09.04.2020, 11:24 Uhr - Nachrichten/Aktuelles

Die Corona-Krise bestimmt die Berichterstattung

und lässt wenig Raum für andere Themen

Top-Themen in den Fernsehnachrichten, März 2020 in Minuten

Im März sind neben der Ausbreitung des Coronavirus, den beschlossenen Gegenmaßnahmen und den gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie nur insgesamt vier weitere Themen in der Berichterstattung der Hauptnachrichten präsent: Mit großem Abstand auf dem zweiten Rang liegt die erneute Flüchtlingskrise an den Grenzen der EU. Auf dem siebten Platz landen die US-Vorwahlen und den achten Rang belegt die Einigung auf Waffenruhe im syrischen Idlib. Die Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen Anfang März auf dem zehnten Rang. Die übrigen Ränge gehen an Themen mit Bezügen zur Corona-Krise, allen voran auf dem ersten Platz die Verbreitung und die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Deutschland. Während zu Beginn des Monats der Anteil der Sendezeit mit Bezug zum Coronavirus noch bei 15 bis 25 Prozent liegt, steigt er anschließend kontinuierlich an. Ab dem sechsten März beträgt der Anteil bereits über 40 Prozent. Bereits am 13. des Monats hat die Berichterstattung in den Nachrichtensendungen ihren Höhepunkt erreicht und bleibt auf diesem hohen Niveau (zwischen 85 und 95 Prozent) bis zum Ende des Monats.

Auch die Auftritte der deutschen Politikerinnen und Politiker werden von der Corona-Krise bestimmt. Wie in den Vormonaten führt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Top-20 der deutschen Politikerinnen und Politiker an. Direkt dahinter folgt Gesundheitsminister Jens Spahn. Im Zuge der Berichterstattung über das Coronavirus und der zunehmenden Verantwortlichkeit der einzelnen Bundesländer gelangen einige Landeschefs in die Top-20. Mit den starken Einschränkungen in Deutschland und deren sozialen und wirtschaftlichen Folgen, steigt auch die Präsenz der verantwortlichen Minister. Dementsprechend dominieren die Regierungsparteien die Berichterstattung im Monat März. Die ersten drei Ränge gehen an die CDU, SPD und CSU.

Die Meldungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus wurden zunehmend politischer, so dass sich bei den meisten Formaten eine deutliche Erhöhung der Politikberichterstattung zeigt. Über die Hälfte ihrer Ausstrahlungsdauer sind bei allen Sendungen für diesen Themenreich reserviert. Dabei rangiert der Anteil zwischen 53 (RTL aktuell) und 75 Prozent (Tagesschau). Dennoch weichen die Angebotsstrukturen nicht vollständig auf, die Unterschiede in den verschiedenen Gewichtungen der Formate sind weiterhin erkennbar.

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Mainz, 9. April 2020
ZDF Presse und Information