Einfach Elli

Neue Serie

Elli (Klara Deutschmann)
ZDF/Susanne Bernhard
Elli (Klara Deutschmann) ZDF/Susanne Bernhard

Notfallsanitäterin Elli Kempfer arbeitet für eine Unfallklinik in den Bergen. Elli kehrt in ihren Heimatort Steinau im Karwendelgebirge zurück, um dort Patienten das Leben zu retten. Sie wohnt auf dem Hof ihrer Mutter Luise, die ihre Tochter allein großgezogen hat. Leo, der beste Freund ihrer Mutter, ist ein Ersatzvater für sie. Elli lebt mit ADHS und hat eine besondere Art, die Welt wahrzunehmen und zu erleben. Mit Mut, Empathie und fachlicher Kompetenz begegnet sie Menschen in Ausnahmesituationen und sorgt dabei mit ihren unkonventionellen Methoden nicht selten für heitere Momente.

Sendedatum

ad ut Ab Donnerstag, 5. März 2026, 10.00 Uhr
ad ut Donnerstag, 12. März 2026 und Donnerstag, 19. März 2026, jeweils 20.15 Uhr

Fotos

Texte

Zwei neue Serien für den Donnerstag

Mit "Einfach Elli" und "Die Maiwald" startet das ZDF zwei neue Serien, die das erfolgreiche Portfolio auf dem Sendeplatz am Donnerstagabend neben Formaten wie "Der Bergdoktor", "Die Bergretter" und "Lena Lorenz" gezielt erweitern. Beide neuen Serien setzen ebenso auf starke Figuren, emotionale Erzählkraft und eine moderne Perspektive auf vertraute, von den Zuschauerinnen und Zuschauern geliebte Welten.

Theresa Schreiber
Redaktionsleitung Fernsehfilm II

Eine Gabe

"Einfach Elli" erzählt in einer warmen, lebensbejahenden Tonalität von Elli Kempfer, die an ihrem ersten Tag als Notfallsanitäterin in der Rettungsstelle Karwendel Nord beginnt.

Elli ist anders: Sie lebt mit ADHS und genau das prägt ihre besondere Wahrnehmung und ihre außergewöhnliche Kompetenz im Einsatz. Was wie eine Schwäche erscheinen mag, wird in Ellis Alltag als Notfallsanitäterin zu ihrer größten Stärke.

Uns war wichtig, den Blick auf ADHS als Gabe zu zeigen, ohne einhergehende Herausforderungen dabei auszublenden. "Einfach Elli" erzählt von einer Hauptfigur, die menschlich nahbar und hochkompetent ist, eingebettet in eine Welt, die für die Zuschauer emotionale Nähe und Zuversicht schafft.

Tanja Bares
HR Fernsehfilm/Serie II

Stab und Besetzung

Buch                                  Christiane Rousseau, Friedemann Goez

Regie und Kamera             Gunnar Fuß

Schnitt                               Katharina Schmidt

Szenenbild                         Monika Maier

Kostüme                            Annina Goldfuss

Maske                                Tatjana Gluska, Ute Baumann

Ton                                     Roman Schwartz

Musik                                 Tim Neuhaus

Produktionsleitung             Sissy Albrecht

Herstellungsleitung            Undine Simmang, Sandra Höfer

Fachberatung ADHS           Prof. Dr. Alexandra Philipsen

Fachberatung Medizin        Dr. Anneliese Goez

Produktion                         Narrative Way GmbH

Junior Producer                 Lena Oelschlegel

Produzenten                      Friedemann Goez, Jörg Balzer

Redaktion                          Tanja Bares

Länge                                2 x 89 Minuten

 

Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller

Elli Kempfer                       Klara Deutschmann

Felix Sorell                        Sebastian Griegel

Louise Kempfer                 Clelia Sarto

Leo Schweiger                   Rainer Bock

Dr. Jasper Graf                  Lucas Reiber

Dr. Diana Sorell                 Sophie von Kessel

Dr. Mark Sorell                  Marcus Mittermeier

Pina Müller                        Petra Einhoff

Dr. Mai Trang                     Mai Duong Kieu

Wiebke Hofer                     Eva Maria Gintsberg

Quentin Bacalou               Francisco del Solar

Sanitäter                           Patrick Voss

und andere

Folge: Neuanfang

Donnerstag, 12. März 2026, 20.15 Uhr

Ab Donnerstag, 5. März 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen
 

Alma Breitner                    Renée Gerschke

Karl Breitner                      Anton Algrang

Mona Kessler                    Ines Lutz

Paula Kessler                    Sissy Bundschuh

Johann Graf                      René Dumont

Anneliese Hegel                Bigi Fischer

Carlos                               Leif Eduard Eisenberg

und andere
 

Zwischen Bergidylle und Notfällen ist Sanitäterin Elli im Einsatz. Mit ihrer eigenen Art wirbelt sie ihr neues Team auf, während ihre Familie ihr den Rücken stärkt.

Noch vor ihrem ersten Arbeitstag rettet Elli einer schwer verletzten Frau das Leben. Beim Einsatz mit der jungen Alma ahnt sie, dass mehr hinter dem Zusammenbruch steckt. Zwischen Kollege Felix und Arzt Jasper sucht Elli ihren eigenen Weg und folgt ihrer Intuition.

Elli Kempfer startet ihren Dienst als Notfallsanitäterin. Mit ihrer liebenswürdigen, aber unkonventionellen Art bringt sie frischen Wind ins Team. Sie muss sich gegen strenge Hierarchien behaupten, das Vertrauen von Kollege Felix gewinnen und den zunächst skeptischen Arzt Jasper von ihrer Kompetenz überzeugen. Halt findet sie bei Mutter Louise und deren Freund Leo – bis ein dramatischer Unfall Leo selbst in Lebensgefahr bringt und Elli an ihre emotionalen Grenzen führt. Während sie medizinische Notfälle meistert, offenbart Louise ein lange gehütetes Familiengeheimnis, das die Beziehung zwischen Mutter und Tochter erschüttert und zeigt, dass Ellis Geschichte enger mit dem Krankenhaus verbunden ist, als sie je ahnte.

Folge: Verzeihen

Donnerstag, 19. April 2026, 20.15 Uhr

Ab Donnerstag, 5. März 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen
 

Karin Schuster                 Eva-Maria Reichert

Anja Eisler                        Milena Dreissig

Toni Eisler                        Tobias Oertel

Gabi Kramer                     Doris Buchrucker

Levi Eisler                         Rinit Selmani

und andere
 

Bei einem Bergrennen wird Radfahrer Toni lebensgefährlich verletzt. Elli kämpft um Sekunden. Doch im Krankenhaus stößt sie auf eine Wahrheit, die mehr verletzt als Worte.

Der Unfall von Toni Eisler wird zum emotionalen Ausnahmezustand. Zwei Frauen treffen aufeinander und ringen um Wahrheit, Schuld und Verantwortung. Elli versucht zu helfen, während sie selbst mit ihrer neuen Familiensituation hadert.

Notfallsanitäterin Elli Kempfer kann gerade noch den schwer verletzten Radfahrer Toni Eisler stabilisieren. Im Krankenhaus entdeckt sie sein Doppelleben: Ehefrau Karin und Geliebte Anja treffen erstmals aufeinander und müssen mit seinen Lügen und den emotionalen Verletzungen zurechtkommen. Als sich Tonis gesundheitliche Lage zuspitzt, liegt es ausgerechnet an Karin, sein Leben zu retten. Elli versucht, zwischen den Frauen zu vermitteln und ihnen beizustehen, während sie selbst ihre eigenen Gefühle und Beziehungsschwierigkeiten verdrängt: Nach Louises großem Geständnis steht alles auf dem Kopf. Dr. Mark Sorell ist ihr leiblicher Vater, Felix ihr Halbbruder. Louise kämpft, um Ellis Vertrauen zurückzugewinnen. Gemeinsam müssen sie die Vergangenheit überwinden und lernen, als Familie zusammenzufinden. Aber Leo findet glücklicherweise langsam zurück ins Leben.

"Für mich liegen das Drama und der Wunsch zu lachen sehr nah beieinander" – Statement von Produzent Friedemann Goez

Die Inspiration zu diesem Projekt entstand aus zweierlei Richtungen: Meiner persönlichen Leidenschaft für das Genre der Medical-Serie. Ich selbst schaue "Helferfiguren" sehr gerne zu. Vielleicht wünsche ich mir insgeheim, dass mir auch einmal eine Elli begegnet, wenn mir ein Unfall passiert. Vielleicht vertraue ich im Medical-Genre leichter, dass die Geschichten am Ende gut ausgehen. Denn es sind die Hauptfiguren, die Helferfiguren, die mir deshalb so ans Herz wachsen, weil sie sich mit allem was sie haben, gegen das schlimme Schicksal eines Patienten stemmen. Selbst dann, wenn sie ihre eigenen Bedürfnisse dabei vernachlässigen.

Daneben liebe ich die Berge. Ich habe dort als Kleinkind das Laufen gelernt und war jedes Jahr mit meinen Eltern im Urlaub in den Bergen. Die Berge sind ein Sehnsuchtsort für mich, und es war eine große Freude, dass wir mitten in den Bergen drehen konnten. Ich wünsche mir, dass "Einfach Elli" gute Fernsehunterhaltung ist. Die Zeiten, in denen wir leben, sind geprägt von Nachrichten, die erschüttern. Obwohl es in den medizinischen Fällen für Elli und ihre Kollegen auch immer wieder um Leben und Tod geht, wollten wir uns in den privaten Geschichten ausreichend Raum nehmen, um dazu ein Gegengewicht zu bilden. Für mich persönlich liegen das Drama und der Wunsch zu lachen sehr nah beieinander.

"Es hat große Freude gemacht, Ellis Vielschichtigkeit herauszuarbeiten" – Interview mit Klara Deutschmann

Sie spielen in der ZDF-Serie eine junge Frau mit ADHS. Wie herausfordernd war es für Sie, sich in die Besonderheiten dieser Figur hineinzuversetzen?

Elli ist ein reflektierter Mensch, medikamentös gut eingestellt. Sie weiß mit ihrer neurologischen Besonderheit umzugehen, sie auch einzusetzen und als Stärke zu begreifen. Sie steht sich und anderen aber auch häufiger mal im Weg. Es hat große Freude gemacht, dieses Spannungsfeld auszuloten und Ellis Vielschichtigkeit herauszuarbeiten.

Elli ist von Beruf Notfallsanitäterin. Wie haben Sie sich ganz konkret auf diese Rolle vorbereitet, die auch Fachwissen und die richtigen Handgriffe voraussetzt?

Ich habe mich auf mehreren Ebenen vorbereitet. Zum einen habe ich im engsten Freundeskreis Ärztinnen und Ärzte, die ich in der Vorbereitung intensiv zu Rate gezogen habe. Zum anderen gibt es tolle Dokus über den Alltag von Notfallsanitäterinnen und -sanitäter. Ich konnte mir da viel über die Tonalität und die Selbstverständlichkeit im Umgang mit Patientinnen und Patienten abgucken. Und außerdem wurden wir von einem großartigen Notfallsanitäter vor den und durch die Dreharbeiten begleitet.

Wäre das auch ein Traumberuf für Sie gewesen?

Auf gar keinen Fall. Ich kann sehr schlecht Blut sehen. Selbst das Kunstblut lässt mich immer kurz erschaudern. Das hat häufiger mal zur Belustigung am Set geführt.

Privat zieht sich Elli immer wieder zurück. Wie erklären Sie sich dies und können Sie ein solches Verhalten persönlich auch nachvollziehen?

Wenn man viel wahrnimmt, Gefühle anderer Menschen stark nachempfindet und feine Antennen hat, braucht man manchmal einen Rückzug, um zu regenerieren. Das kann ich gut nachvollziehen.

In der engen Beziehung zu Ellis Mutter geht es auch mal explosiv zu. Warum geraten die beiden immer wieder aneinander?

Auch, wenn ADHS bei Elli und Louise unterschiedlich zum Ausdruck kommt, können sie einander gut mit ihren Eigenheiten verstehen. Jede hat für sich Strategien gefunden, gut durchs Leben zu kommen, die einander manchmal in die Quere kommen.

Elli legt sich immer einmal wieder spontan auf eine Almwiese, um durchzuatmen und zu sich zu kommen. Welche Tricks haben Sie persönlich, um zur Ruhe zu kommen und zu entspannen?

Ich treibe viel und gerne Sport. Von Pilates bis Krafttraining, die Bewegung entspannt mich und pustet den Kopf frei.

Mit dem Pferd durch die Berglandschaft zu reiten, ist eigentlich ein wahrer Mädchentraum Sie haben für diese Szenen keinen Stunt gebraucht. Reiten Sie schon seit Ihrer Kindheit?

Ja!

Die Dreharbeiten fanden im Sommer in schöner Bergumgebung statt. Mögen Sie als gebürtige Hamburgerin die Berge?

Um mich wirklich wohlzufühlen, brauche ich die Weite im Blick. Das bedeutet nicht, dass ich nur das platte Land mag, aber wenn der Berg direkt vor meiner Nase in die Wolken ragt und nur ein kleiner Streifen Himmel übrigbleibt, engt es mich etwas ein. Sobald sich die Berge aber in einiger Entfernung vor mir auftun, beeindruckt mich ihre Präsenz, und sie strahlen auf mich eine große Ruhe aus.

"Dann und wann ein bisschen Louise sein, würde das Leben um einiges lustiger machen" – Interview mit Clelia Sarto

Wie würden Sie die Figur der Louise beschreiben? Welche Ecken und Kanten hat sie und was mögen Sie an ihr besonders?

Louise ist eine energische, freiheitsliebende Überlebenskünstlerin, die für sich entschieden hat, ihr ADHS einfach nicht anzuerkennen. "Menschen sind halt unterschiedlich, und nur, weil man etwas anders ist, muss man sich kein Schild umhängen, geschweige denn irgendwelche Pillen nehmen", so denkt sie. Dass sie dennoch immer wieder mit ihrem Chaos im Innen und Außen konfrontiert wird, wischt sie spielerisch weg. Kritisch wird es nur dann, wenn sie sich mal wieder total im Ton verhaut und unsensibel die Gefühle anderer verletzt. Das sind die Momente, in denen ihr ihr "Anderssein" um die Ohren fliegt. Zum Glück aber sind ihre Tochter Elli und ihr bester Freund Leo großzügig und geduldig genug, vor allem immer Louises großes Herz zu erkennen und wieder ein Auge zu zudrücken. Für mich als Schauspielerin ist diese Figur eine einzige Freude. Ich habe mich dabei einfach entschieden, Louise in meinem Spiel durch mich hindurch wirken zu lassen, ihr keine Grenzen zu setzen und sie so sein zu lassen, wie sie eben ist: absolut unberechenbar.

Louise gab – zum Teil auch, weil sie alleinerziehend ist – ihren Lebenstraum auf, Ärztin zu werden und hat sich ein Atelier mit Töpferscheibe eingerichtet. Ist Louise in ihrem Leben angekommen?

Ich glaube, dass Louise diesen Teil abgespalten hat, um sich nicht täglich daran zu erinnern, dass sie nicht nur mit einem Geheimnis lebt, dieses aber vor allem vor Elli verborgen hat. Das wiegt für sie schwer und sie wünschte, dass vieles in ihrem Leben anders gelaufen wäre. Louise hat sich gut eingerichtet, fühlt sich als verkannte Künstlerin, und findet an der Töpferscheibe ihre Ruhe. Die Stunden in der Werkstatt sind ihr Rückzugsort und Kraftquelle zugleich. Dort kann sie abschalten.

Mit dem Pferd zum Gartencenter reiten? Louise macht das einfach so. Bereichern kleine Verrücktheiten im Alltag das Leben?

Das ist genau das, was ich an Louise so mag. Sie tut einfach diese Dinge. Ohne Rücksicht auf Verluste. Einfach sein, und sich nicht immer so furchtbar ernstnehmen. Herrlich ist das. Ich glaube, dann und wann ein bisschen Louise sein, würde das Leben um einiges lustiger machen.

Louise gibt sich als Frau eher lässig. Ihre Latzhose ist schon ein besonderer Hingucker. Wieviel Clelia Sarto steckt in Louise?

Ich fühl mich im kleinen Schwarzen mindestens genauso wohl, wie in einem Arbeits-Overall – je nach Tagesform und Stimmung. Wieviel Louise tatsächlich in mir steckt, bleibt mein Geheimnis. Menschen, die mich gut kennen, würden an dieser Stelle schmunzeln. So viel sei gesagt: In mir steckt eine große Kindlichkeit, die mir erlaubt, eine Figur wie Louise zu kreieren und großen Spaß daran zu haben.

Auch Louise hat offenbar mit ADHS zu tun, wie ihre Tochter. Wie stellen Sie das dar?

ADHS ist so facettenreich und lässt sich nicht in gängigen Klischees darstellen. Unsere Herausforderung war natürlich, so realistisch wie möglich zu sein und dennoch unterhaltsame Fiktion zu erzählen. Das ist bei solchen Themen immer ein schmaler Grat. Ich bin vor allem froh, dass Autorin und Autor sich entschieden haben, ADHS als Superkraft zu erzählen. Sobald sich ein Mensch mit ADHS für etwas besonders interessiert, liegt der Fokus nur auf dieser einen Sache und dann kann nebenan ein Hochhaus einstürzen, es wäre keine Ablenkung. Auch finden Menschen mit ADHS für Probleme oft außergewöhnliche Lösungen, die andere so vielleicht nie entdeckt hätten. Wir wollten allerdings zwischen Elli und Louise einen Unterschied zeigen. Elli, die Medikamente und Therapie in Anspruch nimmt, die Diagnose akzeptiert und Louise eben nicht. Dadurch fehlt Louise immer wieder Impulskontrolle, die sie in komplizierte Situationen bringt. Und dennoch bleibt hier wertungsfrei, für welchen Umgang mit ADHS ein jeder sich individuell entscheidet. Für mich als Schauspielerin war es wichtig, eine Figur zu zeigen, die über Grenzen geht, die durchaus immer wieder dadurch Probleme bekommt, aber dennoch mit sich und ihrer Welt zufrieden ist.

Leo vermittelt immer wieder zwischen Mutter und Tochter. Wer ist Leo für Louise?

Wenn‘s Leo nicht gäbe. Leo ist Louises allerbester Freund und Partner in crime. Er ist wahrscheinlich der Einzige, der Louise durch und durch versteht. Und keiner außer Leo, darf Louise die Meinung sagen. Auch wenn Louise oft sehr ruppig mit ihm umgeht, liebt und schätzt sie ihn und seine besonnene Art – und das nicht nur als Vaterersatz für Elli.

Gab es eine Szene beim Dreh, an die Sie sich besonders gerne erinnern?

Da gab es so viele. Aber natürlich war in der Vorbereitung das Töpfern lernen sehr spannend und vor allem, endlich wieder auf einem Pferd sitzen zu dürfen.

"Mit dieser Rolle geht ein kleiner Traum für mich in Erfüllung" – Interview mit Sebastian Griegel

Sie spielen Notfallsanitäter Felix und strahlen die nötige professionelle Ruhe aus. Wie viele Praktikumsstunden haben Sie im Rettungswagen vorab absolviert?

Es ist ganz lustig: Ich hatte tatsächlich so gut wie keine Praktikumsstunden. Da sind die Möglichkeiten oft knapp. Also hat es sich auf eine Stunde Autofahren mit dem Rettungswagen und einen Crashkurs mit unseren wunderbaren Medical Advisors beschränkt. Aber wir hatten während des Drehs die Möglichkeit, von zwei Profis betreut zu werden. Da ich eigentlich immer Arzt werden wollte, und jetzt mit dieser Rolle ein kleiner Traum für mich in Erfüllung geht, war mir das Ganze zum Glück nicht so fremd, und ich konnte Medizinisches schnell lernen. Es kommt zusammen, was zusammengehört.

Erzählen Sie uns gerne ein wenig: Was macht Felix aus? Wie geht er ans Leben heran?

Felix ist und bleibt ein Macher. Er strebt nach Unabhängigkeit und will sich einfach nichts vorschreiben lassen. Er macht gern den toughen, harten Kerl. Aber ich hoffe, jeder wird merken, dass er eigentlich ein kleiner Softie ist, der sich gern hinter Humor und harten Sprüchen versteckt. Jegliche Überschneidungen mit mir sind natürlich rein zufällig. (lacht)

Felix ist der hilfsbereite Typ, aber er zieht auch Grenzen und vermittelt das auch Elli. Warum ist ihm das so wichtig?

Felix hilft, wo er kann, ganz genau. Das fängt bei ihm selber an. Wenn er nicht auf seine Grenzen achtet, kann dieser Beruf ihn ganz schön fertig machen. Er ist, wie gesagt, ein Softie. Er beschützt sich damit. Und diesen Schutz weitet er auf Elli aus. Er will einfach, dass niemand unnötig verletzt wird. Und da sind sein hartes Auftreten und klare Grenzen sein Mittel der Wahl.

Ein Settag in der Region rund um Mittenwald – und plötzlich kommt ein heftiges Sommergewitter. Wie übersteht man das?

Unsere Produktion hatte so viel mit Regen und Wetter zu kämpfen. Was für eine organisatorische Meisterleistung das Schieben und Planen war, kann man sich kaum vorstellen. Ich glaube, wir sind mittlerweile so eingespielt, dass wir eine Lösung finden würden, den Regen einfach in die Szene einzubauen. Go with the Flow. Ich hätte meine Freude daran.

Wie fühlt es sich an, als echtes Kind der Berge in der eigenen Heimat zu drehen?

Ich bin in Garmisch-Partenkirchen geboren, aber an der Nordsee eingeschult worden. Seit über zehn Jahren bin ich nun wieder in Bayern. Deswegen sind mir die Berge vertraut und fremd zugleich. Ich durfte sie wieder neu entdecken. Und das war ein richtiges Abenteuer für mich. Mittlerweile sind die Region Oberammergau und Umgebung wieder ein echtes Zuhause für mich geworden. Und auch, wenn es für mich schon wieder ganz normal ist, gab es so viele Drehtage, an denen man plötzlich einfach verträumt am Set steht, die Zugspitze betrachtet und sich denkt: "Wahnsinn, dass wir hier Filme drehen dürfen."

"Die erste Begegnung mit Elli haut Jasper schon um" – Interview mit Lucas Reiber

Sie spielen den jungen Notarzt Jasper. Welche Eigenschaften muss man hierfür mitbringen?

Man sollte Lust darauf haben, medizinische Fachbergriffe runterzurattern, als hätte man das Ganze jahrelang studiert. Eine der kleinen Herausforderungen dieses Projektes, auf die ich mich gefreut habe.

Zwischen Jasper und Elli ist von Beginn an eine besondere Verbindung zu spüren. Was macht diese Verbindung aus?

Die erste Begegnung mit Elli haut Jasper schon um. Und die beiden sind sich ähnlicher, als sie denken. Aber was ihre Verbindung genau ausmacht, werden wir gemeinsam vorm Fernseher herausfinden.

Als Notarzt muss man von einem Moment auf den anderen wichtige Entscheidungen treffen. Wie gehen Sie in ihrem Leben mit Entscheidungen um?

Ich höre sehr oft auf mein Bauchgefühl, aber entscheide dann trotzdem nicht überstürzt. "Eine Nacht drüber schlafen" funktioniert tatsächlich sehr gut.

Jasper klärt vieles mit seinem besonderen Charme und wirkt nach außen eher cool. Was sehen Sie noch in ihm?

Natürlich gibt es da noch seine verletzliche Seite, die er nicht gern zeigt. Auch seine Ängste und Abgründe habe ich beim Erarbeiten der Rolle kennengelernt.

In einem Notfall-Team funktioniert jeder Einzelne wie ein Rädchen im Getriebe. Absolute Präzision ist gefordert. Gab es auch ausgelassene Momente während der Dreharbeiten?

Na klar. Inklusive Tränen vor Lachen. So unangenehm solche Outtakes auch manchmal sein können. Es sind richtig tolle Erinnerungen an die Drehzeit. Wir verstehen uns im "Elli-Notfall-Team" wirklich sehr gut und das gibt einem an sehr anstrengenden Drehtagen Kraft.

Drei Fragen an Marcus Mittermeier

Dr. Sorell hat als Oberarzt eine große Verantwortung für Mitarbeiter und Patienten. Wie würden Sie den Menschen Dr. Sorell beschreiben?

Zunächst mal ist Mark Sorell ein guter Arzt und ein Mensch, der weiß, was Verantwortung heißt. Sowohl im Beruf, als auch in der Familie. Er nimmt vieles mit Humor, und dieser ist ihm wichtig. Die Ereignisse der ersten Folge sind aber für ihn schon so belastend, dass das viel in ihm auslöst. Viele Fragen werden plötzlich aufgeworfen, mit denen er nicht gerechnet hat.

Notfallsanitäterin Elli bringt den Klinikalltag schon an ihrem ersten Arbeitsalltag ein wenig durcheinander und verblüfft die Kollegen wiederum auch. Was fasziniert Dr. Sorell an der jungen Frau?

Sorell findet den Mut und die Kraft der Sanitäterin sehr interessant. Natürlich imponiert ihm auch ihre selbstbewusste Art und ihre Kompetenz. Sorell ist zum Glück nicht eitel.

Wie war es für Sie, in einem großen Krankenhaus und einem realen Klinik-Umfeld zu drehen?

Wir drehen ja oft ein Originalschauplätzen. Oftmals ist dann das Problem, dass ein Filmteam eine eigene Dynamik entwickelt, so dass es manchmal schwerfällt, sich in einem laufenden Betrieb einzufügen. Das war beim Krankenhaus schon sehr heikel, weil wir wirklich so drehen mussten, dass wir den Betrieb nicht stören. Ich glaube, es ist ganz gut gelungen.

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