20.10.2017, 15:27 Uhr - Dreharbeiten, Reportagen/Dokumentationen, Kultur, Film

Mario Adorf als Karl Marx: Drehstart für ZDF-Dokudrama


Mario Adorf als Karl Marx.
Copyright: ZDF/ Julie Vrabelova

Mit Blick auf den 2018 anstehenden 200. Geburtstag von Karl Marx widmet das ZDF einem der wirkmächtigsten Deutschen ein 90-minütiges Dokudrama mit Mario Adorf in der Hauptrolle. In Prag und Umgebung haben die Dreharbeiten für den Film mit dem Arbeitstitel "Der deutsche Prophet. Die letzte Reise des Karl Marx" begonnen. Unter Regie von Christian Twente spielen – neben Mario Adorf – Sarah Hostettler, Nina Petri, Ruth Marie Kröger, Johannes Klaußner, Lutz Blochberger, Jele Brückner und andere. Autor des Drehbuchs ist Peter Hartl.

"Wir freuen uns, dass wir mit Mario Adorf einen Hauptdarsteller haben, der diese Rolle nicht nur hervorragend verkörpert, sondern sich damit auch einen Lebenswunsch erfüllt", sagt Peter Arens, Leiter der Hauptredaktion Geschichte und Wissenschaft.

Die Rahmenhandlung folgt den Stationen im letzten Lebensjahr von Karl Marx, in dem er und seine Tochter Eleanor gemeinsam auf seinen Werdegang und sein Werk zurückblicken.

"Der Film zeigt Marx, der Weltgeschichte schrieb, auch als Privatmann und Familienvater, wie ihn kaum jemand kennt", sagt Stefan Brauburger, Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte, "und es wird deutlich, wie sich manche Annahmen von Marx in den Finanz- und Wirtschaftskrisen heute widerspiegeln."

Das Dokudrama aus der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte zeigt den berühmten Denker in seiner Zerrissenheit: als Deuter des Welt- und Wirtschaftsgeschehens, der für das praktische Überleben nur wenig Geschick aufbrachte. Als hingebungsvollen Familienvater, der, auch als Folge seines Daseins als politischer Flüchtling, vier seiner sechs Kinder zu Grabe tragen musste und dem Hausmädchen einen verborgen gehaltenen Sohn bescherte. Marx erhob die Stimme für das "geknechtete Proletariat", wusste aber selbst auch gutbürgerlichen Lebenswandel zu schätzen.

Erst nach seinem Tod entfaltete sich die Sprengkraft seiner oft umgedeuteten Ideen. Das "Kommunistische Manifest" bot das Rüstzeug für eine internationale Arbeiterbewegung, die später in sozialdemokratisch orientierten Parteien ihren Siegeszug antrat, es diente aber auch als ideologisches Fundament totalitärer Diktaturen, die Mitte des 20. Jahrhunderts die halbe Welt beherrschten. Von ihm selbst ist der Spruch überliefert: "Ich bin kein Marxist."

"Der deutsche Prophet. Die letzte Reise des Karl Marx" ist eine ZDF-Auftragsproduktion der Gruppe 5 Filmproduktion. Produzent ist Stefan Schneider. Die Redaktion liegt bei Stefan Brauburger und Stefan Mausbach, die Leitung bei Peter Arens. Die Dreharbeiten in Tschechien und in Marokko dauern bis zum 23. November. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

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Mainz, 20. Oktober 2017
ZDF Presse und Information