Hinter der Linie

Coming-of-Age-Drama

Kapitänin Büsra (Ronahi Gul, 2. v. l.) schwört ihr Team vom FC Virtus 04, darunter Marie (Lotta Vetterlein, r. neben Büsra) und Neuzugang Raya (Helena Yousefi, r. neben Marie), mit dem traditionellen Schlachtruf auf die kommende Saison ein. Teamgeist und Zusammenhalt stehen dabei an erster Stelle.
ZDF/Lilly Merck
Kapitänin Büsra (Ronahi Gul, 2. v. l.) schwört ihr Team vom FC Virtus 04, darunter Marie (Lotta Vetterlein, r. neben Büsra) und Neuzugang Raya (Helena Yousefi, r. neben Marie), mit dem traditionellen Schlachtruf auf die kommende Saison ein. Teamgeist und Zusammenhalt stehen dabei an erster Stelle. ZDF/Lilly Merck

Raya träumt von einer Karriere als Fußballprofi. Doch das Verhalten ihres Trainers verunsichert sie immer mehr und lässt sie spüren, dass etwas nicht stimmt. Während eines Trainingscamps erkennt Raya, dass auch ihre Mitspielerin Marie unter dem Verhalten von Trainer Lukas leidet. Als er Marie immer stärker unter Druck setzt, muss Raya entscheiden, ob sie weiter schweigen oder für Marie und sich selbst einstehen will.

Sendedatum

Freitag, 20. November 2026, ab 5.00 Uhr
Sonntag, 22. November 2026, um 20.15 Uhr

Fotos

Texte

"'Hinter der Linie' erzählt von Selbstwirksamkeit und der heilenden Kraft von Zusammenhalt und Solidarität" ‒ Statement von Autorin Maike Rasch

Um junge Menschen zu ermutigen, über schwierige Themen zu sprechen, müssen wir diese Themen aus der Tabuzone holen. Wir müssen sie sichtbar machen und den Kindern und Jugendlichen eine Sprache dafür geben und ihnen versichern, dass ihnen zugehört und geglaubt wird. Sexuelle und machtmissbräuchliche Übergriffe geschehen jeden Tag: im Sport, aber auch in anderen Bereichen.

Unser Film "Hinter der Linie" kann dies zeigen und enttabuisieren. Mir ging es als Autorin darum, eine Geschichte zu erzählen, die nicht abschreckt oder Angst macht, sondern hinsieht, Probleme verdeutlicht und Mut macht, sich dem entgegenzusetzen. Wir alle brauchen Verbündete, wenn wir etwas Schlimmes erleben oder uns in einer Situation befinden, aus der wir nicht mehr rauskommen. Wir brauchen dann Hilfe, um uns zu wehren und um Dinge verarbeiten zu können. Und insbesondere junge Menschen brauchen die Sicherheit, dass sie sich selbst glauben können. Dass das, was passiert, wirklich wahr ist, sie aber keine Schuld trifft, und die Scham endlich die Seite wechseln muss. "Hinter der Linie" soll genau davon erzählen und vor allem Mut machen, sich anzuvertrauen. Je selbstverständlicher es wird, Missstände anzusprechen und laut zu sein,umso unsicherer fühlen sich die Täter. "Hinter der Linie" erzählt von Selbstwirksamkeit und der heilenden Kraft von Zusammenhalt und Solidarität.

 Maike Rasch (Autorin)

"Mich interessiert, wie eng Vertrauen und Abhängigkeit im Leistungssport miteinander verbunden sind und wie leicht daraus Machtmissbrauch entstehen kann" ‒ Statement von Regisseurin Âni Vo

Fast jedes Mädchen kennt so einen Moment. Eine Grenze wird überschritten, während man selbst noch nach den Worten dafür sucht. Solche Erfahrungen habe ich selbst gemacht und wollte dieses Gefühl ins Zentrum von "Hinter der Linie" stellen.

Raya beginnt als Fußballspielerin in ihrem Traumverein. Wir erleben mit ihr die Dynamiken im Team und ihre Beziehung zu ihrem Trainer und spüren ihre Verunsicherung, noch bevor sie sie einordnen kann. Die Darstellung sexualisierter Gewalt haben wir gemeinsam mit Fachberaterinnen und Fachberatern erarbeitet und uns bewusst gegen Szenen entschieden, die Übergriffe ausstellen oder erklären. Davon erzählen stattdessen Blicke, Reaktionen und das Zögern unserer Figuren vor einem Satz, der aus Scham nicht ausgesprochen wird.

Mich interessiert, wie eng Vertrauen und Abhängigkeit im Leistungssport miteinander verbunden sind und wie leicht daraus Machtmissbrauch entstehen kann. Ein Trainer, der Türen öffnet, kann sie auch wieder verschließen. Gerade diese Ambivalenz macht es schwer, das Erlebte überhaupt als Grenzüberschreitung zu benennen, und sie kann Betroffene in die Isolation führen. Unser Film setzt genau dort an.

Das Ende ist für mich der wichtigste Moment. Die Mädchen sind nicht mehr allein. Sie glauben einander und stehen für sich und füreinander ein. Genau darin liegt ihre Stärke. Wer sich anvertraut, ist nicht schwach, sondern wagt den ersten Schritt, etwas zu verändern.

Âni Vo (Regisseurin)

Stab, Besetzung, Inhalt und Hintergrund

Stab

Buch      Maike Rasch
Regie     Âni Võ
Kamera    Noah Böhm    
Schnitt     Laura Espinel
Ton   Simon Wolf
Maske   Anne Fonfara
Szenenbild   Katherine Halbach
Kostümbild   Josefin Kwon 
Produktion       Studio Zentral
Produzenten   Lasse Scharpen, Christine Hartmann
Producerin   Ina Philipps
Junior Producer   Mona Shani, Daniel Kadour
Redaktion ZDF     Karsten Klüner, Jutta Trauer, Jens Ripke-Desaules
Länge     

45 Minuten

Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller

Raya    Helena Yousefi
Lukas Korthis   Lennart Hahn
Marie     Lotta Vetterlein
Lilly     Adenike Hirnet
Büsra   Ronahi Gul
Darius    Reza Brojedi
Manni     Hyun Wanner

und andere

   

Inhalt

Raya ist überglücklich, als sie in das angesehene Fußballteam von Lukas Korthis aufgenommen wird. Der erfolgreiche Trainer gilt als Förderer junger Talente und als Türöffner für eine Karriere im Profifußball. Im Team lernt Raya die zurückhaltende Marie, die ehrgeizige Kapitänin Büsra und die aufgeschlossene Lilly kennen, mit der sie sich schnell anfreundet.

Als das Team zu einem Trainingscamp aufbricht, ist die Stimmung ausgelassen. Doch schon bald bemerkt Raya, dass Trainer Lukas immer wieder die körperlichen und persönlichen Grenzen seiner Spielerinnen überschreitet. Nach und nach erkennt Raya, dass Lukas seine Machtposition sowie die Träume der Mädchen von einer sportlichen Zukunft gezielt ausnutzt.

Als Raya beginnt, sich gegen sein Verhalten zu wehren, reagiert Lukas mit Druck, Einschüchterung und Ausgrenzung. Als sie schließlich erfährt, dass er Marie nachts zu sich locken will, fasst sie einen mutigen Entschluss und stellt sich dem Trainer entgegen.

 

Hintergrund

"Hinter der Linie" greift die gesellschaftlich hoch relevante und noch immer häufig tabuisierte Problematik von sexueller Gewalt und Machtmissbrauch gegenüber Kindern und Jugendlichen auf. Im Mittelpunkt steht die Botschaft, dass Betroffene nicht allein sind und ein Recht darauf haben, gehört und ernst genommen zu werden. Der Film möchte Mut machen, Grenzverletzungen anzusprechen, Unterstützung zu suchen und sich vertrauensvoll an andere zu wenden.

Interview mit Helena Yousefi (Raya)

Was hat Sie an der Rolle in "Hinter der Linie" besonders gereizt?

Besonders fasziniert hat mich das gesamte Projekt. Ich habe das Drehbuch gelesen und war sehr berührt von Raya und ihrer Stärke. Gleichzeitig habe ich es als spielerische Herausforderung gesehen, so eine Geschichte zu erzählen, und wollte gerne Teil dieses besonderen Projektes werden. Außerdem habe ich selber jahrelang Fußball gespielt und mich deshalb gefreut, dass dieser Mannschaftssport das Setting für unseren Film bietet.

 

Was war Ihnen bei der Darstellung dieses sensiblen Themas besonders wichtig?

Mir war besonders wichtig, die Vielschichtigkeit und Komplexität durch mein Spiel verständlich rüberzubringen. Zuschauer*innen müssen mit Raya mitfühlen können. Zusätzlich war mir und unserer tollen Regiesseurin Âni Voi besonders wichtig, dass keine Gewaltverherrlichung stattfindet und auch eine Form der Selbstermächtigung stattfindet, um Menschen, die sich in Raya oder Marie wiedererkennen, zu motivieren und inspirieren sich zu wehren, auch wenn es schwer ist. Raya muss entscheiden, ob sie schweigt oder sich zur Wehr setzt. Was gibt ihr schließlich den Mut dazu?

 

Wie haben Sie sich auf die emotional anspruchsvollen Szenen vorbereitet?

Ich habe probiert, mir einen Moment für mich zu nehmen, und habe mir nochmal die Szenen vorher durchgelesen, um genau zu wissen, an welchem Punkt Raya sich gerade befindet. Parallel haben wir uns gemeinsam mit einer Intimacy-Coachin auf die Szenen vorbereitet, Grenzen aufgezeigt und eine Art von Choreografie festgelegt. Dadurch habe ich mich immer sehr sicher gefühlt.

 

Raya muss entscheiden, ob sie schweigt oder sich zur Wehr setzt. Was gibt ihr schließlich den Mut dazu?

Eine von Rayas engsten Bezugspersonen ist ihr Vater, welcher ihr beigebracht hat, für sich einzustehen und etwas zu sagen, wenn was falsch läuft. Gleichzeitig weiß sie, dass sie Marie helfen muss, und möchte ihre Teamkollegin nicht alleine lassen. Ihr Mut und ihre Empathie für andere bewegen sie letztendlich dazu, sich ihrer eigenen Angst zu stellen.

 

Welche Rolle spielen Freundschaft und Zusammenhalt für Rayas Entwicklung?

Raya wird gleich von Anfang an in das neue Team aufgenommen und integriert. Das gibt ihr Rückhalt und ein Vertrauen in ihre Mannschaft, die ihr das Gefühl geben, sich auf sie verlassen zu können. In der Hinsicht fungiert das Team als "starker Rücken" für Raya, auf den sie sich verlassen kann. Letztendlich ist es das gesamten Team, welches Raya und Marie Sicherheit gibt und im richtigen Moment da ist.

 

Was sollen junge Zuschauerinnen und Zuschauer aus dem Film mitnehmen?

Ich wünsche mir, dass sie sich gesehen fühlen und bestärkt darin, dass sie so ein Verhalten nicht über sich ergehen lassen müssen. Sie sollen inspiriert werden, für sich einzustehen, und wissen, dass es Menschen und Einrichtungen gibt, an die man sich wenden kann. Außerdem soll "Hinter der Linie" ihnen zeigen, dass so ein Verhalten nicht normal ist, was als junger Mensch manchmal schwer sein kann zu differenzieren.

Wissen, das schützt: PUR+ setzt Schwerpunkt zur sexuellen Bildung rund um "Hinter der Linie"

Wie verändert die Pubertät den eigenen Körper? Was genau ist Sex? Und wo finden Kinder Hilfe, wenn persönliche Grenzen verletzt werden? Mit drei Sendungen zu Pubertät, Aufklärung und sexualisierter Gewalt setzt "PUR+" einen Schwerpunkt zur sexuellen Bildung und begleitet damit den ZDF-Themenfilm "Hinter der Linie".

"PUR+" macht dabei ein verlässliches und altersgerechtes Wissensangebot für Kinder und Eltern, die über die Sendungen mit ihren Kindern ins Gespräch kommen möchten. In Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten vom "Institut für Sexualpädagogik", "Pro Familia" und "Innocence in danger" greifen die drei Folgen Fragen auf, die von Kindern und Jugendlichen kommen, lebensnah und ohne Tabus.  

Begleitend zu jeder Sendung bei KiKA können Zuschauerinnen und Zuschauer ihre Fragen in einem KiKA-Chat direkt an Expertinnen und Experten richten. Darüber hinaus verweisen die Sendungen auf konkrete Beratungs- und Hilfsangebote, an die sich Kinder, Jugendliche und Familien wenden können.

 

Pubertät – Oha, mein Körper spinnt!

Am Dienstag, 10. November 2026, um 19.25 Uhr bei KiKA

Am Samstag, 14. November 2026, um 10.00 Uhr im ZDF

Ab Samstag, 6. November 2026,  12.00 Uhr auf im ZDF-Streaming

Plötzlich wachsen überall Haare, unter den Achseln fängt es an zu riechen, auf der Stirn sprießen Pickel: Die Pubertät ist da. "PUR+" klärt: Warum ist der Körper plötzlich im Ausnahmezustand?

"PUR+" untersucht, wie verschieden die Pubertät bei Jugendlichen verlaufen kann.

In der Sendung werden Schülerinnen und Schüler aus der sechsten und achten Klasse der IGS Nordend in Frankfurt am Main über ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit und in der Pubertät sprechen. Aufgeteilt in mehrere Themenblöcke geht es nicht nur um Haare und Pickel, sondern auch um weitere Bereiche der Pubertät, wie Brust- und Hodenwachstum, Zoff mit den Eltern und auch um die "Morgenlatte". 

Zu den jeweils angesprochenen Aspekten liefern Beiträge wertvolles Hintergrundwissen. Erklärt wird die Rolle der Hormone und auch, wie das Gehirn sich während der Pubertät verändert. Man könnte sagen ‒ vom Kind- zum  Erwachsenenmodus. 

Als weiteres Element der Sendung wird Moderator Eric Mayer zusammen mit den Tiktokerinnen Lena und Nathalia, bekannt aus "safespace" (funk), und Stefan von "deindailyupdate" (RadioFritz) in einer Talkrunde auf die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler reagieren. Die vier treffen zusammen im Jugendzentrum Königstadt, am Prenzlauer Berg in Berlin. Wie blicken die Talkgäste als junge Erwachsene zurück auf ihre eigenen Pubertätserlebnisse? Welche Tipps haben sie für die Jugendlichen?

 

Aufklärung – was geht da unten?

Am Dienstag, 17. November 2026, um 19.25 Uhr bei KiKA

Am Samstag, 21. November 2026, um 10.00 Uhr im ZDF

Ab Freitag, 13. November 2026, 12.00 Uhr im ZDF-Streaming

Wie geht eigentlich Sex? Muss ein Penis lang sein? Was ist der Unterschied zwischen Vulva und Vagina? "PUR+" klärt auf: Welche Geschlechtsorgane haben wir, wie heißen und funktionieren sie?

Sexualtherapeutin Mona Rauber vermittelt in einem Aufklärungsworkshop Schülern und Schülerinnen, wie wichtig es ist, dass man sich mit seinem Körper gut auskennt, dass es nicht peinlich ist, darüber zu sprechen, und welche irreführenden Mythen es gibt. 

 

Sexualisierte Gewalt – mein Körper gehört mir!

Am Sonntag, 22. November 2026, um 19.25 Uhr bei KiKA

Am Samstag, 28. November 2026, um 10.00 Uhr im ZDF

Ab Freitag, 20. November 2026, 12.00 Uhr im ZDF-Streaming

Mein Körper gehört mir! Bei "PUR+" geht es in dieser Sendung um den Schutz vor sexuellen Übergriffen, wie man sexualisierte Gewalt erkennt und wo man sich Hilfe holen kann.

Schülerinnen und Schüler einer sechsten Klasse erleben in einem Präventionskurs, wie sie beim Zocken am Computer oder beim Austausch von Chat-Nachrichten "Cybergrooming" erkennen und sich schützen können. "PUR+"-Moderator Eric Mayer begleitet den Workshop.

Während der ganzen Sendung steht Eric Mayer der Traumapädagoge Karl-Heinz Zmugg vom Kinderschutzverein "Innocence in Danger" zur Seite. Er leitet den Präventionsworkshop und ordnet weitere Beiträge der Sendung ein. So gibt es Ausschnitte aus dem ZDF-Themenfilm "Hinter der Linie", der den Machtmissbrauch eines Fußballtrainers gegenüber den minderjährigen Spielerinnen thematisiert.

Und auch die Teilnehmerinnen von "Die WG – Girls am Gletscher" melden sich in der Sendung zu Wort. Selbstbehauptung und Selbstbestimmung sind wichtige Themen, über die sich die Mädchen der aktuellen WG Gedanken gemacht haben. Die Fünf sprechen offen darüber, warum jede und jeder selbst bestimmen sollte, wo persönliche Grenzen liegen.

Experten und Expertinnen gehen von einer hohen Dunkelziffer aus und vermuten, dass in jeder Schulklasse durchschnittlich zwei Kinder Opfer von sexualisierter Gewalt sind. Die Sendung ermutigt dazu, über grenzüberschreitende Erlebnisse zu sprechen und sich Hilfe zu holen. Zudem soll vermittelt werden, dass ein Kind oder Jugendlicher niemals in irgendeiner Weise schuld an dem Geschehenen ist. Schuld hat, wer Gewalt ausübt. Die Verantwortung für sexualisierte Gewalt tragen allein die Täter und Täterinnen.

Fotolink

Pressefotos zur Sendung erhalten Sie unter https://presseportal.zdf.de/presse/hinterderlinie (nach Log-in), telefonisch unter 06131 – 70-16100 oder per E-Mail unter pressefoto@zdf.de. 

Kontakt

Mailin Erlinger
Programmkommunikation Fiction, Entertainment und Young Audiences
erlinger.m@zdf.de
+49 6131 70-14588

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