Serial Cleaner
Crime-Drama-Serie/ZDFneoriginal
Teri wird bei ihrem Putzjob in einem Luxushotel Zeugin eines Mordes. Um ihr eigenes Leben zu retten, bietet sie an, die blutigen Spuren zu beseitigen – und geht damit einen teuflischen Pakt ein.
Fotos
Texte
Buch | Andreas Gutzeit, Swantje Oppermann, Florian Puchert |
Regie | Andreas Menck |
Kamera | Lars Petersen |
Schnitt | Sascha Gerlach, Holger Finck |
Szenenbild | Algirdas Garbačiauskas |
Kostümbild | Bettina Weiß |
Ton | Uli Frank |
Musik | Paul Eisenach, Maddalena Barbieri, Jonas Valentin Hofer |
Produktion | Story House Pictures GmbH |
Produzent | Andreas Gutzeit, Jan Freels |
Redaktion | Tanja Bares, Lea Berg |
Länge | 6 x circa 45 Minuten |
nach der argentinischen TV-Serie "La chiqua que limpia", die auch in den USA als "The Cleaning Lady" adaptiert wurde
Teri Marquard | Aylin Tezel |
Vincent Karanz | Stefan Gorski |
Christian Karanz | Rick Okon |
Luca Marquard | Hanna Heckt |
Alida | Deleila Piasko |
Ludwig Karanz | László I. Kish |
Antonia Demir | Jana Julia Roth |
Dr. Patel | Martina Klier |
Paul Sänger | Sven Daniel Buhler |
Claudia Steiner | Dārta Daneviča |
Liem | Miķelis Kreilis |
Xavier | Edgars Samītis |
und andere |
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Bei einem Auftrag als Reinigungskraft im Luxushotel des Unternehmers Vincent Karanz wird Teri Zeugin eines Mordes. Um ihr eigenes Leben zu retten, bietet sie Vincent an, den Tatort mit derselben Gründlichkeit zu säubern, die ihren Alltag als Mutter einer immunkranken Tochter prägt.
Damit ist der Grundstein für einen gefährlichen Pakt gelegt: Um die lebensnotwendige Therapie für ihre Tochter Luca zu finanzieren, reinigt Teri fortan Tatorte für Vincent. Mit jedem Auftrag gerät die ehemalige Medizinstudentin tiefer in einen moralischen Konflikt. Schon bald kommt ihr das LKA auf die Spur.
Gleichzeitig wächst mit dem steigenden Druck auch eine unerwartete Anziehung zwischen Teri und Vincent. Als Teri schließlich sowohl vom LKA als auch von der kriminellen Unternehmerfamilie in die Enge getrieben wird, stehen nicht nur die Rettung ihrer Tochter, sondern auch ihre Gefühle für Vincent auf dem Spiel.
Folge 1: "Kein Zurück", Mittwoch, 30. September 2026, 21.45 Uhr, ZDFneo
Teri kämpft um das Leben ihrer immunkranken Tochter Luca. Als sie bei ihrem Putzjob Zeugin eines Mordes wird, gerät sie in Abhängigkeit zu Vincent Karanz: Sie beginnt, für seine Familie Spuren von Verbrechen zu beseitigen. Aus dem Deal entwickelt sich ein teuflischer Pakt. Denn Teri hofft, mit dem verdienten Geld die überlebenswichtige Therapie ihrer Tochter sichern zu können.
Fortan steht die Ex-Medizinstudentin für Vincent auf Abruf bereit, um für ihn Tatorte zu reinigen. Doch dies muss Teri nicht nur vor ihrer Schwester Alida verheimlichen, sie ist auch Vincents Bruder Christian und seinem Vater Ludwig Karanz ein Dorn im Auge.
Für Teri beginnt damit ein Kampf ums Überleben – nicht nur für ihre Tochter, sondern auch für sich selbst.
Folge 2: "Die Mission", Mittwoch, 30. September 2026, 22.30 Uhr, ZDFneo
Da Luca nicht zu einer für sie lebensnotwendigen Therapie zugelassen wurde, findet Teri die Adresse des Mannes heraus, der zuvor in letzter Minute als Stammzellenspender für Luca abgesprungen ist. Um ihn zum Umdenken zu bewegen, ist sie auf Vincents Hilfe angewiesen und arbeitet weiter für ihn.
Teri gerät dabei nicht nur ins Visier von LKA-Kommissarin Demir, sondern auch in jenes von Vincents Bruder Christian. Er will Teri als Mordzeugin für immer verschwinden lassen.
Folge 3: "Doppeltes Spiel", Mittwoch, 7. Oktober 2026, 21.45 Uhr, ZDFneo
Teri kämpft um das Leben ihrer Tochter und besorgt ihr mit Vincents Hilfe ein neuartiges Medikament, für das es noch keine Zulassung gibt. Doch als sie sieht, wie Vincent auf der Suche nach einem Verräter einen Mann brutal unter Druck setzt, sucht sie Hilfe beim LKA. Kommissarin Demir bietet ihr einen Deal an: Schutz gegen Informationen über Vincent.
Vincents Bruder Christian traut Teri noch immer nicht über den Weg und setzt sie unter Druck: Während Teri im Krankenhaus Luca heimlich das Off-Label-Medikament verabreicht, taucht Christian auf und bedroht Luca.
Folge 4: "Absolute Stille", Mittwoch, 7. Oktober 2026, 22.30 Uhr, ZDFneo
Gerade als es mit Lucas Gesundheit bergauf geht, droht Kommissarin Demir Teri mit Festnahme und Kindesentzug, wenn sie ihr nicht Informationen über Ludwig und Christian Karanz' Drogengeschäfte liefert.
Bei dem Versuch, die Familie abzuhören, kommt Teri Vincent näher. Dieser hat mit den Neuigkeiten um das Erbe seines Stiefvaters zu kämpfen. Derweil macht Christian sich an Teris Schwester Alida ran und zieht sie in seine kriminellen Geschäfte hinein.
Folge 5: "Kollisionskurs", Mittwoch, 14. Oktober 2026, 21.45 Uhr, ZDFneo
Ein medizinischer Notfall bedroht Lucas Leben. Teri kann Vincent überzeugen, ihnen zu helfen und sich gegen seine eigene Familie zu stellen. Denn dank Teri weiß Vincent nun, dass seine Familie ihm beim LKA den Mord anhängen will.
Die beiden gestehen sich ihre Liebe. Doch als das LKA Teris Schwester Alida verhaftet, gerät sie in eine Zwickmühle: Sie soll gezwungen werden, Vincent zu hintergehen.
Aber Christian ahnt, dass Teri für das LKA arbeitet und lässt die gestellte Falle ins Leere laufen. Nun ist die Zeit für seine Rache gekommen.
Folge 6: "Kettenreaktion", Mittwoch, 14. Oktober 2026, 22.30 Uhr, ZDFneo
Nach einem Attentat auf Vincent fassen Teri und er einen verzweifelten Plan: Um das Geld für ihre Flucht aufzureiben, wagen sie sich zurück in die Höhle des Löwen. Denn Vincent gilt für seine Familie als tot. Die Gelegenheit scheint perfekt, um unbemerkt in das Hotel seines Vaters einzudringen und den Safe zu leeren.
Aber das LKA entdeckt, dass Vincent noch lebt. Also setzt Kommissarin Demir alles auf eine Karte: Im Hotel treffen schließlich alle aufeinander – in einem Showdown auf Leben und Tod. Können Teri, Luca und Vincent entkommen, um gemeinsam ein neues Leben zu beginnen?
Teri ist bereit, extreme Grenzen zu überschreiten, um ihre Tochter zu retten – wo zieht sie die Grenze zwischen richtig und falsch?
Teri handelt impulsiv und ständig aus einem Überlebensmodus heraus. Nichts wiegt für sie schwerer als die Verantwortung gegenüber ihrem Kind. Es ist, als hinge Teris gesamter Lebenssinn am Überleben ihrer Tochter. Nur wenn sie es schafft, Luca am Leben zu halten, hat auch sie selbst eine Chance auf ein eigenes Leben.
Die Frage nach Richtig und Falsch ist anfangs sehr präsent, tritt aber in den entscheidenden Momenten in den Hintergrund, weil Teri irgendwann überzeugt ist, keinen moralisch vertretbaren Ausweg zu haben. Je mehr Hilfe Luca braucht – seien es Stammzellen eines abgesprungenen Spenders, nicht zugelassene Medikamente oder enorme Geldsummen für lebenswichtige Therapien – desto schneller überschreitet Teri ihre eigenen Grenzen und wird so selbst Teil einer kriminellen Welt.
Teri steht immer wieder vor schwierigen Entscheidungen, gerät an ihre Grenzen, agiert dann aber mit Entschlossenheit. Was treibt sie dabei an?
In ihrem eigenen Empfinden hat Teri keine Wahl. Sie funktioniert, weil sie es muss, weil sonst ihr Kind stirbt. Sie erlaubt sich selbst keine Schwäche, weil es schlichtweg das Leben von Luca gefährden könnte.
Im Verlauf der Geschichte erfahren wir, dass Teri bereits ihre Eltern durch einen Unfall verloren hat. Der Schock und das Gefühl der Ohnmacht treiben sie unbewusst an: so etwas darf ihr nicht wieder passieren. Und so versucht sie, durch Kontrolle Sicherheit zu gewinnen.
Natürlich ist Kontrolle eine Illusion, aber dieser Wahrheit kann Teri sich nicht beugen, denn dann würde sie akzeptieren müssen, dass das Leben ihrer Tochter nicht in ihren Händen liegt. Dazu ist sie nicht bereit. Also kommt sie nicht zur Ruhe, lässt sich durch keine noch so ausweglose Situation abschrecken.
Die Beziehung zu Vincent entwickelt sich aus einer extrem gefährlichen Situation. Was verbindet die beiden auf einer tieferen Ebene?
Teri und Vincent sind beide in ihren Leben innerlich isoliert. Sie sind zwar von ihren Familien umgeben, deren Schutz sie sich jeweils zur Lebensaufgabe gemacht haben, finden aber außerhalb ihrer selbst keinen Halt. Beide sind Einzelkämpfer, die ihr eigenes Leben dem Wohl ihrer Familie untergeordnet haben. In dieser inneren Einsamkeit begegnen und erkennen sie sich.
Obwohl Vincent zunächst eindeutig in der mächtigeren Position ist und vermeintlich über Teris Überleben entscheidet, entwickelt sich schnell eine gegenseitige Abhängigkeit: Vincent entwickelt Gefühle für Teri, und plötzlich wird ihr Schutz für ihn zu einem höchstpersönlichen Thema. Und auch sie fühlt sich zu ihm hingezogen, seine große Hilfsbereitschaft im Kampf um Lucas Leben berührt sie tief, und nach und nach zeigt sich ihr, dass er unter den Schichten anerzogener Härte eine Sehnsucht nach einem anderen Leben verbirgt.
Wenn Teri den Moment zurückdrehen könnte: Würde sie alles wieder genauso machen?
Teri handelt instinktiv und reagiert unmittelbar auf das, was gerade passiert. Ihr fehlt schlicht die Zeit, Situationen zu planen oder im Detail zu durchdenken, wenn es um Stunden oder Tage geht, die über das Leben ihrer Tochter entscheiden. Die klassische Frage "Was wäre gewesen, wenn …" stellt sich für mich in Bezug auf die Figur nicht wirklich. Für mich bleibt diese Frage offen; sie gehört der Figur, nicht mir als Darstellerin.
Das ist das Schöne am Spielen: Man nimmt die Wahrheit der Figur im jeweiligen Moment als ihre einzige Realität an. Man bekommt ein Drehbuch als Grundlage und weiß, wie sich die Figur im Verlauf der Geschichte entwickelt. Man lässt sich auf die gedanklichen, emotionalen und instinktiven Möglichkeiten und Grenzen einer Figur ein und erlebt die Geschichte aus ihrer Perspektive.
Welche Momente haben Sie nach Drehschluss noch mit nach Hause genommen?
Gedanklich kann ich mich nach Drehschluss gut von Rollen lösen. Ausgenommen ist die abendliche Vorbereitung auf den nächsten Drehtag. Aber körperlich habe ich es schon öfter erlebt, dass die Rolle noch nachklingt. Bei "Alex" in der ZDFneo-Serie "Unbroken" hatte ich oft abends noch mit einem beschleunigten Herzschlag zu tun, der die Rolle in fast allen Szenen prägte. Bei "Mascha" in "Der Russe ist einer, der Birken liebt" sang ich oft unbewusst ein russisches Schlaflied, das ich damals für die Rolle gelernt hatte. Und jetzt bei "Teri" hatte ich – genau wie sie – ständig Einschlafprobleme. Dazu gab es zwar keine Szene, aber in meiner Schauspielvorbereitung war es sehr präsent, dass Teri das Gefühl hat, ständig wach sein zu müssen, in Alarmbereitschaft, falls es eine Notfallsituation mit Luca gibt. So gesehen hat mein Körper also oft noch weitergearbeitet, wenn der Rest von mir schon Feierabend hatte.
Vincent bewegt sich zwischen Brutalität und Fürsorge. Wie vereinbart er diese beiden Seiten in sich?
Er vereinbart sie gar nicht, das ist ja das Problem. Vincent ist kein Zyniker, der mühelos zwischen Härte und Zärtlichkeit wechselt. Er hält diese beiden Pole aus, ohne sie in Einklang zu bringen. Seine Brutalität ist immer geliehen. Vom Vater, vom System, von der Situation. Seine Fürsorge dagegen ist echt. Die kommt aus ihm selbst. Aber er hat nie gelernt, ihr zu vertrauen, weil Fürsorge in seiner Welt als Schwäche gilt.
Als Mann in dieser Gesellschaft habe auch ich gelernt, dass Vulnerabilität gleich Schwäche ist. Das aufzubrechen, ist viel Arbeit. Das ist es aber wert. Versprochen.
Vincent steht unter dem Einfluss seines Stiefvaters. Wie prägt diese Beziehung seine Entscheidungen?
Total. Diese Beziehung ist der Schlüssel. Der Vater hat ihm nie das Gefühl gegeben, bedingungslos gewollt zu sein. Vincent wurde adoptiert, ja. Aber zu welchem Preis? Jede Entscheidung, die er trifft, ist im Kern eine Bewerbung. Ein Versuch zu beweisen: Ich bin es wert. Ich gehöre hierhin. Das ist das Fatale. Ein Mensch, der ständig um Zugehörigkeit kämpft, trifft keine freien Entscheidungen. Er trifft strategische. Der Vater hat Vincent beigebracht, dass Loyalität alles ist und dass Moral verhandelbar bleibt. Vincents Tragik ist: Er durchschaut das. Intellektuell ist er hellwach. Aber emotional bleibt er das Kind, das nie genug war. Und dieses Kind bestimmt mehr, als ihm lieb ist.
In welchen Momenten beginnt Vincent, seine Loyalität zur Familie zu hinterfragen?
Es ist kein einzelner Moment, es ist ein Prozess, der sich einschleicht. Der Mord, den sein Bruder begeht und den er vertuschen soll, ist der erste große Riss. Aber Risse hat es vorher schon gegeben, feine, die er ignoriert hat. Entscheidend ist Teri. Nicht weil sie ihn missioniert, sondern weil sie etwas lebt, das er nie kannte: Liebe ohne Bedingungen. Diese Frau kämpft um ihr Kind, und sie stellt keine Rechnung dafür auf. Das ist für Vincent völlig fremd. Und genau das lässt ihn anfangen, zu vergleichen. Plötzlich sieht er: Was meine Familie Liebe nennt, ist Kontrolle. Was sie Loyalität nennt, ist "Für-die-Familie-Funktionieren" Da beginnt die Frage, die alles verändert: Für wen tue ich das alles eigentlich?
Was unterscheidet Vincent von Christian – und wo sind sie sich ähnlicher, als er zugeben würde?
Der offensichtliche Unterschied: Christian handelt aus Impuls, Vincent aus Disziplin. Christian hat keine moralischen Skrupel, hatte nie welche. Er ist ein Kind, das Grenzen sucht. Vincent hat sie, aber er übergeht sie. Das macht Vincent nicht besser, es macht ihn nur komplizierter.
Die Ähnlichkeit, die er nie zugeben würde? Beide sind Produkte desselben Vaters. Beide suchen seine Anerkennung. Christian mit Provokation, Vincent mit Perfektion. Nur die Methode unterscheidet sie. Und beide sind einsam auf ihre Art. Vincent würde das nie aussprechen, aber tief drin weiß er: Wir sind zwei Seiten derselben beschädigten Medaille.
Hat sich Ihr Blick auf Moral oder Grauzonen durch die Rolle verändert?
Verändert nicht. Aber geschärft. Ich war vorher schon jemand, der nicht gern in Kategorien von Gut und Böse denkt. Der Charakter hat mir vor Augen geführt, wie schnell jemand in eine Grauzone rutscht – nicht, weil er böse ist, sondern weil er geliebt werden möchte. Vincent hat mich gelehrt, genauer hinzuschauen: nicht auf die Tat, sondern auf den Schmerz dahinter. Das entschuldigt nichts. Aber es erklärt, warum Menschen Dinge tun, die sie eigentlich nie tun wollten.
Luca lebt in ihrem Raumanzug in einer Art "Astronautenwelt". Wie hilft ihr das, besser mit ihrer Krankheit fertig zu werden?
Ich glaube, dass Luca um Maßnahmen wie den Schutzanzug wegen ihrer Krankheit nicht herumkommt und dass Teri versucht, diese so spielerisch und fantasievoll wie möglich in Lucas Leben zu integrieren. Ich glaube, das nimmt Luca ein bisschen die Angst und ist eigentlich eine eigene Art, mit der Krankheit umzugehen und das Beste draus zu machen.
Was für eine Beziehung hat Luca zu ihrer Mutter? Und wie war der Dreh mit deiner Film-Mama Aylin Tezel?
Luca und Teri haben eine sehr innige Beziehung, und Luca vertraut darauf, dass ihre Mutter sie immer beschützt und alles Schlechte von ihr fernhält.
Ich fand Aylin direkt beim ersten Kennenlernen im Live-Casting sooo toll. Ich hatte sofort das Gefühl, sie schon lange zu kennen, und es hat sich gleich eine Vertrautheit gebildet, die man sonst erst nach langer Zeit hat.
Ich habe die Arbeit mit Aylin sehr genossen und habe mich immer auf die gemeinsamen Drehtage gefreut. Wir haben auch privat zusammen Geburtstag gefeiert oder waren Tee trinken. Das hat mir immer viel Spaß gemacht. Außerdem konnte ich immer viel von ihr lernen, und wir haben sehr viel gelacht.
Welche Szene fandest du selbst am schönsten oder spannendsten?
In einer Szene hat Teri ein Art Zelt für Luca gebaut, mit einem Basketballkorb. Darin hat die Familie – ganz ohne Schutzanzug – zusammen Basketball gespielt. Das hat mir großen Spaß gemacht. Ich fand es aber auch cool, als wir in einem Kino gedreht haben und ich einen ganzen Kinosaal als Aufenthalt hatte. Das hatte ich noch nie.
Besonders schön fand ich aber die Szene, in der Teri Luca ein Schlaflied vorsingt, welches extra für die Serie geschrieben wurde. Ich kann es immer noch und finde es total schön.
Wie war es, für die Dreharbeiten zu dieser Serie vor der Kamera zu stehen? Was ist dir besonders in Erinnerung geblieben?
Luca zu spielen, war toll. Ich fand die Rolle sehr schön und die ganze Geschichte superspannend. Man fiebert die ganze Zeit mit Teri und Luca mit und hofft so sehr, dass alles gut ausgeht. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir Aylins und Andreas' Geburtstagsfeier. Das waren so schöne gemeinsame Momente. Als ich drehfrei hatte, waren wir auf einem sehr schönen Weihnachtsmarkt in Riga, und ich fand es toll, eine neue Stadt kennenzulernen.
Christian wirkt oft unberechenbar. Was treibt ihn an?
Sein Antrieb ist vor allem sein Ziel – die Übernahme des Familienimperiums. Dabei geht er über Leichen und ist bereit, alles zu tun. An einer Stelle in der Serie sagt er: "Ich! Ich habe gewonnen!". Ich denke, das beschreibt Christian ziemlich gut. Er ist jemand, der zwischen kindlicher Abhängigkeit und rücksichtsloser Aggression schwankt. Schuld und Zweifel sind ihm hingegen fremd.
Welcher Natur ist sein Verhältnis zu seinem Stiefbruder Vincent?
Die Beziehung zwischen Christian und Vincent ist von Konkurrenz und ihren gegensätzlichen Persönlichkeiten und Herangehensweisen geprägt. Der Mord zu Beginn der Serie ist der Auslöser für diese Dynamik. Während Christian von Gier und Skrupellosigkeit getrieben wird, wird Vincent zunehmend von Zweifeln geplagt. Gerade dieses Gegensätzliche hat großen Spaß gemacht, gemeinsam mit Stefan Gorski zu spielen.
Christian ist extrem impulsiv. Wie war es, eine solche Rolle zu spielen?
Ich sag' wie es ist: Herrlich war das! Ich hatte viel Freiheit und konnte mich ausprobieren. Angefangen bei Maske und Kostüm, bis hin zu kleinen Improvisationen. Ich hatte in gewisser Hinsicht eine "Narrenfreiheit", bei der es irgendwie kein Richtig und Falsch gab. Viel ging über Probieren und Grenzenausloten – wie weit kann ich wirklich mit dieser Figur gehen?
Gibt es Momente, in denen Sie Verständnis für Christian haben?
Ich persönlich kann seine Handlungen natürlich nicht nachvollziehen, da sie gegen jeden moralischen Kompass verstoßen. Als Schauspieler ist man während der Dreharbeiten jedoch immer bestrebt, seine Figur zu verteidigen, und in solchen Momenten musste ich schon Verständnis aufbringen.
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