ZDFroyal-Dokus im Sommer
Zwei Dokus blicken im August auf junge Royals zwischen Krise, Privilegien und der Suche nach der eigenen Rolle. Den Auftakt macht ein Film über den abtrünnigen Prinzen Harry. Nach "Megxit", heiklen Enthüllungen und Zerwürfnis sucht er wieder die Annäherung an seine royale Familie: "Kommt Prinz Harry zurück?" (1)
"Im Schatten der Krone – Skandale, Krisen, Jetset" (2) blickt auf Eugenie und Beatrice von York, Charlotte Casiraghi, Madeleine von Schweden und Marius, den Skandalsprössling von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit.
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Ab Dienstag, 18. August 2026, 5.00 Uhr, im ZDF streamen
ZDF: Dienstag, 18. August 2026, 20.15 Uhr
Kommt Prinz Harry zurück?
ZDFroyal-Doku von Annette von der Heyde
Stab (Auswahl)
Autorin Annette von der Heyde
Kamera Anthony R. Miller, Christian Baumann
Schnitt und Animation Christoph Schuhmacher
Produktion Philipp Müller
Redaktion Ursula Nellessen
Leitung Stefan Brauburger
Sendelänge circa 45 Minuten
Prinz Harry gehörte früher zu den beliebtesten Royals der britischen Königsfamilie. Mittlerweile steht seine Popularität im eigenen Land auf dem Tiefpunkt, nachdem er und seine Frau Meghan 2020 aufgrund ständiger Querelen Abschied vom Leben als Vollzeit-Royals nahmen und in die USA gingen.
Seit dem Rückzug aus dem Königshaus eskalierte der Konflikt: Enthüllungen, Vorwürfe und Funkstille prägten das Verhältnis zu König Charles und Prinz William. Nun gab es erste Annäherungen – doch wie stabil ist dieser fragile Frieden?
Der Film zeichnet die Geschichte eines Bruchs, der die britische Monarchie erschüttert hat: Vom "Megxit" als vermeintlichem Kompromiss bis zur offenen Krise zwischen Harry und seiner Familie. Interviews, Gerichtsverfahren und öffentliche Anschuldigungen trieben die Entfremdung voran. Selbst persönliche Treffen blieben lange aus – der Kontakt zwischen Vater und Sohn brach ab.
Erste vorsichtige Signale deuten auf Bewegung hin: Gespräche hinter verschlossenen Türen, ein Treffen nach fast zwei Jahren. Doch reicht das für eine echte Versöhnung? Experten sehen historische Parallelen – etwa zu Edward VIII., der einst für die Liebe abdankte und ins Exil ging. Auch bei Harry stellt sich die Frage: Wie viel Nähe zur Krone ist noch möglich?
Die britische Monarchie steht unter Druck. Mit Prinz William kündigt sich ein Generationswechsel an, der auf Modernisierung setzt. Zwischen familiärer Bindung, öffentlicher Erwartung und politischer Stabilität wird der Konflikt zur Bewährungsprobe für das Königshaus. Am Ende steht die zentrale Frage: Gibt es einen Weg zurück oder bleibt Harry für immer ein Prinz auf Distanz – im Schatten der Krone?
Prinz Harry …
… über seine Liebe zu England (BBC-Interview, 3.5.2025):
"Ich liebe mein Land, das habe ich immer getan. Natürlich vermisse ich England."
… über den schwierigen Prozess der Selbstfindung (Inter Edge Summit, 16.4.2026):
"Nach dem Tod meiner Mutter kurz vor meinem 13. Geburtstag dachte ich mir, ich wolle diesen Job nicht, nicht diese Rolle übernehmen. Meine Mutter hat dafür mit dem Leben bezahlt. Ich war total dagegen und habe den Kopf in den Sand gesteckt, viele Jahre lang. Dann erkannte ich, dass ich in meiner Position Gutes tun könnte. Und in der Tat: Indem ich anderen Menschen helfe, helfe ich auch mir selbst."
… über sich als Teil der königlichen Familie (ITV-Interview, 24.4.2026):
"Ich werde immer ein Teil der königlichen Familie sein, und ich mache genau die Art von Tätigkeit, in die ich hineingeboren wurde. Und ich mache es gerne."
Über Prinz Harry und seine Rolle im Königshaus
Roya Nikkhah, Königshausexpertin Times und Sunday Times:
"Prinz Harry ist immer noch ein Mitglied der königlichen Familie, macht aber seine eigenen Sachen. Er arbeitet nicht mehr für das Königshaus als Institution. Das ist ein großer Unterschied! Als er und Meghan 2020 Großbritannien verließen, machten sie klar, sie würden ihr Leben und ihre Arbeit jetzt anders definieren."
"Harry ist einer der bekanntesten Männer der Welt. Er polarisiert: Alles, was er macht, ruft Reaktionen hervor – in die eine oder andere Richtung."
Über Harrys Ehefrau Meghan:
Afua Hagan, Journalistin:
"Als die britischen Medien rausbekamen, dass Meghan 'bi-ethnisch', amerikanisch, eine Schauspielerin, geschieden und dazu noch älter war als Prinz Harry, wurde sie zum Bösewicht auserkoren in dem Stück, das nun aufgeführt wird."
Über den sogenannten "Megxit":
Katie Nicholl, Kolumnistin "Vanity Fair":
"Niemand hatte erwartet, dass Harry und Meghan als 'Working Royals' aussteigen würden. Man prägte dann den Begriff 'Megxit' und schob damit Meghan die Schuld dafür in die Schuhe mit der Folge, dass sich die britische Öffentlichkeit gegen sie richtete. Dabei war es Harry, der rauswollte."
Über die Aussicht auf Versöhnung zwischen Harry, dem Königshaus und den Briten:
Katie Nicholl, Königshausexpertin und Autorin:
"Wenn man daran erinnert, dass die Versöhnung mit dem einst abgedankten König Edward VIII., dem Herzog von Windsor, erst auf dem Totenbett erfolgte, dann kann man nur hoffen, dass sich dieser Teil der royalen Geschichte nicht wiederholt. Ich glaube, der König wird einen Weg finden, Harry zu vergeben und mit ihm Frieden zu schließen."
Roya Nikkhah, Königshausexpertin Times und Sunday Times:
"Ich habe mit Menschen gesprochen, die ihm (Harry) nahe sind. Er will unbedingt Zeit mit seinem Vater verbringen, mit seinen Kindern. Aber viel hängt davon ab, wie die Beziehung sich entwickelt und ob Harry wieder Personenschutz bekommt."
Schon jetzt im ZDF-Streaming-Portal verfügbar
Dienstag, 25. August 2026, 20.15 Uhr
Im Schatten der Krone – Skandale, Krisen, Jetset
ZDFroyal-Doku von Anne Kauth
Stab (Auswahl)
Buch und Regie Anne Kauth
Kamera Anthony R. Miller, Jan Prillwitz, Christian Baumann
Montage Walter Freund
Produktion Heike Debuch
Redaktion Biggi Seybold
Leitung der Sendung Caroline Reiher
Sendelänge circa 45 Minuten
Sie profitieren von Geld und Prestige, haben viele Privilegien, aber selten staatstragende Pflichten: junge Royals, die von ihrem Rang her nicht in der ersten Reihe stehen. Sie führen ein Leben zwischen Jetset und der Suche nach der eigenen Rolle.
"Im Schatten der Krone" – Fluch oder Segen, erzählt am Beispiel von Eugenie und Beatrice von York, Charlotte Casiraghi, Madeleine von Schweden und Marius Borg Høiby, dem Skandalsprössling von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit.
Sie können sich wahlweise ins Rampenlicht begeben oder ihre Privatsphäre genießen, sind gern gesehene Gäste auf Partys und dürfen auch mal "die Sau rauslassen", ohne ständig auf die königliche Etikette achten zu müssen. Anders als ihre Geschwister oder Cousins und Cousinen, die eines Tages den Thron erben werden, können sie sich einigermaßen frei entfalten. Die Royals ohne feste Rolle können es krachen lassen. Doch immer wieder gibt es auch Probleme, den eigenen Lebensweg zu finden. Unabhängig und frei und doch irgendwie an der langen Leine der Monarchie – das ist für den einen oder die andere ein schwieriger Spagat.
Andrew Lownie, Buchautor, über Royals in der zweiten Reihe:
"Manche dieser Ersatzspieler machen, was sie wollen, weil sie weniger Verantwortung tragen."
Über Marius Borg Høiby, den kriminellen Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen
Stefan Blatt, Royal-Experte:
"Diese kriminelle Energie und diesen Frauenhass, das gab's noch nie. In der jüngeren Geschichte ist das wirklich der größte Skandal, der Norwegen je erschüttert hat."
Ulf André Andersen, ehemaliger Chefredakteur "Se og Hør":
"Als Marius Borg Høiby zum ersten Mal festgenommen werden sollte, wurde das Schloss gewarnt. Kronprinzessin Mette-Marit fuhr daraufhin zu seiner Wohnung und hat dort aufgeräumt. Als Marius Borg Høiby festgenommen war, hatte er ein Handy ohne SIM-Karte bei sich, und bis heute ist nicht geklärt, wer diese Karte entfernt hat."
Ole-Jorgen Schulsrud-Hansen, Historiker:
"Marius Borg Høiby ist eine einzigartige Figur in der Geschichte der europäischen Monarchien und wird in künftigen Geschichtsbüchern ein eigenes Kapitel bekommen."
Über Charlotte Casiraghi, Nichte von Albert II., Fürst von Monaco
Elisabeth Gouslan, Royal-Expertin:
"Charlotte führt ein Jetset-Leben. Man sieht sie an paradiesischen Orten. Das kann sie sich leisten wegen ihrer gut laufenden Immobilien- und Bankgeschäfte. Sie ist ein reiches, verwöhntes Mädchen, das versucht, sich seiner privilegierten Stellung bewusst zu sein."
Patrick Weber, Royal-Experte, über Charlotte und wie sie ihre Privilegien im Sinne des Fürstentums nutzt:
"Alle denken, sie sei eine Prinzessin. Man sucht nach der glamourösesten Figur der Familie und weil Charlène diese Rolle nicht ausfüllt, richtet sich die Aufmerksamkeit auf Charlotte – sie ist eine Prinzessin der Medien. (…) Sie ist die Person im Fürstentum, die am meisten Geld einbringt. Mit ihrem Vermögen, ihrer Freiheit und ihrer Familie ist sie vor allem eins: eine moderne, unabhängige Frau."
Sandra Bank, Psychologin, vermutet, dass es Charlotte stark gemacht habe, dass sich ihre Mutter Caroline mit den Kindern nach dem Unfalltod des Vaters aus Monaco zurückzog:
"Das war das Beste, was sie hätten tun können, rauszugehen aus diesem öffentlichen Druck, eine Privatsphäre zu schaffen, in der diese Trauer stattfinden kann. Und insofern hat sie natürlich gelernt, sich unabhängig zu machen von der Anerkennung der Außenwelt."
Über Beatrice und Eugenie von York, die Nichten von König Charles III.
Stefan Blatt, Royal-Experte: "Das sind auch Feierbiester. Wenn die kommen, dann wird es lustig."
Andrew Lownie, Autor von "Entitled – The Rise and Fall of the House of York":
"Für die beiden ist es normal, ihren royalen Status zu Geld zu machen, vor allem in Regionen wie dem Nahen Osten. Dort bedeutet es noch etwas, eine Prinzessin zu sein. Außerdem helfen die Yorks, deren Ruf aufzupolieren, der noch schlechter ist."
Katie Nicholl, Autorin von "The New Royals", über das Verhältnis zu ihrem Vater Andrew seit der Epstein-Affäre:
"Beatrice und Eugenie gehen zum ersten Mal in ihrem Leben auf Abstand zu ihrem Vater. Man kann nur ahnen, wie nahe ihnen das gehen muss. Sie wissen, dass es einige entscheidende Fragen gibt, die ihr Vater öffentlich nicht beantwortet hat. Die große Frage ist – hat er diese Fragen seinen Töchtern beantwortet?"
Über Madeleine von Schweden, Schwester der Kronprinzessin Victoria von Schweden
Herman Lindquist, Historiker, über die Erwartungen an Madeleine, als sie mit ihrer Familie nach Jahren der Abwesenheit nach Schweden zurückkehrte:
"Die Schweden haben erwartet, dass sie nun ihre Rolle als Prinzessin ausüben und Teil der Königsfamilie sein würde – präsent bei offiziellen Anlässen. Aber das ist sie nicht."
Jenny Alexandersson, Journalistin, zur Reaktion, dass die Prinzessin, statt die Königsfamilie zu vertreten, sich für ihre Kosmetikmarke einsetzt:
"Das geht gar nicht. Es gab viel Kritik!"
Stefan Blatt, Royal-Experte, über die Vermarktung von Madeleines Kosmetikserie:
"Madeleine schwimmt natürlich auf der Welle, dass sie eine Prinzessin ist. Und sie vermarktet damit auch ihre Produkte. Also offiziell macht sie das natürlich als Madeleine. Aber jeder schreibt natürlich, dass das das Produkt der Prinzessin ist. Das ist ja dann auch das Verkaufsargument."
Johan Lindwall, Chefredakteur "Svensk Damtiding", über die Zukunft von Madeleine und ihrem Mann:
"Was wird sie aus ihrem Leben machen? Werden sie in Schweden bleiben? Ich glaube eher nicht. Schweden ist zu klein für Madeleine und vor allem für Chris. Ich glaube kaum, dass sie in fünf Jahren noch hier leben werden."
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