Programmangebote rund um den Holocaust-Gedenktag 2026

Vor 81 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee Auschwitz. Der Ort gilt heute als Synonym für den Holocaust. Rund um den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus bieten ZDF, ZDFinfo und 3sat – online und linear – eine Reihe von Sendungen an, die sich mit Judenhass, NS-Diktatur und Erinnerungskultur beschäftigen. Alle Angebote finden sich spätestens ab 27. Januar 2026 gebündelt im ZDF-Streaming-Portal.

Sendedatum

Schon jetzt diverse Angebote, die bis zum 27. Januar 2026 immer weiter ergänzt werden.
Dienstag, 27. Januar 2026, 0.15 Uhr
Dienstag, 27. Januar 2026, ab 7.00 Uhr und Dienstag, 3. Februar 2026, ab 20.15 Uhr
Diverse Angebote ab Freitag, 23. Januar bis Freitag, 30. Januar 2026

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Neue "ZEUGNISSE – Interviews mit Holocaust-Überlebenden"

"ZEUGNISSE" ist ein Interview-Projekt des ZDF in Zusammenarbeit mit der Claims Conference. Hochwertige Interviews für den multimedialen Einsatz bewahren die Erinnerungen der letzten Holocaust-Überlebenden. Diese erzählen ihre Lebensgeschichten als Botschaft an die Gegenwart und Zukunft: Damit sich niemals wiederholt, was sie erleiden mussten.

Im November 2023 wurden 15 Interviews im ZDF-Streaming-Portal veröffentlicht. Bis zum 27. Januar 2026 werden 12 weitere Interviews hinzukommen – ein Zeichen gegen das Vergessen.

Für die ZDF-Redaktion Zeitgeschichte haben Zeitzeugnisse seit jeher eine bedeutende Rolle bei der Darstellung der Vergangenheit gespielt, vor allem bei Themen zum Nationalsozialismus, insbesondere des Holocausts. Auch die Claims Conference versteht es seit mehr als 60 Jahren als zentrales Element ihres Auftrags, dafür zu sorgen, die jüdische Erinnerung an die Shoah an die nachkommenden Generationen weiterzugeben.

ZDFinfo-Dokutag am 27. Januar 2026

Anlässlich des Holocaust-Gedenktags 2026 zeigt ZDFinfo am Dienstag, 27. Januar 2026, ab 7.00 Uhr Filme zum Thema, darunter um 20.15 Uhr die Erstausstrahlung "Verbotene Liebe – Queere Überlebende der NS-Diktatur".

Programmüberblick

7.00

Die Zwangsarbeiterin ‒ Nadeshdas langer Weg nach Hause

Film von Frank Diedrichs

7.30

Die Deutschen und der Holocaust

Film von Felix Brumm

8.15

Warum Judenhass? – Antisemitismus in Deutschland

Film von Svaantje Schröder

9.00

Verbotene Liebe ‒ Queere Schicksale in der NS-Diktatur

Film von Sebastian Scherrer

9.45

Verbotene Liebe ‒ Queere Opfer der NS-Diktatur

Film von Sebastian Scherrer

10.30

Die Gesichter des Bösen: Der Rassenwahn

Film von Michael Kloft

11.15

Die Gesichter des Bösen: Der Holocaust

Film von Michael Kloft

12.00

Die Gesichter des Bösen: Die Aufarbeitung

Film von Michael Kloft

12.45

Flucht vor den Nazis: Wie der Leica-Fabrikant Juden rettete

Film von Claus Bredenbrock

13.30

Schindlers Liste ‒ Eine wahre Geschichte

Film von Kathrin Sänger

14.15

Ein Tag in Auschwitz

Film von Winfried Laasch und Friedrich Scherer

15.45

Auschwitz – Überleben in der Hölle: Terror

Film von
Dagmar Gallenmueller

16.30

Auschwitz – Überleben in der Hölle: Todesfabrik

Film von Katarina Schickling

17.15

Auschwitz – Überleben in der Hölle: Befreiung

Film von Katarina Schickling

18.00

Überleben in Auschwitz

Film von Katarina Schickling, Dagmar Gallenmüller und Thomas Schuhbauer

18.45

Jüdischer Widerstand ‒ Nicht wie Lämmer zur Schlachtbank

 

19.30

Judenhass in Deutschland ‒ 80 Jahre nach Auschwitz

Film von Beate Frenkel und Michael Haselrieder

20.15

Verbotene Liebe ‒ Queere Überlebende der NS-Diktatur (ERSTAUSSTRAHLUNG)

Film von Sebastian Scherrer und Fabio Mauro

21.00

Verbotene Liebe ‒ Queere Opfer der NS-Diktatur

Film von Sebastian Scherrer

21.45

Verbotene Liebe ‒ Queere Schicksale in der NS-Diktatur

Film von Sebastian Scherrer

22.30

Ein Tag in Berlin 1943: Der Passfälscher Cioma Schönhaus

Film von Arne Peisker, Elin Carlsson und Sigrun Laste

23.15

Die Deutschen und der Holocaust

Film von Felix Brumm

24.00

Das Nazi-Erbe ‒ Trauma, Schuld, Verantwortung

Film von Maxine Brückner und Sebastian Scherrer

1.15

Auschwitz – Überleben in der Hölle: Terror

Film von Dagmar Gallenmueller

2.00

Auschwitz – Überleben in der Hölle:Todesfabrik

Film von Katarina Schickling

2.45

Auschwitz – Überleben in der Hölle: Befreiung

Film von Katarina Schickling

3.30

Ein Tag in Auschwitz

Film von Winfried Laasch und Friedrich Scherer

4.45

Verbotene Liebe ‒ Queere Überlebende der NS-Diktatur

Film von Sebastian Scherer und Fabio Mauro

"Verbotene Liebe – Queere Überlebende der NS-Diktatur"

Ab Sonntag, 18. Januar 2025, 5.00 Uhr im ZDF streamen
ZDFinfo: Dienstag, 27. Januar 2026, 20.15 Uhr
Verbotene Liebe ‒ Queere Überlebende der NS-Diktatur
Film von Sebastian Scherrer und Fabio Mauro

Verfolgt, gebrochen, vergessen? Drei queere Menschen bewiesen im NS-Regime Entschlossenheit und großen Mut: Ein schwuler KZ-Häftling, der überlebte und NS-Belastete zur Rechenschaft zog. Eine Transfrau, die den gewalttätigen Vater erschlug. Eine Rebellin, die für ihre jüdischen Freundinnen alles riskierte. Jannik Schümann, Julia Monro und Kerstin Thost suchen nach ihren Spuren. Alle drei Überlebenden stehen im Licht dieser Dokumentation. "Verdorben. Krank. Asozial." So brandmarkten die Nationalsozialisten queere Menschen. Schwule Männer wurden nach dem verschärften Paragrafen 175 zu Zehntausenden verurteilt, etwa 15.000 in Konzentrationslager verschleppt. Transpersonen verfolgte man als "geisteskrank", lesbische Frauen als "asozial".
Für den Film machen sich Jannik Schümann, Julia Monro und Kerstin Thost erneut auf die Suche – und stoßen auf drei außergewöhnliche Lebensgeschichten. Biografien, die von Verfolgung und Erniedrigung, aber auch von Mut, Widerstand und unbändigem Überlebenswillen gezeichnet sind. Die Historikerin Dr. Anna Hájková, Pionierin der Holocaust-Forschung zu queeren Menschen, ordnet die Schicksale historisch ein.

Jannik Schümann taucht ein in das Leben von Kurt Brüssow. Der Schauspieler wurde wegen seiner Homosexualität denunziert, dreimal nach Paragraf 175 verurteilt und 1941 ins KZ Auschwitz deportiert. Dort kastrierte ihn ein SS-Arzt zwangsweise. Brüssow überlebte die Hölle nur knapp. Nach dem Krieg wurde aus dem Opfer ein Ankläger: Bei den Münchener Spruchkammern konfrontierte er NS-Täter. Eine Entschädigung als NS-Opfer blieb ihm in der Bundesrepublik jedoch verwehrt, denn seine sexuelle Orientierung galt auch nach 1945 als Verbrechen.

Kerstin Thost erforscht im Würzburger Staatsarchiv die Gestapo-Akten von Ilse Totzke. Die Musikerin trug gerne Anzug und Krawatte, verweigerte den Hitlergruß und hielt die Nürnberger Rassengesetze für Unrecht. Trotz Verfolgung durch die Gestapo hielt sie an ihren jüdischen Freundinnen fest – und half ihnen bei der Flucht in die Schweiz. Nach einem missglückten Fluchtversuch wurde sie 1943 ins KZ Ravensbrück deportiert. Nur mit knapper Not überlebte sie. 1995 ehrte die Holocaust-Gedenkstätte "Yad Vashem" sie als "Gerechte unter den Völkern".

Julia Monro erkundet das Gründerzeitmuseum in Berlin-Mahlsdorf – und taucht ein in das Leben einer außergewöhnlichen Frau. Charlotte von Mahlsdorf sah sich immer als Frau und war fasziniert von der Berliner Gründerzeit. Ihre Identität lebte sie mit Beharrlichkeit. Als Jugendliche erschlug sie ihren gewalttätigen Nazi-Vater, der die Familie mit der Waffe bedrohte. Nach 1945 wurde sie zur Berliner Ikone: Ihr Gründerzeitmuseum bot queeren Menschen in der DDR einen Schutzraum. Durch ihre Autobiografie "Ich bin meine eigene Frau", verfilmt von Regisseur und der queeren Ikone Rosa von Praunheim, wurde sie deutschlandweit bekannt.

"German Guilt"

Ab Mittwoch, 21. Januar 2026, 10.00 Uhr im ZDF streamen
German Guilt
Dreiteilige Doku-Serie von  Boris Quatram und Thilo Mischke

Waren unsere Vorfahren zur Zeit der NS-Diktatur Täter, Opfer oder Mitläufer? Warum wurde darüber in vielen deutschen Familien nie offen gesprochen?
In der Doku-Serie "German Guilt" gehen Journalist Thilo Mischke, Schauspielerin Katja Riemann und Autorin Ronja von Rönne diesen Fragen nach und erforschen ihre eigene Familiengeschichte. Unterstützt von Historikern und Rechercheuren öffnen sie Familienarchive, durchforsten Dachböden und besuchen Orte, die bis heute Spuren der Vergangenheit tragen.

Nähere Informationen finden Sie <<HIER>>

"Die Wannseekonferenz" (WH)

Ab Dienstag, 21. Januar 1026, 10.00 Uhr im ZDF streamen
ZDF: Dienstag, 27. Januar 2026, 0.15 Uhr
Die Wannseekonferenz
Historischer Film von Matti Geschonneck

Am 20. Januar 1942 treffen sich in einer Villa in Berlin-Wannsee hochrangige Vertreter des NS-Regimes zu einer Besprechung, die als Wannsee-Konferenz in die Geschichte eingeht. Ausschließliches Thema der Besprechung ist die von den Nationalsozialisten so genannte "Endlösung der Judenfrage": die Organisation des systematischen, millionenfachen Massenmordes an den Juden Europas.

15 führende Vertreter der SS, der NSDAP sowie der Ministerialbürokratie kommen am Mittag des 20. Januar 1942 in einer Villa am Großen Wannsee in Berlin zusammen. Eingeladen hat Reinhard Heydrich, Chef der Sicherheitspolizei und des SD, zu einer "Besprechung mit anschließendem Frühstück". In der etwa 90 Minuten dauernden Besprechung wird der millionenfache Massenmord an der jüdischen Bevölkerung Europas geplant und organisiert.

Der Film "Die Wannseekonferenz" folgt dem von Adolf Eichmann verfassten Besprechungsprotokoll, von dem nur ein Exemplar erhalten ist und das als Schlüsseldokument der Judenvernichtung gilt.

"Countdown zur Diktatur"

Ab Samstag, 24. Januar 2026 im ZDF-Streaming-Portal
ZDFinfo: Dienstag, 3. Februar 2026, ab 20.15 Uhr
Countdown zur Diktatur
Vierteilige Dokureihe von Nina Adler und Michael Kloft

In den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts lernt Deutschland Demokratie ‒ nach mehr als einem Jahrtausend Adelsherrschaft. Doch diese erste Demokratie überlebt nur 15 Jahre. Warum lassen die Deutschen sie zugrunde gehen? Wer hat versagt? Wer sich verführen lassen?
Die vierteilige Reihe "Countdown zur Diktatur" geht der Frage nach: Wer trägt die Schuld am Sturz in Tyrannei und Terror?

20.15 Uhr
Countdown zur Diktatur: 1925‒1929 Illusion (1/4)

Deutschland in der Mitte der "Goldenen Zwanzigerjahre". Adolf Hitler ist noch ein unbekannter Provinzpolitiker. Parteien der demokratischen Mitte bestimmen die Politik. Sechs Jahre nach Ausrufung der ersten deutschen Republik scheint die junge Demokratie endlich stabil zu sein. Doch der Tod von Reichspräsident Friedrich Ebert im Februar 1925 erschüttert das Land. Nur wenige Stunden zuvor gründet Hitler die verbotene NSDAP neu.
Das Jahrzehnt nach dem Ersten Weltkrieg: Zum ersten Mal ist das deutsche Volk sein eigener Souverän. 1925, sechs Jahre nach ihrer Ausrufung, hat die Republik ernste Bewährungsproben überstanden: Hyperinflation, Putschversuche, Wirtschaftskrise. Extreme Parteien von rechts und links verlieren an Bedeutung. Der parteilose Reichskanzler Hans Luther führt eine Minderheitsregierung aus konservativen Parteien an. Vor allem die Außenpolitik von Minister Gustav Stresemann wird öffentlich als Erfolg bewertet.
Doch die erste deutsche Demokratie ist bedroht: Kommunisten träumen von einer sozialistischen Räterepublik, Nationalisten wollen zurück zur Monarchie. Verarmte Bauern legen Bomben, in den Arbeitervierteln Berlins kommt es zu Straßenschlachten. Mit der Neugründung der NSDAP kehrt Hitler nach einer Gefängnisstrafe auf die politische Bühne zurück. Welche verheerende Rolle die damals noch unbekannte Splitterpartei schon in wenigen Jahren spielen wird, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand.

21.00 Uhr
Countdown zur Diktatur: 1929 ‒ 1931 Krise" (2/4)

Der New Yorker Börsencrash 1929 stürzt die Welt in Arbeitslosigkeit, Armut und Inflation. Besonders hart trifft es Deutschland, das sich gerade erst von Krieg und Schulden zu erholen beginnt. Das Deutsche Reich ist jetzt seit zehn Jahren parlamentarische Demokratie. Aber die schwere Wirtschaftskrise nach dem "Schwarzen Freitag" lässt die Zustimmung zur Demokratie rapide sinken. Immer mehr Deutsche wenden sich Nationalsozialisten oder Kommunisten zu.
Die Zeit der "Goldenen Zwanziger" gilt als modern, schnell, emanzipiert, glamourös. Bis in den USA der "Schwarze Freitag" an der New Yorker Börse die Weltwirtschaft in den Abgrund reißt. In Deutschland suchen Millionen verzweifelt nach Arbeit und Brot. Zugleich muss die Republik noch immer hohe Reparationen an die Sieger des Ersten Weltkriegs zahlen. Viele Deutsche empfinden das als ungerecht, und die NSDAP nutzt das für lautstarke Propaganda. Vor allem in Schleswig-Holstein, Ostpreußen und Thüringen verfangen ihre Parolen gegen die Reparationen – und gegen die Demokratie.
Die Parteien der demokratischen Mitte können die Wirtschaft nicht stabilisieren. Im Sommer 1931 müssen mehrere große Bankhäuser ihre Zahlungsunfähigkeit erklären. Die Zahl der Arbeitslosen steigt auf mehr als fünf Millionen. Immer mehr von der Demokratie enttäuschte Deutsche setzen auf Hitlers Nationalsozialisten oder auf die Kommunisten unter ihrem Anführer Ernst Thälmann.

21.45 Uhr
Countdown zur Diktatur: 1931‒1933 Abgrund (3/4)

Die Feinde der Demokratie nutzen die Krise, um das Parlament zu entmachten. Wird der Weg in eine nationalrevolutionäre Diktatur, zurück zur Monarchie oder in den Kommunismus führen? In ganz Europa sind Rechtsnationalisten auf dem Vormarsch. Zwei von drei europäischen Demokratien überstehen die zwei Jahrzehnte zwischen den Weltkriegen nicht. Bei den Wahlen zum Deutschen Reichstag im Juli 1932 wird Hitlers NSDAP stärkste Kraft.
Ermutigt von steigenden Wahlergebnissen, kandidiert Adolf Hitler, der Parteichef der NSDAP, für das Amt des Reichspräsidenten. Im Wahlkampf setzen die Nationalsozialisten unter der Regie des späteren Propagandaministers Joseph Goebbels auf neuartige Methoden. Hitler fliegt mit dem Flugzeug von Veranstaltung zu Veranstaltung. Er soll modern und technikaffin wirken. Von Tausenden Plakaten und Litfaßsäulen starrt sein Konterfei mit Bärtchen und Seitenscheitel auf die Wählerinnen und Wähler. Das erwünschte Ergebnis bleibt zwar aus, Hindenburg bleibt Reichspräsident, aber Hitler gewinnt erheblich an Bekanntheit und Profil.
Seine Partei, die NSDAP, wendet sich an völlig unterschiedliche Wählergruppen und gibt widersprüchliche Versprechen ab. Sie umwirbt die Arbeiterschaft und verbündet sich zugleich mit der Schwerindustrie, von der sie großzügige Parteispenden erhält. Im Juli 1932 gewinnen die Nationalsozialisten die Reichstagswahlen. Mehr als jeder dritte Deutsche entscheidet sich für Hitler und dessen Partei.

22.30 Uhr
Countdown zur Diktatur: 1933‒1934 Zerstörung (4/4)

30. Januar 1933. Deutschland hat einen neuen Kanzler. Konservative und Monarchisten haben Hitler ins Amt gehievt. Im Glauben, ihn und seine Anhänger "zähmen" zu können. Tatsächlich ist der neue Kanzler noch weit von einer Alleinherrschaft entfernt – und Deutschland auf dem Papier noch eine Demokratie. Es dauert noch 18 Monate voller Willkür, Rechtsbruch, Mord und politischem Versagen, bis die Nazis die ganze Macht in Händen halten.
Ein Zufall beschleunigt die Zerstörung der Demokratie. Am 27. Februar 1933 brennt der Reichstag. Marinus van der Lubbe, ein niederländischer Kommunist, wird als Brandstifter verhaftet. Hitler und seine Helfershelfer erkennen sofort ihre Chance. Unter dem Vorwand, die öffentliche Sicherheit wiederherzustellen, setzen sie die Grundrechte außer Kraft und lassen politische Gegner deutschlandweit verfolgen.
Gegenwehr gibt es kaum. Die nächsten Schritte sind: Ausschaltung der freien Presse, des Parlaments und der Gewerkschaften. Viele schlagen sich auf die Seite des offensichtlich Stärkeren: Als die NSDAP am 1. Mai 1933 eine Aufnahmesperre für Neumitglieder erlässt, sind seit Januar über 1,6 Millionen in die Partei eingetreten.
Doch noch gibt es einen entscheidenden Machtfaktor, der nicht auf Hitlers Kommando hört: Deutschlands Armee, die Reichswehr. Misstrauisch beobachten die Generäle die Ambitionen von SA-Chef Ernst Röhm, die Reichswehr in einer NS-"Volksmiliz" aufgehen zu lassen. Hitler entscheidet sich gegen Röhms Pläne und lässt den SA-Chef am 1. Juli 1934 von SS-Männern ermorden. Einen Monat später stirbt Reichspräsident Hindenburg. Hitler übernimmt dessen Amt, lässt seine erweiterte Macht per Volksabstimmung legitimieren und die Reichswehr einen Eid auf ihn persönlich schwören. Der Weg in die Diktatur ist damit abgeschlossen.

Collection im ZDF-Streaming-Portal

Im ZDF-Streaming-Portal gibt es eine Sammlung von Dokus, Interviews und Filmen, die sich mit dem Thema NS-Diktatur und Holocaust beschäftigen. Die Collection https://www.zdf.de/holocaust-gedenken-116 wird noch bis zum 27. Januar 2026 ergänzt.

3sat-Programm zum Holocaust-Gedenktag

Informationen zum 3sat-Programm zum Holocaust-Gedenktag finden Sie hier:
https://pressetreff.3sat.de/programm/dossier/das-3sat-programm-zum-holocaust-gedenktag-1

Fotos über ZDF-Kommunikation
Telefon: (06131) 70-16100, E-Mail: pressefoto@zdf.de oder über https://presseportal.zdf.de/presse/holocaustgedenktag2026

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