Mission Pinguin – Mit dem Segelboot in die Antarktis

Im Segelboot unterwegs ans Ende der Welt: ZDF-Reporter Carsten Behrendt begleitet eine außergewöhnliche Expedition in die Antarktis. Mit dabei: Profisegler Boris Herrmann. Drei Wochen waren sieben Wissenschaftler, vier Segler, drei Journalisten an Bord mit dem Ziel Danger Islands, sieben kleinen Inseln, auf denen vor einigen Jahren die größte bekannte Adélie-Pinguin-Kolonie der Welt entdeckt wurde. Die 43-minütige Dokumentation schildert die Expedition, über die das ZDF auch schon live in seinen Nachrichten- und Magazinsendungen berichtet hatte.

Sendedatum

Sonntag, 1. November 2026, 10.00 Uhr
Sonntag, 8. November 2026, 16.15 Uhr

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Mission Pinguin – Mit dem Segelboot in die Antarktis

Ab Sonntag, 1. November 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen
Sonntag, 8. November 2026, 16.15 Uhr, ZDF

Mission Pinguin – Mit dem Segelboot in die Antarktis

Film von Carsten Behrendt

Kamera: Carsten Behrendt, Leif Stange
Redaktion: Andrea Schreiber
Leiter der Sendung: Markus Wenniges
Länge: ca. 43 Minuten

Im Segelboot unterwegs ans Ende der Welt: ZDF-Reporter Carsten Behrendt begleitet eine außergewöhnliche Expedition in die Antarktis. Mit dabei: Profisegler Boris Herrmann.

Eine Million Pinguine, gewaltige Eisberge – es geht in eines der entlegensten Gebiete der Erde. Die Dokumentation bietet seltene Einblicke in die Arbeit der Polarforschung und Begegnungen mit der einzigartigen Tierwelt der Antarktis.

Es ist ein Segelabenteuer der besonderen Art. Gemeinsam mit sieben Wissenschaftlern, vier Seglern und zwei weiteren Journalisten macht sich Carsten Behrendt vom argentinischen Ushuaia auf Feuerland auf den Weg durch die berüchtigte Drake Passage in die Antarktis. Auf den Danger-Inseln lebt eine der größten bekannten Kolonien von Adélie-Pinguinen weltweit – in einer Region, die bislang nur wenige Menschen betreten haben.

Mit an Bord ist auch Deutschlands bekanntester Hochseesegler Boris Herrmann. Sein Team betreibt mit der "Malizia Explorer" das Forschungsschiff der Expedition. Auf seinen Rennen um die Welt ist er der Antarktis bereits vielfach nahegekommen. Nun fährt Boris Herrmann erstmals direkt dorthin. Die Route führt vorbei an Eisbergen und dichten Meereisfeldern. Immer wieder entscheidet die Natur, ob die Expedition vorankommt oder gestoppt wird. Eine Reise, die selbst den erfahrenen Segelprofi vor ungekannte Herausforderungen stellt.

Die Mission hat eine besondere Bedeutung. Die Danger-Inseln wurden auf Initiative Deutschlands und der USA unter besonderen Schutz gestellt. Nun wollen die Wissenschaftler des Umweltbundesamts, des Alfred-Wegener-Instituts und des Thüringer Instituts für Nachhaltigkeit und Klimaschutz den Zustand der sieben Inseln und ihrer Tierwelt umfassend dokumentieren. Im Fokus stehen dabei die Adélie-Pinguine. Die Wissenschaftler zählen die Pinguine mit Drohnen und untersuchen ihre Gesundheit. Die Tiere gelten als wichtige Indikatoren für Veränderungen im Südpolarmeer. Sie können Hinweise auf Krankheiten als auch auf Veränderungen des Meereises, der Nahrungsquellen und des Klimas liefern.

Durchs Packeis zu den Pinguinen – Bericht von ZDF-Reporter Carsten Behrendt

Kurz nach fünf Uhr früh. Erster Morgen auf See. Am Abend zuvor haben wir das argentinische Ushuaia verlassen, jetzt begleitet uns eine Delfin-Eskorte auf den Atlantik. Ich filme, während unser Schiff auf meterhohen Wellen tanzt. Die Quittung fürs Starren aufs Kameradisplay folgt prompt: seekrank. Ich wollte abwarten, wie mein Körper reagiert, bevor ich mir ein Pflaster klebe. Mit wachen Sinnen erleben, was passiert – typisch Reporter. Eine Expedition in die Antarktis, die auch ein Fernsehexperiment ist: Abenteuer und Forschung in Echtzeit. An Bord eines Segelschiffs – der Malizia Explorer. 26 Meter lang. Das Boot gehört dem Rennteam von Boris Herrmann. Deutschlands bekanntester Hochseesegler ist selbst mit an Bord. Für ihn und sein Schiff ist es die Polarpremiere. Er will beweisen, dass Segelboote wendig, klimafreundlich und flexibel sind – eine Alternative zu großen Forschungsschiffen wie der Polarstern. Sechsmal hat Herrmann die Antarktis bei Regatten umrundet, doch noch nie war er dort an Land.

Die Danger Islands

Wir sind 14 Menschen an Bord: sieben Wissenschaftler, vier Segler, drei Journalisten – ich allein fürs ZDF. Unser Ziel sind die Danger Islands. Sieben kleine Inseln. Unberührte Wildnis. Vor wenigen Jahren wurde dort die größte bekannte Adélie-Pinguin-Kolonie der Welt entdeckt – schätzungsweise 1,1 Millionen Brutpaare. Seit Kurzem ist die Inselgruppe ein Schutzgebiet. Das erste in deutscher Verantwortung. Die Inseln sind wie ein Mikrokosmos für die großen Herausforderungen unserer Zeit: Klimawandel, Biodiversität, Meeresverschmutzung und Überfischung.

Unser Expeditionsstart Mitte November ist riskant. Die Inseln sind oft unerreichbar, vom Eis umschlossen. Doch jetzt beginnt die Brutzeit. Der optimale Zeitpunkt für die Forschung. Pinguine gelten als Indikator für den Zustand des Kontinents. Die Wissenschaftler wollen mit Drohnen die Inseln vermessen, die Pinguine zählen und einzelne Tiere auf Krankheiten untersuchen. Jede Messung zählt, denn die Antarktis beeinflusst unser Leben im Norden, und unser Verhalten beeinflusst die Antarktis. Mehr und mehr geraten die Wechselwirkungen in den Fokus der Wissenschaft.

Das südlichste Internetcafé der Welt

Wir erreichen das Eis, umkurven gigantische Eisberge, kämpfen mit Stürmen und Kälte. Drei Wochen sind wir an Bord. Drei Frauen, elf Männer. Zwei Argentinier, ein Franzose, eine Ungarin und zehn Deutsche. WG-Feeling auf hoher See – inklusive Putzplan. Wir tauschen uns aus über Wissenschaft, Segeln, Journalismus. Und oft sitzt jeder für sich schweigend am Laptop: Im "südlichsten Internetcafé der Welt".

Im Paradies der Pinguine

Und die Danger Islands? Wir haben sie erreicht! Dank seglerischem Wagemut und etwas Glück finden wir einen Weg durch dichtes Eis. Die Belohnung: ein Tag mit strahlend blauem Himmel auf Brash, der westlichsten der sieben Inseln. Ein Tag auf den Inseln der Pinguine – voll mit Tausenden von brütenden, watschelnden und auf dem Bauch schlitternden Pinguinen, umgeben von einem Panorama aus Eisbergen. Zwölf Stunden bleiben wir. Dann müssen wir uns eilig zurückziehen, denn der Eisteppich wird immer dichter. Beinahe wären wir eingeschlossen worden und hätten wochenlang im Eis treiben müssen. Doch Forscher-, Segler- und Reporterglück sind auf unserer Seite. Wir schaffen es zurück nach King George Island. Ein paar Tage hoffen wir auf einen zweiten Anlauf. Doch das Eis wird immer dichter. Die Inseln der Pinguine haben uns nur einen kleinen Einblick in ihre Welt gewährt. Sechs Inseln bleiben vorerst unerforscht. In zwei Jahren wollen die Forscher den nächsten Anlauf wagen. Vielleicht bin ich wieder dabei – bei der Rückkehr auf die Insel der Pinguine.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF-Kommunikation, Telefon: 06131 – 70-16100, und unter https://presseportal.zdf.de/presse/missionpinguin

ZDFheute-Beitrag über "Mission Pinguin"

ZDFheute-Beitrag über Danger Islands

"nano"-Beitrag über "Mission Pinguin"

Kontakt

Thomas Hagedorn
Programmkommunikation Information, Gesellschaft, Sport
hagedorn.t@zdf.de
+49 6131 70-13802

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