Film Club

Deutsche Free-TV-Premiere der romantischen Miniserie

Noa (Nabhaan Rizwan) und Evie (Aimee Lou Wood)
ZDF/Gaumont LTD
Noa (Nabhaan Rizwan) und Evie (Aimee Lou Wood) ZDF/Gaumont LTD

Seit Jahren verbindet Evie und Noa ihre Liebe zum Kino. Als Noa wegziehen muss, steht plötzlich mehr als ihre Freundschaft auf dem Spiel.

Sendedatum

Ab Freitag, 11. Dezember 2026, um 10.00 Uhr

Texte

"Es ist eine Geschichte für alle, die sich vielleicht manchmal als Außenseiter fühlen, die sich lieber in ihre eigenen vier Wände zurückziehen und ihrer Fantasie mit Geschichten und Filmen freien Lauf lassen" - Statement von Ralph Davis

Ich freue mich riesig, dass "Film Club" jetzt auch in Europa gezeigt wird und ein breiteres Publikum erreicht. Es ist eine Geschichte für alle, die sich vielleicht manchmal als Außenseiter fühlen, die sich lieber in ihre eigenen vier Wände zurückziehen und ihrer Fantasie mit Geschichten und Filmen freien Lauf lassen. Die Serie ist eine kleine, aber kraftvolle Geschichte, die Aimee und ich gemeinsam entwickelt haben, während wir unseren ganz eigenen Filmclub hatten. Sie erzählt vom Wunsch, dem zweiten Erwachsenwerden in den Zwanzigern zu entfliehen, von der Verwirrung, in einen Freund verliebt zu sein und nicht zu wissen, wie man damit umgehen soll, und davon, noch zu Hause zu leben – mit all dem Chaos, das damit einhergeht. Vor allem aber hoffe ich, dass sich die Zuschauerinnen und Zuschauer in der Geschichte wiederfinden und die Freitagabende gemeinsam mit Evie und Noa genießen können.

Ralph Davis (Co-Creator, Co-Writer, Executive Producer, spielt Dominic)

Stab, Besetzung, Inhalt und Hintergrund

Stab

Regie   Cahterine Morshead
Buch    Aimee Lou Wood, Ralph Davis, Anna Jordan
Kamera   Jonas Mortensen
Schnitt     Robbie Morrison, Keelan Gumbley
Nach einer Idee von   Aimee Lou Wood, Ralph Davis
Musik   Nathan Klein
Produktion   Gaumont UK
Produzent    Alison Jackson, Jamie Jackson, Aimee Lou Wood, Hannah Pescod, Ralph Davis 
Redaktion   Laura Mae Harding
Länge   

6 Folgen à ca. 29 Minuten    

Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller

Evie   Aimee Lou Wood    
Noa   Nabhaan Rizwan
Izzie   Liv Hill 
Josh    Adam Long 
Suz    Suranne Jones
Samantha    Fola Evans-Akingbola
Dominic   Ralph Davis
Callum   Owen Cooper    
Kam      Arian Nik

und andere

   

Inhalt

Ein mentaler Zusammenbruch hat die Endzwanzigerin Evie völlig aus der Bahn geworfen. Seit sechs Monaten lebt sie wieder mit ihrer Mutter und ihrer Schwester zusammen und traut sich nicht, das Grundstück zu verlassen. Lediglich an den Freitagabenden blüht sie auf, denn dann steht der Film Club mit ihrem besten Freund Noa auf dem Programm. Doch plötzlich droht der seit Jahren gepflegten Tradition das Aus: Als Noa für einen neuen Job wegziehen muss, bleiben Evie und Noa noch vier Wochen, um herauszufinden, ob es beim Film Club wirklich nur um ihre Liebe zum Kino geht.

 

Hintergrund

Hauptdarstellerin von "Film Club" ist die britische Schauspielerin Aimee Lou Wood. Der "Sex Education"-Star tritt zudem als Serienschöpferin, Drehbuchautorin und ausführende Produzentin auf. Ihr Co-Creator Ralph Davis wirkt ebenfalls in einer kleinen Rolle vor der Kamera mit. Zum Cast der Dramedy-Serie gehören darüber hinaus u. a. Suranne Jones ("Vigil"), Owen Cooper ("Adolescence"), Nabhaan Rizwan ("Kaos"), Liv Hill ("The Serpent Queen") und Fola Evans-Akingbola ("The Night Agent").

Folgeninhalte und Sendetermine in neo von ARD und ZDF

Folge 1: "Vier Wochen", Dienstag, 16. Februar 2027

Evie und Noa verbindet seit acht Jahren eine tiefe, aber rein platonische Freundschaft. Jeden Freitag richten sie ihren eigenen Film Club aus. Sie schauen sich ihre Lieblingsfilme an und gestalten einen dazu passenden Abend mit nachgebauten Filmsets, Kostümen und Spielen. Für Evie ist der Film Club auch eine Flucht aus dem trüben Alltag, denn die Endzwanzigerin hat mit psychischen Problemen zu kämpfen. Seit einem Zusammenbruch auf der Arbeit lebt sie wieder mit ihrer fürsorglichen, aber leicht exzentrischen Mutter Suz und ihrer jüngeren Schwester Izzie zusammen. Evie hat das Haus in Greater Manchester seit sechs Monaten nicht mehr verlassen. Sie hat Angst, auf fremde Menschen zu treffen. Als sie sich gerade auf den nächsten Filmabend zu "Alien" einstimmt, wird sie von einer Neuigkeit überrascht: Noa zieht schon vier Wochen später um. Er arbeitet künftig als Anwalt im weit entfernten Bristol.

 

Folge 2: "Verpflichtung", Dienstag, 16. Februar 2027

Angesichts des baldigen Abschieds von Noa hat sich Evie für den nächsten Film Club eine Menge vorgenommen. Auf dem Programm steht sein Lieblingsfilm "Der Zauberer von Oz" mit Judy Garland. Evie trommelt noch einmal die Komplettbesetzung des Clubs zusammen und gewinnt sogar Noas WG-Mitbewohner Dominic als neues Mitglied. Als der Filmabend starten soll, fehlt aber ausgerechnet Noa. Er war tagsüber schon in Bristol und hat nun große Probleme, zurück in den Norden zu kommen. Alle Züge sind gestrichen. Das Filmquiz muss ohne ihn beginnen. Evie spielt zusammen mit ihrem Freund Josh, der kein Mitglied im Film Club ist und auch gar keine Ahnung vom Thema hat. Das trübt die Stimmung. Unterdessen hat sich Evies Mutter Suz dazu durchgerungen, endlich einmal wieder auszugehen. Doch der heimlich von Izzie arrangierte Pub-Abend mit ihrer Nachbarin Steph verläuft ziemlich eigenartig.

 

Folge 3: "Keine Knochen", Dienstag, 16. Februar 2027

Noa zieht bald nach Bristol um, hat aber immer noch keinen Nachmieter für sein Zimmer gefunden. Dominic gibt ihm zu verstehen, dass es langsam Zeit werde. Zunächst einmal will Noa aber herausfinden, ob Evie wegen seiner Verspätung beim jüngsten Film Club sauer ist. Als er ihr einen Überraschungsbesuch abstattet, wirkt sie tatsächlich eingeschnappt. Schließlich rückt sie damit heraus, dass sie zufällig eine Handy-Nachricht von Noas neuer Bekannten gelesen hat. Ist Evie etwa eifersüchtig? Das wäre merkwürdig, weil sie ja eigentlich mit Josh zusammen ist. Nach und nach entspannt sich die Stimmung. Evie und Noa malen sich scherzhaft eine gemeinsame Zukunft in Manhattan aus. Er ermuntert sie dazu, wieder häufiger nach draußen zu gehen. Sie solle sich nicht darum scheren, was andere Menschen über sie denken. Nachdem er sie mit einer kleinen Show auf der Straße aufgeheitert hat, kommen sich die beiden sehr nahe.

 

Folge 4: "Nicht ist passiert", Dienstag, 16. Februar 2027

Evie traut sich wieder vor die Tür und hat keine Angst mehr davor, fremden Menschen zu begegnen. Sie ist wie ausgewechselt. Allerdings spricht sie nicht mehr mit Noa und ignoriert seine zahlreichen Anrufe. Evie teilt ihm auch nicht mit, dass bei der 200. Ausgabe des Film Clubs das Gefängnisdrama "Die Verurteilten" gezeigt wird. Als es so weit ist, taucht Noa trotzdem auf. Evie reagiert ihm gegenüber ziemlich abweisend. Nach der Vorführung reden sie aber doch noch miteinander. Noa möchte auf jeden Fall, dass sie die Filmabende auch ohne ihn fortsetzt. Das macht Evie wütend. Es steht etwas zwischen ihnen, aber beide können nicht offen darüber sprechen. Suz, hilfsbereit wie immer, besucht derweil die Feier zur Silbernen Hochzeit von Joshs Eltern, um etwas Kulinarisches beizusteuern. Leider hat sie geflissentlich ignoriert, dass er das eigentlich nicht wollte. Vor Ort erlebt sie eine unliebsame Überraschung.

 

Folge 5: "Glorreicher Tiefpunkt", Dienstag, 16. Februar 2027

Izzie hat den Eindruck, dass ihre Schwester vor etwas davonläuft. Evie hat sich eine Woche lang in der Garage eingeschlossen. Als sie wieder im Haus auftaucht, erklärt sie den Film Club für beendet. Sie wolle nun erwachsen werden. Josh macht ihr eine Liebeserklärung und sagt ihr seine Unterstützung zu. Als er später beim Aufräumen der Garage einen noch ungeöffneten Brief von Noa an Evie findet, lässt er ihn verschwinden. Derweil unterhält sich Evie mit dem Nachbarsjungen Callum, der bislang ziemlich gemein zu ihr gewesen ist. Nun stellen die beiden fest, dass sie einiges gemeinsam haben. Es ist Freitag, und am Abend findet dann doch der Film Club statt. Izzie und Suz haben eine Vorführung von "Brautalarm" vorbereitet. Evie ist eingeladen und Steph kommt ebenfalls dazu. Mit dem Prosecco-Konsum steigt die Bereitschaft, Klartext zu reden. Plötzlich taucht auch noch ein Überraschungsgast auf.

 

Folge 6: "Ein besseres Ende", Dienstag, 16. Februar 2027

Suz kann sich dunkel erinnern, dass sie am Vorabend Noas Brief an Evie gefunden und gelesen hat. Er steckte in Joshs Manteltasche. Da ihre Kneipentour mit Steph noch ziemlich ausgeufert ist, weiß sie aber keine weiteren Details mehr. Erschwerend kommt hinzu, dass der Brief nun spurlos verschwunden ist. Wenig später taucht Josh auf. Seit der Silberhochzeit geht Suz auf Distanz zu ihm. Evie hingegen spannt ihn für die Suche nach dem Brief mit ein. Tatsächlich wird Josh fündig. Danach führt Evie ein klärendes Gespräch mit ihm. Sie zieht sich in die Garage zurück, um den Brief zu lesen. Danach ist ihr klar, dass sie Noa unbedingt noch einmal sehen muss, bevor er mit dem Zug in Richtung Bristol aufbricht. Suz und Izzie bieten an, sie mit dem Auto zum Bahnhof zu fahren. Doch der Wagen springt nicht an. Callum stellt Evie stattdessen sein Fahrrad zur Verfügung. Kann sie es damit noch rechtzeitig schaffen?

Kurzinterviews und Statements von Aimee Lou Wood, Ralph Davis, Nabhaan Rizwan, Adam Long, Liv Hill und Jamie Jackson

Aimee Lou Wood (Co-Creator, Co-Writer, Executive Producer, spielt Evie)

Wie ist "Film Club" entstanden und woher kam die Inspiration für Sie und Ralph Davis?

Ralph und ich waren zusammen auf der Schauspielschule und wollten schon seit dem Tag, an dem wir uns kennengelernt haben, etwas zusammen schreiben – wir haben einen sehr ähnlichen Sinn für Humor und verstehen die Witze des anderen sofort. Während des Lockdowns brauchten Ralph und ich ein kreatives Ventil. Also begannen wir darüber nachzudenken, welche wichtige Rolle Filme und Serien damals für viele Menschen spielten und wie sehr sie dabei halfen, diese Zeit zu überstehen. Als Schauspieler und Autoren haben uns Film und Fernsehen schon immer sehr viel bedeutet, und bestimmte Filme und Serien haben mir durch wirklich schwere Zeiten geholfen. Ich persönlich habe mich von einem Buch von Matt Haig inspirieren lassen; darin schreibt er sinngemäß: "Wenn man den Durchblick verliert, braucht man einen neuen Blickwinkel." Ich glaube, dass man die eigene Geschichte und das eigene Leben oft besser verstehen kann, wenn man sie durch die Figuren und Geschichten anderer betrachtet.

 

Erkennen Sie sich selbst in Evie wieder?

Evie und ich sind nicht genau gleich, aber vieles an ihr ist sicherlich auch ein Ausdruck von mir selbst. Erst als ich die Serie später gesehen habe, wurde mir bewusst, wie viel ich von mir selbst in die Figur eingebracht habe – oft sogar ganz unbewusst. Ich glaube, dass "Film Club" vor allem für diese zweite Phase des Erwachsenwerdens im Leben steht. Es gibt so viele Coming-of-Age-Geschichten über Jugendliche, aber eigentlich wird niemand schon mit 16 oder 17 Jahren wirklich erwachsen. Die viel schwierigere Lebensphase ist, meiner Meinung nach, die der wilden, manchmal auch ziemlich kniffligen Zwanzigern: Man fühlt sich noch immer wie ein Kind und ist gleichzeitig längst erwachsen.

 

Was hat Ihnen besonders daran gefallen, Evie zu spielen?

Zu Beginn der Serie kann Evie das Haus nicht verlassen, das ist ihr einfach zu viel. Was ich an ihr aber besonders liebe, ist die Fähigkeit, innerhalb dieses sehr begrenzten Raumes, in dem sie lebt, ihre eigenen Welten zu erschaffen – für sich selbst, aber auch für andere. Aus ihrer Garage heraus eröffnet sie den Menschen, die ihr nahestehen, neue Perspektiven. Dieser kleine Ort wird zu einer Parallelwelt, in der man ausgelassen sein und sich frei fühlen kann. Einerseits ist sie durch ihren psychischen Zustand stark eingeschränkt, andererseits hört sie nie auf, sie selbst zu sein. Viele Menschen erleben Phasen in ihrem Leben, in denen es ihnen nicht gut geht. Gerade dann ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass die eigene Persönlichkeit noch immer da ist, auch wenn die eigenen Lebensumstände beängstigend oder überwältigend wirken. Evie erkennt zu Beginn der Handlung noch nicht, dass sie eigentlich alles, was sie braucht, bereits in sich trägt.

 

Ralph Davis (Co-Creator, Co-Writer, Executive Producer, spielt Dominic)

Wie kam es dazu, dass Sie und Aimee angefangen habt, gemeinsam zu schreiben, und wie hat "Film Club" sich für Sie beide entwickelt?

"Film Club" entstand vor allem aus einer gewissen Not heraus. Während des Lockdowns haben Aimee und ich zusammengelebt und wie viele andere wurden wir in dieser Zeit langsam verrückt. Wir schauten unzählige Filme und Serien, die uns inspirierten, und wussten schon lange, dass wir Figuren erschaffen wollten, die unsere eigene Stimme und unseren eigenen Humor widerspiegeln. Aus diesem Wunsch heraus nahm "Film Club" nach und nach Gestalt an. Schließlich hingen überall in unserer Wohnung A3-Plakate mit diesen Figuren und der Idee, aber ursprünglich ging es darum, mich davon abzuhalten, Dinge zu tun wie zum Beispiel dienstags um 10 Uhr morgens während des Lockdowns ein langes Bad zu nehmen!

 

Welche Themen waren Aimee und Ihnen beim Schreiben besonders wichtig und was sollte in "Film Club" unbedingt zum Ausdruck kommen?

Im Kern geht es um die Liebe in ihren verschiedenen Formen: um die Liebe zu einem Freund oder einer Freundin, darum, was diese Gefühle bedeuten und wie man zwischen platonischer und romantischer Liebe unterscheiden kann. Ein weiteres zentrales Thema war für uns das Erwachsenwerden, besonders in den Zwanzigern. Heute zieht sich die Jugend aus den unterschiedlichsten Gründen oft länger hin als früher. Während der Entwicklung von "Film Club" fiel immer wieder der Ausdruck einer "zweiten Pubertät". Als wir die Serie während des Lockdowns schrieben, war ich Mitte zwanzig und fühlte mich trotzdem noch wie ein Teenager. Gleichzeitig gab es viele Menschen in meinem Umfeld, die heirateten, Häuser kauften, sich Hunde anschafften und all diese "Erwachsenen-Dinge" taten. Letztlich erzählt die Serie davon, dass jeder versucht, auf seine ganz eigene Weise erwachsen zu werden und seinen Platz im Leben zu finden.

 

Was hat Sie und Aimee dazu bewogen, die Filme (wie "Der Zauberer von Oz") für die Serie auszuwählen?

Wir haben ganz bewusst entschieden, dass der Film, der in jeder Folge im Mittelpunkt steht, auf irgendeine Weise widerspiegeln soll, was in diesem Moment in Evies Leben passiert. In der ersten Folge versucht Evie beispielsweise, das Haus zu verlassen, und der Film dazu ist "Alien". Für sie ist das ein mutiger Schritt ins Unbekannte, der mit einem großen, psychischen Druck verbunden ist. Gleichzeitig wirkt die Außenwelt auf sie aber auch faszinierend, fremd und voller Möglichkeiten. Außerdem war es uns wichtig, Filme auszuwählen, die eine gewisse Allgemeingültigkeit besitzen. Es sollten Filme sein, in deren Welten man als Zuschauerin und Zuschauer auch selbst eintauchen möchte. Man soll Lust bekommen, sich wie die Figuren zu verkleiden, in ihre Welt zu fliehen und ganz in sie einzutauchen. Deshalb mussten es Filme sein, die ihre ganz eigene, lebendige und unverwechselbare Atmosphäre vermitteln.

 

Evie und Noas Filmclub wirkt wie eine Liebeserklärung ans Kino. Wenn Sie im echten Leben selbst einen Filmclub gründen würden, mit welchem Film würden Sie starten und warum?

Da gibt es mehrere mögliche Antworten. Wenn ich einen Filmclub veranstalten würde und ausschließlich echte Filmfans ansprechen wollte, würde ich wahrscheinlich "Das siebente Siegel" von Ingmar Bergman auswählen. Es gibt aber auch eine etwas naheliegendere Antwort, und das ist gleichzeitig mein Lieblingsfilm: "Gladiator". Diesen Film habe ich als Kind gemeinsam mit meinen Eltern gesehen und ich liebe ihn bis heute.

 

Nabhaan Rizwan (spielt Noa)

Was hat Sie an "Film Club" und an der Figur Noa gereizt?

Ich wollte unbedingt bei "Film Club" mitmachen, weil ich Filme und Serien liebe, die selbst eine Hommage an andere Filme sind. Die Dialoge der Serie sind stark von Filmzitaten geprägt. Noa und Evie nutzen diese Zitate, um sich Dinge mitzuteilen, die sie nicht direkt aussprechen können. So kommunizieren die beiden miteinander und setzen Humor aber auch als eine Art emotionales Schutzschild ein – genau diese Metaebene hat mich besonders gereizt.

 

Adam Long (spielt Josh)

Was hat Sie an "Film Club" besonders angesprochen?

Was mich zunächst an "Film Club" begeistert hat, waren die Drehbücher. Vieles darin kam mir sehr vertraut vor: die Herausforderungen des Erwachsenwerdens und die Art, wie Filme als Zufluchtsort dienen können. Gleichzeitig ist die Serie sehr witzig und steckt voller Herz. Ich glaube, was "Film Club" vor allem auszeichnet, ist Aimee. Sie ist als Mensch vollkommen einzigartig und ihre ganz eigene Stimme zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Serie.

 

Liv Hill (spielt Izzie)

Was hat Sie an der Figur Izzie gereizt?

Zu Beginn der Serie sehen wir Izzie in einem Job, der sie eigentlich nicht erfüllt. Im Laufe der Handlung findet sie den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen, das zu tun, was sie wirklich möchte, und ein eigenes Unternehmen gründet. Das hat mich besonders angesprochen, weil ich darin Parallelen zu meinem eigenen Weg als Schauspielerin gesehen habe. Eine Zeit lang war ich selbst unsicher, ob ich diesen Beruf wirklich machen möchte. Manchmal braucht es aber nur diese eine Person, die an einen glaubt und einen ermutigt, um den entscheidenden Schritt zu wagen.

 

Erzählen Sie uns mehr über die Drehorte von "Film Club".

Wir haben tatsächlich in einem echten Haus gedreht. Wenn die gesamte Besetzung und Crew dort zusammengekommen ist, war es dort sehr gemütlich und dadurch fühlte sich alles sehr heimelig und vertraut an. Das Team hat außerdem großartige Arbeit geleistet und überall Fotos von uns aufgehängt, sodass es sich wirklich wie das Zuhause unserer Figuren anfühlte. Das Garagen-Set habe ich nur ein- oder zweimal gesehen, da Izzie nicht direkt Teil des Filmclubs ist. Aber es ist faszinierend zu beobachten, wie sich die Garage für jede Folge und jeden Film aufs Neue verwandelt. Das Set befand sich in einem großen Studio, und überraschenderweise fühlt es sich tatsächlich wie eine echte Garage an, weil es dort eher kühler und dunkel ist. Gleichzeitig ist das Szenenbild unglaublich farbenfroh und lebendig gestaltet. Dadurch wirkte der Raum besonders eindrucksvoll und war ein wirklich schöner Ort zum Arbeiten.

 

Jamie Jackson (Gaumont Executive Producer)

Wie haben Sie die Idee zu "Film Club" zum ersten Mal mit Aimee besprochen?

Manchmal gibt es Schauspielerinnen oder Schauspieler, die einem beim Fernsehen sofort ins Auge fallen. Als ich Aimee zum ersten Mal in "Sex Education" gesehen habe und kurz darauf noch einmal auf der Bühne in "Onkel Wanja", war ich sofort fasziniert. Ich fand sie als Schauspielerin unglaublich mitreißend. Wenig später las ich in einem Interview, dass sie schon immer schreiben wollte. Das machte mich neugierig darauf, welche Geschichten sie erzählen möchte. Als wir uns dann trafen, erzählte sie mir von der Idee zu "Film Club". Meine Aufgabe bestand dabei vor allem darin, jemand anderen in seiner kreativen Vision zu unterstützen. Aimees Stimme ist so einzigartig. Sie schickte mir ein kurzes Theaterstück, das sie geschrieben hatte, und schon daran konnte ich erkennen, dass sie als Autorin genauso viel Talent hat wie als Schauspielerin.

 

Wie entwickelte sich "Film Club" von diesem Punkt an weiter?

Aimee wollte von Anfang an eine Serie kreieren, die sie auch selbst gerne anschauen würde, die aber genauso auch ihrer Mutter gefallen könnte, etwas, dass sie zusammen genießen können. Sie hatte das Gefühl, und das ging mir ähnlich, dass es damals im Fernsehen nur wenige Serien gab, die eine Brücke zwischen unterschiedlichen Generationen schlagen konnten. Auf diesem Gedanken basiert letztlich das Fundament von "Film Club".

 

Wie haben Aimee und Sie die Balance zwischen Drama und Komödie gefunden?

Der Ton der Serie bewegt sich zwischen Drama und Komödie. Für mich gehören diese beiden Elemente aber genauso zusammen wie im echten Leben: das eine beeinflusst oft auch das andere. Deshalb hoffe ich, dass die Serie die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Lachen bringt, sie zum Weinen bringt und manchmal vielleicht sogar beides gleichzeitig schafft. Oft sind wir selbst ja gerade dann am witzigsten, wenn wir eigentlich traurig sind. Deshalb gehen die beiden Genres Drama und Komödie für mich Hand in Hand.

Kontakt

Mailin Erlinger
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