02.05.2019, 09:56 Uhr - Nachrichten/Aktuelles, Unternehmen

ZDF legt Finanzplanung für nächste Beitragsperiode vor

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Das ZDF hat seinen Finanzbedarf für den Zeitraum 2021 – 2024 fristgerecht bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) angemeldet. Für die nächste Beitragsperiode geht das ZDF dabei von branchenspezifischen Teuerungsraten aus. Bei der Berechnung des Programmaufwands wurde eine Teuerung von jährlich 2,49 Prozent angenommen. Hier finden sich auch die Kostensteigerungen der Produktionsfirmen wieder, die für das ZDF arbeiten. Bei den Personalkosten geht die Anmeldung von einer Steigerung von 2,25 Prozent im Jahr 2020 und 2,5 Prozent in den Jahren 2021 bis 2024 aus. Diese Annahme liegt deutlich unter den Tarifsteigerungen beim öffentlichen Dienst. Kostensparend wirkt sich auch aus, dass der Personalabbau von 562 Vollzeitstellen gemäß den Vorgaben der KEF bis Ende 2020 abgeschlossen wird.

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut: "Unsere Aufgabe ist es, ein vielfältiges Programm mit großer Attraktivität für unser Publikum herzustellen. Die fortschreitende Digitalisierung verlangt Investitionen in weitere Angebote im Netz, wie die heute.de und den gerade gestarteten Kulturraum. Aber auch Informationsangebote im linearen TV müssen gestärkt werden, wie etwa durch die Sendezeitverlängerung des 'heute journals' am Sonntag und mehr Information zu Geschichte und Wissenschaft in der Prime Time. Diese Anstrengungen werden wir aber durch interne Umschichtungen finanzieren."

Ein Rückschluss auf die künftige Beitragshöhe ist aufgrund der Anmeldung nicht möglich. So unterliegt etwa die Ertragsplanung derzeit noch erheblichen Unsicherheiten. Die Ertragsausfälle, die das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Beitragsfreistellung von Nebenwohnungen zur Folge haben wird, sind noch unklar. Hinzu kommt, dass der Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro in der gegenwärtig laufenden Beitragsperiode bereits durch den von der KEF bewilligten Einsatz von angesparten Mitteln ergänzt wird. Die KEF wird die Anmeldung des ZDF in den kommenden Monaten überprüfen und dann den Ländern einen Vorschlag über die künftige Beitragshöhe unterbreiten.

Ansprechpartner: Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de

Mainz, 2. Mai 2019
ZDF Presse und Information