The Zone of Interest
Oscarprämiertes Drama mit Sandra Hüller und Christian Friedel
Eine Familie hat es sich in ihrem Haus mit Garten schön gemacht. Gleich nebenan, hinter der Mauer, vernichtet das NS-Regime systematisch Juden aus ganz Europa. – Jonathan Glazers intensiver Blick auf Normalität und Massenmord, frei nach dem gleichnamigen Roman von Martin Amis.
Fotos
Texte
Großbritannien, USA, Polen, 2023
Buch und Regie Jonathan Glazer; inspiriert von der
literarischen Vorlage von Martin Amis
Kamera Lukasz Żal
Schnitt Paul Watts
Ton Tam Willers, Johnnie Burn
Musik Mica Levi
Produktion A24
Redaktion ZDF Andrea Bette
Länge 94 Minuten
Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller
Rudolf Höß Christian Friedel
Hedwig Höß Sandra Hüller
Claus Höß Johann Karthaus
Hans Höß Luis Noah Witte
Ingebrigitt Höß Nele Ahrensmeier
Heidetraud Höß Lilli Falk
Annegret Höß (Baby) Anastazja Drobniak/Cecylia Pękala/
Kalman Wilson
Aleksandra Bystroń-
Kołodziejczyk Julia Polaczek
Linna Hensel Imogen Kogge
und andere
"Hier hast es aber auch wirklich schön" – findet Hedwigs Mutter (Imogen Kogge), als sie ihre Tochter (Sandra Hüller) in Polen besucht. Ein Besuch in Auschwitz, nicht weit von der ehemaligen Königsstadt Krakau im von den Deutschen besetzten Polen.
Hier wohnt Hedwig mit ihrem Ehemann Rudolf Höß (Christian Friedel), ihren Kindern und dem Dienstpersonal. Ihr Haus mit großem Garten liegt direkt an der Mauer des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau.
Rudolf Höß ist dort Kommandant: Er ist zuständig für die Umsetzung der "Endlösung", der Vernichtung der europäischen Juden. Seine Frau nennt er die "Königin von Auschwitz". Mann, Frau und Kinder sind glücklich, nur manchmal wird die Idylle gestört: Knochen und Asche schwimmen im Fluss, nachts lodern Feuer.
Als Höß die Versetzung ins brandenburgische Oranienburg droht, ist Hedwig Höß nicht einverstanden. Keinesfalls will sie ihr kleines Paradies an der Lagermauer verlassen. Sie fordert ihren Mann auf, bei Hitler selbst auf einem Verbleib in Auschwitz zu bestehen.
"The Zone of Interest" hatte seine Weltpremiere 2023 in Cannes. Der Film erzählt vom Alltagsleben der Familie Höß und bebildert nicht das Innenleben des Lagers. Nur am Ende in einem visuellen Epilog zeigt der Film in der Gegenwart Szenen aus dem Lager der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.
Bei den Oscars 2024 wurde "The Zone of Interest" als bester internationaler Film ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Film einen Oscar für den Besten Ton.
Rudolf Höß wurde nach dem Krieg nach Polen ausgeliefert, wo man ihm den Prozess machte. 1947 wurde er vor seinem ehemaligen Wohnhaus in Auschwitz gehängt. Seine Frau Hedwig und seine Kinder lebten nach dem Krieg in Westdeutschland.
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