Sarah Tacke
Wenn Politik im Alltag ankommt, fragt Sarah Tacke nach: Was läuft schief, was hilft? Kritisch und lösungsorientiert spricht sie mit Betroffenen, Fachleuten, Verantwortlichen. Und zudem mit Zuschauern per QR-Code. Vom 30. Juli bis zum 27. August 2026 ist donnerstags um 22.15 Uhr fünfmal das Talkformat "Sarah Tacke" im ZDF zu sehen ist – in der Sommerpause von "maybrit illner".
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Wenn Politik im Alltag ankommt, fragt Sarah Tacke nach: Was läuft schief, was hilft? Kritisch und lösungsorientiert – mit Betroffenen, Fachleuten, Verantwortlichen und Zuschauern: per QR-Code.
Das Talkformat mit Sarah Tacke ist vom 30. Juli bis zum 27. August 2026, fünfmal donnerstags um 22.15 Uhr im ZDF zu sehen – in der Sommerpause von "maybrit illner".
Sarah Tacke, promovierte Juristin und hartnäckige Journalistin, widmet sich den konkreten Auswirkungen der großen gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit auf den Alltag der Menschen. Gemeinsam mit Betroffenen, Expertinnen und Experten sowie Verantwortlichen analysiert sie Ursachen, überprüft Argumente und sucht nach tragfähigen Lösungen.
Die Themen orientieren sich an den drängenden Debatten im Land – von Sozialreformen über die wirtschaftliche Lage vieler Menschen bis zu den Wahlen in Ostdeutschland und dem Umgang mit politischen Rändern an der Basis. Dabei begegnen sich unterschiedliche Perspektiven auf Augenhöhe. Sarah Tacke ordnet ein, hinterfragt Positionen und macht sichtbar, welche Folgen politische Entscheidungen für die Lebenswirklichkeit der Menschen haben.
Begleitet wird das Format durch eine intensive Social-Media-Kommunikation vor und nach der Sendung über die Kanäle von ZDFheute sowie durch direkte Kommunikation mit den Zuschauenden über eine QR-Code-Umfrage.
Donnerstag, 30. Juli 2026, 22.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen
Donnerstag, 6. August 2026, 22.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen
Donnerstag, 13. August 2026, 23.30 Uhr, ZDF und im ZDF streamen
Donnerstag, 20. August 2026, 22.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen
Donnerstag, 27. August 2026, 22.15 Uhr, ZDF und im ZDF streamen
Sarah Tacke
Moderation: Sarah Tacke
Produktion: I&U Studios in Zusammenarbeit mit dem ZDF
Redaktion: Indre Windgassen
Länge: jeweils ca. 60 Minuten
Als Rechtsexpertin sind Sie im "heute journal" und anderen Informationssendungen des ZDF gefragt, als Journalistin haben Sie sich zuletzt für die "Am Puls"-Dokus gesellschaftlich relevanten Themen dokumentarisch gewidmet. Welche Herausforderungen hält nun das sommerliche Talkformat für Sie bereit?
Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Zusätzlich zu meinen rechtlichen Analysen im "heute journal" und anderen Informationssendungen des ZDF beschäftigt mich seit Jahren die Frage, wie politische Entscheidungen das Leben der Menschen konkret beeinflussen. In meinen Dokumentationen und Reportagen habe ich mich oft wochen- oder monatelang mit einer Frage beschäftigt, recherchiert, Betroffene begleitet und versucht, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen. Im Talk kommt eine neue Dimension hinzu: Erkenntnisse entstehen live im Gespräch und durch das Gespräch. Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven treffen aufeinander, widersprechen einander, ergänzen sich – und idealerweise entsteht daraus ein besseres Verständnis eines Problems. Genau das reizt mich.
Wie würden Sie den Informationsmehrwert beschreiben, den politische und gesellschaftskritische Diskussionssendungen versprechen?
Wir leben in einer Zeit, in der Informationen jederzeit verfügbar sind. Was oft fehlt, ist Orientierung, Einordnung. Ein guter Talk sollte deshalb nicht nur unterschiedliche Positionen abbilden, sondern helfen, Zusammenhänge zu verstehen. Wie groß ist ein Problem wirklich? Wo liegen die Ursachen? Welche Lösungen sind realistisch? Wenn Zuschauerinnen und Zuschauer nach einer Stunde mehr wissen, ein Thema besser einordnen und sich vielleicht auch selbst besser eine Meinung bilden können als vorher, dann hat unsere Talk-Sendung ihren Auftrag erfüllt.
Sie haben vier Gesprächsgäste in der Sendung, wobei der letzte Gast erst in den letzten Minuten auftritt. Was wird damit bezweckt, und wie findet die Auswahl dieses Gastes statt?
Der vierte Gast soll einen neuen Blick auf die Diskussion eröffnen – und idealerweise auch einen konkreten Lösungsansatz mitbringen. Gewisse Perspektiven sind gewohnter, etablierter in der öffentlichen Debatte als andere. Uns interessiert aber, welcher Gedanke, welche Erfahrung oder welcher Ansatz die Debatte noch einmal in eine andere Richtung lenken kann. Dieser Gast bringt einen überraschenden Impuls mit – sei es durch persönliche Erfahrungen, besondere Expertise oder indem er oder sie von einem Positiv-Beispiel dafür berichten kann, wie ein Problem erfolgreich gelöst wurde. Die Auswahl der Gäste orientiert sich deshalb immer an der Frage: Was fehlt der Diskussion noch, um das Thema wirklich umfassend zu beleuchten und den Blick nach vorne zu richten?
Ihr Talk möchte auch die direkte Kommunikation mit den Zuschauerinnen und Zuschauern ermöglichen, etwa durch eine QR-Code-Umfrage oder auch durch die Einbindung der Social-Media-Kanäle von ZDFheute: Ist es heute für Gesprächssendungen zwingend notwendig, das Mitreden möglich zu machen? Oder warum sehen Sie in Ihrem Format die Einbindung von Rückmeldungen aus dem Publikum als sehr zeitgemäß an?
Die Menschen diskutieren gesellschaftliche Themen längst nicht mehr nur vor dem Fernseher, sondern parallel auf ihren Smartphones, in sozialen Netzwerken und Messenger-Gruppen. Diese Stimmen gehören für mich zur gesellschaftlichen Wirklichkeit dazu. Deshalb wollen wir die Zuschauerinnen und Zuschauer aktiv einbinden. Über einen QR-Code können sie ihre Haltung zu einer zentralen Frage des Abends mitteilen. Dieses Stimmungsbild fließt in die Diskussion ein und wird mit den Gästen besprochen – sie reagieren darauf. Spannend ist dabei auch, dass wir gegen Ende der Sendung erneut abfragen wollen, wie die Zuschauer auf das Thema blicken. So können wir sichtbar machen, ob neue Argumente, Fakten oder Perspektiven, die in der Sendung vorgekommen sind, die Sicht der Menschen auf ein Problem verändert haben. Das passt sehr gut zur Idee der Sendung: nicht nur Meinungen abzubilden, sondern Erkenntnisprozesse sichtbar zu machen.
Und was muss wie gelaufen sein, damit Sie Ende August sagen können: In unseren fünf Sendungen haben wir relevante Themen mit davon betroffenen Menschen so besprochen, dass die Vielfalt der Perspektiven deutlich wurde?
Ich wäre zufrieden, wenn die Zuschauerinnen und Zuschauer nach jeder Sendung das Gefühl haben: Ich habe etwas verstanden, was ich vorher nicht verstanden habe. Wenn wir es schaffen, gesellschaftliche Konflikte nicht nur zu beschreiben, sondern ihre Ursachen zu analysieren, unterschiedliche Perspektiven fair abzubilden und dabei konkrete Lösungsansätze zu diskutieren, dann haben wir viel erreicht. Mein Wunsch ist, dass Menschen klüger aus der Sendung herausgehen, als sie hineingegangen sind – unabhängig davon, welche Meinung sie vorher hatten. Das gilt übrigens auch für mich selbst: Ich freue mich darauf, im Gespräch mit meinen Gästen Neues zu lernen, Einblicke und Erkenntnisse zu gewinnen. Und vielleicht zeigt sich der Erkenntnisgewinn sogar in unserem Stimmungsbild: daran, dass neue Informationen und gute Argumente etwas in Bewegung setzen können.
Interview: Thomas Hagedorn
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