Bis es blutet

Spielfilm aus der Redaktion Das kleine Fernsehspiel

Keyvisual "Bis es blutet" 
ZDF/Daniela Kaiser/U5 Filmproduktion
Keyvisual "Bis es blutet" ZDF/Daniela Kaiser/U5 Filmproduktion

Die junge, ehrgeizige Boulevardjournalistin Aga (Elisa Schlott) verfolgt die Spur einer verschwundenen Jugendlichen. Als sie einen ausländischen Verdächtigen ins Visier nimmt und über ihn berichtet, setzt sie eine Kette von Ereignissen in Gang, die sie nicht mehr kontrollieren kann. In den Hauptrollen spielen Elisa Schlott, Franz Pätzold und Thomas Loibl. Regie führte Daniel Sager, der gemeinsam mit Oskar Sulowski auch das Drehbuch schrieb.

Sendedatum

Ab Freitag, 4. September 2026, 10.00 Uhr
Montag, 7. September 2026, 0.00 Uhr

Fotos

Texte

Stab und Besetzung

Stab

Buch                                   Oskar Sulowski und Daniel Sager

Regie                                  Daniel Sager

Kamera                               Nicolai Mehring

Schnitt                                Kai Eiermann

Szenenbild                          Holger S. Müller

Ton                                      Joscha Eickel

Sounddesign                       Dominik Leube und Oscar Stiebitz

Musik                                  Jasmin Reuther

Produktionsleitung              Mathias Krämer

Produktion                          U5 Filmproduktion in Kooperation mit
                                            ZDF/Das Kleine Fernsehspiel und 
                                           ARTE, gefördert von Hessen Film & Medien

Produzent                           Katrin Haase & Oliver Arnold

Redaktion                           Jakob Zimmermann (ZDF/Das kleine Fernsehspiel,
                                           Martin Gerhardt (ZDF/ARTE), Daniela Muck (ARTE)

Länge                                 88 Minunten

 

Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller

Aga Novak                         Elisa Schlott

Thorsten von Hagen          Franz Pätzold

Andreas Meixner               Thomas Loibl

Welat Nail                         Francisco Akudike

und weitere

Inhalt

Als in einem kleinen Ort eine Teenagerin verschwindet, wird die clevere und schlagfertige Jungjournalistin Aga von ihrem Chef Meixner auf die Story angesetzt. Gemeinsam mit dem zynischen Fotografen Thorsten sollen sie mit ihrer Recherche das Sommerloch des Boulevardportals füllen. Aga, die aus einfachen Verhältnissen stammt und einst an der gläsernen Decke der Redaktionen von Qualitätsmedien scheiterte, will hoch hinaus. Das ist ihre Chance, sich zu beweisen. Doch vor Ort will die Familie partout nicht mit ihr sprechen, und die Konkurrenz hat einen großen Vorsprung. Aga setzt alle Tricks ein, die sie im Boulevard gelernt hat, um an O-Töne und Informationen zu kommen. Es dauert nicht lange, und sie und Thorsten finden den Schlüssel für eine große Story: Der blutige Slip des Mädchens im Müll eines ugandischen Flüchtlings. Das ist Agas Durchbruch. Doch die Veröffentlichung dieser Geschichte löst Ereignisse aus, die Agas Weg für immer verändern werden.

Regiestatement Daniel Sager

Nach zwei Dokumentarfilmen im journalistischen Setting wollte ich in "Bis es blutet" die Mechanismen medialer Macht mit den Mitteln der Fiktion untersuchen. Boulevardmedien sind ein legitimer Teil einer vielfältigen Medienlandschaft. Problematisch wird es dort, wo journalistische Standards aufgegeben werden: wenn Persönlichkeitsrechte verletzt, der Pressekodex missachtet oder Berichterstattung von persönlichen Interessen, Vorurteilen und Kampagnen geprägt wird. Dann betrifft der Schaden nicht mehr nur die unmittelbar Betroffenen. Medien haben die Macht, öffentliche Wahrnehmung zu formen, Debatten zu verschieben und gesellschaftliche Gräben zu vertiefen. Wie weit diese Dynamiken reichen können, lässt sich in den USA bereits beobachten. Aber auch in Deutschland entstehen neue, oft rechtskonservative Medienangebote, die gezielt daran arbeiten, Positionen vom politischen Rand in die gesellschaftliche Mitte zu tragen.

Mit "Bis es blutet" wollte ich diese Mechanismen besser verstehen und nachvollziehbar machen. Der Film untersucht, wie mediale Kampagnen entstehen können, welche Interessen dahinterstehen und welche Folgen sie für Einzelne wie auch für unsere Gesellschaft haben können.

Festivals und Preise (Auswahl)

- Filmfest München 2025, Sektion Neues Deutsches Fernsehen
- Festival des Deutschen Films Ludwigshafen, 2025
- Hessischer Film - und Kinopreis/Schauspielpreis des Hessischen Rundfunks, 2025
- FILMZ, Mainz 2025
- TeleVisionale Weimar 2025, Nominierung MDM Debütpreis und Fernsehfilmpreis
- Grimme Preis 2026, Kategorie Fiktion
- Fernsehkrimi Festival Wiesbaden, 2026     

Biografie Daniel Sager

Daniel Sager wurde in Berlin geboren, wuchs in Moskau auf und studierte Filmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg sowie der UCINE in Buenos Aires. Sein Spielfilmdebüt "Bis es blutet"(ZDF/Das kleine Fernsehspiel, ARTE) über eine Reporterin in einem rechtskonservativen News-Startup feiert 2025 Premiere beim Filmfest München und war für den Grimme-Preis nominiert. Sein Dokumentarfilm "Inventing Truth" (SKY) über die Relotius Affäre erhielt 2023 den Deutschen Fernsehpreis und den Deutschen Kamerapreis. "Hinter den Schlagzeilen" (ZDF/Das kleine Fernsehspiel) über Investigativ-Reporter der Süddeutschen Zeitung stand 2021 auf der Shortlist für den Deutschen Filmpreis, "The Long Distance" (ZDF/Das kleine Fernsehspiel) über junge Kenianer, die in Europa durch professionelle Marathonläufe einen Weg aus der Armut suchen, wurde 2015 mit dem First Steps Award ausgezeichnet. Seine Dokumentationen dreht Daniel Sager in Kriegs- und Krisenregionen wie Ukraine, Syrien, Irak, Iran oder Sudan.

Fotolink

Pressefotos zur Sendung erhalten Sie unter https://presseportal.zdf.de/presse/bisesblutet (nach Log-in), telefonisch unter 06131 – 70-16100 oder per E-Mail unter pressefoto@zdf.de

Kontakt

Maike Magdanz
Programmkommunikation Fiction, Entertainment und Young Audience
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