Tatort Jugendfußball
Eine "sportstudio"-Produktion in Zusammenarbeit mit "Die Spur"
Mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche spielen in Deutschland Fußball, viele träumen davon, Profi zu werden. Doch für manche Täter ist genau das die Gelegenheit für sexuelle Übergriffe. Ex-Fußballer und Journalist Jonas Hummels begibt sich auf eine Spurensuche in ein System, das bislang von Schweigen geprägt ist. Doch zum ersten Mal sprechen in dieser Doku zahlreiche Fußballer offen über ihre Missbrauchserfahrungen – zu sehen ab Mittwoch, 7. Oktober 2026, 9.00 Uhr im ZDF-Streaming-Portal und am Abend um 22.45 Uhr im ZDF.
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Ab Mittwoch, 7. Oktober 2026, 9.00 Uhr im ZDF streamen
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 22.45 Uhr, ZDF
Die Spur
Tatort Jugendfußball
Eine "sportstudio"-Produktion
Film von Marie Bröckling und Jonas Hummels
Regie: Marie Bröckling und Ole Zeisler
Kamera: Sebastian Klatt, Willem Konrad
Produktion: Tellmewhy Filmproduktion
Produzentin: Julia Friedrich
Produktion ZDF: Viktoria Harrasser, Jürgen Volk
Redaktion ZDF: Nina Behlendorf, Marie-Julie May, Clemens Schröder
Länge: circa 28 Minuten
Mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche spielen in Deutschland Fußball. Viele träumen von der Profikarriere. Doch genau diesen Traum nutzen manche Täter für sexuelle Übergriffe aus. Zahlreiche Vorwürfe und Gerichtsverfahren zeigen: Missbrauch im Jugendfußball ist kein Einzelfall.
Ex-Fußballer und Journalist Jonas Hummels begibt sich auf Spurensuche in ein System, in dem lange geschwiegen wurde. Erstmals sprechen zahlreiche Fußballer offen über ihre Missbrauchserfahrungen. Vor der Kamera stehen junge und alte Männer, Studenten und Rentner, Handwerker und Geschäftsmänner. Sie alle haben Übergriffe durch Trainer oder Berater erlebt – und haben jetzt den Mut, gemeinsam öffentlich darüber zu sprechen.
17 Jahre lang misshandelte und demütigte ein Fußballtrainer aus dem Ruhrgebiet Kinder, die ihm beim Training anvertraut waren. Erst als sich ein Betroffener an die Polizei wandte, kamen die Taten ans Licht. Ein Jugendtrainer bei Union Berlin schmeichelte seinen Spielern, stellte ihnen den Profifußball in Aussicht – und nutzte das Vertrauen für sexuelle Übergriffe. Für die Doku trifft Jonas Hummels Betroffene, Eltern, Trainer und Vereinsfunktionäre, immer auf der Suche nach Antworten auf die Fragen: Wie kommt es zum Missbrauch, welche Strukturen im Fußball ermöglichen die Taten? Und wie können solche Fälle in Zukunft verhindert werden?
Ein Fall in England zeigt, wie Aufklärung aussehen kann. Nachdem 2016 publik wurde, dass ein Trainer Dutzende Kinder jahrelang missbraucht hat, begann der englische Verband mit einer umfassenden Aufarbeitung. Jonas Hummels trifft nicht nur einen der damals Betroffenen, sondern konfrontiert auch den DFB mit der Frage: Was muss sich im deutschen Fußball ändern?
Jonas Hummels (36) arbeitet als Journalist und Sportkommentator. Der ehemalige Fußballspieler und Bruder von Mats Hummels war bis 2007 in der Jugend des FC Bayern München aktiv und wurde Deutscher Meister mit den B-Junioren. Anschließend wechselte er zur Spielvereinigung Unterhaching, bei der er in der Saison 2011/2012 zum jüngsten Mannschaftskapitän des Vereins wurde. Aufgrund von Verletzungen beendete Jonas Hummels seine Profifußball-Karriere zum Saisonende 2016/2016. Bereits während seiner aktiven Zeit begann er ein Fernstudium der Psychologie, das er 2017 abschloss. Seit 2016 arbeitet Hummels als Co-Kommentator und Fußball-Experte.
Investigativ-Reporterinnen und Reporter untersuchen in "Die Spur" vor Ort und digital brisante gesellschaftliche Probleme und decken auf, was andere verbergen wollen. Seit April 2023 ist "Die Spur" das erste deutsche Dokuformat, das sich der forensischen Aufarbeitung von gesellschaftspolitischen Themen und Ereignissen widmet. "Die Spur" spricht die Zuschauerinnen und Zuschauern direkt an, macht Recherchen transparent und miterlebbar und bietet optisch einen Look mit hochwertigen grafischen Erklär-Elementen.
In "Die Spur" rekonstruieren Journalistinnen und Journalisten Geschichten und Missstände, spüren Verantwortliche auf, recherchieren vor Ort, investigativ, datengetrieben und digital. Sie holen Zuschauerinnen und Zuschauer direkt in ihrer Alltagswelt ab und nehmen sie mit auf Spurensuche.
Fotos sind erhältlich über ZDF-Kommunikation, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/tatortjugendfussball sowie https://presseportal.zdf.de/presse/diespur
"Anstoß Zukunft – Jugendfußball in Deutschland" im ZDF streamen
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