9/11 - Die Geiseln des Terrors
Zweiteiliges Dokudrama
Fünf Wochen vor den Terroranschlägen des 11. September 2001 in den USA werden in Afghanistan acht Entwicklungshelfer und 16 Ortskräfte verhaftet. Sie gehören zu der Hilfsorganisation Shelter Now International. Der Vorwurf: Missionierung. Ihnen droht die Todesstrafe. Dann verändert 9/11 alles. Während die USA den Taliban mit Krieg drohen, geraten die Gefangenen zwischen die Fronten.
Das Dokudrama rekonstruiert ihre mehr als 100 Tage dauernde Haft mit Interviews, Zeitzeugenberichten und Spielszenen und erzählt von Angst, Hoffnung und Überleben. Expertinnen und Experten ordnen ein.
Fotos
Texte
Ab Freitag, 4. September 2026, 5.00 Uhr im ZDF streamen
Dienstag, 8. September 2026, 20.15 Uhr (1)
Mittwoch, 9. September 2026, ab 1.00 Uhr (1+2)
9/11 – Die Geiseln des Terrors
Zweiteiliges Dokudrama
Dienstag, 8. September 2026, 20.15 Uhr
9/11 – Die Geiseln des Terrors: Gefangen in Kabul (1/2)
Film von Ingo Helm und Sabine Bernardi
Mittwoch, 9. September 2026, 1.45 Uhr
9/11 – Die Geiseln des Terrors: 105 Tage (2/2)
Film von Ingo Helm und Sabine Bernardi
Stab (Auswahl)
Buch und Regie Ingo Helm (Doku), Sabine Bernardi (Spielszenen)
Kamera Doku: Gordon Volk, Hannes Wichmann, André Dekker;
Spielszenen: Philipp Sichler
Schnitt Rainer Ahlschwedt (Doku), Friederike Weymar (Spielszenen)
Produktionsleitung Jonas Windgassen, Susanne Gerriets
Herstellungsleitung Marcella Rafael
Archiv: Katja Kersting
KI/Animation Acolori: Ben Liese
Grafik Sebastian Stürtz
Musik Matthias Petsche
Produzenten: Eikon Media: Thorsten Neumann, Michaela Nix, Ekki Wetzel
Redaktion Martin Jabs, Stefanie Kahn
Leitung der Sendung Caroline Reiher
Sendelänge 2 x circa 45 Minuten
Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller
Inhaftierte
Georg Taubmann Moritz Führmann
Peter Bunch Jeff Burell
Silke Vopel Laura Louisa Garde
Kathrin Jelinek Leonie Krieg
Heather Mercer Kara Edenberg
Margrit Stebner Stephanie Petrowitz
Diana Thomas Maju Margrit Sartorius
Dayna Curry Janka Claassen
Auswärtiges Amt
Dieter Ahrenholz, Diplomat , Andreas Schröders
Carsten Stankowski, Pressereferent Nicolas Handwerker
Shirin Lindgen, Referat Naher Osten Elmira Rafizadeh
Kinder
Mädchen (Mona Lisa) Sofia Önder
Sowie Emir Ürgün, Yasin Boran, Ilay Grant, Miles Ceriatke, Lian Riera Sirin
Afghanen/Aufseher/Taliban
Fatima, Frau im Gefängnis , Melika Rezapour
Maryam, Aufseherin Javeh Asefdjah
Hamid, Helfer der Gefangenen Ivar Wafaei
Karim, Übersetzer Arman Kashani
Taliban Burak Sercan Akyol und Sasun Sayan
Gefolterter Afghane Nima Khatib
Fünf Wochen vor 9/11 werden acht Entwicklungshelfer und 16 Ortskräfte in Afghanistan verhaftet. Der Vorwurf: Missionierung. Ihnen droht die Todesstrafe. Die Inhaftierten gehören zur Hilfsorganisation Shelter Now International, darunter Frauen und Männer aus Deutschland, Australien und den USA. Sie erleben die unmenschlichen afghanischen Haftbedingungen und einen Schauprozess. Doch nach dem 11. September ändert sich ihre Lage. Faktisch sind die Entwicklungshelfer nun Geiseln. Die USA fordern vom Regime in Kabul: Bin Laden auszuliefern, die Terrorcamps der al-Qaida zu schließen und die Entwicklungshelfer freizulassen. In dieser Situation drohen die Geiseln zum Spielball der Mächte zu werden.
Das Dokudrama rekonstruiert ihre mehr als 100 Tage dauernde Haft mit Interviews, Zeitzeugenberichten und Spielszenen und erzählt von Angst, Hoffnung und Überleben. Einige der Entwicklungshelferinnen und -helfer kehren bereits 2002 wieder nach Afghanistan zurück. Für sie steht fest: Die vielen auch sehr schönen Momente während ihrer Zeit in Afghanistan, echte Freundschaften und die selbstlose Hilfe afghanischer Mitgefangener lassen ihre Liebe zu dem Land und den Menschen nicht erlöschen.
Aus der Zeit ihrer Gefangenschaft gibt es nur wenige Fotos, keine Videoaufnahmen oder andere Unterlagen. Um die Angst, Verzweiflung und Hoffnung dieser Wochen glaubwürdig zu erzählen, nutzt der Film teilweise die Mittel des Spielfilms. Die mehr als 100 Tage dauernde Haft wird zudem auf Grundlage von Interviews und Zeitzeugenberichten dokumentarisch nacherzählt. In dieser Kombination wird diese Zeit wieder erlebbar. Extra für den Film haben einige Darsteller und Darstellerinnen Dialoge in den in Afghanistan üblichen Sprachen Dari und Pashtu gelernt. Auch dadurch soll eine authentische Nähe zum damaligen Geschehen entstehen.
Wie ist die Idee zu diesem Filmprojekt entstanden und was hat sie daran interessiert?
Ingo Helm: Hier wurden unschuldige Menschen zum Spielball der Weltpolitik. Sie hatten die besten Absichten, und sie verfolgten gar keine politische Agenda. Als der Produzent Thorsten Neumann mich darauf ansprach, dachte ich sofort: Hier verbirgt sich eine faszinierende, wenn auch weitgehend unbekannte Geschichte. Denn die große Erzählung von Terrorismus und Krieg lässt sich hier aus der Perspektive von ganz normalen Menschen betrachten.
Sabine Bernardi: Wo Begegnung von Menschen stattfindet, inmitten von Gewalt und Kriegsrhetorik, das ist das, was mich an dem Stoff interessiert hat.
Was verbindet die Geschichte der Geiselnahme der Entwicklungshelfer 2001 in Afghanistan mit den Anschlägen von 9/11?
Ingo Helm: Die Leute von Shelter Now selbst sind überzeugt, dass ihre Gefangennahme von langer Hand geplant war. Schon vor den schrecklichen Taten des 11. September 2001 wollten sich die Islamisten in Afghanistan, so diese Erklärung, mit Geiseln gegen Militärschläge rückversichern. Das ist nicht beweisbar. So unangemessen es auch scheint, mit einer kleinen Zahl von Ausländern die USA von ihrem großen Vergeltungsschlag abhalten zu wollen, so ist doch andererseits plausibel, dass die Machthaber von Kabul nach jedem Strohhalm greifen wollten. Nach 9/11 hat das Taliban-Regime dann ausdrücklich die Freilassung der Gefangenen angeboten, wenn die USA im Gegenzug ihre "Kriegspropaganda" einstellen. Wie wir heute wissen, ist es zu beidem nicht gekommen.
Sabine Bernardi: Die Gefangenen befanden sich "Im Auge des Sturms", dieses Bild habe ich zum erzählerischen Bogen der Fiktion gemacht.
Was waren die Herausforderungen bei diesem Filmprojekt?
Ingo Helm: Die dokumentarische Seite der Produktion stieß auf ein erstaunliches Missverhältnis. Während die Erinnerungen der damaligen Gefangenen reichhaltig und lebendig sind, und wir sie durch ausführliche Interviews einbeziehen konnten, gibt es von afghanischer Seite sehr wenig, was wir einbeziehen konnten. Das liegt auch daran, dass das Bilderverbot so streng gehandhabt wurde: Film- und Fotoaufnahmen waren bei Strafe verboten. Andererseits ist das Filmmaterial in den Archiven des Westens, etwa beim ZDF und bei amerikanischen Quellen, so umfangreich, dass es äußerst aufwendig war, die Bestände zu sichten und zu strukturieren.
Warum hat man sich für die Mischung aus Dokumentation und Spielszenen entschieden?
Ingo Helm: Es gibt keine Aufnahmen aus dem Gefängnis, nur wenige heimlich gemachte Fotos. Wie kommen wir der Situation im Gefängnis und dem Land näher? Das war unsere Ausgangsfrage. Ähnliches gilt auch für einiges, was in der Berliner Politik hinter den Kulissen geschah. Das war geheim und kann nur auf der Basis detaillierter Recherchen rekonstruiert werden. Deswegen haben wir uns für das Format Dokudrama entschieden.
Sabine Bernardi: Ich habe das Buch basierend auf Interviews und Aufzeichnungen der Protagonistinnen und Protagonisten geschrieben.
Was ist das besondere Potenzial der Spielszenen im Vergleich zur journalistischen Dokuebene?
Sabine Bernardi: Die emotionale Erinnerung, angelehnt an die Überlieferungen, spürbar zu machen, ist das Potenzial der Spielszenen.
Ingo Helm: Wir können Dinge erlebbar machen, die schriftlich oder mündlich, aber nicht im Bewegtbild erzählt worden sind. Das bringt große Freiheit mit sich und ebenso große Verantwortung. Die Verbindung beider Elemente ermöglicht eine dichte und glaubwürdige Verbindung von Emotion und sachlicher Information. Gerade die Zwischentöne dessen, was zum Beispiel die Frauen in der Gefangenschaft erlebt haben, lassen sich kaum auf andere Weise erzählen. Diese Zwischentöne sind gewissermaßen die Seele der Erzählung, denn sie beinhalten alles, was sich nicht in nackten Zahlen und Fakten ausdrücken lässt.
Was war wichtig bei der filmischen Umsetzung der Spielszenen?
Sabine Bernardi: Komplex und feinfühlig zu erzählen, und über das Spiel des hervorragenden Casts eine Ebene aufzumachen, die Situationen fühlbar machen kann. Wir benutzen in den Dialogen dabei auch die Sprachen, die Original gesprochen worden: Deutsch, Englisch, Dari, und Paschtu.
Wie gelingt ‒ mit Spielszenen ‒ die dokumentarische Glaubwürdigkeit des Films?
Sabine Bernardi: Die Spielszenen basieren wie die Doku auf Recherche, und ich arbeite dabei natürlich mit den Mitteln der Fiktion: Inszenierung. Das ist immer Interpretation.
Welche Persönlichkeiten unter den Geiseln prägen die Geschichte?
Sabine Bernardi: Die Frauen von Shelter Now kennenzulernen und ihnen zuzuhören, war beeindruckend.
Ingo Helm: Die Frauen, die ja in der Mehrheit waren, haben in ihrem Zusammenwirken eine unglaubliche Stärke entwickelt, sowohl die realen wie die Schauspielerinnen. Hervorzuheben ist aber Georg Taubmann, der – ohne eine entsprechende Ausbildung zu haben – mit großer Umsicht und großen zwischenmenschlichen Qualitäten die Projekte von Shelter Now gemanagt hat und auch in der Gefangenschaft für die anderen ein Fels in der Brandung war. Im Interview kann er sehr lebendig erzählen. Aber das gilt auch für die Frauen aus seinem Team sowie für seine Ehefrau, die ebenfalls dazugehörte, aber nicht mit gefangengenommen wurde.
Wie konnte ihr Profil für die Erzählung herausgearbeitet werden?
Ingo Helm: Am Anfang stand die Lektüre mehrerer Bücher, in denen die Beteiligten ihre Erinnerungen festgehalten haben. Auch vor Videokameras haben sie sich schon geäußert, alles wertvolles Recherchematerial. Zahlreiche Gespräche haben dann die Interviews vorbereitet, die wir mit unserem Kamerateam geführt haben. So sind viele Stunden Filmmaterial zusammengekommen, weil es unsere Absicht war, die Geschichte aus dem Erleben der Betroffenen heraus zu erzählen. Die andere Seite, nämlich Weltpolitik, Terrorismus und Militär – ohne die es unsere Geschichte nicht gegeben hätte –, war dann eine wesentliche Ergänzung.
Welche Relevanz hat die Geschichte um die Geiselnahme heute noch – außer die Verbindung zu 25 Jahren 9/11?
Sabine Bernardi: Die Relevanz sehe ich darin, Sichtbarkeit für Frauen zu schaffen, und die Frage aufzumachen: Welchen Beitrag leisten wir für eine friedlichere Welt?
Ingo Helm: Afghanistan beschäftigt uns bis heute, und das gehört alles zum Thema: Menschen fliehen vor Verfolgung zu uns, rechtsgerichtete Politiker versuchen das populistisch auszunutzen. Ehemalige Ortskräfte, die mit der Bundeswehr und anderen Organisationen zusammengearbeitet haben, werden plötzlich von Deutschland im Stich gelassen. Vertreter des Taliban-Regimes werden heute hofiert, um Abschiebungen zu ermöglichen – die Aktualität liegt auf der Hand. In diesem Kontext ist alles, was etwas Verständnis für das Land und seine Probleme fördert, von hoher Relevanz auch für uns.
Hilft sie die Welt von heute besser zu verstehen? Wenn ja, inwiefern?
Ingo Helm: Man kann aus den Ereignissen lernen, dass es an Größenwahn grenzt, wenn man glaubt, ein Militäreinsatz könnte die Welt zum Besseren verändern. Gut, al-Qaida wurde ausgeschaltet, aber Afghanistan ist deshalb in seiner Entwicklung noch keinen Schritt weiter. Viele kleine Schritte wären nötig, wie der ehemalige Diplomat Thomas Matussek im Film sagt, also: Geduld und ein langer Atem. Zuerst muss man versuchen, das Land und seine Menschen zu verstehen, bevor man ihm vorschreiben will, was es zu tun hat. Da ist der Ansatz der humanitären Hilfe, der mit Bescheidenheit im Nahbereich etwas bewirken will – nicht der einzig mögliche, aber auch nicht der schlechteste Weg.
Ingo Helm ist Dokumentarfilmautor und -regisseur sowie Historiker.
Sabine Bernardi ist Spielfilmregisseurin und Drehbuchautorin.
Georg Taubmann, Projektleiter Shelter Now,
… über das Verhältnis zu den Taliban vor der Festnahme:
"Wir hatten auch, muss ich ehrlich sagen, eine gute Beziehung zu den Taliban. Wir mussten ja immer mit den Taliban zusammenarbeiten. Ich war oft in ihren Büros, die kamen auch zu mir nach Hause, haben mit mir Tee getrunken, haben mit mir gegessen."
… über die Situation der Menschen in Afghanistan während der Taliban-Herrschaft ab 1996:
"Das Elend und die Not ist immer schlimmer geworden. Und am allerschlimmsten hat es dann die Frauen betroffen, vor allem die Witwen, weil die nicht mehr arbeiten durften. Und wenn man durch Kabul gefahren ist, und vor allem im Winter saßen Tausende von Frauen auf den Straßen mit ihren Burkas und saßen dort und haben gebettelt. (…) Und man muss sich einfach immer wieder sagen, ich bin hier für diese armen Menschen."
Silke Vopel, Mitarbeiterin "Shelter Now",
… über die eigene Gefühlslage am Ende der Geiselhaft:
"Die Vorstellung, (…) wäre unerträglich gewesen, dass da (…) eine Sondereinheit ein Gefängnis stürmt und Menschen (…) sterben, damit wir frei werden. Mit dem Gedanken hätte keiner von uns leben können."
"Als Daynas Mutter uns irgendwann mitgeteilt hat: 'Wenn ihr hier rauskommt, haben wir Psychiater für euch, die sich um euch kümmern', da war die Reaktion nur: 'I don't need a shrink, I want a hairdresser.' Also: 'Ich brauch keinen Psychiater, gebt mir einen Friseur.' Und das war tatsächlich dieses Gefühl – jetzt (…) ein bisschen was für sich selber zu tun."
… über die Motivation, für "Shelter Now" zu arbeiten
"Man kann nicht ein ganzes Land retten, man kann nur die Menschen um sich herum (…) berühren. Und das war, denk ich mal, bei uns allen der Anspruch."
Thomas Matussek, ehemaliger Diplomat:
… über die Situation der Geiseln vor den Anschlägen:
"Ich habe natürlich davon erfahren durch die permanente Unterrichtung, durch das Referat, durch die Arbeitsebene. Aber es wurde natürlich brenzliger dadurch, dass es eben auch breit in der Presse kam. Und die waren mit dem Tode bedroht bei den Taliban. Und die Frage ist dann natürlich, wie bekommt man die raus?"
… über die neue Situation ab 9/11:
"Als der Minister (= Joschka Fischer) dann eine Hausbesprechung einberief, um zu überlegen, wie gehen wir mit diesem doch wirklich weltbewegenden, plötzlichen Ereignis um, konnte ich meine Geiselgeschichte eigentlich kaum loswerden, weil natürlich in ganz anderen Dimensionen gedacht wurde. Ich konnte nur so viel sagen, dass wir diese Bemühungen, die ich in den letzten Tagen versucht habe zu unternehmen, vorläufig erstmal vergessen können.
… über den Zwiespalt im Umgang mit den Taliban:
"Sie brauchen ein Unmaß an Geduld, und zweitens brauchen Sie eben viele kleine positive Schritte. Es ist unerhört schwierig einerseits zu sagen, mit einem verbrecherischen Regime wollen wir nichts zu tun haben, andererseits aber für praktische Verbesserungen der Menschen vor Ort zu sorgen."
Peter R. Neumann, Politikwissenschaftler, Bedeutung und Rolle der Taliban im Vergleich zu al-Qaida:
"Sowohl Taliban als auch al-Qaida sind islamistische Gruppierungen. Die Taliban sind allerdings eine lokale Bewegung, die vor allem in der paschtunischen Bevölkerung verwurzelt ist und daraus auch ihre Stärke bezieht. Aber sie haben keine globalen Ambitionen. al-Qaida ist eine transnationale Terrororganisation, die ein globales Kalifat erschaffen möchte. Die den Krieg mit Amerika, mit dem Westen, möchte."
John B. Emerson, ehemaliger Botschafter der USA in Deutschland, über den Moment, als ihm klar wurde, dass 9/11 alles ändern würde:
"In der Nacht des 11. September, als ich mit meiner Familie in die Kirche ging brach ich in Tränen aus, weil mir bewusst wurde, dass unsere Kinder in einer völlig anderen Welt aufwachsen würden. Da war einfach dieses Gefühl – ich konnte zwar nicht sagen, wie sich alles ändern würde, aber ich wusste, dass es sich ändern würde."
Abed Nadjib, ehemaliger Gesandter Afghanistans in Deutschland, über seine Gefühle beim Anblick der brennenden Türme in New York:
"Mir liefen die Tränen herunter. Dort waren (…) Menschen, die leben wollten, die gar nichts mit den Ereignissen zu tun gehabt haben. Das ging mir unter die Haut."
George W. Bush, ehemaliger US-Präsident, droht den Taliban offen mit Krieg:
"Ich habe den Taliban klare und konkrete Forderungen gestellt: Schließt die Terroristenausbildungslager, liefert die Anführer des al-Qaida-Netzwerks aus und lasst alle Ausländer, einschließlich der zu Unrecht in eurem Land inhaftierten amerikanischen Staatsbürger, frei. Keine dieser Forderungen wurde erfüllt. Und nun werden die Taliban den Preis dafür zahlen." (7.10.2001)
Joschka Fischer, damals Bundesaußenminister, zu Deutschlands Beteiligung am Militäreinsatz in Afghanistan:
"Die USA sind angegriffen worden mit einem großen Blutzoll (…), und unter dem Gesichtspunkt war auch militärische Solidarität angesagt." (2026)
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