Die Abräumer

Sportkomödie

Sie wollen den Sieg bei Bowlingturnier abräumen: Djamal (Mido Kotaini, l.), Karo (Bettina Lamprecht, 2.v.l), Freddy (Hans-Joachim Heist. 2.v.r) und Shu (Jing Xiang, r.).
ZDF/Martin Valentin Menke/Lena Dickmann
Sie wollen den Sieg bei Bowlingturnier abräumen: Djamal (Mido Kotaini, l.), Karo (Bettina Lamprecht, 2.v.l), Freddy (Hans-Joachim Heist. 2.v.r) und Shu (Jing Xiang, r.). ZDF/Martin Valentin Menke/Lena Dickmann

Die eigenwillige Karo, einst ein Bowling-Wunderkind, droht, ihre heruntergekommene Bowlinghalle an einen Immobilieninvestor zu verlieren – wenn sie nicht binnen acht Wochen 75.000 Euro auftreibt. Obwohl sie nie wieder bowlen wollte, lässt sie sich dazu überreden, am Big Battle Bowl teilzunehmen, wo ein hohes Preisgeld wartet. Doch dafür braucht sie ein Team.

Sendedatum

ab Montag, 13. Juli 2026, 10.00 Uhr, ein Jahr lang
Mittwoch, 26. August 2026, 21.45 Uhr

Fotos

Texte

Stab und Besetzung

Stab

Buch

 

Volkan Isbert, Helena Lucas, Julia Alina Kessel

Regie

 

Torsten Wacker

Bildgestaltung

 

Timo Schwarz

Montage

 

Nicolás Montaño Goertz

Szenenbild

 

Julia Maria Baumann

Kostümbild

 

Meike Stangier

Ton

 

Malte Weitkamp

Musik

 

Vera Marie Weber

Herstellungsleitung

 

Heinz-Georg Voskort

Produktionsleitung

 

Julius Ottow

Produktion

 

Network Movie Film- und Fernsehproduktion, Köln

Producerin

 

Catrin Kauffmann

Produzent

 

Wolfgang Cimera

Redaktion

 

Silvia Hubrich

Länge

 

90 Minuten

 

Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller

Karo

 

Bettina Lamprecht

Gabi

 

Hedi Kriegeskotte

Djamal

 

Mido Kotaini

Freddy

 

Hans-Joachim Heist

Shu Qin

 

Jing Xiang

Axel

 

Tristan Seith

Wong

 

Thomas Chaanhing

Toni

 

Julian Friedrich

Gabi, jung

 

Marie-Anjes Lumpp

Kalle

 

Uke Bosse

Moderator

und andere

 

"Knippi" Torsten Knippertz

 

Inhalt

Karo war ein echtes Bowling-Wunderkind. Ihre Eltern haben alles in ihre Karriere gesteckt, auch die eigene Bowlinghalle. Doch beim entscheidenden Wurf patzte die junge Karo und alles war verloren. Die Eltern waren die Bowlinghalle los und nur noch Pächter. Nach dieser bitteren Niederlage schwor Karo sich: "Ich rühre nie wieder einen Bowlingball an."

Jetzt läuft der Pachtvertrag aus und wenn sie dem neuen Besitzer Wong nicht binnen acht Wochen 75.000 Euro zahlen, sind sie die Halle endgültig los.

Um nicht erneut alles zu verlieren, bringt ihr Mitarbeiter Djamal sie dazu, am Big Battle Bowl in Braunschweig teilzunehmen, denn dort warten 100.000 Euro Preisgeld. Dummerweise braucht Karo dafür ein Team. Wegen ihrer grantigen Art muss sie nehmen, wen sie noch nicht vergrault hat, und findet mit dem liebenswerten Djamal, dem einsamen Rentner Freddy und der stillen Shu Qin eher mäßig begabte Mitstreiter. Mit mehr Glück als Verstand überstehen sie das Qualifikationsspiel und wachsen als Team zusammen.

Aber kurz danach fliegt Shu als Verräterin auf. Sie ist die Tochter von Wong, der ein eigenes Weltklasse-Team aufgestellt hat. Karo braucht dringend Ersatz und muss auf den Kegler Axel zurückgreifen, der sich von ihrer harten Schale nicht abschrecken lässt.

Karo startet ein gnadenloses Trainingsprogramm bis zum Big Battle Bowl. Wird Karo es schaffen, ihr Trauma zu überwinden und das große Geld zu gewinnen?

Fragen an die Schauspielerinnen und Schauspieler

Bettina Lamprecht

Karo ist eine echte Bowling-Queen, hatte sich aber geschworen, nie wieder zu bowlen. Warum greift sie doch wieder zum Bowlingball?

Karo hat ihrem Vater auf dem Sterbebett versprochen, seine Bowlinghalle zu retten. Und weil sie nun verkauft werden soll, und Karo weder einen Kredit von der Bank bekommt noch anderswo Geld auftreiben kann, lässt sie sich zu diesem für sie sehr schweren Schritt überreden.

Wie lief die Vorbereitung auf die Dreharbeiten?

Ich hatte glücklicherweise eine lange Vorbereitungsphase und den besten Bowling-Coach, den man sich wünschen kann. Er musste von ganz vorne anfangen und hatte es sicherlich nicht leicht mit mir. Die Profibälle waren viel zu schwer für mich – ich bin Linkshänderin und rückengeplagt. Aber etwas Neues zu lernen, macht mir auch großen Spaß. Und so haben wir am Ende das erreicht, was wir wollten: Das Bowlen so aussehen zu lassen, als ob ich es richtig gut kann.

 

Mido Kotaini

Was zeichnet Djamal in der Gruppe der Bowler vor allem aus?

Djamal ist eigentlich das Herz der Gruppe. Er ist vielleicht nicht der talentierteste Bowler und oft auch ein bisschen naiv oder unschuldig unterwegs, aber genau das macht ihn so besonders. Er begegnet den anderen ohne Ego, mit totaler Warmherzigkeit und Offenheit. Dadurch schafft er etwas, das im Team viel wichtiger ist als Perfektion: echten Zusammenhalt. Er bringt die Leute zusammen, motiviert sie und erinnert die Gruppe daran, dass es nicht nur ums Gewinnen geht, sondern darum, gemeinsam durchzuziehen.

Kannten Sie als Düsseldorfer Wuppertal schon vor dem Dreh?

Klar kannte ich Wuppertal vorher schon, aber eher oberflächlich. Durch den Dreh habe ich die Stadt nochmal ganz anders erlebt. Man bekommt plötzlich ein Gefühl für die Menschen, die Ecken der Stadt und diese besondere Atmosphäre, die man als Besucher vorher gar nicht so wahrnimmt. Natürlich musste ich mehrmals mit der Wuppertaler Schwebebahn fahren. Das gehört einfach dazu. Am Anfang ist es total surreal, weil man dieses Verkehrsmittel sonst nirgendwo erlebt. Aber irgendwann merkt man auch, wie selbstverständlich sie für die Leute dort ist.

 

Hans-Joachim Heist

Freddy taucht pünktlich um 17.00 Uhr jeden Tag in der Bowlinghalle auf, und es muss immer dieselbe Musik laufen. Warum? Und warum ist das Gewohnheitstier Freddy bereit, Karo zu helfen?

Freddy hat schon bei Karos Vater gemeinsam mit seiner Frau auf Bahn fünf gebowlt. Sie haben auch immer dieselbe Schlagermusik gehört. Und seit sie tot ist, muss alles genauso sein wie früher mit seiner Frau. Dass er Karo hilft, hat nicht nur damit zu tun, dass er sie sehr mag. Da spielt auch ein wenig Eigennutz eine Rolle, denn er möchte auch weiterhin zwischen 17.00 und 18.00 Uhr auf Bahn fünf bowlen.

"Das Ding mit dem Swing": Wann ist Bowling und Kegeln eigentlich in Mode gekommen? Erinnern Sie das?

Ich glaube der Ausspruch "Das Ding mit dem Swing" hat etwas mit Tanzsport zu tun, weil man den Ball beim Anlauf und beim Werfen sehr schwungvoll mit einem Ausfallschritt auf die Bahn bringt. Bowling kommt aus Amerika und ist eine Variante des Sportkegelns. Die Begrifflichkeiten sind allerdings unterschiedlich. Während beim Kegeln die Kugel auf neun Kegel trifft, wirft man beim Bowlen den Ball auf zehn Pins. Seit es immer weniger Kneipen mit Kegelbahnen gibt, ist das klassische Sportkegeln aber nicht mehr so verbreitet wie Bowlen.

 

Jing Xiang

Karo hat eine dominante Mutter und Shu einen dominanten Vater. Was verbindet die beiden Frauen? Und was lernt Shu durchs Bowlen?

Sie sind zwei abgebrühte Cowgirls mit Herzen aus Stein, die sich allein durch die Gefühlswüste schlagen und nichts und niemanden brauchen – das denken sie jedenfalls gerne. Und beide sind extreme Sturköpfe.

Allein kämpfen ist effizient, gemeinsam kämpfen ist schöner. Perfektion ist beeindruckend, unperfekt sein macht mehr Spaß. Ein Herz aus Stein schützt, aber man kann es schlecht hören. Das Bowlen bahnt einen Weg zu Shus Herz, und sie lernt letztendlich, sich selbst treu zu sein.

Was haben Sie im Film über Teambuilding gelernt?

Walzer ist gut für den Teamgeist.

 

Hedi Kriegeskotte

Karos Mutter Gabi raucht Kette, Sie sind Nichtraucherin. Im Film mussten Sie eine Menge "wegrauchen". Wie sind Sie damit umgegangen?

Dieses Kettenrauchen war für mich als Nichtraucherin tatsächlich "hartes Brot", nicht nur während des Drehens. Ich musste mich ja vorbereiten: Raucher beobachten, Kettenraucher beobachten und dann viel, viel üben. Aber für eine tolle Rolle mach' ich das natürlich.

Was war Ihnen besonders wichtig, an der Figur Gabi zu zeigen?

Wenn die Tochter für das Lebensglück der Mutter verantwortlich ist, dann hat das fatale Folgen. Dann entsteht auf beiden Seiten Unglück, was man in diesem Film deutlich sehen und erleben kann. Gut, dass dies dann beide am Ende durchschauen; Gabi, die Mutter, zumindest ein bisschen ... Es gibt also noch Hoffnung für diesen totunglücklichen, grantigen, tabaksüchtigen Menschen.

 

Tristan Seith

Axel ist ein gutgelaunter Kegler. Für Karo hat Kegeln absolut nichts mit Bowling zu tun. Wie schafft er es doch, ins Team zu kommen?

Axel bringt etwas mit, was auch im Bowling gebraucht wird: Spaß am Spiel. Er denkt nicht in Systemen, er denkt in Momenten. Und das macht ihn für das Team so wertvoll, auch wenn der Weg dahin ein bisschen holprig ist. Kegelgasse, Bowlingbahn – im Grunde ist es dieselbe Philosophie: Du stehst allein, aber du gewinnst nur zusammen. Und ich glaube, Karo ist auch ein kleines bisschen in Axel verliebt.

Der Sportfilm ist als Filmgenre mittlerweile Kult, Sie sind selbst Football-Trainer und haben einen Football-Podcast. Was zeichnet die Filme aus und macht sie so beliebt?

Die besten Sportfilme zeigen, dass der wahre Sieg darin liegt, sein Bestes gegeben zu haben – gemeinsam mit Verbündeten. Rocky verliert am Ende. Aber was uns daran so mitreißt, ist, dass er alles gegeben hat. Und dass er nicht allein ist. Er hat eine Gemeinschaft gefunden. Bei "Friday Night Lights" ist es dasselbe. Dort sagt der Coach in der Halbzeitpause zu seinem Footballteam: "Perfektion bedeutet nicht, was auf der Anzeigetafel steht. Es bedeutet nicht, zu gewinnen. Es geht um dich, um deine Beziehung zu dir selbst, zu deiner Familie und zu deinen Freunden. Du hast alles gegeben. Kannst du in diesem Moment leben, so gut du kannst, mit klarem Blick und Liebe im Herzen, mit Freude im Herzen? Wenn du das kannst, dann bist du perfekt." Bei den "Abräumern" ist es dasselbe.

 

Torsten Knippertz (Knippi)

Sie sind Moderator, Schauspieler und Sprecher und im Film Moderator eines großen Bowling-Turniers. Was war die größte Herausforderung dabei?

Die größte Herausforderung war es, den vorgegebenen, gelernten Text mit den Improvisationen zu mischen und nicht komplett in den Fußballmodus zu verfallen. Latte, Eckball und Elfmeter kommen beim Bowling ja eher selten vor (lacht). Regisseur Torsten Wacker hat mich aber immer wieder ermutigt, Gas zu geben und mich nicht zurückzuhalten. Hab' ich dann auch gemacht.

Sie sind als Stadionsprecher großes Publikum gewöhnt. Was war das Wichtigste, was Sie durch die Dreharbeiten dazulernen konnten?

Das Wichtigste war, wie fast immer bei Dreharbeiten, zu sehen, wie wichtig Teamarbeit und das Reagieren auf Publikum und Kollegen ist. Stimmungen zu spüren und Vibes aufzunehmen. Das gilt für Stadion und Set eigentlich gleichermaßen. Und es war interessant zu sehen, dass es gerade vielleicht für Menschen, die nicht ständig vor Kameras stehen, gar nicht so einfach ist, Emotionen zu faken – also so zu tun, als ob. Vor allem, wenn man eine Szene mehrmals genauso spielen soll wie vorher, ist das ja für manche, die nicht Schauspieler sind, gar nicht so einfach. Aber ich muss sagen, dass diejenigen, die beim Dreh unser Bowlingpublikum gespielt haben, das absolut super gemacht haben.

Fotolink

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Kontakt

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