Music Impossible

neues Musikformat mit Tom Neuwirth aka Conchita Wurst

Bei "Music Impossible. Mein Song, Dein Sound" treten jeweils zwei Künstler*innen unterschiedlicher musikalischer Genres in einer Challenge gegeneinander an. Sie wissen im Vorfeld nicht, auf wen sie treffen werden. Ziel ist es, einen eigenen Song im Sound des bzw. der anderen zu erarbeiten und vor Publikum zu präsentieren. Das Publikum entscheidet, wer seine Aufgabe besser gelöst hat. Moderiert wird die Sendung von Tom Neuwirth, der als Conchita Wurst 2014 den Eurovision Song Contest gewann.

  • ZDF, Freitag, 2. September 2022, 23.30 Uhr und Freitag, 9. September 2022, 23.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, beide Folgen ab Freitag, 2. September 2022

Texte

Über "Music Impossible"

Am Freitag, 2. September 2022, startet um 23.30 Uhr im ZDF ein neues Musikformat, das zuverlässig für Überraschungen sorgen wird: Bei "Music Impossible. Mein Song, Dein Sound" treten zwei Künstler unterschiedlicher musikalischer Genres in einer Challenge gegeneinander an. Sie wissen im Vorfeld nicht, auf wen sie treffen werden. Ihre Herausforderung besteht darin, einen eigenen Song im Stil des beziehungsweise der anderen zu erarbeiten und vor Publikum zu präsentieren. Das Publikum entscheidet, wer seine Aufgabe besser gelöst hat. Moderiert wird die Sendung von Tom Neuwirth, der als Conchita Wurst 2014 den Eurovision Song Contest gewann. Er steht den Teilnehmenden mit Rat und Tat zur Seite, überrascht sie aber auch mit der einen oder anderen Zusatzaufgabe. 

Das Verlassen der eigenen musikalischen Komfortzone, der Mut, sich in einem anderen Genre auszuprobieren, Momente der Verzweiflung während der Proben und die Erleichterung, wenn man seinen neuen Song schließlich doch erfolgreich auf die Bühne gebracht hat – diese Emotionen machen "Music Impossible" aus. 

Folge 1

In der ersten Folge, die am Freitag, 2. September 2022 um 23.30 Uhr ausgestrahlt wird, treffen Schlagerikone Marianne Rosenberg und Rapper Eko Fresh aufeinander. Marianne Rosenberg versucht sich an einer Rap-Version ihres Titels "Hallo, mein Freund", während Eko Fresh seinen Song "Quotentürke" in einen Schlager verwandelt.

Folge 2

In der zweiten Folge, die am Freitag, 9. September 2022 um 23.30 Uhr ausgestrahlt wird, treten Metal-Queen Doro Pesch ("Raise Your Fist") und Pop-Star Mike Singer ("Deja Vu") gegeneinander an. 

Interview mit Tom Neuwirth (all4radio)

Tom Neuwirth alias Conchita Wurst: "Wie cool ist das, sowohl Eko Fresh als auch Marianne Rosenberg aus der Reserve locken zu können"

Der Rapper und die Schlagerqueen tauschen im neuen ZDF-Format "Music Impossible" ihre Rollen: Als Marianne Rosenberg vor fast 50 Jahren ihren Hit "Er gehört zu mir" sang, hat sie ganz bestimmt nicht an Eko Fresh gedacht. Wie auch? Der Kölner Rapper war damals noch gar nicht auf der Welt. Aber nicht nur Alter oder Bühnenerfahrung trennt die beiden. Sie ist eine Schlagerikone mit Titeln wie "Lieder der Nacht" und "Marleen", er ein Rap-Star mit Tracks wie "König von Deutschland" und "Gheddo". Im neuen ZDF-Format "Music Impossible" treffen die zwei aufeinander und präsentieren einen ihrer Songs im Stil des bzw. der anderen. Eko Fresh tritt mit seinem Mega-Hit "Quotentürke" in einer Schlagerversion auf, Marianne Rosenberg mit "Hallo, mein Freund" in Rap-Manier. Gastgeber der neuen Reihe ist Eurovision-Song-Contest-Gewinner Tom Neuwirth, besser bekannt als Conchita Wurst. Und keiner passt besser zu diesem Format. Wir haben uns mit dem Österreicher unterhalten…

 

 

Tom, mit "Music Impossible" startet bald deine erste eigene Sendung im ZDF. Was hat dich an dem Format gereizt?

Bei dieser Produktion war es von Anfang an ein so sensationelles Teamwork auf Augenhöhe. Also, die Inkludierung meiner Person und unseres Know-hows als Team hat mich extrem getriggert in a positive way. Und zum anderen finde ich es halt geil, weil ich einfach so gerne mit Leuten quatsche. I love to get to know people! Ich bin jedes Mal aufs Neue wieder ‚starstruck‘, wenn wir in eine neue Runde gehen oder ein neuer Drehtag ansteht. Ich sitze halt da zum Beispiel gegenüber von Marianne Rosenberg und denke mir: "Aaaah, das ist Marianne Rosenberg!" (lacht). Also, ich habe da einfach eine Gaudi! Es ist ein Geschenk, dass ich das machen darf. (0:38)

 

Erklär uns doch mal, wie das Format läuft…?

"Music Impossible" hat den Untertitel "Mein Song, dein Sound", was schon ein bisschen verrät, dass ein Song aus dem eigenen Musikarchiv der jeweiligen Künstlerpersönlichkeit ausgesucht und dann im Genre der anderen Künstlerpersönlichkeit arrangiert und umdekoriert wird. Und nebenbei lernen wir diese Persönlichkeiten auch relativ gut kennen. Es ist ein Genuss, sich auf diese Reise zu begeben und dann am Ende in einer schönen Präsentation zu landen, wo man auch die Nervosität der einzelnen AkteurInnen bemerkt und sich beispielsweise denkt: ‚Marianne, you are an icon! Und du bist nervös?!‘ Ich meine: how lovely, oder? Also, wie cool ist das, sowohl Eko als auch Marianne irgendwie noch aus der Reserve locken zu können. (0:47)

 

Musiker werden also aus ihrer Komfortzone gelockt. Das kostet viel Überwindung: War es schwierig, die Sängerinnen und Sänger zur Teilnahme zu bewegen?

Ich habe mich extrem gefreut, dass es sich gar nicht als so schwierig herausgestellt hat. Alle Anfragen wurden irgendwie sofort bejaht. Das Problem ist halt, dass, nachdem wir uns unter Anführungszeichen ‚nach‘ einer Pandemie befinden, wieder große Nachfrage in der Kunstszene besteht, was natürlich cool ist. Alle KünstlerInnen, die wir anfragen – zum Glück für sie – sind also unterwegs und können deswegen für Dreharbeiten eher später zur Verfügung stehen. Aber das Interesse am Format an sich ist schon groß. Und das ist extrem cool! (0:33)

 

Welche Hilfsmittel dürfen deine Gäste nutzen, um die Songs umzumodeln?

Um die Challenge zu meistern, sind eigentlich alle Mittel erlaubt. Aber es gibt immer so kleine Zusatzaufgaben, die spezifischer sind. Wie zum Beispiel, wenn es darum geht, dass Eko Fresh singt. Da gibt es technische Hilfsmittel, die falsche Töne auch im Live-Gesang ausbalancieren und es sich dann nicht so anhören würde, als könnte man nicht gut intonieren. Und da der Eko ja im Rap zuhause ist, wo jetzt die Tonhöhe nicht so wichtig ist wie die Atmosphäre und der Vibe des gerappten Textes, ist es auch verständlich, dass er sich damit ein bisschen schwerer tut, wenn er richtig singen muss. Da wäre es jetzt nicht erlaubt, einen sogenannten Autotune zu verwenden, um quasi zu schummeln, um technisch nachzuhelfen. Aber sonst ist eigentlich alles erlaubt.  (0:50)

 

Der Zuschauer merkt sofort, dass du als Moderator der Sendung den deutlich komfortableren Job hast. Du lachst unheimlich viel, sprühst vor guter Laune und hast eine diebische Freude an der Challenge der anderen…

Hahaha, also ich würde es nicht als diebische Freude bezeichnen, aber ich habe halt einfach gerne eine Gaudi! Erstens interessiert mich natürlich die Thematik, zweitens sind es für mich die Persönlichkeiten, die ich kennenlernen darf, und drittens, operieren wir nicht am offenen Herzen! Also, ich finde, Humor ist absolut angebracht und ich versuche wirklich, bei aller Professionalität, die wir alle an den Tag legen, eine Gaudi zu haben! Wir wollen unterhalten und ich glaube, Unterhaltung funktioniert dann gut, wenn auch die AkteurInnen eine gute Zeit haben. So gehe ich nicht nur meine Arbeitsweise an, sondern jeden Tag, an dem ich aufstehe. (0:34)

 

Drehen wir den Spieß um: Würdest du dich der Herausforderung „Music Impossible“ als Teilnehmer stellen?

Absolut! Ich würde es sofort machen! Wir haben auch schon herumgescherzt, dass ich eine ganze Staffel allein machen könnte, also theoretisch. Mein musikalisches Interesse ist schon sehr breit gefächert. Ich release gerade auch alle sechs Wochen einen neuen Song und da gleicht irgendwie keiner dem anderen. Somit ist es auch – um etwas esoterisch zu werden – vom Universum sehr spannend, dass ich jetzt genau so ein Format machen darf, wo ich künstlerisch auch momentan stehe, nämlich in der Entscheidung, mich überhaupt nicht einzuschränken, was Sprache und Genre anbelangt. Ja, i would do it! (0:37)

 

Welches Genre würdest du ungern machen?

Ich hätte Bedenken, wenn es um Death Metal, das Genre, wo gescreamt und geshoutet wird, geht. Ich glaube, das würde ich meinen Stimmbändern nicht antun wollen, weil ich die Technik nicht habe und ich noch vorhabe, viele Jahre gut und gesund zu singen. Und wahrscheinlich ist die Antwort jetzt auch so spezifisch, weil ich das schon ausprobiert habe. Und da habe ich gemerkt: ‚Aha, das gefällt meinen Stimmbändern nicht!‘ Da wäre ich ein bisschen vorsichtig. (0:28)

 

Und welches würde dich besonders reizen?

Klassik! Natürlich! Ich würde so gerne eine Arie singen! Was natürlich ein bisschen anmaßend ist, weil - man kann nicht einfach so eine Arie singen. Also, kann man schon, aber halt nicht in der Qualität, wie es beispielsweise eine Edita Gruberová gemacht hat, die ich unfassbar vergöttere. Ich habe diese Frage auch schon einmal beantwortet, dann wurde mir aber entgegnet, dass Oper ja gar nicht so weit weg ist von dem, was ich mache. Das habe ich als absolutes Kompliment gesehen. Und da habe ich gemerkt, dass ich es mir intuitiv sehr leicht machen würde. (0:27)

 

Kleine Besonderheit in der ersten Folge: Die Musikerinnen und Musiker bekommen ihre Aufgabe per Karaoke-Performance präsentiert. Magst du Karaoke eigentlich?

Ich bin besessen von Karaoke! Und ich habe absolut kein Verständnis dafür, wenn jemand keinen Karaoke-Go-to-Song hat. Was ich damit meine: Wenn wir in eine Karaoke-Bar gehen, wissen wir doch alle, welchen Song wir jetzt singen!? Also ich weiß es! Und wenn man das nicht hat… also, das ist mir unverständlich. Wie kann man denn so durchs Leben gehen? (lacht) Ich liebe es einfach, zu singen und auf der Bühne zu stehen. Und mir ist scheißegal, wie groß diese Bühne ist (lacht). (0:28)

 

Was ist dein Go-to-Song?

"My Heart Will Go On" – Céline Dion. Als ich das erste Mal diesen Song gehört habe, das war mein musikalisches Erwachen! Da habe ich verstanden: So darf man auch singen, alles klar, i’m on it, das will ich! Ich finde, gerade diese Tonhöhen und dieses Volumen verlangt einem ein Maß an Konzentration ab, dass es keine Konzentration mehr ist, sondern vollkommene Hingabe und Vertrauen, dass mein Körper das macht. Wenn ich alles loslasse und alles vergesse, was ich gelernt habe und einfach meinen Körper machen lasse, das macht mich süchtig. Das ist was mich an Musik triggert, weil ich mit mir so verbunden bin. (0:38)

 

Fürs Erste wird es zwei Folgen von „Music Impossible“ geben. Hättest du Lust auf eine Fortsetzung?

Ich hätte natürlich absolut Bock drauf! Und die Liste an Namen, die ich habe, ist unerschöpflich und, wie ich finde genauso fantastisch wie teilweise unrealistisch. Aber mir wurde vor kurzem gesagt, dass man große Ziele leichter trifft. Somit, ja, schauen wir mal. ‚Music Impossible‘ mit Lady Gaga und Iron Maiden. I don’t know, maybe it’s happening! (0:21)

 

 

Das Interview wurde im Sommer 2022 geführt und steht bei all4radio unter https://all4radio.eu/ kostenlos zum Download zur Verfügung.

Fotos

Fotos sind erhältlich über ZDF-Kommunikation, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/musicimpossible 

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