischen Osteuropa Hilfswerks Renovabis und hat zusammen mit Harald Lesch mehrere Bücher veröffentlicht.

Gottesdienst zur EKD-Synode am 8.11.2026

Sonntag, 8. November 2026, 9.30 Uhr, ZDF
Ab Ausstrahlung im ZDF streamen

Evangelischer Gottesdienst: Wie ertragen wir einander?

Aus der Kirche St. Stephan in Würzburg

Evangelischer Gottesdienst aus St. Stephan in Würzburg: "Wie ertragen wir einander?" Zur EKD-Synode fragt Kirchenpräsidentin Christiane Tietz nach Zusammenhalt trotz tiefer Gegensätze.

Harte Lager haben sich gebildet: beim Klima, bei Migration, in der Politik. Wie ertragen wir einander, wenn wir völlig unterschiedlich denken und in füreinander fremden Welten leben? Diese Frage stellt der Gottesdienst zur Herbsttagung der Synode der EKD.

Im Eröffnungsgottesdienst erzählen Jugendliche aus Würzburg, eine Schulleiterin und eine Lokalpolitikerin von ihren Erfahrungen mit Ausgrenzung, gesellschaftlichen Konflikten und ihren persönlichen Grenzen. Alle drei tolerieren andere Meinungen, doch es gibt rote Linien. Kirchenpräsidentin Christiane Tietz fragt in ihrer Predigt, was das biblische Wort "Ertragt einander in Liebe" angesichts solcher Grenzen bedeuten kann. Pfarrer Tobias Grassmann übernimmt die liturgische Leitung des Gottesdienstes.

Musikalisch wirken im Gottesdienst unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Christian Heidecker die Capella St. Stephan, der Mittelstufenchor des Matthias-Grünewald-Gymnasiums und die Klarinettistin Karin Amrhein. 

"Leben ist mehr!" am Buß- und Bettag

Mittwoch, 18. November 2026, 17.45 Uhr, ZDF
Ab MIttwoch, 18. November 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang im ZDF streamen

"Leben ist mehr!" Hoffnung hat viele Stimmen

Film von Natalie Suthor

Zum Buß- und Bettag wird der ukrainische Chor "Gloria UA" aus Bremen porträtiert. Die Sängerinnen sind geprägt von Flucht und Krieg, geblieben sind ihnen ihre hoffnungsvollen Stimmen.

Der Chor wurde von dem Ehepaar Yana und Falko Wermuth 2023 gegründet. Yana und Falko sind selbst vor dem Krieg geflohen. Gemeinsam leiten sie den Chor. Außerdem haben sie ein Netzwerk geschaffen, das Transporte mit Hilfsgütern in die Ukraine organisiert.

Der Buß- und Bettag ist ein Tag der Umkehr und der Frage nach gesellschaftlicher Schuld und Verantwortung – historisch hat er immer wieder auf Notlagen und Gefahren reagiert. Yana und Falko Wermuth möchten gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und tun dies, wie sie es am besten können: durch die Musik. Der Chor ist ein guter Ort für ganz unterschiedliche Frauen aus allen Regionen der Ukraine, mit ganz verschiedenen Lebenslagen und Lebensgeschichten. Und das Singen eint: "Jede hat eine eigene und meistens traurige Geschichte, weil alles mit Verlust verbunden ist. Aber sie kommen trotzdem zum Chor, weil das ein fester Ort ist, wo sie sich in Sicherheit fühlen." Im gemeinsamen Gesang mit dem Frauenchor schaffen Yana und Falko aus Einzelnen eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig stärkt. 

Dem Netzwerk, das sich gemeinsam mit der Stiftung "Solidarität Ukraine" engagiert, hat sich auch Pastor Andreas Hamburg aus der Markus-Gemeinde in Bremen angeschlossen: "Die Transporte sind für mich ein Hilfsmittel, um den Menschen in der Ukraine nahe zu sein und ihnen so die Liebe Gottes weiterzugeben." 

"Leben ist mehr!" begleitet das Ehepaar Yana und Falko Wermuth bei ihrem Einsatz als Chorleiter und in ihrem Engagement für kriegsbetroffene Ukrainer und Ukrainerinnen. Zwischen Auftritten bei der Bremer Initiative "Singende Balkone" und der Stiftung Solidarität Ukraine, der Organisation von Hilfsgütern und Gesprächen mit anderen Helfenden stellen sich die Fragen: Woher nehmen die beiden Geflüchteten die Kraft, sich für andere Menschen in Not einzusetzen? Und was kann ihnen die Musik geben, was ihnen sonst niemand bieten kann?

Rechtliche Grundlage zu den Gottesdiensten

Die rechtliche Grundlage für die Übertragung der Fernsehgottesdienste ist der ZDF-Staatsvertrag, der den Kirchen angemessene Sendezeiten für Verkündigungssendungen gewährt. Daher werden die liturgische und inhaltliche Gestaltung der Gottesdienstübertragungen von den Kirchen selbst verantwortet. Für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) trägt diese Verantwortung der Medienbeauftragte des Rates der EKD, der zugleich von der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) beauftragt worden ist. Für die katholische Kirche ist die Katholische Fernseharbeit beim ZDF (KFA) zuständig, eine Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz. Das ZDF trägt die rundfunkrechtliche und technische Verantwortung.

Auswahl der Gottesdienst-Orte

Die Auswahl der Gottesdienstorte wird von den kirchlichen ZDF-Senderbeauftragten übernommen. Sie entwickeln mit den Kirchengemeinden das Konzept, schreiben das Drehbuch und proben mit den Mitwirkenden das Auftreten vor der Kamera. Auch für die Vereinigung evangelischer Freikirchen (VEF) wird diese Aufgabe übernommen, wenn zwei bis drei Gottesdienste im Jahr aus freikirchlichen Gemeinden übertragen werden. Für den orthodoxen Gottesdienst, der einmal im Jahr übertragen wird, sind inhaltlich die orthodoxen Kirchen in Deutschland verantwortlich.

Nach dem Gottesdienst können die Zuschauerinnen und Zuschauer mit der jeweiligen Übertragungsgemeinde telefonisch Kontakt aufnehmen (unter der Nr. 0700/14 14 10 10, 6 Cent/Minute aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkkosten abweichend, die Telefone sind bis 19.00 Uhr besetzt).

Informationen zu den Gottesdiensten im Internet

Aktuelle Informationen zu Gottesdienst und Gemeinde gibt es unter zdf.fernsehgottesdienst.de und gottesdienste.zdf.de. Multimediale Inhalte wie Video oder Musik sind hier ebenfalls erhältlich. Nach der Sendung haben die Zuschauer zudem die Möglichkeit, das Textbuch des Gottesdienstes herunterzuladen. E-Mail-Kontakte ermöglichen eine direkte Rückmeldung sowie den Austausch über Themen, Inhalte und Gestaltung des Gottesdienstes. Der Gottesdienst ist zur Sendezeit jeweils als Live-Stream über das Internet zu verfolgen oder später über die Mediathek des ZDF abzurufen.

Die Facebook-Seite facebook.com/zdfFernsehgottesdienst gibt weitere Hintergrundinformationen zu den Mitwirkenden und erlaubt einen Blick hinter die Kulissen der aktuellen Vorbereitungen rund um das jeweilige Sendewochenende.

Fotos

Pressefotos zur Sendung erhalten Sie als Download​​​​​​​ (nach Log-in), telefonisch unter 06131 – 70-16100 oder per E-Mail unter pressefoto@zdf.de. 

zdf.fernsehgottesdienst.de

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Leben ist mehr! im ZDF-Streamig

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Kontakt

Magda Huthmann
Programmkommunikation Information, Gesellschaft, Sport
huthmann.m@zdf.de
+49 6131 70-12149
Christina Betke
Programmkommunikation Information, Gesellschaft, Sport
betke.c@zdf.de
+49 6131 70-12717

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