Nix ist fix
Komödie
Eine Freundesgruppe will das Wochenende in Julianes (Julia Koschitz) Chalet in den Bergen verbringen. Nach anstrengendem Aufstieg oben angekommen, wartet eine Überraschung: Drei Fremde haben sich im Chalet eingenistet und weigern sich, das Haus zu verlassen. Die Konfrontation mit dem Trio stellt die Gruppe auf eine harte Probe und bald fragen sich alle, wer nun Freund und wer Feind ist?
Fotos
Texte
Buch Dominique Lorenz
Regie Natalie Spinell
Kamera Ahmed El Nagar
Schnitt Amparo Meijas Aunon
Szenenbild Markus Dick
Kostümbild Christine Ludwig
Ton Kristofer Harris
Musik Iva Zabkar
Produktionsleitung Kurt Werner Krusche
Herstellungsleitung Sabrina Kleder
Produktion Roxy Film GmbH in Zusammenarbeit mit WHee Film GmbH
Produzenten Annie Brunner, Andreas Richter, Ursula Woerner
Redaktion Anja Helmling-Grob
Länge 88 Minuten
Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller
Juliane Julia Koschitz
Ines Brigitte Hobmeier
Edwin Felix Hellmann
Paula Friederike Kempter
Pascal Maximilian Brückner
Harry Marcel Mohab
Sanne Katrin Wichmann
Alma Camille Dombrowsky
Tomek Simon Morzé
Vince Slavko Popadic
und andere
Eine Gruppe langjähriger Freunde will ein Wochenende in Julianes Chalet in den Bergen verbringen. Nach anstrengendem Aufstieg oben angekommen wartet eine Überraschung.
Drei Fremde haben sich im Chalet eingenistet und weigern sich, das Haus zu verlassen. Die Konfrontation mit der hochschwangeren Alma, dem dämonischen Vince und dem Aktivisten Tomek stellt die Freundschaft der Gruppe auf eine harte Probe.
Das polyamore Trio scheint nichts zu schrecken und lädt sogar alle zum Abendessen ein. Wie wird man diesen dreifachen Gleichmut wieder los? Im Laufe des Abends entwickeln die Freunde sehr unterschiedliche Einstellungen gegenüber den drei Besetzern. Nach anfänglichen Berührungsängsten kommt es zu heftigen Diskussionen über Eigentum und Freiheit. Doch dann brechen bei den Freunden Gefühle und alte Geschichten auf, die die Anwesenheit des Besetzer-Trios vergessen machen.
Der pleite gegangene Küchenbauer Harry hat zwar stets einen frechen Kommentar auf den Lippen, entpuppt sich aber im Umfeld seiner erfolgreichen Freunde als Angeber, der allen auf die Nerven geht. Auch dass seine Frau Sanne eine schlimme Krankheit hat, überspielt Harry mit geistlosen Sprüchen. Die ehemalige Moderatorin Ines fühlt sich nach ihrem altersbedingten Rauswurf bei einem TV-Sender nicht mehr "gesehen". Dass sich Ines und ihr Mann Edwin aufgrund ihrer politisch auseinanderdriftenden Ansichten getrennt haben, ist für die Runde ein Schock. Edwin erleidet in der erhitzten Argumentation für eine bessere Welt fast einen Nervenzusammenbruch und wird von der mitfühlenden Alma notfallgerecht versorgt.
Die reiche Erbin Paula würde das Trio am liebsten mit Gewalt vertreiben. Als sie vor allen gesteht, dass sie mit Julianes Ex-Mann geschlafen hat, gerät der Abend endgültig zum Desaster. Juliane fragt sich ernsthaft, ob das noch ihre Freunde sind. Zu allem Überfluss bandelt sie in der beengten Schlafsituation des Chalets nachts ausgerechnet mit dem Besetzer Vince an. Wer ist nun Freund, wer Feind?
Beschreiben Sie Ihre Rolle in drei Sätzen …
… Juliane, die sich von der Trennung ihrer langjährigen Partnerschaft erholt hat, macht einen Neustart als glücklicher Single. Sie hat als Wirtschaftsprüferin Karriere gemacht, viel Zeit in ihre Arbeit investiert und genießt nun die Möglichkeit, sich zum Beispiel den Luxus eines Chalets in den Bergen leisten zu können. Sie ist stolz auf diese Leistung und definiert sich bis zu einem gewissen Grad darüber. Erst die Begegnung mit den Hausbesetzern bringt sie dazu, ihre bisherigen Werte zu hinterfragen.
Die Geschichte beginnt mit einem gemeinsamen Wochenende mit langjährigen Freunden. Was hat Sie an diesem Beziehungsgeflecht besonders gereizt?
Freundschaften sind wie Partnerschaften – Beziehungen, die etwas aushalten müssen. Für mich sind Freunde einer der wichtigsten Spiegel, vor allem, wenn man sich schon lange kennt. Man kann dann davon ausgehen, eine zwar liebevolle, aber ehrliche Meinung zu hören. Ich mochte, dass hier sieben Freunde in der Mitte ihres Lebens aufeinandertreffen, die alle ihre ganz eigenen Probleme mitbringen. Aus dem vermeintlich entspannten Wochenende wird jedoch eine Stresssituation, in der alle verborgenen Konflikte plötzlich zutage treten. Obwohl viele Gemeinheiten ausgeteilt werden, ist der Film für mich vor allem eine Liebeserklärung an das wertvolle Gut der Freundschaft.
Der Film zeigt, wie schnell alte Freundschaften ins Wanken geraten können. Kennen Sie solche Dynamiken auch aus dem echten Leben?
Natürlich hatte ich mit einigen meiner Freunde auch schon Krisen, aber nur die wenigsten Freundschaften sind daran zerbrochen. Im Gegenteil: Viele sind daran gewachsen. Und die Verbindungen, die auseinandergegangen sind, waren vielleicht einfach schon vorher nicht mehr stimmig.
Was verrät "Nix ist fix" Ihrer Meinung nach über unsere heutige Gesellschaft und den Umgang mit Konflikten?
Die Auseinandersetzung mit Besitz und Eigentum, mit dem Wert von Arbeit und Leistung, der dazugehörigen Belohnung und dem Anspruch, den jeder für sich zu erheben meint, ist nichts Neues – aber dennoch hochaktuell. Diese Fragen werden wir uns künftig vermutlich noch einmal auf ganz andere Weise stellen müssen, wenn KI unser Leben immer stärker prägt. Ich mochte an dem Buch von Dominique Lorenz den Versuch einer tragikomischen Kapitalismuskritik vor dem Hintergrund all der Krisen, die wir zu bewältigen haben – unter anderem der Klimakrise, die in der Geschichte ebenfalls real vorkommt. Besonders gefällt mir, dass dieses Streitgespräch auf sehr persönliche Weise geführt wird. Jede Figur wird mit ihrer eigenen Lebensgeschichte und den damit verbundenen Werten konfrontiert. Das hat mich persönlich sehr abgeholt.
Welche Botschaft nehmen Sie persönlich aus der Geschichte mit?
Eine, die man sich nicht oft genug sagen kann: Lasst uns zusammenhalten und gemeinsam einen guten Weg finden.
Beschreiben Sie Ihre Rolle in drei Sätzen …
… Ines ist eine ehemalige Talkshow-Moderatorin, die mit dem Gefühl kämpft, beruflich wie privat an Bedeutung zu verlieren. Hinter ihrer scharfen Zunge und ihrer Diva-Attitüde verbirgt sich eine zutiefst verletzliche Frau, die um ihre Ehe und ihre Identität ringt. Im Laufe des Wochenendes zeigt sie überraschenden Mut – und eine Tiefe, die niemand erwartet hätte.
Welcher Aspekt – Besitz, Moral oder Verantwortung – hat Sie am meisten beschäftigt?
Mich hat besonders interessiert, wie schnell moralische Überzeugungen bröckeln, wenn sie auf die eigene Bequemlichkeit treffen. Ines wirft anderen gern ihre Widersprüche vor – und muss am Ende erkennen, dass sie selbst keineswegs frei davon ist.
Wie war die Arbeit im Ensemble mit so unterschiedlichen Charakteren?
Es war eine wunderbare, sehr intensive Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich mich blind verstanden habe. Gerade dieses Vertrauen hat diesen Figurenkosmos voller Reibung überhaupt erst möglich gemacht. Aus dieser Sicherheit heraus konnten wir uns vor der Kamera soweit aus dem Fenster lehnen.
Welche Szene hat Sie emotional am meisten gefordert?
Der Moment, in dem Ines glaubt, Edwin verloren zu haben, und im Schlamm zusammenbricht. In diesem Augenblick fällt die ganze Fassade der Figur auf einmal weg. Für mich als Schauspielerin bedeutet das, Ungeschütztheit und Verwundbarkeit zuzulassen, statt mich dahinter zu verstecken.
Glauben Sie, der Film schafft mehr Verständnis zwischen den Generationen?
Ich hoffe es. Der Film zeigt sehr klug, dass Vorurteile auf beiden Seiten existieren – und dass echtes Zuhören oft mehr bewirkt als Rechthaben. Wenn diese Botschaft beim Publikum ankommt, wäre viel gewonnen.
Hat Sie etwas persönlich zum Nachdenken gebracht?
Ja – wie viel von dem, was wir für unsere Identität halten, eigentlich von Applaus und Anerkennung von außen abhängt. Ines' Geschichte hat mich noch einmal daran erinnert, wie wichtig es ist, sich selbst auch ohne Applaus zu spüren.
Beschreiben Sie Ihre Rolle in drei Sätzen …
… Edwin hat beschlossen, sich gegen das kapitalistische System zu stellen. Dafür hat er seinen lukrativen Posten im Verlag gekündigt, sich eine jüngere Frau mit dem gleichen Weltbild gesucht und beendet nun in letzter Konsequenz seine Beziehung zu Ines, die mit seinen Weltrettungsfantasien herzlich wenig anfangen kann.
Die Geschichte beginnt mit einem gemeinsamen Wochenende mit langjährigen Freunden. Was hat Sie an diesem Beziehungsgeflecht besonders gereizt?
Wie wichtig Ehrlichkeit ist. Und dass Freundschaft ein hohes Maß an Ehrlichkeit aushalten können sollte. Zu wem bin ich wirklich radikal ehrlich? Da wird der Kreis sehr schnell sehr klein. Gerade bei Themen wie Kapitalismus oder Corona zeigt sich schnell, wie viel eine Freundschaft aushält. Die Erkenntnis, dass man sich auch nach vielen Jahren fundamental unterscheiden kann, ist schmerzhaft. Sie kann aber auch die Chance sein, eine Beziehung nachhaltig zu stärken.
Im Film kommen zahlreiche Geheimnisse ans Licht. Wie wichtig sind solche Wendepunkte für die Entwicklung einer Figur?
Ein Ensemblefilm, in dem beinahe ausschließlich geredet wird, lebt geradezu von solchen überraschenden Wendepunkten. Sie legen die Psychologie der Figuren offen – oft ohne, dass diese es selbst wollen. Wenn sich die Figuren nicht ständig weiterentwickeln würden, wäre es ein Film ohne Dramaturgie. Und das wäre vermutlich schnell langweilig. Für mich als Schauspieler sind genau diese Wendepunkte das, was eine Figur ausmacht: ihre Haltung in den entscheidenden Momenten. Jede Figur reagiert anders, wenn jemand ein Gewehr zieht. Jeweils wie sie reagiert, macht das Lesen für mich spannend – oder eben nicht. Dank Dominiques Geschick in der Figurenführung hatten hier alle Figuren nachvollziehbare Entwicklungen, starke Knackpunkte und überzeugende Bögen – trotz aller Überhöhungen.
Die Begegnung zwischen den langjährigen Freunden und der Generation Z sorgt für viel Konfliktpotenzial. Was hat Sie an diesem Generationenkonflikt besonders interessiert?
Dass ich selbst gerade an der Schwelle zur "alten Generation" stehe. Ich muss mir eingestehen, dass ich in den 1980er-Jahren aufgewachsen bin – in einer Zeit, in der Geld gefühlt genug da war und irgendwie "alles egal" schien. Warum ein großes Ferienhaus heute zu 95 Prozent leer stehen soll, leuchtet mir tatsächlich nicht ein. Das ist nur eines von vielen Beispielen, an denen man Kapitalismuskritik üben könnte. Dass die Lawine ins Rollen kommt, wenn die Reichen immer reicher werden, hat ein großer Teil der folgenden Generation längst verstanden. Wir müssen deshalb teilweise umdenken und zumindest unseren Beitrag leisten – solange wir das noch können. Zum Beispiel, indem wir unseren Kindern ein adäquates Mindset vermitteln und ihnen vorleben, dass es am Ende eben nur miteinander geht.
Die jüngere Generation im Film stellt Besitz und klassische Lebensmodelle infrage. Warum sind solche Themen gerade heute so relevant?
Weil das entfesselte kapitalistische System – wenn man das als "klassisches System" bezeichnen möchte – meiner Meinung nach dazu führen könnte, dass die Welt über kurz oder lang zugrunde geht. Wenn wir nicht teilen, werden wir irgendwann alle die Rechnung bezahlen – ob wir wollen oder nicht. Wenn es existenzgefährdend wird, wird der Mensch zum Tier, bei uns zum Wolf, der dem Menschen Auge in Auge gegenübersteht und sich am Ende vielleicht sogar selbst auffrisst. Oder wir nutzen genau diese Momente der Erkenntnis, um – so gut es geht – umzudenkenn. Mit weniger auszukommen, ist für mich mit Blick auf die Zukunft zum Beispiel sehr wichtig. Vielleicht reicht ja auch ein Wohnwagen.
Die Freunde müssen sich mit ihren eigenen Werten auseinandersetzen. Gab es dabei etwas, das auch Sie persönlich zum Nachdenken gebracht hat?
Absolut. Wo fängt Luxus an? Wo lebt man "über den Maßen"? Wie kann ich meinen Kindern in einer Stadt wie München vermitteln, dass weniger mehr ist? Wie können sie in diesen Zeiten zuversichtlich aufwachsen, ohne Angst zu haben – und trotzdem nicht naiv sein? Aber auch: Wie kann ich mit meiner Familie und meinen Freunden eine möglichst tief empfundene Ehrlichkeit leben, ohne einander zu verletzen, und dabei den anderen mit seinem Wesen akzeptieren – auch bei politischen oder anderen emotionalen Themen? Es hilft nichts: Wir müssen zusammenhalten. Wenn die Lawine kommt, sind wir alle gleich klein.
Ist für Sie "Nix ist fix" eher ein Drama, eine Gesellschaftskomödie oder eine Beziehungsstudie?
Gesellschaftskomödie. Es geht um uns alle. Um unser Miteinander. Über Generationen hinweg. Und ich persönlich öffne mich schwereren Themen am liebsten über eine humorvolle Erzählweise, weil die Komik das Herz für die eigentliche Tragik öffnet, mit der wir alle zu tun haben werden – früher oder später.
Beschreiben Sie Ihre Rolle in drei Sätzen …
… Paula ist eine reiche Frau mit großen moralischen Ansprüchen an sich und an ihren Mann Pascal. Sie ist davon überzeugt, alles richtig zu machen – wenn sie nur nicht manchmal so irrsinnig wütend werden würde.
Der Film zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Freundschaft und Konflikt sein kann. Was hat Sie daran gereizt?
Konflikte, vor allem in Freundschaften, können uns zeigen, wer wir wirklich sind. Sie zeigen uns auch, wo wir gerade in unserer Freundschaft stehen. Wenn man diese Konflikte lösen kann, entsteht eine größere Nähe und eine neue Qualität in der Freundschaft. Oder man muss sich eingestehen, dass die Freundschaft vielleicht an ihr Ende gekommen ist.
Wie haben Sie sich auf die intensiven Ensemble-Szenen vorbereitet?
Wir hatten eine große Leseprobe mit allen Beteiligten. Danach sind wir mit Respekt, aber auch mit Vertrauen in diese Szenen gegangen, die sehr kräftezehrend waren, uns aber gleichzeitig total viel Spaß gemacht haben. Ich erinnere mich, dass wir an einem Drehtag irgendwann abends gesagt haben: "Wir müssen heute früher aufhören als geplant, weil wir alle einfach so durch sind."
Der Film behandelt zudem große gesellschaftliche Fragen auf engem Raum. Wie verändert diese räumliche Enge das Schauspiel?
Das war eine große Herausforderung. Da uns die Themen auch persönlich sehr bewegt haben, ging es manchmal ganz schön hitzig zu – und genau das fand ich gut. Man hat bei uns allen gemerkt, dass es wirklich um etwas ging und nicht einfach nur eine Behauptung aus dem Drehbuch war.
Es gibt viele hitzige Debatten und Konflikte. Wie gelingt es, solche Szenen intensiv und gleichzeitig glaubwürdig zu spielen?
Ich kann da nur für mich sprechen: indem ich die Themen meiner Figur wirklich an mich heranlasse und einen persönlichen Bezug dazu finde. Das fällt bei einem Drehbuch wie diesem, das eine so hohe Qualität hat, recht leicht. Für mich ist aber auch die Qualität meiner Kolleginnen und Kollegen mitentscheidend. Erst dadurch können solche Szenen wirklich gut gelingen. Und unser Ensemble war herausragend besetzt, finde ich (lacht).
Beschreiben Sie Ihre Rolle in drei Sätzen …
… Pascal ist ein sehr zurückgenommener Typ, der versucht, immer allen alles recht zu machen – vor allem seiner Frau Paula. Je mehr er das tut, desto mehr verliert er an Ansehen – bei ihr ebenso wie bei den anderen. Im Laufe des Films entdeckt er eine neue Seite an sich.
"Nix ist fix" zeigt Menschen, die plötzlich mit völlig anderen Lebensentwürfen konfrontiert werden. Was macht diesen Zusammenprall so spannend?
Gerade weil sie so gegensätzlich sind. Außerdem sind die Figuren gezwungen, auf engstem Raum und ohne Fluchtmöglichkeit mit diesen Lebensentwürfen konfrontiert zu sein und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Dass das nicht ohne erhebliche Reibungen abläuft, macht das Ganze natürlich spannend.
Die Handlung spielt in einer abgelegenen Berghütte und später in einem Schneesturm. Wie sehr beeinflusst dieses Setting die Stimmung des Films?
So schön die Berge sind, sie haben auch immer etwas sehr Bedrohliches an sich. Das Wetter wechselt innerhalb kürzester Zeit von Sonnenschein zu einem absoluten Weltuntergang – ein starkes Bild für das Innenleben der Figuren. Gleichzeitig ist man in dieser Abgeschiedenheit der Gewalt der Natur ausgesetzt, ohne die Möglichkeit, sich ihr zu entziehen. Man ist gezwungen, zusammenzuarbeiten.
Was war die größte Herausforderung beim Dreh in den Bergen?
Man sitzt – genau wie die Figuren – sehr lange mit dem Team auf engstem Raum. Da müssen alle sehr aufeinander achten und jedem seinen Raum lassen. Das hat aber sehr gut funktioniert. Auch das Drehen am Berg war eine gewaltige Herausforderung. Das Wetter macht eben nicht immer das, was der Drehplan will.
Die Figuren geraten in moralische Dilemmata. Hätten Sie persönlich Verständnis für die Hausbesetzer oder eher für die Freunde?
Da liegt die Wahrheit wie so oft irgendwo dazwischen. Beeinflusst von den jeweiligen Lebensumständen und Erfahrungen liegt einem das eine oder andere Lebenskonzept näher – oder eben nicht. Unterhaltsam wird das Ganze natürlich dadurch, dass verschiedene extreme Lebensentwürfe aufeinandertreffen und vermeintlich sichere Überzeugungen ins Wanken geraten. Gerade dieses dadurch entstehende Vakuum eröffnet die Möglichkeit, etwas Neues entstehen zu lassen.
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