Die Maiwald

Neue Serie

Johanna Maiwald (Doris Schretzmayer)
ZDF/Lukas Pfaff/[M] MOTOR Kommunikation
Johanna Maiwald (Doris Schretzmayer) ZDF/Lukas Pfaff/[M] MOTOR Kommunikation

Johanna Maiwald ist Tierärztin, ihre Praxis im idyllischen Maria Alm im Salzburgerland weit und breit die einzige. Die energiegeladene Frau kümmert sich engagagiert um alle Tiere, die ihr Umfeld und das Landleben zu bieten haben – von der magenkranken Kuh, einer vergifteten Katze, einem depressiven Hund bis hin zu einem verletzten Kalb. Johanna liebt und lebt ihren Beruf mit Herz und Hingabe. Ihr offenes Wesen, ihr schnelles Mundwerk und ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn führen dazu, dass sie nicht nur tierische, sondern auch menschliche Herausforderungen erkennt und angeht.

Sendedatum

ad ut Ab Donnerstag, 5. März 2026, 10.00 Uhr, ein Jahr lang
ad ut Donnerstag, 26. März 2026, und Donnerstag, 2. April 2026, jeweils 20.15 Uhr

Fotos

Texte

Zwei neue Serien für den Donnerstag

Mit "Die Maiwald" und "Einfach Elli" startet das ZDF zwei neue Serien, die das erfolgreiche Portfolio auf dem Sendeplatz am Donnerstagabend neben Formaten wie "Der Bergdoktor", "Die Bergretter" und "Lena Lorenz" gezielt erweitern. Die beiden neuen Serien setzen ebenso auf starke Figuren, emotionale Erzählkraft und eine moderne Perspektive auf vertraute, von den Zuschauerinnen und Zuschauern geliebte Welten.

Theresa Schreiber
Redaktionsleitung Fernsehfilm II

Mit Herz und schnellem Kopf

Unsere Hauptfigur Johanna Maiwald ist eine erfahrene Tierärztin mit Herz, schnellem Kopf und ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn.

In ihrer Praxis in den Bergen des Salzburgerland behandelt sie nicht nur tierische Notfälle, sondern sieht auch die Menschen dahinter. Die emotionale Nähe und der Blick auf die Lebenswirklichkeiten war uns dabei besonders wichtig.

"Die Maiwald" verbindet die erzählerische Stärke des ZDF-Donnerstags mit der Nähe zum Tier und der Kraft der Landschaft.

Anika Kern
HR Fernsehfilm/Serie II

Stab und Besetzung

Buch                                Claudia Matschulla, Arnd Mayer

Regie                               Tina Kriwitz

Kamera                            Florian Licht

Schnitt                             Michel Linzer

Szenenbild                       Christine Egger

Kostüme                           Petra Neumeister

Ton                                   Andreas Kluge

Musik                               Anna Luca Mohrhenn, Philip Stegers

Produktion                        Polyphon Film GmbH

Producer                          Jasper Kramm

Produzentin                      Beatrice Kramm

Redaktion                         Anika Kern

Länge                               2 x 89 Minuten

 

 

Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller

Johanna Maiwald              Doris Schretzmayer

Georg Maiwald                  Michael A. Grimm

Kami Karner                       Atrin Haghdoust

Paula Wallner                     Klara Eham

Denise Maiwald                 Sonsee Neu

Jakob Reindl                     Bernhard Piesk

Andreas Reindl                  August Schmölzer

Werner Steiniger                Ferdinand Dörfler

Markus Bahring                 Christian Schneeweiß

Gerlinde Pratt                    Uschi Glas

Elena Brunner                    Janina Elkin

Franz Janzen                     Michael Menzel

Lisa Krainer                       Zoe Moore

Matilda Krainer                  Lara Johanna Grunwald

Carlo Demmer                   Joscha Kiefer

und andere

Folge: Verstärkung

Donnerstag, 26. März 2026, 20.15 Uhr, ZDF
Ab Donnerstag, 5. März 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen

Johanna Maiwald ist Tierärztin mit Leib und Seele. Im Bergdorf Maria Alm meistert sie den Alltag zwischen tierischen Patientinnen und Patienten sowie menschlichen Schicksalen.

Seit die zweite Tierarztpraxis im Umkreis geschlossen wurde, arbeitet Johanna fast rund um die Uhr. Sie braucht dringend Unterstützung. Doch eine Praxis auf dem Land wirkt abschreckend. Johanna muss sich etwas einfallen lassen.

Mit einer Notlüge kann sie den jungen Uniabsolventen Kami Karner ins Salzburgerland locken. Wie von Johannes Sprechstundenhilfe Paula nicht anders erwartet, tritt er gleich die Flucht an. Doch weit kommt er nicht.

Während der Behandlung der Kuh Hermine spürt Johanna, dass Bauer Andreas Reindl mehr belastet als rein wirtschaftliche Sorgen. Sein Sohn Jakob, der zum 70. Geburtstag seines Vaters aus Neuseeland angereist ist, hat einen Verdacht. Doch das Verhältnis der beiden ist zu zerrüttet, als dass Andreas sich Jakob anvertrauen würde. Johanna versucht nicht nur das Leben des Tiers zu retten, sondern auch die Beziehung zwischen Vater und Sohn zu kitten.

Unterdessen hat ihr Bruder Georg, Bürgermeister des Dorfs, ganz andere Sorgen. Nach einem One-Night-Stand mit einer Kollegin stellt ihn seine Frau Denise zur Rede. Doch anders als gedacht, macht sie ihm keine Szene, sondern beichtet ihrem Mann einen eigenen früheren Ausrutscher. Darüber verletzt, zieht Georg bei Johanna ein. Sie versucht zwischen den beiden zu vermitteln und entdeckt dabei, dass auch ihr Herz sich entscheiden muss.

Folge: Beziehungsweise

Donnerstag, 2. April 2026, 20.15 Uhr, ZDF
Ab Donnerstag, 5. März 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen

Tierärztin Dr. Johanna Maiwald kämpft um das Leben ihrer Katzenpatientin Polly, die allem Anschein nach vergiftet wurde. Warum würde jemand dem Tier schaden wollen? Und wer?

Während die Besitzerin Lisa Krainer und ihre Tochter Matilda um das Leben ihrer Katze bangen, taucht Lisas Ex-Partner Carlo Demmer wieder im Leben der beiden auf. Hat er sich verändert und haben sie als Familie eine Zukunft?

Ebenfalls kehrt der junge Tierarzt Kami Karner zurück nach Maria Alm. Auch wenn Johanna Maiwald ihm gegenüber skeptisch ist, braucht sie dringend Unterstützung und gibt ihm eine Chance.

Diese ist umso erforderlicher, als sie mit Simba, der zweiten Katze von Lisa und Matilda, einen weiteren Notfall in der Praxis betreuen müssen. In letzter Sekunde hat Johanna die Katze in einem Sack im Fluss entdeckt. Könnte die Nachbarin der Familie Krainer, Gerlinde Pratt, etwas damit zu tun haben?

Neben dem turbulenten Arbeitsalltag muss sich Johanna mit ihrem neuen Mitbewohner, ihrem Bruder Georg, auseinandersetzen. Wie lange kann das gutgehen?

Bei der Feier zum Almabtrieb kommen er und seine Frau Denise sich wieder näher. Und nicht nur die beiden. Auch zwischen Johanna und Jakob, der den Hof seines kranken Vaters führt, knistert es.

"Die Maiwald ist uns eine Herzensangelegenheit" – Produktionsnotiz von Beatrice Kramm

Inspiriert wurde die Idee von dem Wunsch, eine zeitgemäße Dorfgeschichte zu erzählen, die Nähe zulässt, ohne zu verklären. Im Mittelpunkt stehen Tierärztin Johanna Maiwald, ihr Bruder Georg sowie eine Dorfgemeinschaft, in der Familie und Wahlfamilie, Zusammenhalt und Konflikt eng miteinander verwoben sind. Eingebettet in das wunderschöne Salzburgerland interessiert uns nicht nur die Postkartenidylle, sondern das Leben dahinter.

Thematisch beschäftigt sich die Serie mit Verantwortung, Fürsorge und Verbundenheit gegenüber Tieren, anderen Menschen und sich selbst. Tierische Patienten werden dabei zu Spiegeln menschlicher Zustände: Krankheiten und Verletzungen verweisen auf emotionale Belastungen, unausgesprochene Konflikte oder festgefahrene Beziehungen. Der Ton ist ruhig, herzlich und nah an den Figuren, die Bilder werden durch das fantastische Alpenpanorama geprägt.

Getragen von einem perfekt gemischten Cast aus erfahrenen und jungen Schauspielerinnen und Schauspielern entstand eine konzentrierte und liebevolle Arbeitsatmosphäre, die sich auch in der sensiblen Arbeit mit den Tieren widerspiegelte.

Diese stellte eine besondere Herausforderung dar und war zugleich eine große Freude. Gerade die Dreharbeiten mit den Katzen erforderten außerordentliche Ruhe und Geduld, da sie ihrem eigenen Rhythmus folgen und dennoch konzentriert bleiben mussten. Möglich wurde dies durch ein erfahrenes Team an Tiertrainerinnen und -trainern. So wählte unser Kuhtrainer in kürzester Zeit eine Kuh aus der Herde von unserem Spielhof aus. Innerhalb weniger Wochen gewöhnte er sie behutsam an Team sowie an Schauspielerinnen und Schauspieler und schaffte eine enge Verbindung.

"Die Maiwald" möchte das Publikum dazu einladen, sich in unserem fiktiven Ort sofort heimisch zu fühlen, den Alltag kurz hinter sich zu lassen, und mit einem warmen Gefühl zurückzubleiben.

"Was Johanna und ich gemeinsam haben, ist eine große Verbundenheit mit der Natur" – Interview mit Doris Schretzmayer

Beschreiben Sie bitte Johanna Maiwald, was hat sie im Besonderen an der Figur interessiert?

Von Anfang an habe ich mich zu Johannas Verbundenheit zu Natur und Tieren hingezogen gefühlt. Das hat mich auch die Dreharbeiten über getragen, dieses Gefühl, einer Frau Gestalt zu geben, die sich sehr klar in ihrer Verpflichtung den Tieren und den damit verbundenen Menschen der Umgebung sieht. Das ist ihr Kosmos, ihr Wertesystem, ihre Bestimmung – die Tiere und die Menschen, mit denen sie lebt. Sie hat einen Pragmatismus, der mir sehr gefällt und von dem ich mir gerne ein Scheibchen abschneiden kann (lacht). Johanna ist gern Single, hat aber auch das Bedürfnis nach einem liebevollen Gegenüber, das kein Fell und vier Pfoten hat (lacht). Ab und zu hat sie ein "Pantscherl", wie wir in Österreich eine Liebschaft nennen – aber wenn sie ehrlich ist, auch ein bisschen Kummer. Durch den überraschenden Einzug ihres Bruders in ihr Haus, wird sie aus ihren üblichen Gepflogenheiten des Alleinlebens gerissen und mit starken Gefühlen und Widersprüchen konfrontiert – ihren eigenen, und mit denen ihres Bruders.

Was Johanna und ich gemeinsam haben, ist eine große Verbundenheit mit der Natur. Aber im Gegensatz zu ihr scheue ich mich nicht davor, mit jemandem zusammenzuleben.

Sie ist viel unterwegs auf den Höfen in der Umgebung?

Johanna behandelt Tiere in der Praxis und auf den Höfen. Das ist ungewöhnlich für eine Tierärztin auf dem Land, denn meist spezialisiert man sich auf die kleineren oder auf die größeren Tiere. Meine Recherche hat mich zu zwei tollen Tierärztinnen in der Nähe von Maria Alm gebracht, mit denen ich meine Rolle gut vorbereiten konnte. Die beiden Frauen führen gemeinsam eine Praxis, wobei die eine für die Kleintiere in der Praxis zuständig ist und die andere zu den Bauern auf den umliegenden Höfen fährt und Kühe, Pferde, Schweine versorgt. Mit der Rolle Johanna habe ich im Prinzip beide Frauentypen in einer vereint (lacht). Bei den Kleintieren kommen die Besitzerinnen und Besitzer mit ihren Lieblingen in die Praxis, ob das nun kleine Wehwehchen sind oder ein Unfall. Hunde, Katzen, Hasen, Schildkröten, Meerschweinchen, Hamster. Es geht nicht nur um das Tier, sondern auch immer um die die Besitzerinnen und Besitzer der Tiere, die ja oft co-krank sind, wenn dem liebsten Vierbeiner etwas fehlt (lacht). Wenn man zu den Höfen fährt, dann hat man mit großen Ställen zu tun, in denen Nutztiere wie Kühe, Schafe und Schweine leben, aber auch da hat im Prinzip jedes Tier seine eigene Geschichte, die Johanna kennt und versteht. Wichtig ist neben dem natürlichen und guten Umgang mit Tieren die gute Menschenkenntnis. Einerseits die Nähe der Menschen zuzulassen, und ihre Nöte oder Ängste mit den Tieren verstehen und abfangen können, andererseits nicht mit dem Schicksal zu verschmelzen und einen nötigen Respekt und Abstand einhalten können. Was mich sehr fasziniert hat in meiner Vorbereitung mit den beiden Tierärztinnen war die Tatsache, dass die Ärztin, die für die Kleintiere zuständig war, in emotionaler Hinsicht härter im Nehmen war als ihre Kollegin, die sich um die Großtiere kümmert. Die eine blieb immer ein bisschen ruhiger und kühler, während der anderen das Schicksal des Tieres oder der Menschen viel näher ging und sie mehr Gedanken mit nach Hause genommen hat.

Wer sind ihre engsten Mitstreiter in der Praxis und wie ist ihr Verhältnis zu ihnen?

Ihre engste Mitarbeiterin ist Paula, die die Buchhaltung und die Terminkoordination führt. Johanna kennt Paula schon seit deren Kindheit, ihre Eltern haben einen Hof, auf dem Johanna die Tiere versorgt hatte. Seit ein paar Jahren arbeiten die beiden zusammen. Paula hat Seiten an sich, die Johanna einfach fehlen: Ein gewisses Organisationstalent und den Überblick sowie Loyalität auch in schwierigen Zeiten. Johanna weiß, was sie an ihrer Assistentin Paula hat.

Kami ist angehender Tierarzt und Absolvent der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der eigentlich gar nicht in eine Praxis auf dem Land will, aber mit einem kleinen Trick holt ihn Johanna zu sich. Die Zusammenarbeit ist von Anfang an mit einigen Stolpersteinchen gespickt, weil Kami hochtrabende Berufspläne in modernsten Tierarztpraxen hegt. In der ländlichen Hands-on-Praxis von Johanna zählt jedoch ein sehr breites Wissen, jahrzehntelange Erfahrung und großes Einfühlungsvermögen mehr als teure Geräte und die letzten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Johanna geht mit ihrem ganzen Herzen an die Sache, Kami ist auch aufgrund seines Alters und seines Ehrgeizes noch sehr "im Kopf". Aber die beiden treffen sich in ihrem unbedingten Interesse zum Tier und finden vielleicht langsam ihren gemeinsamen Weg.

Wie lebt und arbeitet Johanna auf dem Dorf umgeben von Bergen, wäre ein Stadtleben für sie auch denkbar? Was bedeutet Ihr Heimat?

Johanna ist mit der Natur, von der sie umgeben ist, eng verbunden und liebt die Landschaft. Wenn sie morgens aus dem Haus kommt und die Berge sieht, weiß sie, dass sie am richtigen Platz lebt. Sie liebt die Landschaft und die Menschen der Region. Viele ihrer Klienten, so auch Bauer Reindl, kennt sie bereits aus Kindertagen. Obwohl sie in ihren Zwanzigern auch an anderen Orten im Ausland gelebt hat, um dort Praktika zu machen, war für sie immer schon klar, dass sie zurückkommt und die Praxis ihres Vaters übernimmt. Wenn sie in der Stadt ist, dann ist sie gern am Abend oder spätestens am nächsten Tag wieder zuhause – zu viele fremde Menschen auf zu engem Raum, zu wenige Tiere und Luft. Das ist eine schöne Komponente der Rolle in der Serie – ein Mensch, der schon als Kind seine Bestimmung geahnt hat und ihr bedingungslos gefolgt ist.

Sie haben für Wim Wenders in einem Kinofilm mal eine Ordnungsneurotikerin gespielt, wie ist das bei Johanna Maiwald? Gucken da die Nachbarn, weil Chaos ist?

Johanna pflegt nachbarschaftliche Beziehungen, nur, dass die Nachbarn sehr viel weiter entfernt sind als bei den meisten Menschen üblich. Ihr Haus mit der integrierten Praxis hat eine Alleinlage, umgeben von Wiesen und darauf weidenden Kühen, von Bergen eingerahmt. Der nächste Nachbar wäre mit dem Auto in drei Minuten erreichbar, aber Johanna kommt sehr gut allein zurecht und macht die Tür abends dann auch gern hinter sich zu. Die abgeschiedene Lage des Hauses, das sie von ihrem Vater geerbt hat, kommt ihrem Bedürfnis nach Rückzug nach langen Arbeitstagen und einer ständigen Verfügbarkeit sehr entgegen.

Johanna scheint ihre Familie im nahen Umfeld um sich zu haben? Michael A. Grimm spielt ihren Bruder, der der Bürgermeister im Ort ist. Was verbindet die beiden?

Johannas Bruder ist Georg, der seit ihrer Kindheit der wichtigste Mensch in ihrem Leben ist. Die beiden sind grundverschieden, schon was das Äußere angeht – während Johanna von Natur aus schlank und eher zartgliedrig ist, ist der Bruder kräftig und gemütlich gebaut. Und deren Gemüt ist ähnlich verschieden: Johanna ist beweglicher und schneller im Denken und Handeln, ihr ist auch Nachhaltigkeit und ein ökologisches Bewusstsein ein Anliegen. Georg ist Traditionen verpflichtet und als Bürgermeister mehr auf Tuchfühlung mit den politischen Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner. Was die beiden aber verbindet, ist ihr gemeinsamer Humor und die Liebe zu ihrer Umgebung, beide lieben die Landschaft und Menschen, mit denen sie leben. Wie viele Geschwister, können sie in Sekundenschnelle umschalten von einem rauen Ton auf zugewandt und lieb. Sie sind ein bisschen wie Hund und Katz im klassischen Sinn, also treu und anhänglich versus eigensinnig und feinfühlig: dreimal darf man raten, wer da wer ist (lacht).

Was war während der Dreharbeiten die lustigste Begegnung mit einem der Tiere? Haben sie immer gemacht, was sie sollten?

Im zweiten Film haben wir mit zwei Katzen gedreht und die Tiertrainerin, die immer mit am Set war, ist selbst manchmal ins Schwitzen gekommen, denn dass Katzen meist das am liebsten tun, was sie eben in diesem Moment am liebsten mögen, ist bekannt. Das war bei den Katzen, mit denen wir gedreht haben, nicht viel anders, obwohl sie vorbereitet und liebevoll trainiert waren, aber Katzen sind Katzen. Da wurde mit allen Mitteln gearbeitet: Thunfischpaste nach jedem gelungenen Take, Blickkontakt des Tieres mit der Trainerin, die manchmal direkt hinter oder neben mir stand, wenn die Kamera nicht auf mich gerichtet war, und natürlich ganz viel Respekt und Liebe vor dem Tier. Die Tiertrainerin hat sich am Ende bei Atrin und mir sehr herzlich bedankt, weil sie meinte, unsere ruhige Art hätte ihre Arbeit erleichtert. Tatsächlich ist das etwas, was mir bei der Arbeit am Set sehr wichtig ist: immer wieder in eine innere Ruhe und Weite zu kommen, denn das spürt auch jedes Tier sofort. Das ist nicht ganz einfach an einem stressigen langen Drehtag, aber meines Erachtens immens wichtig – ein Zettel mit dem Satz "Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer" hängt bei uns zuhause am Kühlschrank; ein Zitat des römischen Dichters Ovid. Da kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen.

Sie haben neben Film und Kino auch viel Radio gemacht und moderiert. Sie und ihre besondere Stimme kennt in Österreich jeder. Wie haben die Tiere bei den Dreharbeiten drauf reagiert?

Ich denke, dass in der Stimme die jeweilige Stimmung schon mit drin ist und auch, ob etwas stimmig ist. Menschen und auch Tiere reagieren sehr instinktiv und stark auf den Wohlklang einer Stimme. Meine Stimme ist mein Instrument, mit dem ich gut umgehe und für das ich sorge. Ich hatte als Kind eine Zeit lang Probleme mit den Stimmbändern, was mich wahrscheinlich genau dazu gebracht hat, eine gesunde schöne Stimme zu entwickeln. Auch wenn ich mal innerlich aufgewühlt oder gestresst bin, weiß ich blitzschnell, wie ich in meine richtige Stimmung und Stimme zurückkomme. Ich arbeite seit meinen Teenagertagen mit meiner Stimme, erst aus gesundheitlichen, dann aus professionellen Gründen, ich sollte es also wissen (lacht).

Sie sind auf einem Bauernhof aufgewachsen, das ist ein idealer persönlicher Background für die Rolle als Tierärztin, oder?

Dass ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin, ist für die Rolle der Tierärztin Johanna Maiwald tatsächlich ein Glücksfall. Eine gewisse Unerschrockenheit vor Tieren wurde mir buchstäblich in die Wiege gelegt. Meine Großmutter und meine Eltern haben bei uns zuhause Schweine und Kühe gehalten, bis ich etwa zehn Jahre war und ich habe es geliebt, beim Melken zuzuschauen, das ging damals alles noch händisch und war aufgrund der eher kleinen Anzahl von Tieren möglich. Dann haben meine Eltern den Betrieb umgestellt und sich vorwiegend auf die Landwirtschaft konzentriert, während meine Oma Hühner und Hasen behalten hat. Katzen und Hunde hatten wir selbstredend auch noch später, ich hatte also immer ein Tier mit Fell um mich (lacht). Meine Eltern haben sich jedoch in meinem jungen Erwachsenenleben getrennt und die Landwirtschaft wurde teilweise nochmal sehr verändert beziehungsweise aufgegeben.

Sind Sie selbst heute Stadt- oder Landmensch? Wald oder Meer?

Ich lebe gern in der Stadt in einer verkehrsberuhigten Gegend in einem Randbezirk, aber ich halte es für sehr gut möglich, ganz aufs Land zu ziehen, denn ich liebe das ruhigere Leben und eine gewisse Weite des Himmels. Außerdem liebe ich es, barfuß zu gehen, und das macht definitiv auf Erde und Wiese mehr Freude als auf Beton. Auf die Frage "Berge oder Meer" würde ich auf die Schnelle sagen: Meer. Aber vor allem in den letzten Jahren, und weil wir am Land in Kärnten ein Haus geerbt haben, liebe ich die Berge immer mehr. Der Name des sogenannten "Steinernen Meers" (Gebirgszug im Salzburgerland, wo wir gedreht haben) drückt eigentlich gut aus, was ich bei deren Anblick empfinde: Berge beglückend wie ein Meer. (lacht).

Drei Fragen an Michael A. Grimm

Bitte beschreiben Sie, was Georg, den Bruder von Johanna, ausmacht?

Die Maiwald ist ja die Frau, die es mit den Tieren, mit den Menschen im Ort und auch von woanders her gut kann, sie richtet und heilt, und hat eine zweite Frau (nämlich meine) als beste Freundin an ihrer Seite, die sich auch um weitere menschliche, wirtschaftliche und organisatorische Belange kümmert. Da die beiden so viel zusammen gut machen, brauchen sie doch etwas oder jemanden, an dem sie sich ein bisserl die Zähne ausbeißen. Mit dem sie sich schwertun. Das bin ich: Georg, Bruder der Tierärztin, Ehemann der Tourismuschefin. Ich bin nicht zuwider, oft nett und auf jeden Fall liebenswert. Aber manchmal schon ein ziemlicher Depp und in einigem sehr ungelenk. Übrigens, gerade Bürgermeister von Maria Alm. Und: ehemaliger Lehrer. Ich weiß also vieles besser, vielleicht kann ich es auch besser – meiner Meinung nach jedenfalls. Also ein Mann zum Gernhaben für die beiden Damen und einer, der sie auch mal gernhaben kann – in beiderlei Hinsicht.

Warum sollten man sich die beiden Filme im ZDF ansehen?

Also jeder, der in einer alpinen, reizvollen Umgebung zusehen möchte, wie es " menschelt", auch bei und mit dem lieben Vieh, der sollte einschalten. Eine kleine Blase im Pinzgau, eine Gemeinde, eine eigene Welt, schön anzuschauen, hingebenswert – und die Probleme dort mit dem lieben Vieh sind oft eher die mit den Mitmenschen. Das ist unterhaltend, vielleicht sogar ein wenig mitfühlend, sich das anzusehen.

Spielen Tiere eine Rolle in Ihrem Leben?

Das mit den Tieren überlass‘ ich großenteils und sehr gern meiner Spielschwester. Nicht, dass ich mit Tieren nicht könnte, nein, aber mit Tieren zu drehen, ist, gelinde gesagt, sehr geduldsfordernd für beide Seiten – trotz unserer hochachtenswerten Tiertrainer, der veterinären Unterstützung und vieler hilfsbereiter Menschen aus dem Ort. Ich habe die luxuriöse Position, dass ich da am Rand mit dabei sein und genießen darf und beim Veterinären meist außen vor bin. Einzig einen Spielhund hab' ich: die Bärbel, und die ist der Wahnsinn. Zum Knuddeln und Streicheln – eine Wonne mit ihr zu spielen. Das macht es mir leicht. Mit der Bärbel bin ich wirklich ein Herz und eine Seele. Da müssen wir beide nur schauspielern, wenn wir uns gerade nicht allzu sehr mögen sollen. Ich denke, man sieht das auch.

Drei Fragen an Atrin Haghdoust

Bitte beschreiben Sie, wer Kami Karner ist, was ihn ausmacht und was Sie besonders an der Figur interessiert?

Kami ist Jahrgangsbester an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Er möchte, wie schon während des Studiums, sein Potenzial realisieren und an den besten Kliniken der Welt mit größtmöglicher Wirksamkeit seinen Beruf als Tierarzt praktizieren. Doch seine erste Station ist erst einmal das Salzburgerland – womit er gar nicht fein ist. Das lässt er die anderen auch spüren. Was mich an Kami interessiert, ist seine Eigenschaft, leidenschaftlich auf seine Ziele hinzuarbeiten, groß zu träumen und niemals den Kopf in den Sand zu stecken. Das ist eine große Gemeinsamkeit von uns beiden. Auf der anderen Seite fand ich es als Schauspieler amüsant, seine Abneigung gegenüber der Landschaft zu verkörpern, während ich selbst so fasziniert von unserem Drehort war.

Spielen Tiere auch privat eine Rolle in Ihrem Leben?

Tiere spielen eine lehrende Rolle für mich. Sie erinnern mich immer wieder daran, worauf es im Leben ankommt: präsent zu sein. Die Katzen meiner Mutter zum Beispiel – sie sind achtsam und bedacht, ohne in Zweifel zu verfallen. Das ist ein feiner Grat, auf dem man sich bewegt, wenn man präsent ist.

Es ist ein seltener und bezeichnender Moment, wenn ich morgens im Wald aus dem Augenwinkel ein flüchtiges Reh erhasche, das, ehe ich es wahrnehmen kann, schon wieder zwischen den Bäumen verschwunden ist. Diese Unverfügbarkeit ist auch eine Eigenschaft, die wir zu teilen vergessen haben. In der Tierwelt wäre ich wohl eine Bauernhofkatze mit einer Löwenmähne.

Sind Sie selbst eher Stadt- oder Landmensch? Wo sind Sie aufgewachsen? Was bedeutet Ihnen Heimat?

Ich bin im hügeligen Kraichgau aufgewachsen und im Vergleich zu Kami ist das mein ideales Habitat. Heimat ist für mich: sonnige Weinberge, eine kurvige Landstraße, an deren Ende der Schwarzwald ruht, und der Geruch von iranischem Kebab auf einem Holzkohlegrill. Ich bin definitiv ein Landmensch, der sich gerne in regelmäßigen Abständen die volle Bandbreite einer Großstadt gibt, um danach wieder mit dem ICE nach Baden-Württemberg zu fahren. Ich liebe Städte wie Rom und Paris als Urlaubsorte und Inspirationsquellen. Doch mein Day-to-Day-Business erledige ich am liebsten, wenn ich in der Ferne eine Kuhglocke höre und die Katzen auf dem Fensterbrett schlafen. Eigentlich lebt Kami gezwungenermaßen meinen Traum.

Drei Fragen an Klara Eham

Was macht Paula Wallner aus und wie ist die Dynamik in der Tierarztpraxis?

Paula ist die Allrounderin in der Praxis. Sie kümmert sich um alles Berufliche und manchmal auch um Privates von Johanna. Sie ist in Maria Alm aufgewachsen, kennt daher den Ort und die Menschen sehr gut und setzt sich mit Leidenschaft und viel Liebe zu den Tieren für sie ein. Sie ist empathisch, hat ein großes Herz für Tiere, eine Menge Durchhaltevermögen und auch in stressigen Momenten immer ein Lächeln auf den Lippen. Sie kann auch ab und zu mal ein wenig frech sein und folgt ihrem eigenen Kopf, aber immer mit dem Ziel, das Beste für die Praxis, für die Tiere und für Johanna zu erreichen. Sie ist offen für Neues und sucht nach Möglichkeiten, das gemeinsame Arbeiten in der Praxis zu optimieren.

Wie ist Ihr Bezug zur Rolle?

Ich hatte selbst oft die Rolle einer Organisatorin inne, ob im Studium oder im Ensemble am Theater, deswegen lag mir Paula von Anfang an sehr nah. Wir beide arbeiten viel daran, dass es den Menschen in unserem Umfeld herum gut geht und uns ist unser soziales Netz und die Verbindung zu unseren Mitmenschen sehr wichtig. Ich bin zwar selbst nicht direkt auf dem Dorf aufgewachsen, habe aber familiär bedingt viel Zeit in meiner Kindheit auf Höfen oder Dörfern im bayerischen Umland verbracht und habe deswegen eine große Affinität zum Landleben.

Spielen Tiere auch privat eine Rolle in Ihrem Leben?

Ich selbst habe auch eine große Liebe zu Tieren. Wir hatten allergiebedingt nie Haustiere daheim und ich fand das deswegen dann umso schöner am Set mit so vielen unterschiedlichen Tieren drehen zu dürfen – vor allem die Babykatze hatte es mir sehr angetan.

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