Donald Trump – König im Weißen Haus?

Zudem Dokus von ZDFinfo, "Terra X History" und "aspekte" zum ersten Jahr der zweiten Präsidentschaft

Was genau will Donald Trump, der die Menschheit im ersten Jahr seiner zweiten Präsidentschaft in Atem hält. Die Dokumentation "Donald Trump – König im Weißen Haus?" erkundet die Folgen der Politik des Präsidenten. Die ZDFinfo-Dokumentation "Ein Land unter Trump – Macht, Wandel, Widerstand" zeigt zudem die Auswirkungen der "Agenda Trump" auf die Menschen in den USA. "Terra X History" schlägt die Brücke von der Gegenwart in die Geschichte und fragt, ob Amerika seine demokratische Identität retten kann. Und "aspekte" blickt auf die Veränderungen im Kulturbetrieb Amerikas.

Sendedatum

Dienstag, 20. Januar 2026, 10.00 Uhr
Dienstag, 20. Januar 2026, 20.15 Uhr
Sonntag, 18. Januar 2026, 20.15 Uhr

Texte

Donald Trump – König im Weißen Haus?

Ab Dienstag, 20. Januar 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen
Dienstag, 20. Januar 2026, 20.15 Uhr, ZDF

Donald Trump – König im Weißen Haus?

Film von Elmar Theveßen und Annette Brieger

Kamera: Fabian Gatza, Ralf Oberti
Schnitt: Claudia Offermann
Ton: Katharina Kemmer, Philipp Schröder
Produktion: ZDF
Redaktion: Ron Boese, Carline Reiher
Länge: ca. 43 Minuten

Wer ist Donald Trump, der die Menschheit in Atem hält, und was genau will er? Sein Land und die Welt retten? Oder nur seine Gier nach Macht, Reichtum und Ansehen befriedigen?

Ein Jahr nach seinem Amtsantritt bringt der US-Präsident die Säulen der amerikanischen Demokratie ins Wanken: Er ignoriert Beschlüsse des Parlaments und über missliebige Gerichtsurteile setzt er sich einfach hinweg.

Seine schwerbewaffneten, vermummten Agenten jagen und deportieren Zigtausende Zuwanderer. Mit Strafzöllen und Drohungen schüchtert er die Welt ein und sprengt die regel- und wertebasierte Ordnung. Nebenbei bereichert er sich und seine Familie. Seine Wähler erleben in ihrem Alltag die unmittelbaren Auswirkungen der trumpistischen Politik. Der Widerstand wächst, aber noch sitzt der 47. Präsident der Vereinigten Staaten fest im Sattel, und noch steht das Urteil aus, ob er sein Versprechen vom goldenen Zeitalter für Amerika erfüllen kann.

Elmar Theveßen und Annette Brieger analysieren das Denken und Handeln eines Mannes, der unterschiedlichste Persönlichkeiten in sich vereint, von seinen Helfern und Anhängern bedingungslose Gefolgschaft fordert und an Andersdenkenden, die sich ihm in den Weg stellen, Rache übt.

Die Dokumentation beschreibt, wie das System Trump funktioniert, und erkundet nah an den Menschen im Land die Folgen der Politik des Präsidenten. Da sind die Shrimp-Fischer in South Carolina und Trump-Fans im ländlichen Kentucky, die seine Handels- und Einwanderungspolitik gut finden. Es kommen Menschen in North Carolina zu Wort, die sich die hohen Lebensmittelpreise nicht leisten können und Angst um ihre Krankenversicherungen haben. Die Autoren besuchen außerdem deutsche Unternehmer, die unter den Strafzöllen leiden. Das ZDF-Team zeigt auch den selbst ernannten Widerstand aus der demokratischen Partei und aus der amerikanischen Gesellschaft.

Unter den Gesprächspartnern sind neben einem Vordenker des Trumpismus die frühere Pressesprecherin des Präsidenten, Alyssa Farrah Griffin. Sein ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater John Bolton kommt ebenso zu Wort wie der Ex-General Randy Manner. Das Porträt Donald Trumps ist ein kritischer Blick auf den Zustand der amerikanischen Demokratie kurz vor ihrem 250. Geburtstag.

Ein Land unter Trump – Macht, Wandel, Widerstand

Ab Sonntag, 18. Januar 2026, 5.00 Uhr, im ZDF streamen
Sonntag, 18. Januar 2026, 20.15 Uhr, ZDFinfo

Ein Land unter Trump – Macht, Wandel, Widerstand

Film von Gaston Saša Koren und Dietrich Duppel

Produktion: Gebrüder Beetz
Redaktion: Frederic Ulferts
Länge: ca. 90 Minuten

Als Donald Trump am 20. Januar 2025 im Weißen Haus vereidigt wird, ahnt die Welt noch nicht, dass der 47. Präsident der USA die Weltordnung in atemberaubender Geschwindigkeit verändern wird.

Trump und seine Gefolgsleute agieren im Fahrwasser des "Project 2025": Das Strategiepapier der nationalkonservativen "Heritage Foundation" hat die Umgestaltung der US-Gesellschaft in eine weiße, rassistische, christlich geprägte Welt zum Ziel.

An Parlamenten und Gerichten vorbei regiert Trump mit Dekreten. Parallel setzt die Behörde DOGE zum Kahlschlag gegen alles an, was nun in den USA als "unnütz" gilt. Es ist der Stresstest für eine der ältesten Demokratien der Welt. Das System von "Checks and Balances" wird auf allen Ebenen ausgehebelt, zum Nutzen von Trump und seinen Getreuen.

Die Dokumentation von Gaston Saša Koren und Dietrich Duppel zeigt in eindringlichen Reportagen die Auswirkungen der "Agenda Trump" auf die Menschen in den USA: Der karitative "Health Wagon" in den Appalachen hat mehr Zulauf denn je. In den Everglades wird rund um das Abschiebegefängnis "Alligator Alcatraz" keine Rücksicht auf die Umwelt genommen. Die queere Irak-Veteranin Joy Marver verliert – wie Hunderttausende Staatsbedienstete – ihren Job. Der afroamerikanische Aktivist Elijah Miles erzieht Jugendliche in Baltimore zur Ordnung, der exzentrische Multimillionär Frederick McLendon engagiert sich in Florida für Obdachlose.

Internationale Journalisten und Experten ordnen die Politik Trumps ein: Nach einem Jahr hat Trump mit disruptiver Konsequenz die USA und die Welt radikal verändert.

Donald Trump – Amerikas neue Revolution?

Ab Samstag, 24. Januar 2026, 24.00 Uhr im ZDFstreamen
ZDF: Sonntag, 25. Januar 2026, 23.45 Uhr

Terra X History
Donald Trump – Amerikas neue Revolution?

Produktion: ZDF
Redaktion: Winfried Laasch
Länge: ca. 43 Minuten

Ein Jahr im Amt: ICE-Razzien, Nationalgarde in Metropolen, Angriffe auf Justiz und Medien. Die USA erleben eine Zerreißprobe, die demokratische Grundpfeiler ins Wanken bringt.

Universitäten unter Druck, Soldaten auf den Straßen, Tech-Oligarchen und christliche Fundamentalisten an den Schalthebeln der Macht. Und im Hintergrund "Project 2025" – ein Masterplan für den radikalen Umbau der Macht.

Loyalisten übernehmen Schlüsselpositionen, Migration wird kriminalisiert, und private Konzerne dienen sich dem Präsidenten an – bis nach Europa.

"Terra X History" schlägt die Brücke von der Gegenwart in die Geschichte. Historische Rückblicke zeigen, wie das Fundament der Freiheit immer wieder bedroht wurde, wie in der McCarthy-Ära oder durch den militärisch-industriellen Komplex, durch Skandale wie Watergate oder die NSA-Überwachungen.

Der Film fragt: Kann Amerika seine demokratische Identität retten? Oder triumphiert eine neue Allianz aus Geld, Glaube und Macht über das Recht?

Historikerinnen und Insider wie John Bolton, Larry Tribe, Annika Brockschmidt oder Victor Davis Hanson geben exklusive Einblicke in Trumps Strategie. Ein Film über die Zerreißprobe einer Weltmacht und den Mut, sie zu verteidigen

aspekte: Das Schweigen der Kunst – Wie der Kulturbetrieb Amerikas verstummt

Ab Freitag, 23. Januar 2026, 21.00 Uhr im ZDFstreamen
Freitag, 23. Januar 2026, 23.30 Uhr, ZDF

aspekte
Das Schweigen der Kunst – Wie der Kulturbetrieb Amerikas verstummt

Moderation: Jo Schück

Produktion: ZDF
Redaktion: Daniel Fiedler
Länge: ca. 43 Minuten

Ein Jahr Trump hat nicht nur außenpolitisch Spuren hinterlassen, sondern auch, in Europa fast unbemerkt, deutliche Veränderungen in der Kulturpolitik gebracht. Für "aspekte" reist Jo Schück nach New York, Philadelphia und Washington D.C. und besucht Künstlerinnen, Künstler und Kulturinstitutionen, um eine Bilanz nach einem Jahr Trump zu ziehen.

Donald Trump und seine Administration greifen durch: nicht nur politisch, sondern auch und vor allem bei einem fundamentalen Freiheitsthema, der Freiheit der Kunst. So jedenfalls ist der Eindruck, den Jo Schück bei seiner Reise entlang der amerikanischen Ostküste gewinnt, denn nie war es so schwer, überhaupt jemanden vor die Kamera zu bekommen: Dutzende Absagen kassierte das Team im Laufe der Recherchen und Dreharbeiten, nur sehr wenige lieferten den wohl wahren Grund: Angst. Angst davor, dass "sie uns finden, uns beobachten", wie eine Kulturmanagerin schreibt. Sie hat Angst, gar keine Aufträge mehr zu bekommen. Mit "Sie" sind unter anderem Mitarbeiter des Kennedy-Centers für darstellende Kunst gemeint, dessen Leitung komplett ausgewechselt wurde und das seitdem Kunstprojekte etwa aus der queeren Szene aus dem Programm genommen hat.

"Trumps Leute nutzen künstliche Intelligenz, um die Social-Media-Kanäle der Künstler zu scannen", sagt Buchautor Darrell M. West im Interview. Trumps Kulturpolitik ziele darauf ab, das Narrativ von der "elitären Kunst, die sich nicht um kleine Leute kümmert" zu bedienen. Dass das Kennedy Center nun in "The Donald J. Trump and John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts" umbenannt wurde, führte zwar zu Protesten, aber die klangen sehr schnell wieder ab. Was ist los in der demokratischen, linken amerikanischen Kunstszene? Schweigt die Kultur?

Jo Schück trifft unter anderem Künstlerinnen wie Michele Pred, die mit schrillen Kostümen vor Donald Trumps Residenz gegen seine frauenfeindlichen Sprüche protestiert, und begleitet sie bei einer illegalen Kunstaktion am Guggenheim Museum in New York. Sie sei wütend, sagt Michele Pred, weil so viele kuschen, sich nicht wehren, nicht mehr auffallen wollen.

Was mit denen passiert, die nach wie vor provokante Kunst ausstellen (und das ist in den Augen der Trump-Administration alles, was auch nur in der Nähe der LGBTQI+-Szene ist), erklärt Alyssa Nitchun vom Leslie-Lohman Museum of Art für queere Kunst: Man sei als "Posterchild" der in Ungnade gefallenen Kunst ständig Zielscheibe der rechten Szene und habe zum ersten Mal in der Geschichte Security angeheuert. Hilfe bekomme sie nicht von den etablierten Netzwerken der großen Kunsthäuser und Museen, nur von den kleinen, unabhängigen Institutionen. Dort, in der Untergrund-Szene, verspüre sie noch so etwas wie Solidarität.

Die ehemalige PEN-Präsidentin der USA, Schriftstellerin Jennifer Egan, wundert es nicht. Denn auch vor der zweiten Trump-Regierung war es in der etablierten Kunstszene gang und gäbe, sich eben nicht zu unterstützen. Ständig gab es Vorwürfe, dieser oder jener würde sich kulturell nicht richtig verhalten. "Wir haben es gehasst, aber wir haben nichts gesagt", gibt sie zu.

Intrigen von links, offene Gegnerschaft von rechts: Die Kultur der Gegenwart ist in den USA unter Druck. Einige Museumsbesucher ahnen es voraus: Vor dem Museum für afroamerikanische Kunst und Kultur in Washington trifft Jo Schück zwei Frauen, die es so formulieren: "Wir kommen hierher, so lange es noch geht."

Fotohinweis

 

Fotos sind erhältlich über ZDF-Kommunikation, Telefon: 06131 - 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/usa2026  

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