Terra X: Was die Welt am Laufen hält

Zwei Dokumentationen mit Mirko Drotschmann über Ernährung und Arbeit

Wie haben Ernährung und Arbeit die Entwicklung der Menschen geprägt? Welche historischen Umbrüche wirken bis heute nach und vor welchen Herausforderungen wir stehen aktuell? Diesen Fragen geht Mirko Drotschmann in zwei neuen Folgen "Terra X: Was die Welt am Laufen hält" nach. Dabei verbindet er spannende Geschichten aus der Vergangenheit mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und wagt auch einen Blick in die Zukunft der Ernährung und Arbeitswelt.

Sendedatum

Mittwoch, 12. August 2026
Sonntag, 16. und 23. August 2026, 19.30 Uhr

Fotos

Texte

Sendetermine

ZDF-Streaming: beide Folgen ab Mittwoch, 12. August 2026

ZDF: Sonntag, 16., und Sonntag, 23. August 2026, 19.30 Uhr

Drei weitere Folgen von "Terra X: Was die Welt am Laufen hält" über Energie, Kommunikation und Mobilität sind bereits im ZDF-Streaming-Portal verfügbar.

Stabliste

Buch: Pia Schädel

Regie: Pia Schädel, Volker Schmidt

Kamera: Thomas Beckmann

Schnitt: Sebastian Scholz

Ton: Konstantin Kirilow

Musik: Mathias Rehfeldt

Produktionsleitung: Katharina Bork, Isabel Machel

Produktion ZDF: Claudia Comprix

Produktion: IFAGE Filmproduktion

Produzenten: Andrea Haas-Blenske, Volker Schmidt

Redaktion ZDF: Katharina Finger, Michael Petsch

Leitung der Sendung: Friederike Haedecke

Länge: je circa 45 Minuten

Terra X: Was die Welt am Laufen hält – Ernährung

Sonntag, 16. August 2026, 19.30 Uhr

Ernährung hält die Welt am Laufen, denn ohne Nahrung gibt es kein Leben. Mirko Drotschmann geht in dieser Folge von "Terra X: Was die Welt am Laufen hält" der Frage nach, wie sich die Ernährung im Laufe der Jahrhunderte verändert, was hochverarbeiteten Industrienahrung mit dem Menschen macht und wie sich unsere Ernährungsweise auf den Planeten auswirkt.

Hunger ist heute weniger ein Problem globaler Produktion als der Verteilung – verschärft durch Kriege und Krisen. Dabei könnten die vorhandenen Ressourcen grundsätzlich ausreichen, um die Weltbevölkerung zu ernähren. Die Herstellung von Kunstdünger hat im 20. Jahrhundert eine enorme Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge ermöglicht und das starke Bevölkerungswachstum begünstigt. Gleichzeitig treten neue Probleme zutage: Seit 2022 sterben weltweit mehr Menschen an den Folgen von Übergewicht als an Unterernährung. Während also in einigen Regionen Mangel herrscht, prägt andernorts Überfluss den Alltag. Hinzu kommt, dass rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel nicht konsumiert, sondern weggeworfen wird.

Die Agrarrevolution mit dem Einsatz von Traktoren, Saat- und Dreschmaschinen hat es ermöglicht, mit immer weniger Arbeitskräften immer mehr Menschen zu ernähren. Die Erfindung von Kunstdüngern, Herbiziden und Pestiziden sowie verbesserte Zuchtmethoden haben zu höheren Erträgen bei Pflanzen und Nutztieren geführt. Parallel dazu hat sich die Nahrungsmittelindustrie von einer lokal geprägten handwerklichen Produktion zu einem globalisierten, industriellen System entwickelt. Kühlketten und Konservierung haben Haltbarkeit und Lebensmittelsicherheit erhöht, Gentechnik und Präzisionslandwirtschaft kitzeln noch den letzten Rest an Effizienz und Ertragssteigerung heraus. Mit gravierenden Folgen für Umwelt und Gesundheit.

Mirko Drotschmann besucht für die "Terra X"-Folge "Was die Welt am Laufen hält: Ernährung" unter anderem eine Indoor-Farm, die künftig innerstädtisch angebautes Gemüse liefern könnte, sowie einen Forschungsbauernhof, der mit Hightech den Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln so gering wie möglich hält. Im Gespräch mit Anja Bosy-Westphal, Ökotrophologin und Ernährungsmedizinerin  an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, erfährt er, warum saisonale und regionale Ernährungsweisen das Beste für Mensch und Planet sind, und erkundet klassische Konservierungsmethoden: Kälte, Salz und Fermentation.

Terra X: Was die Welt am Laufen hält – Arbeit

Sonntag, 23. August 2026, 19.30 Uhr

Arbeit bestimmt unser Leben. Sie strukturiert den Tagesablauf und sichert das Einkommen. Doch wie wurde die Arbeitswelt, wie sie heute ist? Welche Errungenschaften hat sie hervorgebracht und vor welchen Herausforderungen steht sie heute? Mirko Drotschmann geht in dieser "Terra X"-Folge diesen Fragen nach, verbindet historische Entwicklungen mit aktuellen Forschungserkenntnissen und wagt einen Blick in die Arbeitswelt von morgen.

"Was machen Sie eigentlich beruflich?" So beginnen oft Gespräche mit anderen Menschen, die man kennenlernt. Das zeigt, wie zentral diese Frage ist; immerhin verbringt der Mensch einen Großteil des Alltags dort, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Die Arbeitsbedingungen haben sich mit der industriellen Revolution und ihren technischen Neuerungen geändert und dafür gesorgt, dass Menschen zunächst statt auf den Feldern an Fließbändern arbeiteten. Kinder in Fabrikhallen und 60- bis 70-Stundenwochen gehören in Deutschland längst der Vergangenheit an, doch heute prägen neue Herausforderungen die Arbeitswelt, vor allem die Automatisierung durch Roboter- und Computertechnik. Nina Kleinöder forscht zum Wandel der Arbeitswelt. Die Professorin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, konstatiert: "Wir sehen, dass sich die Arbeit verändert, sich verdichtet, immer komplexer wird. Und letztendlich haben wir hier ja auch einen Hinweis in steigenden Burnout-Zahlen."

Mirko Drotschmann geht in dieser Folge der Frage nach, wie sich die Arbeitsbedingungen im Laufe der Jahrhunderte verändert haben, und taucht ein in die moderne Arbeitswelt: zum Beispiel bei einem Trainingscenter für Roboter, bei Arbeiten auf den Kränen des Containerhafens Wilhelmshafen, er begleitet zwei Frauen auf der Walz und eine jungen Mutter, die als Fernfahrerin ihr Geld verdient. Die Dokumentation zeigt, wo Traditionen wieder aufleben, wie Frauen sich weiterhin in vermeintlichen Männerdomänen behaupten müssen und wie Robotik, Digitalisierung und KI die Arbeitswelt derzeit grundlegend verändern.

Weitere Folgen im ZDF-Streaming-Portal

Im ZDF-Streaming-Portal sind drei weitere Folgen von "Terra X: Was die Welt am Laufen hält" über Energie, Kommunikation und Mobilität verfügbar.

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