In die Sonne schauen
Spielfilm aus der Redaktion Das kleine Fernsehspiel
"In die Sonne schauen" (internationaler Titel "Sound of Falling") erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen, deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kindheit oder Jugend auf demselben Vierseitenhof in der Altmark, doch während sie ihre eigene Gegenwart durchstreifen, offenbaren sich ihnen Spuren der Vergangenheit – unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata, verschüttete Geheimnisse.
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"In die Sonne schauen" ist ein Film, dessen Erfolg wie ein zufälliges Wunder erscheinen könnte. Denn Mascha Schilinski und ihr Team haben die Freiheit, die wir im Kleinen Fernsehspiel des ZDF den Kreativen bieten, dazu genutzt, einen Film ohne jede vermeintliche Erfolgsformel und ohne dramaturgisches oder ästhetisches Strickmuster zu schaffen. Stattdessen sind sie mit Entschiedenheit und vollem Risiko allein ihrer künstlerischen Intuition gefolgt.
So ist ein Film entstanden, der vielschichtig in unterschiedliche Zeiten und Bewusstseinszustände eintaucht, der überrascht und berührt und dessen Bilder und akustische Welten lange nachwirken.
Wie sehr das Fach- und Festivalpublikum "In die Sonne schauen" schätzt, beweisen zahlreiche Preise, unter anderem ein Hauptpreis in Cannes und zehn Deutsche Filmpreise. Aber auch in den deutschen Kinos wollten mehr als 350.000 Menschen den Film sehen. Ist der Erfolg des Films doch kein Wunder, sondern Ausdruck der Sehnsucht nach einer Erfahrung, die nicht kalkuliert ist? Angesichts der Allmacht von Algorithmen in unserem Leben ist der Erfolg des Unberechenbaren vielleicht kein Zufall – sondern eine Hoffnung für die Filmkunst.
Burkhard Althoff und Melvina Kotios, Redaktion ZDF/Das kleine Fernsehspiel
Stab
Buch Mascha Schilinski, Louise Peter
Regie Mascha Schilinski
Kamera Fabian Gamper
Schnitt Evelyn Rack
Szenenbild Cosima Vellenzer
Ton Claudio Demel
Musik Michael Fiedler, Eike Hosenfeld
Produktionsleitung Maximilian Seidel
Produzentin/Produzent Maren Schmitt, Lucas Schmidt, Lasse Scharpen
Produktion Studio Zentral in Koproduktion mit ZDF/Das Kleine Fernsehspiel gefördert von BKM (Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien), DFFF (Deutscher Filmförderfond) und MDM (Mitteldeutsche Medienförderung)
Redaktion Burkhard Althoff, Melvina Kotios (ZDF/Das kleine Fernsehspiel)
Länge 149 Minuten
Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller
Alma Hanna Heckt
Angelika Lena Urzendowsky
Christa Luise Heyer
Nelly Zoë Baier
Erika Lea Drinda
Lenka Laeni Geiseler
Emma Susanne Wuest
Trudi Luzia Oppermann
Irm Claudia Geisler-Bading
Rainer Florian Geißelmann
Uwe Konstantin Lindhorst
Fritz (17) Filip Schnack
Lia Greta Krämer
Gerti. Helena Lüer
Hedda Anastasia Cherepakha
Emma Susanne Wuest
Max Gode Benedix
Berta Bärbel Schwarz
Frieda. Liane Düsterhöft
Fritz Martin Rother
Albat Andreas Anke
Kaya Ninel Geiger
Hannes Lucas Prisor
und andere
Inhalt
Ein abgeschiedener Vierseitenhof in der Altmark. Die Wände atmen seit über einem Jahrhundert das Leben der Menschen, die hier wohnen, ihren Geschmack, ihr Sein in der Zeit. Alma (1910er), Erika (1940er), Angelika (1980er) und Nelly (2020er) verbringen zu verschiedenen Zeiten ihre frühen Lebensjahre auf diesem Hof und doch scheinen ihre Wege auf wundersame Weise miteinander verbunden zu sein.
Vier Generationen von Frauen, deren Leben sich über ein Jahrhundert erstrecken: Alma entdeckt, dass sie nach ihrer verstorbenen Schwester benannt wurde, und glaubt, dem gleichen Schicksal folgen zu müssen. Erika verliert sich in einer gefährlichen Faszination für ihren versehrten Onkel. Angelika balanciert zwischen Todessehnsucht und Lebensgier, gefangen in einem brüchigen Familiensystem. Nelly schließlich, die in scheinbarer Geborgenheit aufwächst, wird von intensiven Träumen und der unbewussten Last der Vergangenheit heimgesucht. Als sich ein tragisches Ereignis auf dem Hof wiederholt, geraten die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart ins Wanken.
Die deutsche Filmemacherin Mascha Schilinski wurde 1984 in Berlin geboren. Sie arbeitete zunächst in einer Kinder- und Jugendcasting-Agentur für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg, bevor sie mehrere Jahre auf Reisen ging und Kurzgeschichten schrieb. Sie absolvierte die Masterclass für Drehbuchschreiben an der Filmschule Hamburg und arbeitete als Autorin. Anschließend begann Mascha Schilinksi ihr Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg. Ihr preisgekrönter Kurzfilm "Die Katze" entstand bereits im zweiten Studienjahr. Im dritten Studienjahr drehte sie mit "Die Tochter" (in Zusammenarbeit mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel) ihren ersten Spielfilm. Der Film mit Helena Zengel in der Hauptrolle feierte 2017 seine Weltpremiere auf der Berlinale in der Sektion Perspektive Deutsches Kino und wurde für den GWFF Award – Best First Feature nominiert. "Die Tochter“ lief auf zahlreichen Filmfestivals, wurde mehrfach international ausgezeichnet und kam 2018 in die Kinos.
Preise und Nominierungen (Auswahl)
- Festival de Cannes 2025 (Weltpremiere): Preis der Jury
- Deutscher Filmpreis 2026: Bester Spielfilm, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste weibliche Nebenrolle, Beste Kamera/Bildgestaltung, Bester Schnitt, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümbild, Bestes Maskenbild, Beste Tongestaltung
- Europäischer Filmpreis 2026: Bestes Kostümbild
- Chicago International Film Festival 2025: Best Sound
- SI STAR 2026: SI STAR Filmpreis
- Filmfest München 2025: Nominierung ‒ Wettbewerb CineMasters
- British Independent Film Award 2025: Nominierung Best International Independent Film
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