Wissenswertes zu "Terra X - Die Geschichte der Deutschen"

So entstanden aus Forschung und Rekonstruktionen die Bilder der Vergangenheit

Alle fünf Folgen von "Terra X: Die Geschichte der Deutschen" sind ab Montag, 9. November 2026, 19.00 Uhr, im ZDF-Streaming-Portal abrufbar
Alle fünf Folgen von "Terra X: Die Geschichte der Deutschen" sind ab Montag, 9. November 2026, 19.00 Uhr, im ZDF-Streaming-Portal abrufbar

Wo kommen wir her? Wie lebten unsere Vorfahren? Und wie wurde aus der Vielfalt der Herkunft, der Sprachen und Kulturen das, was wir heute als "deutsch" empfinden, als "Deutschland" erleben? Die "Terra X"-Reihe "Die Geschichte der Deutschen" geht diesen Fragen nach und erzählt in insgesamt zehn Folgen von den Menschen, die über die Jahrtausende hier lebten, von ihren Herausforderungen und Kämpfen, ihren Leistungen und Errungenschaften.

Matthias Brandt nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit in die Welt ihrer eigenen Vorfahren. Ist buchstäblich mittendrin, wenn am Ende der letzten Eiszeit auf der Schwäbischen Alb die ersten Flötentöne erklingen, die Sachsen den heidnischen Göttern abschwören müssen, ein junger Geistlicher die erste deutsche Standardschrift übt oder die ersten Worte in einer Sprache erklingen, die wir als "deutsch" verstehen können.

Texte

Warum beschäftigt sich das ZDF mit diesen Fragen und der "Geschichte der Deutschen"

Prof. Peter Arens, Leiter der Hauptredaktion Geschichte und Wissenschaft im ZDF: "Unsere ZDF-Marke 'Terra X' schlägt mit 'Geschichte der Deutschen' einmal mehr eine erkenntnisreiche Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart. Gerade jetzt, wenn Begriffe wie 'deutsche Kultur' zunehmend polarisierend und verengend genutzt werden, ist es Zeit für einen historischen Rückblick, der mit manchem Klischee aufräumen kann und insbesondere jungen Menschen die deutsche Geschichte v nahebringen soll."

Flankiert wird der aufwändige TV-Mehrteiler durch ein umfassendes Begleitprogramm im ZDF-Streaming-Portal und auf den Social-Media-Kanälen des ZDF.

Wo kann ich "Terra X - Die Geschichte der Deutschen" anschauen?

Alle fünf Folgen von "Terra X: Die Geschichte der Deutschen" sind ab Montag, 9. November 2026, 19.00 Uhr, im ZDF-Streaming-Portal abrufbar und ab Sonntag, 15. November 2026, 19.30 Uhr, im ZDF zu sehen.

Wer spricht "Die Geschichte der Deutschen"?

Die Reihe wird von Matthias Brandt erzählt, der auch den Kommentar spricht.

Welche Rolle übernimmt Matthias Brandt in der Reihe, und wie begleitet er mich durch die historischen Epochen?

Als "Zeitreisender" entdeckt Matthias Brandt historische Orte und tritt stellvertretend für die Zuschauerinnen und Zuschauer in den Geschichten der Menschen auf. So zeigt er, worin sich deren Leben von unserem unterscheidet und wo überraschende Gemeinsamkeiten bestehen. Dadurch sollen auch Menschen für unsere Geschichte begeistert werden, die wenig Vorwissen haben.

Wo wurde Die Geschichte der Deutschen gedreht?

Gedreht wurde an historisch bedeutsamen Plätzen in Deutschland, wie dem Ringheiligtum Pömmelte oder der Heuneburg. Dazu öffneten zahlreiche Museen ihre Ausstellungsräume für die Dreharbeiten. Die szenischen Drehs wurden außerhalb Deutschlands realisiert.

Wurde auch KI eingesetzt? Spielen echte Schauspieler die Szenen von "Die Geschichte der Deutschen?"

In den Szenen agieren echte Schauspieler. Die Handlung wurde nicht von KI generiert.

Welchen Zeitraum umfasst die erste Staffel?

Die Reihe beginnt mit den ersten modernen Menschen, die vor rund 40.000 Jahren während der letzten Eiszeit nach Europa einwanderten. Die erste Staffel reicht bis ins Spätmittelalter des 15. Jahrhunderts.

Wird die Reihe "Die Geschichte der Deutschen" fortgesetzt? Wann und wo kann ich die Fortsetzung sehen?

Die zweite Staffel der Doku-Reihe mit weiteren fünf Folgen ist in Vorbereitung und für 2028 geplant. Inhaltlich knüpft sie an die erste Staffen an und soll im 20. Jahrhundert ankommen.

Wer steckt hinter der Produktion von "Die Geschichte der Deutschen"

Verantwortlich für die Reihe ist im  ZDF der Leiter der Hauptredaktion Geschichte/Wissenschaft Prof. Peter Arens. Die redaktionelle Betreuung haben Friederike Haedecke, Stefan Gierer, Friedrich Scherer, Ricarda Schlosshan und Stefan Brauburger.  Sie haben die Reihe gemeinsam mit der Produktionsfirma Gruppe5 inhaltlich und gestalterisch entwickelt.

Wie teuer sind "Terra X"-Dokumentationen? Was kostet eine Folge von "Terra X"?

Für "Terra X" werden pro Jahr rund 50 Neuproduktionen bei durchschnittlichen Kosten von zirka 345.000 Euro pro Folge hergestellt.  

Wie wurde die jahrtausendelange Geschichte auf fünf Folgen verdichtet? Wie kann eine so lange Geschichte in nur fünf Folgen erzählt werden?

Für die fünf jeweils 45-minütigen Episoden musste eine Auswahl getroffen werden. Im Zentrum stehen historische Zäsuren, die das Alltagsleben der Menschen einschneidend veränderten – etwa der Übergang zur Sesshaftigkeit, die Ausbreitung des Christentums und das Aufkommen der Städte.

Welche Perspektive bestimmt die Auswahl der Inhalte? Nach welchen Kriterien wurden die Themen ausgewählt?

Durchgängig steht die einfache Bevölkerung im Mittelpunkt der Filme. Auf einige allzu bekannte und häufig erzählte Narrative wurde bewusst verzichtet. Die Redaktion des ZDF entschied sich für Ereignisse, die man dramaturgisch und visuell ausdrucksvoll fürs Fernsehen umsetzen konnte.

Auf welcher wissenschaftlichen Grundlage beruhen die Filme? Woher weiß ich, dass die dargestellten Inhalte dem aktuellen Stand der Forschung entsprechen? Ist die Reihe "Die Geschichte der Deutschen" seriös?

Die ZDF-Redakteurinnen und Redakteure sowie das Produktionsteam der Produktionsfirma arbeiteten bei umfangreichen Recherchen eng mit renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen. Zu den Quellen zählen archäologische Befunde, Originalfunde aus Museen, historische Quellen, Fachliteratur und aktuelle Forschungspublikationen. So spiegeln die Erzählungen den aktuellen Forschungsstand wider.

Wer hat die Reihe fachlich beraten?

Die ZDF-Redaktion hat sich für "Die Geschichte der Deutschen" fachlich beraten lassen von Prof. Dr. Philipp W. Stockhammer (Prähistoriker und Archäologe), Prof. Dr. Salvatore Ortisi (Provinzialrömischer Archäologe) und Prof. Dr. Tobias Daniels (Historiker).

Expertinnen und Experten in Folge 1: "Knochen und Gene "

Prof. Dr. Harald Meller (Prähistoriker und Archäologe), Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick (Prähistorikerin), Prof. Dr. Theresa Maria Roth (Indogermanistin), Prof. Dr. Philipp W. Stockhammer (Prähistoriker und Archäologe) sowie Dr. Sibylle Wolf (Archäologin).

Expertinnen und Experten in Folge 2: "Römer und Germanen"

Prof. Dr. Hans-Jörg Karlsen (Prähistorischer Archäologe), Dr. Petra Lönne (Prähistorische Archäologin), Prof. Dr. Salvatore Ortisi (Provinzialrömischer Archäologe), Prof. Dr. Theresa Maria Roth (Indogermanistin) sowie Prof. Dr. Philipp W. Stockhammer (Prähistoriker und Archäologe).

Expertinnen und Experten in Folge 3: "Kreuz und Krone"

Prof. Dr. Tobias Daniels (Historiker), Claus Kropp (Experimentalarchäologe), Prof. Dr. Theresa Maria Roth (Indogermanistin), Prof. Dr. Eva Schlotheuber (Historikerin), Prof. Dr. Kristin Skottki (Historikerin) sowie Prof. Dr. Philipp W. Stockhammer (Prähistoriker und Archäologe).

Expertinnen und Experten in Folge 4: "Ritter und Städte"
Prof. Dr. Oliver Auge (Historiker), Dr. Martin Bauch (Klimahistoriker), Prof. Dr. Tobias Daniels (Historiker), Dr. Angela Huang (Hansehistorikerin), Prof. Dr. Hiram Kümper (Historiker), Prof. Dr. Klaus Oschema (Historiker), Prof. Dr. Eva Schlotheuber (Historikerin) sowie Prof. Dr. Kristin Skottki (Historikerin).

Expertinnen und Experten in Folge 5: "Pest und Profit"
Prof. Dr. Oliver Auge (Historiker), Dr. Martin Bauch (Klimahistoriker), Prof. Dr. Tobias Daniels (Historiker), Dr. Angela Huang (Hansehistorikerin), Prof. Dr. Klaus Oschema (Historiker), Prof. Dr. Eva Schlotheuber (Historikerin), Dr. Tobias Schoo (Stadtarchäologe in der Hansestadt Lüneburg), Prof. Dr. Kristin Skottki (Historikerin) sowie Dr. Maria Stürzebecher (Kunsthistorikerin).

Wie wurden Drehbücher und Ausstattung geprüft? Wie wurde sichergestellt, dass Drehbücher, Kostüme und Kulissen historisch glaubwürdig sind?

Fachhistorikerinnen und Fachhistoriker prüften jedes Drehbuch intensiv. Für die Spielszenen entstanden außerdem detaillierte Vorlagen für alle Bereiche der historischen Ausstattung – vom Set-Bau und den Kostümen bis zu konkreten Abläufen und Ritualen.

Kann eine historische Darstellung vollkommen objektiv sein?

Nein. Trotz umfassender Recherche bleibt jede historische Erzählung eine Interpretation des Quellenmaterials. Das zeigen auch die vielfältigen wissenschaftlichen Diskurse zu den behandelten Themen.

Welche Grenzen gab es bei der historischen Rekonstruktion? Was ließ sich für die Dreharbeiten nicht originalgetreu nachstellen?

Große Schlachten mit Tausenden Kämpfern lassen sich nicht in ihrem historischen Umfang inszenieren. Zudem existieren manche damaligen Tierarten und Züchtungen heute nicht mehr. In solchen Fällen kommen möglichst ähnlich aussehende, heutige Tiere zum Einsatz. Auch manche historische Tätigkeiten sind nur noch schwierig zu rekonstruieren. So hätten die Darsteller beispielsweise den Guss von Bronze eigentlich mit einem glühend heißen Gefäß durchführen müssen, das nur zwischen zwei Holzstöcke geklemmt gewesen wäre. Eine solche Fertigkeit war für eine Szene nicht erlernbar. So erhielten die Darsteller eine Metallzange, die dann in der späteren Bildbearbeitung durch Holzstöcke ersetzt wurde, um möglichst historisch akkurat zu sein.

Wie ging die Produktion mit wissenschaftlichen Lücken um? Wie wurden Szenen gestaltet, wenn es keine eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse gab?

Wo gesicherte Erkenntnisse fehlen, musste sich die Produktion für eine plausible visuelle Umsetzung entscheiden. Das historische Wissen wurde bestmöglich berücksichtigt, zugleich blieb bei den Spielszenen Raum für künstlerische Freiheit.

Warum lässt sich die Vergangenheit visuell nicht lückenlos rekonstruieren? Warum kann heute niemand genau wissen, wie Kleidung, Frisuren und Innenräume damals aussahen?

Organische Materialien wie Stoffe, Leder und Holz sind häufig nur unvollständig erhalten. Deshalb lassen sich Farben, Muster, Herstellungsweisen oder die Kombination einzelner Kleidungsstücke oft nicht eindeutig bestimmen. Daher wissen auch die Forschenden oft nicht, wie Frisuren, Tätowierungen, Schmuck und Innenräume der Menschen vor hunderten oder tausenden Jahren ausgesehen haben. Daher gibt es häufig mehrere wissenschaftlich vertretbare Möglichkeiten.

Sind alle persönlichen Geschichten genauso passiert, wie sie in der Serie gezeigt werden?

Um das Publikum emotional in das Geschehen hineinzuziehen, wurden manche Handlungsstränge verdichtet. Dazu gehören die gefühlsbetonte Erstbegegnung einer Bäuerin mit einem Steppenhirten und die fiktive Wiederbegegnung zweier Protagonisten auf dem Schlachtfeld der Varusschlacht.

Warum ist es so schwierig, Geschichte in einer Dokumentation anschaulich und zugleich verlässlich darzustellen?

Von der Vergangenheit sind häufig nur Fragmente erhalten. Deshalb verbindet die Dokumentation historische Orte, einzigartige archäologische Funde, wissenschaftliche Rekonstruktionen und inszenierte Sequenzen. Leitend ist dabei stets die Frage: Was hat das mit uns heute zu tun?

Was war die zentrale Idee der filmischen Umsetzung?

Der Reiz bestand darin, die historische Distanz durch eine Zeitreise zu überbrücken. Matthias Brandt erzählt die Vergangenheit so, dass sie nicht fern und abstrakt erscheint, sondern als Geschichte von Menschen, die uns gar nicht so fremd sind. Deutsche Geschichte soll nicht nur erklärt, sondern in den Lebenswelten der Menschen erfahrbar werden.

Welche Perspektive nimmt die Serie auf die deutsche Geschichte ein? Welchen Blick auf die deutsche Geschichte vermittelt die Serie über die verschiedenen Epochen hinweg?

Aufgrund der enormen zeitlichen Spannweite kann die Serie Geschichte nicht bis ins kleinste Detail nachzeichnen. Stattdessen betrachtet sie große Veränderungen und Kontinuitäten über viele Jahrtausende hinweg. Sichtbar werden der Wandel von Lebensbedingungen, gesellschaftlichen Strukturen und Vorstellungen sowie grundlegende Fragen, die Menschen über alle Epochen beschäftigt haben.

Welche Menschen stehen im Mittelpunkt?

Im Zentrum stehen Frauen und Männer, die ihren Alltag in ihrer jeweiligen Zeit auf unterschiedliche Weise lebten, fühlten und gestalteten – mit ihren Hoffnungen und Nöten. Die Geschichtsvermittlung bleibt faktenbasiert, orientiert sich aber bewusst an menschlichen Schicksalen.

Wie aufwendig waren die Dreharbeiten? Wie groß war der Aufwand hinter den historischen Spielszenen?

Regisseur Christian Twente und Co-Regisseurin Nina Koshofer tauchten gemeinsam mit Matthias Brandt, gut 40 Darstellerinnen und Darstellern sowie Hunderten Komparsen in die historischen Welten ein. Gedreht wurde an mehr als 60 Tagen – ein einzigartiges Erlebnis für das Regieteam.

Gibt es Begleitmaterial für die Schule?/ Kann ich die Filme für die Schule benutzen?

In Zusammenarbeit mit dem "Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e.V." sind Unterrichtsmaterialien und didaktische Einordnungen für alle Folgen erarbeitet worden.
Das Material zu "Die Geschichte der Deutschen" veröffentlichen wir hier voraussichtlich ab 11. November: ZDF goes Schule 

Gibt es für alle Fächer Begleitmaterial für Schulen? / Wo gibt es Begleitmaterial für die Schule? / Wo finde ich begleitende Materialien?

Auf der Startseite – ZDF goes Schule gibt es Videos und Unterrichtsmaterial für zahlreiche Fächer: Geschichte, Geografie, Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Technik, Politik, Wirtschaft, Ethik und Religion, Gesellschaft und Soziales, Sprachen, Kunst, Musik und auch Sport.

Fünf Folgen sind mir zu lang. Gibt es auch eine Kurzfassung zur "Geschichte der Deutschen"?

Auf dem YouTube-Kanal "MrWissen2go Geschichte | Terra X" findest du das Video "Eine kurze Geschichte Deutschlands", in dem die wichtigsten Wegmarken und Epochen für jüngere Zielgruppen aufbereitet werden. Veröffentlicht wird es ab Donnerstag, 12. November 2026.

Kontakt

Presse-Desk | ZDF-Kommunikation
pressedesk@zdf.de
06131 – 70-12108

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