Sendungen mit religiösen Themen an Ostern
Dokumentationen, Gottesdienste, "37°Leben" und "Leben ist mehr!"
An Palmsonntag und am Osterfest sendet das ZDF ein umfassendes Programmangebot mit religiösen Themen: darunter katholische und evangelische Gottesdienste, eine Dokumentation über Papst Leo XIV., eine Dokumentation, die eine Frage des Gewissens stellt, die Feiertagsreportage "Leben ist mehr!" über Notfallseelsorge in Bonn und eine "37°Leben"-Sendung aus Jerusalem.
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Palmsonntag: Sonntag, 29. März 2026, 9.30 Uhr, ZDF
Ab Ausstrahlung im ZDF streamen
Katholischer Gottesdienst zum Palmsonntag: Im Jubel gefeiert – im Leid getragen
Aus der Pfarrkirche Mariä Geburt in Berg im Drautal
Redaktion ZDF: Kira Stütz
Redaktion ORF: Veronika Hofer-Stein
Sendelänge: ca. 45 Minuten
Zum Palmsonntag steht der Wechsel von Jubel und Leid im Zentrum. Mit Pfarrer und Dechant Josef Allmaier und Musik aus der Kärntner Tradition.
Mit dem Palmsonntag beginnt die Heilige Woche. In der Passionsgeschichte ist zu hören, wie die Stimmung kippt. Der Jubel schlägt um in den Ruf: "Ans Kreuz mit ihm!" Pfarrer und Dechant Josef Allmaier betont: "Gott schweigt, aber er ist da und leidet mit." Für den persönlichen Glauben bedeutet das: "Wo menschliche Solidarität endet, beginnt Gottes tragende Nähe", sagt Pfarrer Allmaier.
Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom Klarinettenensemble Clarino Berige der Trachtenkapelle Berg im Drautal. Es erklingen Lieder aus der Kärntner Tradition und aus dem Gesangbuch "Gotteslob".
Karfreitag, 3. April 2026, 13.15 Uhr, ZDF
Leben ist mehr! Plötzlich ist alles anders
Film von Nathalie Suthor
Redaktion: Silvia Schmidt-Kahlert
Sendelänge: ca. 15 Minuten
Wenn Unfälle, Katastrophen oder Anschläge passieren, wird der evangelische Pfarrer Albi Roebke gerufen. Er leitet und koordiniert die Notfallseelsorge in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis.
Albi Roebke begleitet seit 25 Jahren Menschen in den schlimmsten Stunden ihres Lebens. Wenn die Polizei zum Beispiel eine Todesnachricht überbringen muss, ist er dabei als "die erste Hilfe für die Seele".
In Momenten, die kaum auszuhalten sind, wo plötzlich alles anders ist, kann der Mensch den Boden unter den Füßen verlieren. Der 57-Jährige weiß, dass es manchmal die kleinen Dinge sind, die einen Weg aus der Ohnmacht ebnen. "Rituale wie das geliebte Butterbrot helfen dabei, gefühlt die Kontrolle über das Leben zurückzugewinnen", sagt Roebke. Er weiß, wovon er spricht, denn er hat selbst diese Erfahrung gemacht: 2015 verlor er durch einen Autounfall seine Eltern und seinen Bruder. Wie schaffen Menschen es, Krisen zu bewältigen, wie kann der Glaube dabei helfen? "Mir hilft mein Glaube, weil ich fragen kann: Gott, wo warst du? Da gibt es jemanden, den ich ansprechen kann, mit dem ich über das Unfassbare in Austausch treten kann", sagt Roebke.
Karfreitag erinnert an den Verlust von Jesus Christus. Aber der Tag erinnert auch daran, dass in einer Katastrophe auch der Keim der Hoffnung auf ein neues Leben steckt. "Genau das erleben wir in der Notfallseelsorge", sagt Albi Roebke, "wie Menschen manchmal Kraft in der Krise finden. Für mich ist Notfallseelsorge einer der wenigen Orte, wo Gott uns erlaubt, bei seinen Wundern über die Schulter zu schauen."
"Leben ist mehr!" begleitet den evangelischen Pfarrer Albi Roebke in seiner Tätigkeit als Notfallseelsorger. Zu Wort kommen auch Menschen, denen er in den schlimmsten Stunden ihres Lebens beigestanden hat: Wie haben sie diese Momente erlebt, was hat ihnen geholfen? Inwiefern hat sie diese Erfahrung verändert?
Ab Freitag, 3. April 2026, 5.00 Uhr, im ZDF streamen
Ostersonntag, 5. April 2026, 9.03 Uhr, ZDF
37°Leben: Jerusalem: Auf der Suche nach den Wurzeln
Redaktion: Ulrich Hansen
Sendelänge: ca. 27 Minuten
Jerusalem ist der Ort, um den die Bibel kreist, die Stätte der Kreuzigung und der Auferstehung. Aber auch der Ort des Alten Testaments und der Thora der Juden, in der Jerusalem "Zion" heißt.
Hannah, Theologin und Archäologin, beschreibt Jerusalem als "Ort permanenter Gleichzeitigkeit, so schön, dass es kaum auszuhalten ist". Josef, junger Jude aus Stuttgart, hilft als Freiwilliger in einem israelischen Hospital. Er sucht in Jerusalem seine Identität.
Hannah (26) studiert in Tübingen Theologie und biblische Archäologie. Sie verbringt ihr Studienjahr in Jerusalem. Das Fernsehteam begleitet sie zur Grabeskirche, den Ort, an dem die Frauen an Ostersonntag das Grab leer vorfanden, wie die Bibel erzählt. Sie reist nach Emmaus Nicopolis, den Ort, der viele Christen zum Osterspaziergang motiviert, bei dem nach dem Lukasevangelium der auferstandene Jesus zwei Jüngern begegnete. Und die "37°Leben"-Reportage zeigt sie bei Grabungen in Galiläa, in den Dörfern, in denen der Wanderprediger Jesus sein Leben lang wirkte.
Josef (19) ist Jude und lebt in Stuttgart. Er verbringt ein Freiwilligenjahr in Jerusalem. Im Alynhospital betreut er Menschen mit Atemproblemen, Muskelschwund und teilweiser Lähmung. Darunter auch Mohammed. Josef lebt nur wenige Kilometer von Yad Vashem entfernt, er ist oft bei Familienangehörigen und erlebt mit ihnen in der Altstadt Jerusalems das pulsierende Leben des Shuk, bevor der Sabbat beginnt. Josef wollte Israel nicht nur besuchen, sondern wirklich erleben. Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland haben sein Bedürfnis verstärkt, sich mit seiner jüdischen Identität und Israel auseinanderzusetzen.
Ostersonntag, 5. April 2026, 9.30 Uhr, ZDF
Ab Ausstrahlung im ZDF streamen
Evangelischer Gottesdienst: Von Seifenblasen und Auferstehung
Aus der Pauluskirche in Marburg
Redaktion: Mahnas Rassapur
Sendelänge: ca. 45 Minuten
Im Ostergottesdienst aus der Pauluskirche in Marburg mit Pfarrer Dr. Burkhard Freiherr von Dörnberg werden Seifenblasen zum Hoffnungsbild. Im Barock galten Seifenblasen als Symbol der Vergänglichkeit. "Gerade weil sie so zerbrechlich sind, erzählen sie vom Leben", sagt Pfarrer Burkhard Freiherr von Dörnberg. Sie symbolisieren: Das Leben ist größer als sein Ende.
Seifenblasen leuchten, je nach Lichteinfall, rot, grün oder blau und erinnern an einen Regenbogen. Wie eine Seifenblase, die in den Himmel steigt, erhebt sich das Leben über die Schwere. Die Auferstehung Jesus zeigt: Was zerbrechlich scheint, kann von Gottes Kraft getragen werden. Das Bild des Regenbogens steht in der Bibel für den Bund, den Gott mit den Menschen nach der Sintflut geschlossen hat. Der Regenbogen ist ein Zeichen für Hoffnung und Frieden und dafür, dass Zerstörung nicht das letzte Wort behält.
Der Gottesdienst wird begleitet von Geigen, an der Orgel spielt Anita Kaminski. Johanna Wagner leitet den Projektchor.
Ab Donnerstag, 2. April 2026, 5.00 Uhr, im ZDF streamen
Ostersonntag, 5. April 2026, 23.30 Uhr, ZDF
Papst Leo XIV. – Ein Papst sucht seinen Kurs
Redaktion: Karoline Knop
Sendelänge: ca. 45 Minuten
Knapp ein Jahr ist Leo XIV. Papst. Anders als sein Vorgänger Franziskus, geht er sein Amt ruhig an. Wohin will Leo XIV. die katholische Kirche führen? Gibt es Reformen oder Stillstand?
Die Kardinäle suchten im Konklave einen Brückenbauer, um der Polarisierung innerhalb der katholischen Kirche entgegenzuwirken. Doch Brückenbauen braucht Zeit und erfordert viele Gespräche. Schon wird Kritik laut, Leo XIV. handle zu zögerlich, setze keine klaren Akzente.
Papst im vierten Wahlgang. Obwohl viele Beobachter angesichts der Polarisierung in der katholischen Kirche ein langes Konklave vorhergesagt hatten, fanden die Kardinäle schnell einen neuen Pontifex. Mit Kardinal Robert Francis Prevost wurde am 8. Mai 2025 erstmals ein US-Amerikaner zum Papst gewählt. An vielen Stellen führt Leo XIV. das fort, was sein Vorgänger Franziskus begonnen hat. So äußert er sich immer wieder zu sozialen Fragen, möchte eine Kirche der Transparenz und die Beteiligung der Gläubigen auf dem Weg zu Entscheidungen. Doch er setzt auch eigene Akzente, will etwa zurückkehren in den Apostolischen Palast als Wohnort und lässt Anhängern traditionalistischer Frömmigkeit mehr Spielraum als sein Vorgänger. Das führt dazu, dass knapp ein Jahr nach dem Konklave viele noch immer rätseln, wohin Leo XIV. die 1,4 Milliarden Katholikinnen und Katholiken weltweit führen wird. Noch ist unklar, ob er die Reformen angehen wird, die sich die Mehrzahl der Katholikinnen und Katholiken in Deutschland wünschen.
Der Film wirft einen Blick auf die zentralen Veranstaltungen des ersten Jahres, darunter die Reisen, das Wirken Leos im Vatikan bei großen Veranstaltungen, aber auch bei kleinen Begegnungen. Weggefährten und Menschen, die Kardinal Prevost aus nächster Nähe erlebt haben, helfen bei der Analyse und Einordnung, darunter Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und Teilnehmer des Konklave 2025, sowie Helena Jeppesen-Spuler, die Kardinal Prevost 2023 und 2024 beim weltweiten synodalen Prozess erlebt hat und weltweit mit Frauen in der katholischen Kirche vernetzt ist, die sich Reformen wünschen.
Ab Mittwoch, 1. April 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen
Ostermontag, 6. April 2026, 17.30 Uhr, ZDF
Eine Frage des Gewissens
Film von Susanne Böhm
Redaktion: Charlotte Magin
Sendelänge: ca. 45 Minuten
Viele Menschen überdenken gerade ihre Einstellung zur Aufrüstung und Wehrpflicht. Frieden schaffen ohne Waffen? Oder ist der Einsatz von Gewalt als Ultima Ratio gerade heute sogar geboten? Und wo beginnt die Verantwortung des Einzelnen? Die Reportage begleitet vier Menschen, die auf diese Fragen ganz unterschiedliche Antworten gefunden haben – und zeigt, wie sehr persönliche Erfahrungen die Haltung zu Krieg und Frieden prägen.
Bernd Tiggemann (54) hat seinen Beruf als Kommunikationschef bei der evangelischen Kirche aufgegeben und ist jetzt Militärseelsorger. In einer Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint, stellt er seine frühere pazifistische Überzeugung auf den Prüfstand und sucht seinen Platz im System Bundeswehr.
Hagen Vockerodt (47) war als Soldat 1.638 Tage im Auslandseinsatz. Dort, im Auge des Krieges, sah er Menschen auf brutalste Weise sterben. Seine Erlebnisse haben ihn traumatisiert, seine Karriere bei der Bundeswehr beendet. Würde er heute etwas anders machen?
Der 19-jährige Mats Landwehr steht erst am Anfang seines Weges. Als Pazifist im Freiwilligen Sozialen Jahr weiß er schon jetzt: Er würde den Dienst an der Waffe verweigern. Er empfindet es auch als moralisch falsch, Menschen dazu zu zwingen und plädiert für eine Freiwilligenarmee. Ole Nymoen (27) ist Journalist und Autor. Er lehnt die Wehrpflicht radikal ab. Für ihn ist Antimilitarismus kein Ideal, sondern eine politische Notwendigkeit. "Ich lasse mir weder von Despoten noch von Demokraten vorschreiben, wann ich zu sterben und zu schießen habe", so Nymoen. Warum widmet er große Teile seines Lebens dem Kampf gegen die Wehrpflicht?
Fotos sind erhältlich über ZDF-Kommunikation, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/religioesethemen
Informationen zu den Gottesdiensten: https://www.zdf.de/gesellschaft/gottesdienste und https://www.zdf.fernsehgottesdienst.de/
Alle Gottesdienste sind ab Ausstrahlung im ZDF-Streaming mit Untertiteln und Gebärdensprache verfügbar
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