Zum Internationalen Tag gegen Rassismus: Das Programm im ZDF und in 3sat

#saytheirnames leuchtet vom Vordach der "Initiative 19. Februar Hanau" und wurde bundesweit zu einem wichtigen Slogan im Kampf gegen Rassismus. © Honorarfrei - nur für diese Sendung inkl. SocialMedia bei Nennung ZDF und Marcin Wierzchowski
#saytheirnames leuchtet vom Vordach der "Initiative 19. Februar Hanau" und wurde bundesweit zu einem wichtigen Slogan im Kampf gegen Rassismus. © Honorarfrei - nur für diese Sendung inkl. SocialMedia bei Nennung ZDF und Marcin Wierzchowski

Am 21. März ist der Internationale Tag gegen Rassismus. Zu diesem Thema sind im Streaming-Portal und im Programm von ZDF, ZDFneo und 3sat mehrere Dokumentationen, Reportagen, Spielfilme und Serien zu finden. So sind im ZDF-Streaming-Portal ab 13. März 2026 der Spielfilm "Xoftex" und die Serie "After Benjamin" abrufbar. In 3sat ist ab 18. März 2026 die dokumentarische Langzeitbeobachtung "Das Deutsche Volk" von Marcin Wierzchowski in Erstausstrahlung zu sehen.  

Sendedatum

Ab Freitag, 13. März 2026, 10 Uhr
Ab Montag, 16. März 2026, 0.00 Uhr

Texte

Das Programm

Spielfilm 

Xoftex

Ab Freitag, 13. März 2026, 90 Tage lang im ZDF streamen 
Montag, 16. März 2026, 0.00 Uhr, ZDF 

Spielfilm, Deutschland 2024, Redaktion Das kleine Fernsehspiel 

Nasser (Abdulrahman Diab) und sein älterer Bruder Yassin (Osama Hafiry) lieben Filme. Sie drehen kurze Sketche mit ihren Freunden, während sie in einem griechischen Flüchtlingslager auf die Entscheidung über ihren Asylantrag warten. "Xoftex" ist inspiriert von den Erfahrungen während eines Theaterworkshops, den die Filmemacher mit Jugendlichen in einem griechischen Flüchtlingslager namens "Softex" abgehalten haben. 

 

Spielfilm

After Benjamin 

Ab Freitag, 20. März 2026, 10.00 Uhr, in Web und App des ZDF 
Ab Dienstag, 24. März 2026, 22.35 Uhr, alle Folgen im Binge in ZDFneo 

Im Sommer 2000 genießen die Schulfreunde Benjamin (Emil Sesay Stenseth) und Elias (Sam Ashraf) unbeschwerte Tage im multikulturellen Osloer Stadtteil Holmlia, nicht ahnend, welch schreckliches Schicksal auf die beiden wartet. Neue Nachbarn ziehen ein, die Gemeinschaft wächst – doch erste Risse werden sichtbar: unterschwelliger Rassismus, ein Hakenkreuz an der Schulmauer. Als der Winter kommt, führt ein nächtliches Treffen der Freunde zu einem Ereignis, das niemand kommen sah. "After Benjamin" basiert lose auf den tatsächlichen Ereignissen rund um den rassistisch motivierten Mord an Benjamin Hermansen 2001 in Oslo. Für die Umsetzung wurden jedoch eigene, fiktionale Figuren entwickelt. 

 

Dokumentarfilm 

Das Deutsche Volk

Ab Mittwoch, 18. März 2026, 6.00 Uhr in der 3satMediathek 
Mittwoch, 18. März 2026, um 20.15 Uhr in 3sat 

Die dokumentarische Langzeitbeobachtung von Marcin Wierzchowski begleitet Angehörige von jungen Menschen, die bei dem rechtsextremen Terroranschlag von Hanau im Februar 2020 ermordet wurden. Konzentriert und sensibel zeigt der Film den aufreibenden, langjährigen Kampf der Hinterbliebenen um Aufklärung und Aufarbeitung sowie um eine angemessene Erinnerungskultur. Dabei legt er auch strukturellen Rassismus offen, der unsere Einwanderungsgesellschaft bis heute prägt. "Die radikale Konzentration auf die Perspektive der Hinterbliebenen gibt Wierzchowskis Film seine außergewöhnliche Kraft, die niemanden gleichgültig lässt", lobt die Jury des Hessischen Filmpreises, mit dem der Film 2025 ausgezeichnet wurde. 

Der Dokumentarfilm steht ab Ausstrahlung 90 Tage lang in der 3satMediathek zur Verfügung. 

 

Spielfilm 

Le Prince 

Ab Samstag, 21. März 2026, für drei Monate im ZDF streamen 
Montag, 23. März 2026, 0.40 Uhr im ZDF 

Deutschland 2023, Redaktion Das kleine Fernsehspiel 
u. a. mit Ursula Strauss, Passi Balende, Nsumbo Tango Samuel 

Im Frankfurter Bahnhofsviertel begegnen sich zwei Menschen, deren Lebenswelten unterschiedlicher kaum sein könnten. Monika ist Mitte vierzig und gehört als Kuratorin zur Kulturszene der Stadt. Als sie in eine Razzia gerät, trifft sie Joseph, einen kongolesischen Geschäftsmann, der Investoren für eine Diamantenmine im Kongo sucht und sich mit Import-/Export-Geschäften über Wasser hält. Aus ihrer Begegnung entsteht eine intensive Liebesgeschichte. Doch während die beiden glauben, gegen alle äußeren Widerstände und Vorurteile bestehen zu können, schleicht sich nach und nach ein gegenseitiges Misstrauen in die Beziehung. Unaufhaltsam wird ihr Leben zur Bühne postkolonialer Konflikte. Ist es für Monika und Joseph überhaupt möglich, sich auf Augenhöhe zu lieben? 
Inspiriert von der Geschichte ihrer Mutter hinterfragt Lisa Bierwirth in ihrem Spielfilmdebüt, wie sich postkoloniale Strukturen und Machtverhältnisse in einer europäisch-afrikanischen Beziehung widerspiegeln können. 

 

Reportage 

Polizeiakademie 

bis 8. November 2026 im ZDF-Streaming-Portal 

Samana, Yasin und Chinedu haben einen Traum: Sie wollen zur Polizei. In der Berliner Polizeiakademie müssen sie sich zeigen – im Unterricht, beim Waffentraining und auf Streife. In das alte Klischee einer "deutschen" Polizei passen sie nicht und wollen es auch gar nicht. Kein Wunder also, dass die Ausbildung spezielle Herausforderungen für sie bereithält. Die Reportage taucht in das Leben der drei ein und begleitet sie bis zur Abschlussprüfung. 

Ihre Reise reflektiert auch Themen wie strukturellen Rassismus, Polizeigewalt, das Ziel einer sensibler ausgebildeten Polizei und den weitreichenden Wandel Deutschlands zur Migrationsgesellschaft. 
 "Polizeiakademie" ist der Abschlussfilm von Moritz Schulz an der Filmakademie Baden-Württemberg. Zusammen mit Co-Autorin Süheyla Schwenk fand Schulz die drei Polizeischüler, die sich mutig der Kamera stellten. Sein erster Dokumentarfilm, "Sommerkrieg", wurde international preisgekrönt. 

 

Reportage 

Exile Never Ends 

bis 12. November 2026 im ZDF-Streaming-Portal 

Bahars Bruder Taner sitzt in Deutschland im Gefängnis und steht kurz vor der Abschiebung in die Türkei. Bahar nutzt die Zeit, um die Kamera auf ihre Familienangehörigen zu richten. In ruhigen und einfühlsamen Bildern erkundet sie die emotionalen und geografischen Welten der Familie von Entwurzelung und Neubeginn zwischen Deutschland und der Türkei. 

In Gesprächen mit ihren Eltern Yildiz (64) und Mustafa (65) sowie ihren Brüdern Taner (40) und Onur (30) begibt sie sich auf eine schmerzhafte Reise in die Vergangenheit. Politische Verfolgung der alevitisch-kurdischen Familie in der Türkei, die Flucht nach Europa 1989, rassistische Übergriffe, Depressionen und Überforderung der Eltern – all das traf die Kinder, die damit unterschiedlich umgehen. 
Das Dokumentarfilmdebüt wurde 2024 auf dem Filmfestival Max Ophüls mit dem Preis der Filmkritik für den Besten Dokumentarfilm ausgezeichnet und erhielt beim DOK.fest München den FFF-Förderpreis Dokumentarfilm. 

 

Dokumentarfilm 

Im Osten was Neues ‒ Eine ungewöhnliche Fußballmannschaft   

Das kleine Fernsehspiel 

bis 5. Dezember 2026 im ZDF-Streaming-Portal 

In Mecklenburg-Vorpommern trainiert Thomas Eichi Eichstätt die Fußballmannschaft FC Pio. Viele seiner jungen Spieler sind Geflüchtete und kämpfen mit Jobsuche und gesellschaftlicher Akzeptanz. Für viele ist Eichi eine Vaterfigur, doch er selbst blickt auf eine düstere Zeit als Rechtsextremist zurück. ‒ ein Dokumentarfilm darüber, was es heißt, Brücken zu schlagen und im Leben neu anzukommen. 

 

Serie 

Uncivilized 

bis 26. Dezember 2026 im ZDF-Streaming-Portal  

Von 9/11 bis zum Ukrainekrieg: Fünf Lebenswelten, in denen postmigrantische Menschen in Deutschland die unmittelbaren Auswirkungen dieser Attentate und Anschläge auf ihren Alltag erleben. 

 

Dokumentarfilm 

Die Einzeltäter-Trilogie 

Redaktion: Das kleine Fernsehspiel 

bis 18. Februar 2028 im ZDF-Streaming-Portal 

Drei Dokumentarfilme widmen sich den Hinterbliebenen der Opfer der rechtsterroristischen Attentate in München 2016, Halle 2019 und Hanau 2020. Autor und Regisseur Julian Vogel zeigt die Wechselwirkungen zwischen Trauerarbeit der Betroffenen und politischer Deutung der Tat. 

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