Wahl 2026 im ZDF

Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern / Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin

Stefan Leifert und Shakuntala Banerjee im ZDF-Wahlstudio.
Stefan Leifert und Shakuntala Banerjee im ZDF-Wahlstudio.

Zweites Kapitel des intensiven Wahljahres 2026: Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im zurückliegenden März folgen nun im September die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus. Das ZDF berichtet von den drei Wahlen 2026 live und umfassend. Los geht es am Sonntag, 6. September 2026, 17.40 Uhr, mit der mit Spannung erwarteten Wahl in Sachsen-Anhalt.

Sendedatum

Aktuelle Infos jederzeit auf ZDFheute.de
Sonntag, 6. September 2026, 17.40 Uhr / Sonntag, 20. September 2026, 17.30 Uhr

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Texte

"Wir begleiten die September-Wahlen umfassend" – Statement von ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten
Bettina Schausten

"Die drei Wahlen im September sind mehr als regionale Entscheidungen – ganz Deutschland blickt darauf, was die Wahlausgänge für die politische Stimmung und Kräfteverhältnisse im Land bedeuten. Entsprechend groß ist der Informationsbedarf der Wählerinnen und Wähler. Das ZDF begleitet die Wahlen umfassend und verlässlich. Mit aktueller Berichterstattung, Hintergrundanalysen, Faktenchecks, Diskussionen und Dokumentationen – im linearen Programm wie auch auf ZDFheute und den digitalen Plattformen."

ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten

Sendetermine "Wahl 2026 im ZDF: Landtagswahlen im September"

Donnerstag, 3. September 2026, 21.45 bis 22.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

heute journal

mit einem "Politbarometer extra" zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
und mit einer Teil-Moderation vor Ort in Sachsen-Anhalt

Moderation: Christian Sievers

Produktion: ZDF
Redaktion: Stefan Leifert
Länge: ca. 27 Minuten

 

Freitag, 4. September 2026, 5.30 bis 9.00 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

ZDF-Morgenmagazin
moma vor der Wahl

Live aus Magdeburg

Moderation "moma vor der Wahl": Andreas Wunn
Moderation im Studio: Maral Bazargani (5.30 bis 7.00 Uhr) / Mirjam Meinhardt (7.00 bis 9.00 Uhr)

 

Samstag, 5. September 2026, 17.05 bis 17.35 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

Länderspiegel
Am Tag vor der Wahl: Wahlendspurt der Spitzenkandidaten

Moderation: Yve Fehring

 

Sonntag, 6. September 2026, 17.40 bis 19.00 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

Wahl 2026 im ZDF
Wahl in Sachsen-Anhalt

Live aus dem ZDF-Wahlstudio in Magdeburg

Moderation: Shakuntala Banerjee

Hochrechnungen und Analysen: Stefan Leifert und die Forschungsgruppe Wahlen

Produktion: ZDF
Redaktion: Ralph Schumacher
Länge: ca. 81 Minuten

 

Sonntag, 6. September 2026, 19.00 bis 19.25 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

heute
Wahl in Sachsen-Anhalt

Moderation: Barbara Hahlweg

Produktion: ZDF
Redaktion: Thomas Heinrich
Länge: ca. 29 Minuten

 

Sonntag, 6. September 2026, 19.25 bis 19.35 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

Wahl 2026 im ZDF
Wahl in Sachsen-Anhalt

Live aus dem ZDF-Wahlstudio in Magdeburg

Moderation: Shakuntala Banerjee

Hochrechnungen und Analysen: Stefan Leifert und die Forschungsgruppe Wahlen

 

Sonntag, 6. September 2026, 21.45 bis 22.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

heute journal
Wahl in Sachsen-Anhalt

Moderation: Christian Sievers

Produktion: ZDF
Redaktion: Stefan Leifert
Länge: ca. 29 Minuten

 

Sonntag, 6. September 2026, 22.15 bis 23.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

maybrit illner spezial
Der Polit-Talk im ZDF

Moderation: Maybrit Illner

Produktion: ZDF
Redaktion: Indre Windgassen
Länge: ca. 60 Minuten

 

Montag, 7. September 2026, 19.25 bis 20.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

ZDF spezial
Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt

Moderation: Shakuntala Banerjee

Produktion: ZDF
Redaktion: Wolfgang Zimmermann
Länge: ca. 43 Minuten

 

Montag, 7. September 2026, 22.15 bis 23.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

Markus Lanz

Moderation: Markus Lanz

Produktion: Mhoch2
Redaktion: Susanne Krummacher
Länge: ca. 60 Minuten

 

Freitag, 11. September 2026, 22.00 bis 22.30 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

heute journal

mit einer Teil-Moderation vor Ort in Berlin

Moderation: Anne Gellinek

Produktion: ZDF
Redaktion: Stefan Leifert
Länge: ca. 27 Minuten

 

Samstag, 12. September 2026, 17.35 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

ZDF.reportage
Eine Woche nach der Wahl in Sachsen-Anhalt (Arbeitstitel)

 

Dienstag, 15. September 2026, 5.30 bis 9.00 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

ZDF-Morgenmagazin
moma vor der Wahl

Live aus Berlin

Moderation: Mitri Sirin, Andreas Wunn

 

Donnerstag, 17. September 2026, 21.45 bis 22.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

heute journal

mit einem "Politbarometer extra" zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und zur Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und mit einer Teil-Moderation vor Ort in Mecklenburg-Vorpommern

Moderation: Anne Gellinek

Produktion: ZDF
Redaktion: Stefan Leifert
Länge: ca. 27 Minuten

 

Freitag, 18. September 2026, 5.30 bis 9.00 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

ZDF-Morgenmagazin
moma vor der Wahl

Live aus Schwerin

Moderation "moma vor der Wahl": Andreas Wunn
Moderation im Studio: Philipp Wortmann (5.30 bis 7.00 Uhr) / Mirjam Meinhardt (7.00 bis 9.00 Uhr)

 

Samstag, 19. September 2026, 17.05 bis 17.35 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

Länderspiegel
Am Tag vor der Wahl: Wahlendspurt der Spitzenkandidaten

Moderation: Yve Fehring

 

Sonntag, 20. September 2026, 17.30 bis 19.00 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

Wahl 2026 im ZDF
Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

Live aus dem ZDF-Wahlstudio in Schwerin

Moderation: Shakuntala Banerjee

Hochrechnungen und Analysen: Stefan Leifert und die Forschungsgruppe Wahlen

Produktion: ZDF
Redaktion: Ralph Schumacher
Länge: ca. 89 Minuten

 

Sonntag, 20. September 2026, 19.00 bis 19.30 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

heute
Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

Moderation: Barbara Hahlweg

Produktion: ZDF
Redaktion: Thomas Heinrich
Länge: ca. 29 Minuten

 

Sonntag, 20. September 2026, 19.25 bis 20.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

Wahl 2026 im ZDF
Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

Live aus dem ZDF-Wahlstudio in Schwerin

Moderation: Shakuntala Banerjee

Hochrechnungen und Analysen: Stefan Leifert und die Forschungsgruppe Wahlen

dazwischen ab 19.35 Uhr

Wahl 2026 im ZDF
Berliner Runde

Moderation: Diana Zimmermann

Produktion: ZDF
Redaktion: Ralph Schumacher
Länge: ca. 50 Minuten

 

Sonntag, 20. September 2026, 21.45 bis 22.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

heute journal
Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

Moderation: Christian Sievers

Produktion: ZDF
Redaktion: Stefan Leifert
Länge: ca. 29 Minuten

 

Wahl in Sachsen-Anhalt live im ZDF

Sonntag, 6. September 2026, 17.40 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

Wahl 2026 im ZDF
Wahl in Sachsen-Anhalt

Live aus dem ZDF-Wahlstudio in Magdeburg

Moderation: Shakuntala Banerjee

Hochrechnungen und Analysen: Stefan Leifert und die Forschungsgruppe Wahlen 

Produktion: ZDF
Redaktion: Ralph Schumacher
Länge: ca. 81 Minuten

Wird die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zur historischen Zäsur? Erstmals könnte die AfD am 6. September 2026 die absolute Mehrheit erreichen. Verfehlt sie die, droht eine schwierige Regierungsbildung. Scheitert die AfD mit ihrem Plan einer Alleinregierung, steht CDU-Regierungschef Sven Schulze vor einem Dilemma: Von AfD und Linken will er sich nicht zum Ministerpräsidenten wählen lassen, mit den übrigen Parteien könnte es für eine Mehrheit knapp werden. Und dann? Dann, so Schulze, werde es "wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum erst mal keine Wahl des Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt geben". Denn die Landesverfassung sieht für die Wahl keine Frist vor. Gelingt dagegen seinem Herausforderer Ulrich Siegmund von der AfD der Sieg, will der mit seiner Partei "dieses Land vom Kopf auf die Füße stellen."

Vor fünf Jahren und heute

Schon vor fünf Jahren schien eine AfD-Mehrheit in Sachsen-Anhalt nicht ausgeschlossen. Damals schaffte es der langjährige Ministerpräsident Rainer Haseloff (CDU), auf den letzten Metern, die politische Mitte hinter sich zu sammeln – die CDU wurde deutlich stärkste Kraft. Seinem Nachfolger Sven Schulze wird das voraussichtlich nicht glücken – zu groß ist der Abstand zu der in den Umfragen führenden AfD.

Schulze ist jüngster Ministerpräsident Deutschlands und erst seit Ende Januar im Amt. Davor war er als Wirtschaftsminister Teil der Landesregierung unter Haseloff. Nur gut sieben Monate, um sich zu profilieren und einer breiten Bevölkerung bekannt zu machen – keine leichte Aufgabe. Schulze setzt auf Stabilität und Sachlichkeit, nicht auf Experimente und Lautstärke. Er will die Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze schaffen und Fachkräfte gewinnen. Außerdem die Schulen modernisieren, die Polizei aufstocken und die medizinische Versorgung verbessern.

Sein Konkurrent Ulrich Siegmund von der AfD – ebenfalls nicht laut. Freundlich, zugewandt, aber radikal im Inhalt, den politischen Umbruch fest im Visier: umfassende Abschiebeoffensive, Kündigung des Medienstaatsvertrags, Abschaffung der Schulpflicht. Und vieles mehr steht im Regierungsprogramm. In diesem Duell geraten die übrigen Parteien fast etwas aus dem Fokus.

Die Ausgangslage der anderen

Auf dem dritten Platz könnte die Linke landen und im nächsten Landtag eine wichtige Rolle einnehmen. Eine Koalition mit ihr schließt die CDU aus, aber wenn es für eine Mehrheit nicht reichen sollte, könnte Schulze in einer Minderheitsregierung darauf angewiesen sein, sich von ihr tolerieren zu lassen. Ausgeschlossen haben er und Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern das bis jetzt nicht.

Für die SPD, die einst mit Reinhard Höppner den Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt stellte, geht es diesmal ums Überleben. In den Umfragen ist sie im Augenblick deutlich einstellig. Spitzenkandidat Armin Willingmann – in der aktuellen Regierung Minister für Wissenschaft und Umwelt – kämpft um Sichtbarkeit seiner Partei.

Noch etwas schlechter ist die Lage für FDP und Grüne. Den Liberalen werden mit ihrer Kandidatin und Infrastrukturministerin Lydia Hüskens kaum noch Chancen ausgerechnet, dem nächsten Landtag anzugehören. Bei den Grünen ist das noch offen. Falls es gelingt, ist auch Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz offen, was eine Koalition mit der CDU angeht.

Mit Spannung wird erwartet, ob das BSW den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schafft. Die Partei hat einen Brief an die AfD geschickt und gemeinsame Wahlkampfveranstaltungen mit Alice Weidel vorgeschlagen. Claudia Wittig und Thomas Schulze wollen als Spitzenkandidaten mit "allen reden". Möglicherweise, weil sie der AfD zur Mehrheit verhelfen könnten, sollten sie in den Landtag gewählt werden.

Ganz Deutschland schaut auf diese Wahl

Noch nie hat eine Landtagswahl schon im Vorfeld für so viel Aufmerksamkeit gesorgt. Tritt in Sachsen-Anhalt der Präzedenzfall ein und der erste AfD-Ministerpräsident wird im Amt vereidigt? Obwohl im dünn besiedelten Sachsen-Anhalt nur 1,7 Millionen Menschen wahlberechtigt sind, schaut ganz Deutschland auf die Wahl im Herbst.

ZDF-Wahlstudio in der Messe Magdeburg

Das ZDF sendet an diesem Abend live aus der Messe Magdeburg. ZDF-Politikchefin Shakuntala Banerjee begleitet die Zuschauerinnen und Zuschauer durch den Wahlabend. An ihrer Seite sind Parteienforscher Karl-Rudolf Korte und "heute journal"-Leiter Stefan Leifert, der gemeinsam mit der Forschungsgruppe Wahlen Zahlen und Analysen liefert.

Livestream im ZDF-Streaming-Portal und auf ZDFheute.de

Begleitet wird der Wahlabend auch online im Livestream auf zdf.de und in der ZDFheute-App – erstmals dort auch in einem Live-Blog. Alle Informationen, Statements von Bundes- und Landespolitikern, aktuelle Prognosen und Hochrechnungen sind jederzeit abrufbar. Auf youtube.com/@ZDFheute, facebook.com/ZDFheute und Instagram /zdfheute werden die interessantesten Stimmen der Wahlgewinner und -verlierer gesammelt. Darüberhinaus bekommen Nutzerinnen und Nutzer in Erklärgrafiken die Analyseergebnisse der Forschungsgruppe Wahlen.

ZDFheute-Liveblog

Im ZDFheute-Liveblog berichten Reporter live von vor Ort über Stimmen, Stimmungen und Ereignisse. ZDFheute live begleitet die Wahlsendungen und beantwortet Fragen der Community.

Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern live im ZDF

Sonntag, 20. September 2026, 17.30 bis 19.00 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

Wahl 2026 im ZDF
Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern 

Live aus den ZDF-Wahlstudios in Schwerin und Berlin  

Moderation: Shakuntala Banerjee

Hochrechnungen und Analysen: Stefan Leifert und die Forschungsgruppe Wahlen

Produktion: ZDF
Redaktion: Ralph Schumacher
Länge: ca. 89 Minuten

Am 20. September, nur zwei Wochen nach der Wahl in Sachsen-Anhalt und in politisch turbulenten Zeiten, wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag und Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. 

In Schwerin könnte die SPD nach neun Jahren die Staatskanzlei verlieren. In Berlin zog der Regierende Bürgermeister seine Kandidatur nur zehn Wochen vor Wahltermin zurück und die CDU muss sich neu sortieren. Es sind die letzten zwei Entscheidungen in diesem Wahljahr.

Die Ausgangslage für die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern

Es gehe um nichts weniger als eine Richtungsentscheidung zwischen ihr und den "Blauen", betont SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in diesem Wahlkampf immer wieder. Kann ihre Partei, kann sie noch etwas drehen, um ihren Rückstand zur AfD in den Umfragen zu verringern? Seit 2017 ist Schwesig Ministerpräsidentin, meist mit hohen persönlichen Zustimmungswerten. Doch zuletzt lag ihre Partei immer deutlich hinter der AfD. 

Das Ziel der AfD ist klar formuliert: Sie haben nach Sachsen-Anhalt die nächste Regierungsübernahme im Blick. Neben dem Spitzenkandidaten Enrico Schult tritt deswegen der Bundestagsabgeordnete Leif-Erik Holm zusätzlich als Ministerpräsidentenkandidat auf. Über 35 Prozent, wie zuletzt in den Umfragen, reiche ihm nicht, er wolle mehr, erklärte Holm. 

Ob es für ihn am Ende reichen könnte, hängt jedoch viel vom Ergebnis der Grünen ab. Schaffen sie mit Claudia Müller an der Spitze den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde, könnte das gemeinsam mit SPD und Linken für ein neues Koalitionsbündnis reichen. Zurzeit regieren SPD und Linke gemeinsam, mit deren Spitzenkandidatin Simone Oldenburg als stellvertretende Ministerpräsidentin. 

Gegen ein rot-rot-grünes Bündnis und gegen die AfD kämpft die CDU mit Daniel Peters, der zuletzt über die Landesgrenze hinaus bekannt wurde, als er als erster Unionspolitiker Jens Spahns Rücktritt forderte. Die Aufmerksamkeit im Landeswahlkampf aber liegt auf dem Duell SPD – AfD. Dass der sächsische CDU-Ministerpräsident dann noch in einem Zeitungsinterview Werbung für Schwesig machte, konnte der CDU im Norden nicht gefallen. 

Die Ausgangslage für die Wahl in Berlin

Und auch in Berlin ist der Wahlkampf der Union alles andere als ein Selbstläufer. Nach mehreren Skandalen und schlechten persönlichen Beliebtheitswerten, zog zehn Wochen vor dem Wahltermin der amtierende Bürgermeister Kai Wegner seine Kandidatur zurück. Finanzsenator Stefan Evers übernahm, seitdem stiegen die Werte der CDU. 

Seit Monaten liegen die Umfragewerte von CDU, SPD, Linke, AfD und Grüne so nah beieinander, dass niemand eine Prognose wagen will, wer am Ende die Nase vorn haben könnte.  

Klar ist aber: Die einstigen Volksparteien CDU und SPD, mit Spitzenkandidat Steffen Krach, sind in Berlin geschrumpft. Die früheren Kleinen, die Linke mit Elif Eralp an der Spitze, die Grünen mit Werner Graf und die AfD mit Kristin Brinker, holen deutlich auf. 

Der Wahlkampf ist bisher geprägt von Themen wie Miete, Verkehr, Bildung. Der Anschlag auf den CSD mit einer Toten Ende Juli könnte das nun ändern. Schafft es die CDU mit ihrem gerade frisch gekürten Spitzenkandidaten? Oder wird die Hauptstadt zukünftig von einer linken Bürgermeisterin regiert? Rot-Rot-Grün oder eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen – alles möglich.  

Das SPD-geführte Mecklenburg-Vorpommern und das CDU-regierte Berlin könnten unterschiedlicher kaum sein: Hier eines der ältesten und am dünnsten besiedelten Bundesländer Deutschlands, dort die junge, wachsende Hauptstadt. Eines aber verbindet beide: Die Wahlen am 20. September dürften weit über die Landesgrenzen hinaus Signalwirkung entfalten. Kommt es zu einem Rechtsruck im Norden? Zu einem Linksruck in Berlin? Die Bundes-SPD wird mit besonderer Aufmerksamkeit nach Schwerin blicken, die CDU nach Berlin. 

ZDF-Wahlstudio im Landtag in Schwerin

Das ZDF sendet an diesem Abend live aus dem Wahlstudio mit Blick auf einen der schönsten Landtage in Deutschland, das Schweriner Schloss. Von dort begrüßt ab 17.30 Uhr ZDF-Politikchefin Shakuntala Banerjee die Zuschauerinnen und Zuschauer. An ihrer Seite sind Parteienforscher Karl-Rudolf Korte und "heute journal"-Leiter Stefan Leifert, der gemeinsam mit der Forschungsgruppe Wahlen Zahlen und Analysen liefert. Aus dem Abgeordnetenhaus in Berlin berichtet ZDF-Landesstudioleiter Stephan Merseburger. 

Der Wahlabend online im ZDF-Streaming-Portal und auf ZDFheute.de

Begleitet wird der Wahlabend auch online, im Live-Stream auf zdf.de und in der ZDFheute-App. Dort sind auch jederzeit alle Informationen, Statements von Bundes- und Landespolitikerinnen und -politikern, neueste Prognosen und Hochrechnungen abrufbar.  

Im Liveblog auf ZDFheute können Nutzerinnen und Nutzer den gesamten Wahltag und Wahlabend mitverfolgen – mit allen aktuellen Entwicklungen, Beobachtungen und Ereignissen rund um die beiden Wahlen. Dort berichten auch die ZDF-Reporterinnen und Reporter direkt von den Wahlfeiern der Parteien und liefern fortlaufend Eindrücke, Reaktionen und Analysen. 

Auf youtube.com/@ZDFheute, facebook.com/ZDFheute und Instagram /zdfheute werden die Stimmen der Wahlgewinner und Wahlverlierer gesammelt, dazu erfahren Nutzerinnen und Nutzer in Erklärgrafiken die Analyseergebnisse der Forschungsgruppe Wahlen. 

Berliner Gesprächsrunde zum Wahlsonntag
Diana Zimmermann

Am Wahl-Sonntag, 20. September 2026, meldet sich direkt im Anschluss an die "heute"-Sendung um 19.00 Uhr ab 19.25 Uhr erneut ZDF-Politikchefin Shakuntala Banerjee aus dem ZDF-Wahlstudio in Berlin. Gegen 19.35 Uhr gibt sie ab an ZDF-Hauptstadtstudioleiterin Diana Zimmermann, die in einer Gesprächsrunde mit Vertretern der im Bundestag präsenten Parteien die Wahlausgänge in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern aus bundespolitischer Perspektive diskutiert.

ZDF-Morgenmagazin: moma vor der Wahl
Andreas Wunn

"moma vor der Wahl" aus Magdeburg zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Am Freitag, 4. September 2026, stellen sich Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in "moma vor der Wahl" den Fragen von "ZDF-Morgenmagazin"-Moderator Andreas Wunn. Das "ZDF-Morgenmagazin" sendet live aus der Festung Mark in Magdeburg. Als Gesprächspartner ist auch Andreas Postel vor Ort, Leiter des ZDF-Landesstudios Sachsen-Anhalt.

Am 6. September 2026 wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag und einen neuen Ministerpräsidenten. Wichtigste Themen im Land sind Bildung, Zuwanderung und Mobilität. Wer die Parteien und ihre Positionen genauer kennenlernen möchte, ist bei "moma vor der Wahl" genau richtig: Von 5.30 bis 9.00 Uhr interviewt Andreas Wunn in jeder halben Stunde die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten und gibt auch dem Publikum die Chance, sich einzubringen. Interviewt werden in dieser zeitlichen Reihenfolge Lydia Hüskens (FDP), Claudia Wittig (BSW), Susan Sziborra-Seidlitz (Bündnis 90/Die Grünen), Armin Willingmann (SPD), Eva von Angern (Linke), Ulrich Siegmund (AfD) und Ministerpräsident Sven Schulze (CDU).

 

"moma vor der Wahl" aus Berlin zur Wahl des Abgeordnetenhauses in Berlin

Am Dienstag, 15. September 2026, hat "moma vor der Wahl" ein Heimspiel: In der Kulisse des "moma"-Cafes im ZDF-Hauptstadtstudio werden die fünf Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten für die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin interviewt. Zwischen 5.30 und 9.00 Uhr rückt in jeder halben Stunde die fünf Tage später anstehende Wahl in den Fokus. Interviewt werden in dieser zeitlichen Reihenfolge: Werner Graf (Bündnis 90/Die Grünen), Steffen Kraft (SPD), Elif Eralp (Die Linke), Stefan Evers (CDU) und Kristin Brinker (AfD). Als Gesprächsgast begrüßt "moma"-Moderator Andreas Wunn zudem Stephan Merseburger, Leiter des ZDF-Landesstudios Berlin. 

 

"moma vor der Wahl" aus Schwerin zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

Das Bundesland steht vor einer richtungsweisenden Landtagswahl. Seit 1998 wird Mecklenburg-Vorpommern von SPD-geführten Landesregierungen regiert – nun könnte sich das politische Kräfteverhältnis deutlich verschieben: Die AfD liegt in aktuellen Umfragen vorn, während Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und ihre SPD um den Erhalt der Staatskanzlei kämpfen. Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen Themen, die viele Menschen im Land direkt betreffen: Bildung, Wirtschaft, Migration und Sicherheit sowie die Frage, wie Mecklenburg-Vorpommern für die kommenden Jahre aufgestellt sein soll.

Am Freitag, 18. September 2026, stellen sich sieben Spitzenkandidatinnen und -kandidaten in "moma vor der wahl" den Fragen des "ZDF-Morgenmagazin"-Moderators Andreas Wunn. Das "ZDF-Morgenmagazin" sendet live aus dem Pier-7 in Schwerin.

Von 5.30 bis 9.00 Uhr spricht Andreas Wunn in jeder halben Stunde mit einem/r der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten. Interviewt werden in dieser zeitlichen Reihenfolge Sabine Firnhaber (BSW,) Jakob Schirmer (FDP), Claudia Müller (Bündnis 90/Die Grünen), Enrico Schult (AfD), Simone Oldenburg (Die Linke), Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Daniel Peters (CDU). Als Gesprächspartner bei "moma vor der Wahl" ist zudem Bernd Mosebach dabei, Leiter des ZDF-Studios in Mecklenburg-Vorpommern.

"heute journal" vor Ort in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
Marietta Slomka

"heute journal" mit "Politbarometer extra" und Teil-Moderation vor Ort

Das "heute journal" bietet drei Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nicht nur ein "Politbarometer extra", sondern ist am Donnerstag, 3. September 2026, 21.45 Uhr, auch zur Erkundung der Wählerstimmung mit einer Teil-Moderation vor Ort in Sachsen-Anhalt. Dunja Hayali meldet sich von dort.

Das "heute journal" wird zu allen drei Wahlen im September vor Ort sein, um den direkten Austausch mit den Menschen zu stärken und unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen. Anlässlich der Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern produziert das ZDF auch jeweils einen "heute journal"-Podcast vor Ort.

Drei Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern bietet das "heute journal" am Donnerstag, 17. September 2026, neben dem "Politbarometer extra" zum zweiten Wahlsonntag im September, erneut eine Teil-Moderation, diesmal aus dem Nordosten Deutschlands. Christian Sievers meldet sich von der Ostseeküste. 

Sechs Tage zuvor, am Freitag, 11. September 2026, 22.00 Uhr, ist das "heute journal" mit einer Teil-Moderation vor Ort in Berlin. Von dort meldet sich Marietta Slomka. 

ZDF-Politbarometer zu den Landtagswahlen

In repräsentativen Umfragen ermittelt das "Politbarometer" – zusammen mit der Forschungsgruppe Wahlen – die Einstellung der Deutschen zu Parteien, Politikern und zur aktuellen Agenda. "Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre ..." - so beginnt die bekannteste Frage im "Politbarometer". Darüber hinaus liefert die Sendung verlässliche Meinungsbilder zu den Themen der Zeit und die Noten der Deutschen für das politische Spitzenpersonal. Die nächste Ausgabe des "Politbarometers" ist am Donnerstag, 20. August 2026, um 22.08 Uhr im ZDF zu sehen.

Politbarometer extra

Ein "Politbarometer extra" zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt veröffentlicht das ZDF am Freitag, 28. August 2026.

Ein weiteres "Politbarometer extra" zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist am Donnerstag, 3. September 2026, ab 21.45 Uhr im "heute journal" zu sehen.

Ein "Politbarometer extra" zu den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin veröffentlicht das ZDF am Freitag, 11. September 2026

Ein weiteres "Politbarometer extra" zu den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ist am Donnerstag, 17. September 2026, ab 21.45 Uhr im "heute journal" zu sehen.

"maybrit illner spezial" am Wahlsonntag, 6. September 2026
Maybrit Illner

Sonntag, 6. September 2026, 22.15 bis 23.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

maybrit illner spezial
Der Polit-Talk im ZDF

Moderation: Maybrit Illner

Produktion: ZDF
Redaktion: Indre Windgassen
Länge: ca. 60 Minuten

Sachsen-Anhalt nach der Wahl: Wie stark ist die AfD? Welche Mehrheiten sind möglich? Was bedeutet das für Land und Bund? Maybrit Illner diskutiert mit Politikern und Beobachtern.

"ZDF spezial" am Tag nach der Wahl in Sachsen-Anhalt

Montag, 7. September 2026, 19.25 bis 20.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

ZDF spezial
Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt

Moderation: Shakuntala Banerjee

Produktion: ZDF
Redaktion: Wolfgang Zimmermann
Länge: ca. 43 Minuten

Sachsen-Anhalt hat gewählt und ganz Deutschland blickt nach Magdeburg: Schafft die AfD die absolute Mehrheit und kann tatsächlich alleine regieren? Wie schneiden die anderen Parteien ab? Was heißt das Wahlergebnis für das Land und für die Politik in Berlin?

In einem "ZDF spezial" werden die Zahlen analysiert und mit Wahlgewinnern und -verlieren gesprochen. Die Sendung blickt in die Hochburgen der einzelnen Parteien und erklärt, warum wer wo Erfolg hatte.

 

"Markus Lanz" am Tag nach der Wahl in Sachsen-Anhalt

Am Montag, 7. September 2026, geht um 22.15 Uhr "Markus Lanz" im ZDF auf Sendung und blickt ebenfalls auf den Wahlausgang in Sachsen-Anhalt.

Zwei Doku-Reihen zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern

Zwei fünfteilige Doku-Reihen zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern sind im August und September 2026 im ZDF-Streaming-Portal und in Kurzbeiträgen im "ZDF-Mittagsmagazin" zu sehen. Das ZDF begleitet in den fünfteiligen Reihen Menschen in den beiden Bundesländern an verschiedenen Ort mit jeweils spezifischen Themen. Diese reichen von städtischen Brennpunktvierteln, über strukturschwache ländliche Regionen und tourismusgeprägte Landstriche bis zur Bildungs- und Ausbildungssituation.

Ab Montag, 24. August 2026, 9.00 Uhr, im ZDF-Streaming-Portal
Von Montag, 24., bis Freitag, 28. August 2026, ab 12.00 Uhr im "ZDF-Mittagsmagazin"
Mitten in Deutschland – Menschen aus Sachsen-Anhalt

Kurz vor der Landtagswahl am 6. September 2026 porträtiert die Reportage-Serie "Mitten in Deutschland" Menschen aus Sachsen-Anhalt. Nah dran und unverstellt wollen die Macher wissen, was Sachsen-Anhalter bewegt.

Der Spargelstand in Havelberg ist einige Sommerwochen lang "das Reich" von Christiane Meyer. In der kleinen Stadt am Rande der Altmark hält seit Jahren kein Zug mehr und das Krankenhaus wurde auch geschlossen. Viele der Menschen, die an Meiers Büdchen ihren Spargel kaufen, fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Im Gespräch mit den Kunden hört die Verkäuferin viel Frust und Ärger, aber auch Freude über die Schönheit der Gegend. "Auch wenn manche etwas bröselig sind: Die Sachsen-Anhalter haben ihr Herz auf dem rechten Fleck" sagt Meier.

Wie und wofür schlägt das Herz der Menschen in der geografischen Mitte Deutschlands? Reporter Lars Seefeldt war monatelang mit seiner Kamera unterwegs zwischen Chemie-Dreieck, Harz und Elbe, hat zugesehen und zugehört. Etwa Michael Halbenz, einem Mitarbeiter von Deutschlands größtem Harnstoff-Hersteller "SKW Piesteritz" bei Wittenberg. Halbenz und seine Kollegen sind stolz auf ihre Arbeit, aber der Betrieb ist gefährdet: Hohe Energiekosten und Konkurrenzdruck aus dem Ausland machen die Zukunft ihrer Arbeitsplätze unsicher. "Uns wurde von der Politik schon so oft Hilfe versprochen", sagt Halbenz. "Jetzt noch Vertrauen zu haben, fällt schwer."

Sätze wie dieser fallen oft in der Reportage-Serie "Mitten in Deutschland – Menschen in Sachsen-Anhalt". Sei es bei einer Blaskapelle nahe Leuna, einem Jäger im Südharz oder am Spargelstand in der Altmark: Viele haben das Gefühl, dass sich dringend etwas ändern muss im Land. Manche setzen deshalb auf eine künftige Machtposition der AfD, andere fürchten sich genau davor.

Die Serie ist mehr als ein Schlaglicht vor einer Landtagswahl. In bildstarken Einblicken in den Alltag, tiefen Interviews und Archiv-Rückblicken auf die vergangenen Jahrzehnte fragt sie nach Prägungen, Träumen und Ängsten der Menschen. Sie bietet Einblicke in das Leben der Menschen in diesem unterschätzten Bundesland.

 

Ab Freitag, 4. September 2026, 9.00 Uhr, im ZDF-Streaming-Portal
Von Montag, 7. bis Freitag, 11. September 2026, ab 12.00 Uhr im "ZDF-Mittagsmagazin"
Stadt, Land, Küste – Menschen in Mecklenburg-Vorpommern
Fünfteilige Dokureihe von Susanne Seidl und Anne Stadtfeld

Am 20. September 2026 wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Etwa 1,6 Millionen Menschen leben dort. Das Bundesland hat eine Fläche von gut 23.000 Quadratkilometern. Geprägt durch eine lange Küste, viele ländliche Regionen, aber auch Großstädte wie Schwerin, Rostock oder Stralsund. Die Autorinnen Susanne Seidel und Anne Stadtfeld sind in fünf verschiedenen Regionen unterwegs und wollen wissen: Was beschäftigt die Menschen dort wirklich? Welche Erfahrungen machen sie in ihrem Alltag? Die Doku-Reihe eröffnet Einblicke in die Lebenswelten der Menschen, die vor der Wahl stehen, wie es in Mecklenburg-Vorpommern weitergehen soll.

Die Insel Rügen: Tourismusmagnet und zentraler Wirtschaftsmotor in Mecklenburg-Vorpommern. Jeder Sechste lebt hier von der Schlüsselwirtschaft. Doch Deutschlands größte und meistbesuchte Insel platzt in der Hochsaison aus allen Nähten. Bezahlbaren Wohnraum zu bekommen, "Touri-Aufschlag" bei den Lebenshaltungskosten und verstopfte Straßen bringen Insulaner an ihre Belastungsgrenze. Menschen, die vom Tourismus leben, spüren Druck von Großinvestoren, während sie sich wegen des zunehmenden Andrangs gleichzeitig um die Natur sorgen.

Steffi Uhl beschreibt sich selbst als "Powermutti vom Dreesch" in Schwerin. Sie lebt seit mehr als 40 Jahren in dem Stadtgebiet der Landeshauptstadt. Der Dreesch mit seinen drei Stadtteilen gilt heute als sozialer Brennpunkt. Viele der etwa 25.000 Einwohner kämpfen mit Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Armut. Dabei war der Dreesch einst ein DDR-Vorzeige-Wohnviertel. So hat es auch Dieter Berg noch kennen gelernt. Der ehemalige Boxer und Olympiateilnehmer geht mit dem Projekt "Boxen statt Gewalt" die Probleme dort an. Was aus dem Stadtteil geworden ist, macht ihn traurig.

In Vorpommern, an der Grenze zu Polen, empfinden viele das politische Schwerin als weit weg, manche fühlen sich da vergessen. Kleingärtnerin Christiane Giese ärgert, dass sie 50 Kilometer bis zum nächsten Orthopäden fahren muss. Kinderärztin Mirjam Bennedjema ist froh, dass sie ihre polnischen Kollegen in der Klinik unterstützen. Und Mario Kalski engagiert sich im Dorfverein Schmarsow, saniert mit anderen den Park des Gutshauses und genießt den dörflichen Zusammenhalt. Die Drei geben Einblicke in ihre sehr verschiedenen Lebenswelten. Es eint sie der Glaube an die eigene Tatkraft und die Liebe zu ihrer Heimat Vorpommern.

Die Zahl der Schulverweigerer in Mecklenburg-Vorpommern steigt. Die 16-jährige Celina schwänzte monatelang die Schule und erkämpft sich nun auf anderem Wege eine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Im Handwerk sucht jeder dritte Betrieb verzweifelt nach Personal. Auch Maximilian Siegmeier, Chef einer Dachdecker und Bodenlegerfirma in Stralsund. Mit der Ausbildungspolitik der Landesregierung ist er unzufrieden, denn die Auszubildenen würden fachlich immer schlechter. Ähnlich denkt auch Franziska Gust. Als Lehrkraft an einer Produktionsschule stellt sie fest, dass immer mehr Schüler im Land auf der Strecke bleiben und Lehrer überfordert seien.

Und wer hält in ländlichen Regionen, wie rund um Neukloster, in Mecklenburg-Vorpommern den Laden am Laufen? "Es können ja nicht alle gehen", sagt Konditormeisterin Anja Hünemörder in ihrer Dorfbäckerei. Die hohen Energiekosten für ihren Betrieb belasten sie stark und sie wünscht sich mehr Unterstützung für mittelständische Unternehmen. Pflegedienstleiterin Marlis Gießler ächzt unter den extrem langen Wegen zu ihren pflegebedürftigen Patienten und den hohen Benzinverbrauch. Und Landwirt Thies Möckelmann kämpft mit sinnlosen Auflagen, wie er sagt, die ihn in seiner Arbeit mehr behindern als stützen. Das trübe die Laune vieler seiner Kollegen, sagt er. 

ZDF.reportage über die Woche vor und nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Samstag, 12. September 2026, 17.35 Uhr, ZDF und im ZDF streamen

ZDF.reportage
Eine Woche nach der Wahl in Sachsen-Anhalt (Arbeitstitel)

Redaktion: Lisa Borgemeister, Leo Spors
Länge: ca. 29 Minuten

Die ganze Republik schaut auf diese Wahl. In Sachsen-Anhalt scheint eine AfD-Regierung erstmals realistisch möglich. Die Stimmung dort ist derweil gespalten. Während die einen der "blauen Welle" viel Gutes abgewinnen können und sich auf Veränderung freuen, sind die anderen entsetzt. Sie trauen der populistischen Partei wahlweise nur das Schlimmste oder jedenfalls nichts Gutes zu.

Wie überall sind die Zeiten aufwühlend. Viele haben Angst um ihren Arbeitsplatz, ihre Zukunft, vor steigenden Preisen und schlechten Perspektiven. Migration, Energiewende, der Kampf um Diskussionskultur und sexuelle Minderheiten – alles Themen, die Kompromisse derzeit schwer machen. Über allem schwebt die Angst vor Krieg und Krise.

Die "ZDF.reportage" trifft die Menschen vor und nach der Wahl. Auf Marktplätzen, in bedrohten Industriestandorten, in der Freizeit. Welche Erwartungen haben ganz normale Bürger vorher, welche Perspektiven sehen sie nach der Auszählung?

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF-Kommunikation, Telefon: 06131 – 70-16100, und unter https://presseportal.zdf.de/presse/wahlen2026

ZDFheute-Beiträge zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

ZDF-heute-Beiträge zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

ZDF-heute-Beiträge zur Abgeordnetenhaus-Wahl in Berlin

Einfache News: Die Landtagswahlen in einfacher Sprache

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Thomas Hagedorn
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