Terra Xplore: Nostalgie – macht der Hype uns glücklich?

Warum wir uns nach früher sehnen

Gemeinsam mit Horst Lichter (links) geht Leon Windscheid (rechts) am Set von „Bares für Rares“ der Frage nach, warum manche Gegenstände weit mehr bedeuten als ihren materiellen Wert.
ZDF/Marius Fuchtmann/[M]
Gemeinsam mit Horst Lichter (links) geht Leon Windscheid (rechts) am Set von „Bares für Rares“ der Frage nach, warum manche Gegenstände weit mehr bedeuten als ihren materiellen Wert. ZDF/Marius Fuchtmann/[M]

Ein Lied, ein Geruch oder ein Spielzeug aus der Kindheit, und schon sind alte Erinnerungen da. Nostalgie – ein Gefühl, das direkt auf Herz und Bauch zielt. In einer neuen Folge von "Terra Xplore" geht Psychologe Leon Windscheid dem Phänomen der Nostalgie auf den Grund. Was gibt sie uns? Und wann kann die Sehnsucht nach früher zum Problem werden?

Sendedatum

Sonntag, 9. Mai 2027, 17.15 Uhr

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Inhalt

Leon Windscheid beleuchtet Nostalgie aus wissenschaftlicher Sicht. Seine Suche nach Antworten führt ihn an das Set von "Bares für Rares". Mit Moderator Horst Lichter spricht Leon Windscheid darüber, wie wichtig Nostalgie für unsere Psyche ist. Zwischen geerbtem Schmuck, Spielzeug und historischen Raritäten zeigt sich: Der emotionale Wert eines Gegenstands übersteigt den materiellen manchmal um ein Vielfaches. Doch warum können ein einziges Objekt, ein Song oder ein Duft so starke Gefühle auslösen?

Gemeinsam mit wissenschaftlichen Experten hinterfragt Leon auch den populären Mythos, früher sei alles besser gewesen. Historiker Dr. Tobias Becker erklärt, welche Rolle Nostalgie als kollektives Phänomen über Generationen hinweg spielt. In einem Sozialexperiment untersucht Leon, was genau die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nostalgisch werden lässt und wie sie dieses vielschichtige Gefühl individuell empfinden. Dabei zeigt sich: Nostalgie ist weit mehr als ein passives, wehmütiges Vermissen. Richtig verstanden ist sie ein psychologisches Werkzeug, das Trost spenden, Menschen verbinden und Sicherheit geben kann. Leon zeigt, wie diese Kraft der Vergangenheit Resilienz, mentale Gesundheit und Wohlbefinden im Hier und Jetzt stärken kann. Doch Nostalgie kann auch zur Falle werden: Wenn Menschen vergangene Zeiten verklären, aktuelle Probleme ausblenden oder an einer Vergangenheit festhalten, die so nie existiert hat.

Stabliste

Buch und Regie: Henrike Meinheit
Kamera: Gidon Lasch, Luca Zanner, Henning Sliwa, Sebastian Basten
Ton: Dave Powell, Philip Metzdorf
Montage: Marc Schläfli
Grafik: Marc Trompetter
Produktion Doclights: Ulrike Römhild, Jeanette Bartsch, Paul B. Müller, Zoe Wingenfelder
Produktion ZDF: Antje Galonske, Yvonne Kalinowski
Postproduktion: Oliver Filser, Vi Tang
Redaktion Doclights: Sigrid Reuter, Steffen Gries
Redaktion ZDF: Marlon Di Salvo, Harald Platz
Leitung der Sendung: Swea Schilling
Länge: circa 45 Minuten

Zitate aus der Sendung

"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter: "Ich glaube das Wichtigste bei uns Menschen ist, dass wir mit der Zeit viele schlechte Erinnerungen verlieren und ersetzen durch die wenigen schönen, die wir in der Zeit hatten."

Kunsthistorikerin und Expertin bei "Bares für Rares" Heide Rezepa-Zabel: "Der ideelle Wert ist sowieso immer der größte und auch der schönste."

Teilnehmerin im Sozialexperiment: "Ein Gefühl von zu Hause. Man hat eine ganz eigene Verbindung dazu."

Historiker Dr. Tobias Becker: "Nostalgie führt uns eigentlich an die Kernfrage, welche Bedeutung die Vergangenheit in der Gegenwart hat."
"Man könnte das so als eine Art Ruheraum verstehen, wo man sich so ein bisschen von der beschleunigten Welt trennen kann, wo man das Telefon beiseitelegt und dann wieder die Vinylplatte rausholt."

Teilnehmer im Sozialexperiment: "Gerade in der heutigen Zeit bekommt man so viele schlechte Sachen mit durch die Medien, durch die Digitalisierung, und man sucht sich dann vielleicht auch so schöne Erinnerungen, die einem wieder das Gefühl von früher zurückbringen. […] Gerade für die junge Generation vielleicht auch superwichtig."

Fotohinweis

Pressefotos zur Sendung erhalten Sie als Download (nach Log-in), telefonisch unter 06131 – 70-16100 oder per E-Mail unter pressefoto@zdf.de.

Kontakt

Annette Reichert
Reichert.A@zdf.de
06131 - 701-6425