Statement der Global Task Force

Global Task Force für öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Aktuelle Studie der University of Glasgow

Die Global Task Force verteidigt die Werte und Interessen öffentlich-rechtlicher Medien international: Zugang, Genauigkeit, Verantwortlichkeit, Kreativität, Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und hohe journalistische Standards – zur Stützung einer informierten und stabilen Demokratie.

Texte

Studie der University of Glasgow: öffentlich-rechtliche Medien als wichtigen Bestandteil der kritischen Infrastruktur

Eine Studie der University of Glasgow beschreibt öffentlich-rechtliche Medien als wichtigen Bestandteil der kritischen Infrastruktur moderner Gesellschaften.

Im Auftrag der Global Task Force for Public Media untersuchte die Studie elf Medienorganisationen aus Europa, Nordamerika, Afrika, Asien und Ozeanien, darunter auch das ZDF.

Die Studie identifiziert drei zentrale Funktionen öffentlich-rechtlicher Medien: die Stärkung von Demokratie und Informationsintegrität durch unabhängige Nachrichtenangebote, die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie die Bereitstellung verlässlicher Informationen in Krisen- und Katastrophensituationen.

Laut der Studie gewinne die Rolle öffentlich-rechtlicher Medien vor dem Hintergrund geopolitischer Konflikte, zunehmender Desinformation und wachsender Klimarisiken weiter an Bedeutung. Voraussetzung dafür seien resiliente technische Strukturen, eine verlässliche und nachhaltige Finanzierung sowie der Schutz ihrer redaktionellen und organisatorischen Unabhängigkeit.

Public media as critical infrastructure (17. Juli 2026)

Öffentlich-Rechtliche Medien als Kritische Infrastruktur (Statement vom 18. August 2025)

Die Produktion und Verbreitung zuverlässiger Informationen ist für eine funktionierende demokratische Gesellschaft von entscheidender Bedeutung, insbesondere in Krisenzeiten.  

Wir leben in einer von geopolitischer Instabilität, Klimakatastrophen und zunehmenden Konflikten geprägten Zeit. In diesem Umfeld ist der Zugang zu präzisen, aktuellen und vertrauenswürdigen Nachrichten und Informationen kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. 

Öffentlich-rechtliche Medien können durch ihre Zugänglichkeit sowie ihre redaktionelle und organisatorische Unabhängigkeit den Menschen in entscheidenden Momenten die Nachrichten und aktuellen Informationen liefern, die sie benötigen. 

Deshalb sollten öffentlich-rechtliche Medien als kritische Infrastruktur anerkannt werden - als Stütze der Zivilgesellschaft, der demokratischen Widerstandsfähigkeit und des sozialen Zusammenhalts. Dafür braucht es eine angemessene Finanzierung öffentlich-rechtlicher Medien – von der Produktion vertrauenswürdiger Nachrichten bis hin zur Sicherstellung der Verbreitung – sowie redaktionelle Unabhängigkeit. 

Hier finden Sie das vollständige Statement. 
 

Was sind Ziel und Zweck der Global Task Force?

Die Global Task Force hat sich 2020 gegründet, um für die Werte und Interessen öffentlich-rechtlicher Medien einzutreten.

Diese Werte – Zuverlässigkeit, Genauigkeit, Objektivität, Kreativität, freie Empfangbarkeit und hohe journalistische Standards – sind Stützen einer informierten und lebendigen Demokratie. Doch viele von ihnen werden von öffentlicher wie kommerzieller Seite attackiert.

Historisch haben sich öffentlich-rechtliche Medien im nationalen Rahmen entwickelt und operiert. In einem zunehmend globalisiertem Medienumfeld sind sie gefordert, einen transnational abgestimmten Mechanismus zu entwickeln um für ihre zentralen Werte einzutreten.

Wer hat den Vorsitz der Global Task Force für öffentlich-rechtlichen Rundfunk

ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler ist seit Dezember 2024 Vorsitzender der Global Task Force für öffentlich-rechtlichen Rundfunk: 

"Öffentlich-rechtliche Medien stehen überall auf der Welt unter zunehmendem wirtschaftlichen und politischem Druck. Deshalb müssen wir über Grenzen und Kontinente hinweg mit einer Stimme sprechen und unsere Zusammenarbeit verstärken, wo immer dies möglich ist."

Pressemitteilung: ZDF-Intendant übernimmt Vorsitz der Global Task Force für öffentlich-rechtlichen Rundfunk 

Wie setzt sich die Global Task Force zusammen?

Ihre Mitglieder repräsentieren öffentlich-rechtliche Medien aus verschiedenen Kontinenten mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen. Sie eint das Ziel, sich gemeinsam für die Werte und Interessen öffentlich-rechtlicher Medien einzusetzen und gemeinsam Position zu beziehen, wenn es um Themen und Herausforderungen für öffentlich-rechtliche Medien geht.

Die GTF ist eine bewusst kleiner Kreis von Intendantinnen und Intendanten öffentlich-rechtlicher Medien aus verschiedenen Kontinenten mit einer langen Geschichte im Dienst ihres heimischen Publikums und der Zusammenarbeit mit der globalen öffentlich-rechtlichen Medienfamilie. Damit stehen sie am Schnittpunkt zwischen ihren Unternehmen, den Bürgerinnen und Bürgern und den Regierungen ihrer Länder. Dieser Standort ermöglicht ihnen in besonderer Weise, Themen, die öffentlich-rechtlicher Medien betreffen, wie Pressefreiheit oder die Disruption durch kommerzielle transnationale Streaming-Unternehmen, zu besprechen, zu reflektieren und dazu Stellung zu beziehen.

Die Mitglieder der GTF: Biographies - Public Media Alliance

Wie arbeitet die Global Task Force zusammen?

Das Format dieses Kreises erlaubt eine zeitnahe Kommunikation, so dass er schnell und gemeinsam reagieren kann, wenn öffentlich-rechtliche Medien in Bedrängnis sind. Die GTF agiert global, vielsprachig mit minimaler Bürokratie und Infrastruktur. Ihre Mitglieder arbeiten eng zusammen und agieren schnell, wenn es die Situation erfordert. 

Die GTF wird auch auf Probleme aufmerksam gemacht von der Public Media Alliance (PMA), der Europäischen Rundfunkunion (EBU) und anderen vertrauenswürdigen Partnern. Die Stellungnahmen der GTF werden im Einzelfall entschieden.

Kontakt

Presse-Desk | ZDF-Kommunikation
pressedesk@zdf.de
06131 – 70-12108