Kabul – Flucht aus der Hölle
Dramaserie / Free-TV-Premiere
Kabul, 15. August 2021. Während sich die amerikanischen Truppen zurückziehen, rücken die Taliban in die Stadt ein. Eine afghanische Familie ist – wie viele Zivilisten – zur Flucht gezwungen, aus Angst vor Vergeltung. In dieser verzweifelten und chaotischen Situation, überschattet von der drohenden Gefahr eines Anschlags, beginnt für französische und italienische Diplomaten, eine Gruppe deutscher Soldaten und Agenten der CIA ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit.
Begleitend zur Ausstrahlung der Serie zeigt das ZDF die Dokumentation "auslandsjournal frontlines: Kabul – die Rückkehr der Taliban", ein Film von Katrin Eigendorf.
Fotos
Texte
Die Bilder aus dem August 2021 gingen um die Welt: der internationale Truppenabzug aus Afghanistan, das rasche Machtvakuum, die verzweifelten Versuche vieler Menschen, das Land zu verlassen. Was in den Nachrichten oft nur in Schlagzeilen und kurzen Sequenzen sichtbar wurde, ließ die individuellen Schicksale dahinter meist nur erahnen. "Kabul – Flucht aus der Hölle" setzt genau hier an und will diesen Ereignissen eine menschliche Perspektive geben.
Die Serie erzählt ihre Geschichte fiktionalisiert, aber eng orientiert an realen Begebenheiten. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Blickwinkel: eine afghanische Familie, die im Zuge der Machtübernahme durch die Taliban um ihre Zukunft kämpft, Soldaten der Bundeswehr auf eigenmächtiger Rettungsmission für einen afghanischen General, eine CIA-Einheit, die versucht, einen Anschlag zu verhindern, sowie internationales Botschaftspersonal aus Italien und Frankreich, das verzweifelt versucht, etwas Ordnung in das entstandene Chaos zu bringen und einen halbwegs geordneten Rückzug zu improvisieren. Durch diese parallelen und sich teilweise überlappenden Erzählstränge entsteht ein vielschichtiges Bild einer Ausnahmesituation, in der politische Entscheidungen unmittelbare Auswirkungen auf individuelle Leben haben.
Entstanden ist eine hochwertige europäische Koproduktion mit hohem erzählerischem und visuellem Anspruch. Möglich wurde dies nur durch die enge Zusammenarbeit von zwei öffentlich-rechtlichen Kooperationen (sowohl European Alliance als auch New8), sowie dem griechischen Pay-TV-Anbieter Cosmote TV. "Kabul – Flucht aus der Hölle" versteht sich dabei weniger als Rekonstruktion einzelner Fakten, sondern als Annäherung an eine Realität, die für viele Menschen bis heute nachwirkt.
Jasmin Maeda
Hauptredaktionsleiterin Internationale Fiktion
Mit "Kabul – Flucht aus der Hölle" ist eine Serie von herausragender Qualität entstanden, die Maßstäbe setzt. Der viel zu frühe Verlust von Darsteller Eric Dane einerseits und Redakteur Wolfgang Feindt andererseits trifft uns dabei besonders. Ihr Wirken lebt in vielen Produktionen weiter, doch insbesondere ihr Beitrag zu "Kabul – Flucht aus der Hölle" macht ihn umso bedeutender und ihren Verlust umso spürbarer.
Frank Seyberth
Redaktionsleiter Filme und Serien – Koproduktion
Hauptredaktion Internationale Fiktion
Buch und Idee Oliver Demangel, Thomas Finkielkraut, Joé Lavy (Folge 3)
Regie Kasia Adamik, Olga Chajdas
Kamera Mateusz Wichlacz
Schnitt Gert Van Berckelaer (Folgen 1, 3), Matyas Veress (Folgen 2, 4),
Lucas Mitschi (Folge 5), Widy Marché (Folge 6), Virginie Seguin (Folge 6)
Szenenbild Kostas Pappas
Kostümbild Mahemiti Deregnaucourt
Ton Stefanos Efthymiou
Musik Flemming Nordkrog
Producer André Logie, Gaetan David
Produktion Cinétévé und 24 25 Films (Mediawan);
eine Koproduktion von ZDF, New8 Partners,
Blonde Audiovisuel Productions & La Compagnie Cinématographique;
mit der Unterstützung von Wallimage, France Televisions
in Zusammenarbeit mit RAI Fiction;
kofinanziert durch die Europäische Union
Produzenten Fabienne Servan Schreiber, Matthias Weber, Thibault Gast,
Charlotte Ortiz, Sandrine Paquot
Redaktion Frank Seyberth, Wolfgang Feindt
Frank Baloch (Synchronisation)
Länge 6 x 50 Minuten
Die durchgehenden Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller
Gilles Jonathan Zaccaï
Baqir Vassilis Koukalani
Zahara Darina Al Joundi
Fazal Shervin Alenabi
Amina Hannah Abdoh
Giovanni Gianmarco Saurino
Vera Jeanne Goursaud
Martin Eric Dane
Erwan Thibault Evrard
Massini Christos Vasilopoulos
Francesca Valentina Cervi
Hans Ludwig Blochberger
Bastian Leonard Scheicher
Tobias David Rott
Ainullah Walid Shahalami
Luc Christos Passalis
Mohammad Bamshad Abedi Amin
Sakina Behi Djanati Atai
Nooria Sara Taheri
General Hassan Dimitris Xanthopoulos
Milad Nikolaos Zegkinoglou
Ghulam Paeman Arianfar
Benoit Olivier Rabourdin
Haroon Belal Zomlot
und andere
Inspiriert von wahren Ereignissen
Kabul, 15. August 2021: Mit dem Einmarsch der Taliban beginnt für zahlreiche Menschen ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit. Zahara, eine Staatsanwältin, wird zur Gejagten und versucht, gemeinsam mit ihrem Mann Baqir über die französische Botschaft zu fliehen. Ihr Sohn Fazal, ein Soldat der afghanischen Armee, erlebt den Zusammenbruch seiner Einheit und schließt sich nach seiner Flucht dem US-Geheimdienst an, der ihn in eine IS-Zelle einschleust, um einen drohenden Anschlag zu verhindern. Tochter Amina rettet als junge Ärztin eine junge Patientin und kämpft sich mit ihr zum Flughafen durch
Parallel wird der italienische Diplomat Giovanni nach der überstürzten Abreise seines Botschafters unerwartet zum Konsul ernannt und sieht sich mit dem massiven Zustrom von Schutzsuchenden sowie der eskalierenden humanitären Lage vor dem Abbey Gate am Flughafen konfrontiert. Die deutsche Soldatin Vera setzt währenddessen alles daran, einen afghanischen General aufzuspüren, der ihr einst das Leben gerettet hat.
In der französischen Botschaft, einer der letzten verbliebenen Vertretungen vor Ort, organisiert Sicherheitschef Gilles unter extremem Druck die Evakuierung. Während alle Beteiligten um ihr Überleben kämpfen, liegt die Bedrohung eines unmittelbar bevorstehenden IS-Anschlags wie ein Schatten über der Stadt.
Gedreht wurde die internationale Produktion "Kabul – Flucht aus der Hölle" vom 1. April bis zum 5. Juli 2024 in Griechenland.
Montag, 27. Juli 2026, 22.15 Uhr
Folge 1: Überstürzter Rückzug
2021: Die Taliban übernehmen Afghanistan im Sturm. In Kabul kämpfen eine Familie, ein italienischer Diplomat und eine deutsche Soldatin ums Überleben, während die Stadt ins Chaos stürzt. Staatsanwältin Zahara sucht mit ihrem Mann Baqir Schutz in der französischen Botschaft, während Sohn Fazal als Soldat der afghanischen Armee vor den herannahenden Taliban flieht. Tochter Amina arbeitet als junge Ärztin pflichtbewusst weiter im Krankenhaus. Am Flughafen Kabul wird unterdessen der italienische Botschaftsmitarbeiter Giovanni von seinen Vorgesetzten plötzlich als oberster Diplomat des Landes zurückgelassen, während Vera, eine deutsche Soldatin, einem afghanischen General helfen will, das Land zu verlassen. Als Sicherheitsattaché der französischen Botschaft wiederum hat Gilles alle Hände voll zu tun, sensible Akten vernichten zu lassen und den Rückzug zu koordinieren – inklusive zahlreicher Afghanen, die vor den Taliban in die Botschaft strömen wollen. Zwischen Flucht, Chaos und verzweifeltem Widerstand müssen Amina, Zahara, Fazal, Giovanni und Vera Entscheidungen treffen, die über Leben und Tod bestimmen.
Montag, 27. Juli 2026, 23.05 Uhr
Folge 2: Eine Frage des Vertrauens
Kabul steht vor dem Kollaps. Familien, Diplomaten und Soldaten kämpfen ums Überleben, während die Taliban die Kontrolle übernehmen und Hoffnung und Ordnung im Chaos zu zerbrechen drohen.
Viele, die die westlichen Truppen unterstützt haben, fürchten Vergeltung und versuchen, in die Botschaften oder auf das Gelände des Flughafens zu gelangen. Amina bekommt im Krankenhaus die Macht der Taliban zu spüren. Baqir schlägt den französischen Diplomaten einen ungewöhnlichen Weg aus der Botschaft vor, damit die dort mit ihm festsitzenden Afghanen und Franzosen zum Flughafen kommen – doch dafür müsste man mit den Taliban verhandeln, die die Botschaft umstellt haben. Fazal versucht verzweifelt, von den Taliban nicht entdeckt zu werden, während Giovanni am Flughafen über Evakuierungen entscheidet und Vera alles daransetzt, den afghanischen General aufzuspüren, der ihr einst das Leben gerettet hat.
Dienstag, 28. Juli 2026, 23.00 Uhr
Folge 3: Verhandlungssache
Die Lage in Kabul eskaliert: Evakuierungspläne geraten ins Wanken, Verhandlungen mit den Taliban laufen, und die Hoffnung auf Rettung wird zum Wettlauf gegen die Zeit.
Während Baqir Evakuierungen organisiert, verhandelt Gilles mit den Taliban. Amina kämpft um ihre Flucht, Giovanni besetzt die Startbahn – doch nicht alle schaffen es raus.
In der französischen Botschaft spitzt sich die Situation zu. Baqir versucht, die Afghanen sicher zum Flughafen zu bringen, doch unbegleitete Frauen stellen ein diplomatisches Problem dar. Gilles ringt mit dem Taliban-Kommandanten um eine Lösung – und erlebt eine überraschende Wendung.
Amina trifft eine Entscheidung: Gemeinsam mit ihrer kleinen Patientin Nooria will sie zu ihren Eltern in die französische Botschaft fliehen. Wird sie rechtzeitig dort ankommen, bevor die Busse zum Flughafen fahren – und ohne von den Taliban aufgegriffen zu werden? Parallel verschwinden wichtige IS-Figuren, und Giovanni muss improvisieren, um eine italienische Transportmaschine zur Landung zu zwingen.
Dienstag, 28. Juli 2026, 0.05 Uhr
Folge 4: Ungewöhnliche Weggefährten
Ein geplanter Anschlag auf den französischen Buskonvoi bringt alle in höchste Alarmbereitschaft. Während die CIA Jagd auf eine Terrorzelle des IS macht, kämpfen andere ums nackte Überleben.
Amina wird von einem Taliban aufgegriffen, der überraschend freundlich ist. Giovanni rettet einen Jungen im Chaos am Flughafen. Gilles' Konvoi wird gestoppt – und Zahara droht in ihrem Versteck die Luft wegzubleiben. Werden die Taliban sie aufgreifen?
Fazal soll in den Reihen der IS undercover Ziele für die CIA ausspionieren – doch während des Einsatzes geht der Kontakt zu ihm verloren. Martin setzt alles daran, ihn zu finden, bevor es zu spät sein könnte. Die CIA entschließt sich einzugreifen – aber kommen sie noch rechtzeitig?
Während Amina und Nooria zu Fuß zum Flughafen fliehen, begegnen sie dem Taliban Hafez, der sich unerwartet fürsorglich zeigt. Doch sein Interesse an Amina wirft neue Fragen auf. Giovanni kämpft derweil für die Ausreise italienischer Visuminhaber – und begegnet dabei einem kleinen Jungen namens Haroon.
Mittwoch, 29. Juli 2026, 22.45 Uhr
Folge 5: Alarmstufe Rot
Ein IS-Video kündigt einen Anschlag am Flughafen an. Die CIA greift durch, doch die Terroristen sind schon verschwunden. Jetzt zählt jede Sekunde – für alle, die noch raus wollen.
Amina sucht verzweifelt ein Handy, um ihren Vater zu erreichen. Gilles kämpft um einen letzten Bus, Giovanni findet Haroons Mutter – doch niemand kommt mehr in den Flughafen. Die Tore sind geschlossen, die Lage eskaliert. Martin droht Ainullah mit einem Drohnenangriff auf dessen Familie, um Informationen über den IS zu bekommen. Die Taktik funktioniert, aber zu spät: Die Terroristen sind bereits geflohen, und die Amerikaner schließen alle Tore zum Flughafen. Amina gelingt es, Baqir zu erreichen, der sich mit Erwan zum Nordtor begibt – doch die Amerikaner verweigern ihm den Ausgang.
Die diplomatischen Spannungen zwischen Franzosen und Amerikanern eskalieren, weil unter den von den Franzosen ausgeschleusten Afghanen auch ein Taliban ist. Vera und ihre Gruppe schlagen sich währenddessen durch die Berge und kaufen sich ein Auto – ein letzter Hoffnungsschimmer inmitten des immer größer werdenden Chaos.
Mittwoch, 29. Juli 2026, 23.35 Uhr
Folge 6: Ungewisse Zukunft
Die Tore sind geschlossen, die Hoffnung schwindet. Ein Anschlag erschüttert den Flughafen – und bringt das Ende einer dramatischen Evakuierung. Für viele ist es zu spät. Vera stellt die deutsche Führung zur Rede, Giovanni rettet sich mit Haroon – und Zahara bangt in Doha. Die CIA kann den IS-Attentäter nicht rechtzeitig stoppen. Die Explosion am Flughafen kostet 200 Zivilisten und 15 US-Soldaten das Leben. Gilles muss die Afghanen zurücklassen – die Evakuierung ist vorbei. Erwan ist traumatisiert, ein befreundeter US-Soldat tot. Ainullah wird erneut von Fazal unter Druck gesetzt, um weitere Anschlagspläne aufzudecken. Giovanni entgeht dem Attentat, da er mit Haroon bereits im Flieger sitzt. Zahara erfährt vom Anschlag aus dem Fernsehen – und ist krank vor Sorge. Vera, General Hassan und Hans kämpfen sich durch den Stau, um den verletzten Bastian zu retten. Als sie Hilfe fordern, werden sie von Oberst Bierhoff abgewiesen – der sich lieber für die Presse inszeniert.
Ab Dienstag, 28. Juli 2026, 10.00 Uhr, im ZDF streamen
Mittwoch, 29. Juli 2026, 22.15 Uhr, ZDF
Film von Katrin Eigendorf
Produktion: Nordend-Film
Redaktion: Marin Dogan
Länge: 28 Minuten
Fünf Jahre nachdem die Taliban die Macht übernommen haben, reist ZDF-Sonderkorrespondentin Katrin Eigendorf erneut nach Afghanistan. Wie geht es den Menschen seit der Machtübernahme?
Mit dem Abzug der internationalen Truppen sind auch die Hilfslieferungen und Gelder der internationalen Gemeinschaft ausgeblieben. Die Unterstützung fehlt überall. Besonders hart trifft es die Frauen im Land, deren Rechte massiv eingeschränkt werden.
Von Kabul geht die Reise weiter nach Herat und an die iranische Grenze. Im vergangenen Jahr hat die iranische Regierung 1,2 Millionen Afghanen und Afghaninnen abgeschoben. In den USA und Deutschland besucht Eigendorf Menschen aus Afghanistan, die vor dem Regime geflohen sind und sich ein neues Leben im Exil aufbauen. Bei ihren Treffen mit Akteuren aus der Politik, den Medien und Vertretern der Taliban geht sie der Frage nach, wie sich Afghanistan seit der Machtübernahme verändert hat.
Fünf Jahre Taliban-Herrschaft werden auch Thema sein in einer neuen Ausgabe des Podcast "Der Trump-Effekt". Im ZDF-"auslandsjournal-Podcast: Der Trump-Effekt" analysieren Katrin Eigendorf, Ulf Röller und Elmar Theveßen wöchentlich die von der Trump-Präsidentschaft ausgelösten, tiefgreifenden globalen Veränderungen. Die internationale Sonderkorrespondentin des ZDF sowie die ZDF-Auslandsstudioleiter in Brüssel und Washington geben fundierte Einblicke in die Entwicklungen und Zusammenhänge.
Impressum
Fotos über ZDF-Kommunikation
Telefon: (06131) 70-16100 oder über
https://presseportal.zdf.de/presse/kabul
ZDF-Kommunikation
Verantwortlich: Anna-Maria Schuck
E-Mail: pressedesk@zdf.de
© 2026 ZDF
Kontakt
Programmkommunikation Fiction, Entertainment und Young Audiences
miller.l@zdf.de
+49 89 9955-1962