Ballz
Sechsteilige Comedyserie/Instant Fiction/ZDFneoriginal
Wie geht ein Mann damit um, wenn ihn ausgerechnet seine Kronjuwelen in Gefahr bringen? "Ballz" ist eine schräge Comedyserie über Männlichkeit, Liebe, Körperbilder und Erwartungen, die Männer an sich selbst stellen. Sie erzählt von einer Generation junger Männer, die gelernt hat, über vieles zu sprechen, aber oft noch immer nicht über ihre eigenen Ängste.
Fotos
Texte
Stabliste
| Drehbuch | Thandi Sebe, Toby Arsalan | |
| Regie | Benjamin Teske | |
| Kamera | Alina Albrecht | |
| Schnitt | Maira Vazquez Leven | |
| Szenenbild | Lena Moritzen | |
| Kostümbild | Marianka Benesch | |
| Ton | Benedikt Gaussling | |
| Produktion | Ziegler Film GmbH & Co. KG | |
| Produzenten | Tanja Ziegler, Tara Biere | |
| Redaktion ZDF | Andreas Jakobs-Woltering | |
| Länge | 6 Folgen à circ 15 Minuten |
Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller
| Julian | Maximilian Mundt | |
| Noemi | Naomi Simmonds | |
| Sami | Mohamed Kanj Khamis | |
| Jeff | Jonathan Kempf | |
| Dr. Heissmann | Hyun Wanner | |
| Samantha | Tülin Sezgin | |
| Bobo&Tino/Osterhase | Nico Stank | |
| Anne-Maria | Margarita Broich | |
| Julius | Matthias Brenner | |
| Lilly | Lennie Ehrenfried | |
| Pam | Gisa Flake | |
| Schrank | Alexander Czerwinski | |
| Fitnessklient | Wilson Gonzalez | |
| und andere |
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Inhalt
Julian hat eigentlich einen Plan. Er lebt mit seinem besten Freund Sami in einer chaotischen WG, baut gerade ein Fitness-Start-up mit ihm auf und will seiner großen Liebe Noemi endlich einen Heiratsantrag machen. Alles scheint in die richtige Richtung zu laufen. Bis eine Routineuntersuchung sein Leben auf den Kopf stellt: Julian hat Hodenkrebs.
Von einem Moment auf den anderen wird aus dem smarten Fitnesscoach ein Mann, dessen Zukunft plötzlich auf dem Spiel steht. Vor ihm liegen Arzttermine und Untersuchungen mit Fremdscham-Garantie sowie eine Operation, bei der ein Hoden entfernt werden soll. Und das ist der best case, sofern der Krebs noch nicht gestreut hat. Schnell entwickelt sich die Krankheit für Julian zu einer existenziellen Krise. Denn tief in ihm sitzt eine Angst, die weit über die Krankheit hinausgeht: Was, wenn er nach der Operation nicht mehr derselbe ist? Was, wenn Noemi ihn nicht mehr attraktiv findet? Was, wenn er seine Muskeln und Potenz verliert? Und vor allem: Was bedeutet es eigentlich, ein Mann zu sein?
Statt offen über seine Ängste zu sprechen, versucht Julian verzweifelt, die Wahrheit zu verstecken. Er lügt und verstrickt sich immer tiefer in sein eigenes Chaos. Während er die Fassade eines sorglosen Partners aufrechterhalten will, enttäuscht er alle Menschen um sich herum. Seine große Liebe Noemi versteht sein Verhalten immer weniger, sein bester Freund kämpft mit eigenen Ängsten und versucht trotzdem, für ihn da zu sein, und auch Julians Familie wird plötzlich mit Wahrheiten konfrontiert, die lange unausgesprochen geblieben sind.
Je näher die Operation rückt, desto weniger kann er sich hinter Witzen, Ausflüchten und einer Vorstellung von Männlichkeit verstecken, die ihm längst nicht mehr hilft. Am Ende steht für Julian nicht nur die Frage, wie seine medizinische Behandlung ausgeht, sondern auch, ob er den Menschen, die er liebt, endlich die Wahrheit sagen kann.
Ab Dienstag, 5. Januar 2027, und Dienstag, 12. Januar 2027, 20.15 Uhr, jeweils drei Folgen in neo von ARD und ZDF
Folge 1: "Dicke Eier"
Fitnesstrainer Julian hat bereits den perfekten Heiratsantrag vorbereitet. Doch dann erhält er die Diagnose Hodenkrebs. Aus Angst, seine Freundin Noemi zu verlieren, verschweigt er die Wahrheit.
Beim gemeinsamen Abendessen möchte Julian Noemi den Antrag machen. Zugleich muss er noch beim Arzt anrufen, um das Ergebnis zu bekommen, ob der Krebs gestreut hat. Schließlich vertraut er sich seinem Mitbewohner und besten Freund Sami an.
Gegenüber Noemi verstrickt sich Julian durch seine Unaufrichtigkeit in absurde Ausreden und peinliche Situationen. Die bevorstehende Operation, bei der ein Hoden entfernt werden muss, wird für ihn zur existenziellen Bedrohung seines Selbstbildes.
Folge 2: "Eiertanz"
Julian will Sperma einfrieren lassen, darf aber vor der Abgabe der Probe keinen Sex haben. Noemi wird misstrauisch, als er nicht auf ihre Verführungsversuche eingeht.
Noemi ist vorübergehend in Julians WG gezogen. Vom Arzt erhält Julian Entwarnung: Der Krebs hat nicht gestreut. Die Entfernung des kranken Hodens soll aber schon in zwei Tagen stattfinden.
Der Zeitdruck rund um die Abgabe der Spermaprobe wird für Julian zur Zerreißprobe. Als Noemi einen unerwarteten Fund macht, droht seine Lüge endgültig aufzufliegen.
Folge 3: "Weichei"
Julians Mitbewohner Sami hat ungefragt dessen Eltern eingeladen, damit er sich endlich jemandem anvertraut. Doch Julian verheimlicht den Hodenkrebs weiterhin um jeden Preis.
Samis Ankündigung von "Neuigkeiten" sorgt bei Julians Eltern für falsche Hoffnungen, die endlich wissen wollen, was er verheimlicht. Gleichzeitig muss er für die bevorstehende Operation einen Notfallkontakt angeben – doch ausgerechnet Sami lehnt ab.
Bei einem weiteren Arzttermin muss Julian sich für eine Hodenprothese entscheiden. Ausgerechnet in diesem Moment taucht Noemi im Sprechzimmer auf.
Folge 4: "I am a Man!"
Noemi erfährt von Julians Hodenkrebs, glaubt ihm jedoch nicht und macht Schluss. Verzweifelt beschließt Julian, seinen letzten Tag vor der Operation als "richtiger Mann" zu verbringen.
Während Sami Noemi die Wahrheit erklärt, versucht Julian verzweifelt, sich seine Männlichkeit zu beweisen. Betrunken zieht er durch die Stadt und legt sich sogar mit der Polizei an. Als Noemi ihren Irrtum erkennt, wagt Julian einen letzten Versuch, sie zurückzugewinnen.
Doch Julians Vorhaben endet anders als erhofft – und plötzlich wird er von der Polizei verhaftet.
Folge 5: "Ei-Zelle"
Julian landet im Polizeigewahrsam und bekommt Panik, seine Operation zu verpassen. In der Zelle begegnet er einem rätselhaften Muskelprotz, der ihn mit seinen größten Ängsten konfrontiert.
Hinter Gittern beginnt der Mann, der sich Schrank nennt, mit Julian eine ungewöhnliche Therapiesitzung. Er bringt ihn dazu, seine Beziehungsmuster und sein Verständnis von Männlichkeit zu hinterfragen. Doch als Julian sich öffnet, zeigt Schrank sein wahres Gesicht.
In letzter Sekunde bewahrt die Polizei Julian vor dem Schlimmsten.
Folge 6: "Ei Love You"
Julian kommt zu spät zum Termin. Die Operation scheint geplatzt. Mit letzter Kraft überredet er den Arzt doch noch, ihn zu operieren. Doch kurz vor dem Eingriff ist Julian plötzlich verschwunden.
Julian hat die Flucht ergriffen. Er will zu Noemi, um ihr vor der Operation noch von seinen Ängsten und Gefühlen zu erzählen, für den Fall, dass er die OP nicht überlebt. Zum Glück taucht Sami plötzlich im Krankhaus auf und kann ihn davon abhalten.
Ein Audio-PR Interview mit Maximilian Mundt gibt es hier.
Julian steht in "Ballz" plötzlich vor einer Diagnose, die sein Leben und sein Selbstbild komplett infrage stellt. Was hat Sie an dieser Rolle besonders gereizt?
Maximilian Mundt: Ich fand die Drehbücher wahnsinnig witzig geschrieben und mochte den Umgang mit diesem ernsten Thema. Ich fand es sehr schön, dass hier mit viel Humor gearbeitet wird ‒ und trotzdem gehen emotionale Momente dabei nicht verloren. Das war eine spannende Mischung, die ich noch nicht so oft gelesen habe. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dabei sein zu dürfen.
Julian versucht zunächst, seine Diagnose zu verheimlichen, und verstrickt sich immer tiefer in Lügen. Können Sie seine Reaktion nachvollziehen?
Maximilian Mundt: Ich glaube, dass das etwas sehr Männliches ist, sich seine Schwächen und Ängste nicht einzugestehen und davor wegzulaufen, anstatt sich direkt damit zu konfrontieren. Das tut Julian in "Ballz" auch. Anstatt seine Emotionen zuzulassen und sie mit seinen engsten Freunden und seiner Familie zu teilen, versucht er, alles mit sich selbst auszumachen und davor wegzulaufen. Deshalb kann ich in gewisser Weise schon nachvollziehen, selbst damit zurechtkommen zu wollen, wenn man so sozialisiert wurde. Aber natürlich ist das totaler Quatsch, und es hilft sehr, wenn man seine Liebsten einbezieht. Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Wie herausfordernd war es, zwischen komödiantischem Timing und emotionalen Momenten zu wechseln?
Maximilian Mundt: Mir war es total wichtig, alles ernst zu nehmen und eher die Figuren um mich herum den Humor oder die absurden Situation spielen zu lassen. Deshalb musste ich gar nicht so einen großen Bogen spielen, obwohl natürlich viele Momente um mich herum sehr witzig waren. Es war eher schwierig, in dieser Ernsthaftigkeit zu bleiben als Julian, weil meine ganzen Schauspielkolleginnen wirklich sehr, sehr witzig waren.
Hodenkrebs ist eine der Krebsarten, über die gerade junge Männer oft wenig sprechen. War Ihnen das Thema vor der Serie präsent?
Maximilian Mundt: Tatsächlich war mir das Thema Hodenkrebs selber nicht so präsent. Es gibt auch nicht so wirklich diese regelmäßigen Kontrolltermine bei Männern zur Prophylaxe für Hodenkrebs. Deshalb hoffe ich, dass wir mit dieser Serie darauf aufmerksam machen und für das Thema sensibilisieren.
Gab es bei der Vorbereitung auf die Rolle Gespräche oder Recherchen, die Ihren Blick auf Männergesundheit verändert haben?
Maximilian Mundt: Tatsächlich war ich selber privat vorher beim Proktologen und habe mich untenrum abtasten lassen. Es war auf alle Fälle interessant und spannend. Dort konnte ich auch ein paar Fragen an den Arzt loswerden.
Viele Männer sprechen ungern über Krankheit, Angst oder Unsicherheit. Warum ist es wichtig, genau darüber eine Serie zu machen?
Maximilian Mundt: Mir ist das Allgemeinwohl aller Menschen sehr wichtig, auch von Männern ‒ auch, wenn Männer oft sehr viel Scheiße bauen. Ich glaube, dass Männer, wenn sie sich mehr sowohl mit ihrer psychischen als auch ihrer physischen Gesundheit auseinandersetzten und weniger Risikoverhalten an den Tag legen würden, dann wären sie auch umsichtiger.
Glauben Sie, dass Humor helfen kann, Scham abzubauen und Tabuthemen, wie Hodenkrebs oder männliche Verletzlichkeit zugänglicher zu machen?
Maximilian Mundt: Ich glaube schon, dass das die Schamgrenze abbaut, sobald man über etwas lachen kann. Man lacht gemeinsam und merkt, dass die Grenze über etwas zu reden zwar sehr groß erscheint, aber sobald man es mal getan hat, es plötzlich sehr organisch und natürlich wirkt. Deshalb finde ich, dass Humor eine sehr gute Brücke ist.
Welche Klischees über Männer nimmt "Ballz" besonders aufs Korn?
Maximilian Mundt: In "Ballz" beschäftigen wir uns mit Männer-Klischees ‒ von "ein Mann ist stark" über "ein Mann ist ein Löwe" bis zu "ein Mann ist ein Einzelgänger, der wie ein Wolf seine Probleme mit sich selber ausmacht". Das ist natürlich totaler Blödsinn, weil weder Löwen noch Wölfe Einzelgänger sind, sondern Rudeltiere. Deshalb ist es total schön und wichtig zu wissen, dass jeder sein Rudel braucht und seine Menschen, mit denen er seine Sorgen teilt. Wir bewegen uns auch ein bisschen im Sportkosmos mit Körperoptimierung, Muskeln und Testosteron-Ständen. Der Protagonist hat große Angst, seine Männlichkeit zu verlieren, wenn ihm ein Ei fehlt, was dann nicht mehr so viel Testosteron produziert.
Hat die Serie Ihren eigenen Blick auf Männlichkeit verändert oder geschärft?
Maximilian Mundt: Ich setze mich privat schon sehr viel mit dem Thema auseinander. Ich fand es total cool, bei "Ballz" dabei zu sein und mich künstlerisch und filmisch weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich habe nicht so viel Neues dazugelernt, aber hoffe, dass viele, die das schauen, etwas dazulernen.
Was ist für Sie ein zeitgemäßes Männerbild?
Maximilian Mundt: Ich glaube, für mich ist ein zeitgemäßes Männerbild vor allem eins, was nicht definiert ist, sondern jeder selber definieren kann. Eins, bei dem man sich nicht mehr nach irgendwelchen Richtlinien richten soll oder muss. Das kann gleichzeitig total viel Angst machen, weil man sich mit sich selber und seiner Identität auseinandersetzen muss und einem plötzlich ganz viele Türen offenstehen. Was kann Männlichkeit sein? Das kann total anstrengend und angsteinflößend sein. Aber ich glaube, diese Angst muss man sich nehmen, um zu merken, welche Qualitäten es hat, alles sein zu können und sein Männlichkeitsbild ganz alleine und selber definieren zu dürfen ‒ ohne sich an seinen Vater oder seinen Großvater zu richten.
Julian muss lernen, dass Stärke nicht darin liegt, alles allein auszuhalten. Was bedeutet Stärke für Sie persönlich?
Maximilian Mundt: Für mich ist Stärke vor allem, sich seine Ängste einzugestehen und sich aktiv mit ihnen zu konfrontieren, anstatt sie kleinzureden. Das finde ich besonders stark. Aktiv Angst zu haben, ist für mich eine sehr große Stärke.
Was wäre für Sie die wichtigste Botschaft der Serie an junge Männer?
Maximilian Mundt: Ich hoffe, dass junge Männer, wenn sie "Ballz" sehen, vor allem ein Gefühl dafür bekommen, das es nicht schlimm ist, über seine Gefühle und über seine psychische sowie physische Leiden zu reden. Denn am Ende hilft es total, darüber zu sprechen, es nicht geheim zu halten und sich aktiv mit diesen Ängste zu konfrontieren.
Die Serie arbeitet mit absurden, teils grotesken Situationen. In welcher Szene ist es Ihnen besonders schwergefallen, ernst zu bleiben?
Maximilian Mundt: In der ersten Folge macht Julian seiner Freundin einen Heiratsantrag. Das haben wir in einer Traumsequenz gedreht. Da öffnet er dann die Ringschatulle, und in der Schatulle ist kein Ehering drin, sondern etwas ganz anderes, etwas Absurdes und Groteskes. Das war sehr eklig, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht.
Ein Audio-PR Interview mit Tülin Sezgin gibt es hier.
Sie spielen in "Ballz" eine Krankenschwester in der Urologie, die sehr unsensibel gegenüber ihren Patienten ist. Was hat Sie an dieser Rolle besonders gereizt?
Tülin Sezgin: Ich habe an dieser Rolle geliebt, dass sie sagen durfte, was sie will. Es ist eine sehr direkte, aber auch sehr liebevolle Figur. Sie polarisiert total. Sie sagt Sachen, die eigentlich ein No-Go sind, die man eigentlich so nicht sagt – schon gar nicht gegenüber Patienten. Die Rolle hat eine gewisse Narrenfreiheit. Ich habe es sehr geliebt, Samantha zu spielen.
Hodenkrebs ist eine der Krebsarten, über die gerade junge Männer oft wenig sprechen. War Ihnen das Thema vor der Serie präsent?
Tülin Sezgin: Tatsächlich nicht allzu sehr, in keinem Kontext. Ich habe mal von Prostatakrebs in meinem Umfeld mitbekommen, aber eher bei etwas älteren Männern. Hodenkrebs und gerade in Konstellation mit einem sehr jungen Mann war mir so nicht bewusst. Daran habe ich auch noch mal gemerkt, wie gut es ist, dass solche Serien produziert und ausstrahlt werden.
Glauben Sie, dass Humor helfen kann, Scham abzubauen und Tabuthemen, wie Hodenkrebs oder männliche Verletzlichkeit zugänglicher zu machen?
Tülin Sezgin: Humor ist ein wunderbares Stilmittel, um über fragliche, kontroverse oder wie hier ein eher sensibles Thema zu reden. Obwohl Hodenkrebs eine bösartige Krankheit ist, ist sie bei einigen Männern mit viel Scham behaftet. Humor kann das viel leichter vermitteln, es schwingt immer eine gewisse Leichtigkeit mit. Ich hoffe, dass viele Menschen, wenn sie die Serie gucken, aufmerksam werden und zum Beispiel zur Vorsorge gehen.
Was ist für Sie ein zeitgemäßes Männerbild?
Tülin Sezgin: Ein zeitgemäßes Männerbild bedeutet für mich, sich ein Bewusstsein darüber zu verschaffen, dass auch Männer zur Vorsorge gehen müssen. Bei Frauen ist das ab der Pubertät selbstverständlich, und es wird kommuniziert, dass Frauen jährlich zur Vorsorge gehen sollten. Ich finde, dass ein Mann sich auch dessen bewusst sein muss, dass er eine Eigenverantwortung trägt. Ansonsten ist für mich ein Top-Mann, wenn er Gefühle zeigt ‒ auch wenn es Trauer oder Scham sind.
Die Serie arbeitet mit absurden, teils grotesken Situationen. In welcher Szene ist es Ihnen besonders schwergefallen, ernst zu bleiben?
Tülin Sezgin: Es ist mir in der Kombination mit Maximilian Mundt in vielen Situationen sehr, sehr schwer gefallen, ernst zu bleiben. Wir haben wirklich grenzwertige Sachen gesagt, gerade Samantha als Arzthelferin. Eine Situation mussten wir mehrfach drehen, weil ich angefangen habe zu lachen, als ich gesagt habe, dass er sein Sperma konservieren lassen kann, falls er noch Kinder möchte. Dann habe ich irgendwie von Tiefkühl-Sperma gesprochen und mich da so reingesteigert in diese Begrifflichkeit. Wir konnten nicht mehr und haben herzlich gelacht. Es war mit Abstand einer der witzigsten Drehs, den ich jemals hatte.
Pressefotos zur Sendung erhalten Sie unter https://presseportal.zdf.de/presse/ballz (nach Log-in), telefonisch unter 06131 – 70-16100 oder per E-Mail unter pressefoto@zdf.de.
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