Terra X: Faszination Erde

Hannah Emde unterwegs in Finnland, Chile und Indonesien

Waldschule für Waisen: In der Auffangstation lernen junge Orang-Utans täglich, welche Pflanzen essbar sind, wie man Nester baut und an Termiten kommt – Fähigkeiten, die über ihr Überleben entscheiden.
ZDF/Thorsten Eifler
Waldschule für Waisen: In der Auffangstation lernen junge Orang-Utans täglich, welche Pflanzen essbar sind, wie man Nester baut und an Termiten kommt – Fähigkeiten, die über ihr Überleben entscheiden. ZDF/Thorsten Eifler

"Terra X"-Moderatorin Hannah Emde ist in der neuen Staffel von "Faszination Erde" auf Borneo bei der spektakulären und sehr seltenen Auswilderung von Orang-Utans dabei. Dabei wird klar, dass Artenschutz immer auch Naturschutz ist. In einer weiteren Folge erlebt sie in Finnland sowohl Mitternachtssonne als auch Polarnacht – und erliegt dem Charme von Rentieren. Die Atacama-Wüste mit dem weltgrößten Teleskop, die Anden mit Kondor und Puma sowie der Humboldt-Strom mit dem seltenen chilenischen Burmeister-Schweinswal sind die Ziele ihrer Expedition nach Chile.

Sendedatum

dgs ad ut alle Sendungen ab Mittwoch, 4. März 2026, fünf Jahre lang
ad ut sonntags, ab 8. März 2026, 19.30 Uhr

Fotos

Texte

Stablisten

Finnland – Suche nach dem Glück
Buch und Regie: Meike Seibert, Eva-Maria Rauert
Host: Hannah Emde
Kamera: Oliver Roetz
Ton: Thorsten Czart
Schnitt: Jennifer Schüren
Musik: Selam Katana
Local Producer: Janne Niskala, Clément Couturier
Produktion ZDF: Moritz Bömicke, Vivien Thielke
Redaktion und Leitung: Dr. Tobias Schultes

Chile – Geheimnis des Lebens
Buch und Regie: Elisabeth zu Eulenburg, Frank Siegwart, Susanne Endres
Host: Hannah Emde
Kamera: Oliver Roetz
Ton: Thorsten Czart
Schnitt: Susanne Strobel, Maria Schmidberger
Musik: Andreas Linse
Producer: Pilar Pezoa
Produktion ZDF: Moritz Bömicke
Redaktion und Leitung: Dr. Tobias Schultes

Borneo – Zurück in die Wildnis
Buch und Regie: Dr. Iris Zink
Host: Hannah Emde
Kamera: Thorsten Eifler, Noah Amshoff
Ton: Noah Amshoff
Schnitt: Hubert Müller, Maria Schmidberger
Musik: Andreas Linse
Producer: Björn Vaughn
Produktion ZDF: Vivien Thielke
Redaktion und Leitung: Dr. Tobias Schultes

Finnland –  Suche nach dem Glück

Ab Mittwoch, 4. März 2026, im ZDF streamen, fünf Jahre lang
ZDF: Sonntag, 8. März 2026, 19.30 Uhr

Finnland hat zwei Gesichter: Wochenlange Dunkelheit im Winter und taghelle Nächte im Sommer. In dieser Region, zwischen den Extremen von Polarnacht und Mitternachtssonne, sollen die glücklichsten Menschen leben. Hannah Emde begibt sich in einer neuen Folge von "Terra X: Faszination Erde" in ein Land, dessen spektakuläre Landschaften und tierische Überlebenskünstler atemberaubend sind

Temperaturen, die bis unter minus 40 Grad Celsius fallen können, endlose Sommertage in der Mitternachtssonne, an denen das Leben kaum zur Ruhe kommt: In diesem Spannungsfeld aus Überfluss und Entbehrung sucht Wildtierärztin Hannah Emde nach dem, was Finnland – nach eigener Einschätzung – zur glücklichsten Nation macht.

Zwischen Nordlichtern, Rentieren, der Stille verschneiter Wälder und dem Glitzern tausender Seen erlebt sie eine Wildnis, die gegensätzlicher kaum sein könnte. Weiße Polarfüchse, Braunbären, duftende Wälder und seltene Flussbewohner prägen ein Land, das gelernt hat, mit extremen Herausforderungen zu leben.

Finnlands Bewohnerinnen und Bewohner leben nach dem Motto: Wer die Natur respektiert, bekommt viel zurück. Fischreiche Seen, saubere Luft, weite Wälder als Rückzugsgebiete bilden den Rahmen für ein besonderes Lebensgefühl, das sich nur schwer fassen lässt.

Hannah Emde folgt auf ihrer Reise Spuren im Schnee, Geschichten vom Feuerfuchs und Konflikten zwischen Mensch und Tier. Ihre Reise stellt sie vor eine entscheidende Frage: Liegt das Glück vielleicht gerade dort, wo es herausgefordert wird?

Chile – Geheimnis des Lebens
Hannah Emde auf der Suche nach Kondoren in den Anden. Das längste Gebirge der Welt, mit seinen hohen Steilwänden ist der perfekte Lebensraum für den Meister der Thermik. ZDF/Oliver Roetz

Ab Mittwoch, 4. März 2026, im ZDF streamen, fünf Jahre lang
ZDF: Sonntag, 15. März 2026, 19.30 Uhr

Glühende Wüste, eisige Höhen, wilde Strömungen: In jeder Region Chiles verbergen sich einzigartige Überlebenskünstler. In dem südamerikanischen Land zeigt sich, wie das Leben das ganze Universum erobert haben könnte. In dieser "Terra X: Faszination Erde" begibt sich Hannah Emde auf eine spannende Spurensuche in fremde Welten.

Hannah Emde startet ihre Expedition in der Atacamawüste. In manchen Regionen dieser marsähnlichen Welt hat es seit 23 Millionen Jahren nicht geregnet. Und doch existiert hier Leben: Kakteen haben eine Strategie entwickelt, die Feuchtigkeit des Camanchaca-Nebels an ihren Dornen einzufangen und damit ein verborgenes Netz zu nähren. Insekten, kleine Vögel und Lamas folgen diesen Lebensspuren. Am anderen Ende der Wüste haben Flamingos einen Mechanismus entwickelt, mit dem sie das für die meisten Lebewesen tödliche Wasser der Salzseen verarbeiten können: Durch besondere Drüsen am Schnabel können sie das überschüssige Salz wieder ausscheiden. Diese Anpassung sichert ihnen das Überleben am Rande der Wüste.

Im Osten wird Chile durch die Anden begrenzt: Rund 200 aktive Vulkane und extreme Höhen machen diese gewaltige Bergkette zu einem gefährlichen Lebensraum aus Steilwänden, Feuer und Eis. Der Kondor ist perfekt angepasst. Seit Jahrtausenden lebt er in Koexistenz mit dem Puma und verwertet als Aasfresser dessen Beutereste. Dadurch verhindert er die Ausbreitung von Krankheiten. Heute bedroht die Viehzucht beide Arten. Hannah Emde begleitet Schutzprojekte vor den Toren des Nationalparks Torres del Paine, die neue Wege gehen und ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Tier ermöglichen wollen.

Entlang der Küste Chiles verläuft der Humboldtstrom, einer der artenreichsten Ströme der Erde. Sein kaltes Wasser aus der Antarktis sorgt für einzigartigen Nahrungsreichtum. Gemeinsam mit einer Pinguin-Expertin reist Hannah Emde zur Insel St. Magdalena, um die Ursachen für den Rückgang der Magellan-Pinguine zu erforschen. Der Humboldtstrom zieht auch die großen Meeressäuger wie Blauwale an. Sie sind Teil des globalen Netzwerks der Ozeane. Die intelligenten Tiere kommunizieren in einer Sprache, die der Mensch gerade erst zu verstehen beginnt. Hannah Emde begleitet ein Schutzprojekt für eine seltene chilenische Walart: den Burmeister-Schweinswal. Er kommuniziert in einer sehr hohen Frequenz, die seine Fressfeinde, wie Orkas, nicht wahrnehmen können. Er ist klein, scheu und nahezu unerforscht. Um ihn vor Fischernetzen zu bewahren, testen Forscher akustische Warnsignale.

Am Ende der Reise steht ein ganz besonderes Wissenschaftsprojekt: das Extremely Large Telescope (ELT). Mit Hilfe dieses riesigen Teleskops inmitten der Wüste wollen Forschende aus aller Welt die großen Rätsel des Universums lösen; auch die Frage: Gibt es Leben da draußen? Hannah Emde ist überzeugt: "Wenn man sich klarmacht, unter welch widrigen Bedingungen sich Leben hier auf der Erde entwickeln konnte, bin ich sicher, dass es da draußen noch viel mehr gibt."

Borneo – Zurück in die Wildnis
Letzter Check vor der Freiheit: Tierärzte und Tierärztinnen untersuchen die Orang-Utans gemeinsam mit Hannah Emde. Die Untersuchungen sind nur unter Narkose möglich, denn ausgewachsene Tiere sind stark und potenziell gefährlich. ZDF/Noah Amshoff

Ab Mittwoch, 4. März 2026, im ZDF streamen, fünf Jahre lang
ZDF: Sonntag, 24. März 2026, 19.30 Uhr

Hannah Emde begleitet auf Borneo eine der schwierigsten Auswilderungen weltweit: Nach mehr als zehn Jahren Vorbereitung sollen drei Orang-Utans in den Tiefen des ältesten Regenwalds der Erde freigelassen werden. Diese Folge von "Terra X: Faszination Erde" zeigt unter anderem, wie viel Forschung, Risiko und Hoffnung nötig sind, um Orang-Utans zurück in die Wildnis zu bringen. Eine Abenteuergeschichte und ein emotionaler Film, der zeigt, was nötig ist, um Arten zu retten – und warum dieser Aufwand sich lohnt.

Der Regenwald im indonesischen Borneo ist ein Ort, an dem Echsen fliegen, Schlangen von Baum zu Baum segeln, und Nasenaffen gelassen durch die Kronen turnen. Dieses hochkomplexe Ökosystem ist zugleich einer der letzten Rückzugsorte für Orang-Utans. Diese Folge von "Terra X: Faszination Erde" erzählt die Geschichte dieses einzigartigen Lebensraums und folgt drei Orang-Utans auf ihrem Weg zurück in die Freiheit: Kapuan, Putri und Ficz wurden als Babys ihren Müttern entrissen – und konnten von der Borneo Orangutan Survival Foundation (BOSF)  gerettet werden. Jetzt sollen sie nach Jahren in der BOSF Auffangstation in die Freiheit entlassen werden. Bevor es auf die gefährliche Reise geht, besucht Hannah Emde dort die Kinderkrippe, den Kindergarten und die "Orang-Utan-Schule" und erlebt, wie menschliche Pflegerinnen die Mutterrolle für die Tiere übernehmen – wissend, dass jede Bindung später wieder gelöst werden muss, denn in der Wildnis müssen die Affen alleine zurechtkommen.

Auswilderungen sind extrem selten, denn der Aufwand ist immens. Gesundheitschecks für Menschen und Tiere, wissenschaftliche Begleitung und nicht nur logistische Extrembedingungen wie schlammige Pisten, wackelige Boote und kaum Schlaf sind herausfordernd. Auch das Wissen, dass jeder noch so kleine Fehler für die Tiere über Leben oder Tod entscheiden kann, ist nervenaufreibend.

Der emotionale Höhepunkt des Films ist schließlich die Auswilderung. Der männliche Orang-Utan Ficz wirkt bedrohlich und entpuppt sich als schwieriger Kandidat, während die Weibchen Kapuan und Putri gut kooperieren. Die Zukunft der Tiere ist ungewiss – aber es gibt Anlass zur Hoffnung. Denn Artenschutz ist Naturschutz.

Hannah Emde trifft in der Tuanan-Station Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die den Regenwald erforschen – von Schlafnestern über Futterpflanzen bis zur Rolle der Orang-Utans als "Gärtner des Waldes". Die indonesische Forscherin Sri Sumi Atomko hat ihr wissenschaftliches Leben den Orang-Utans gewidmet hat. Mit ihr klettert Hannah Emde zu den Nahrungsbäumen hoch und lernt, warum ohne intakten Wald keine Auswilderung funktionieren kann.

Die Bedrohungen für die Tiere in Indonesien sind vielfältig: Neben Abholzung und Plantagen ist illegaler Wildtierhandel ein großes Problem. Hannah Emde folgt Schmuggelrouten, begleitet Hundestaffeln bei nächtlichen Kontrollen und wird Zeugin, wie brutal der Markt für "süße" Tierbabys ist. Hoffnung hingegen machen Schutzprojekte, Wiederaufforstung und neue Konzepte für die Koexistenz von Mensch und Wildnis.

Hannah Emde: "Diese kleinen Orang-Utan-Babys im Kindergarten beobachten zu können – da schmilzt einem das Herz" (Audio-Interview)
Hannah Emde ZDF/Tobias Schult

ZDF-Streaming: ab Mittwoch, 4. März 2026
Ausstrahlungstermine: ab Sonntag, 8. März 2026, 19.30 Uhr, ZDF
Verfügbare Audio-O-Töne: Hannah Emde (Transkription)
Weitere Infos in der Pressemappe

Drehbericht: Drama im Dschungel – Der lange Weg in die Freiheit

Von Filmemacherin und "Terra X"-Redakteurin Dr. Iris Zink

Ich habe schon viele Drehs für "Terra X: Faszination Erde" gemacht, bei denen ich dachte: Okay, das war jetzt wirklich körperlich und mental an der Grenze. Drehs im Kongo, der Antarktis, Papua-Neuguinea. Aber das hier setzt noch einmal einen neuen Maßstab. Nicht wegen der Hitze. Nicht wegen des Dschungels. Sondern wegen dessen, was wir erleben durften.

Kamerateams bekommen nur alle paar Jahre überhaupt die Erlaubnis, eine Orang-Utan-Auswilderung zu begleiten. Und dann auch nur, wenn alles passt: Gesundheitsstatus des Teams und der Tiere, Wetter, Logistik. Wir wussten also von Anfang an: Wenn wir hier patzen, gibt es keinen zweiten Versuch. Kein "Wir drehen das morgen nochmal". Kein Sicherheitsnetz.

Alles beginnt lange vor der eigentlichen Auswilderung – in der Orang-Utan-Schule der Borneo Orangutan Suvival Foundation, kurz BOSF. Das ist das Süßeste und Traurigste zugleich, was ich je gesehen habe. Süß, weil Orang-Utan-Babys mit einer Schubkarre in den Waldkindergarten gefahren werden und dort lernen müssen, was sie eigentlich instinktiv können sollten: Klettern. Nester bauen. Nahrung suchen. Und traurig, weil alle Orang-Utans hier Waisen sind. Ihre Mütter wurden getötet, ihr Lebensraum zerstört. Doch hier bekommen sie ihre zweite Chance.

Drei Orang-Utans haben die Schule schon einige Jahre hinter sich gelassen und warten – ohne es zu wissen – auf ein neues Leben in Freiheit: Sie sollen in die Wildnis gebracht werden. Und wir dürfen diese Expedition begleiten.

Das ganze Unterfangen ist gefährlich: Die Tiere werden für die Überführung in die Käfige betäubt. Doch die richtige Dosis zu treffen ist nicht einfach. Zu viel und das Tier könnte Schäden davon tragen, zu wenig und der Affe könnte zu früh wieder aufwachen.

Ich stehe mit Hannah Emde und dem Kamerateam nur wenige Meter vom letzten Käfig entfernt. Die beiden anderen sind bereits erfolgreich verladen worden. Vier Männer versuchen das letzte Tier – ein ausgewachsenes Männchen – in den Transportkäfig zu legen. Doch dann ändern sich die Körperspannung und die Augen des Tieres. In diesem Moment wird allen klar: Der Orang-Utan ist nicht mehr unter Narkose.
Adrenalin schießt durch unsere Adern. Niemand sagt etwas, niemand rennt. Jeder Handgriff sitzt. Aber die Anspannung ist brutal. Ein Orang-Utan ist kein Kuscheltier. Für mich fühlt es sich an, als würde alles in Zeitlupe ablaufen. Die Kameras laufen. Genau das ist unser Job – auch wenn alles in mir sagt: Sollten wir nicht lieber das Weite suchen? Das hier ist gerade richtig ernst. Der Orang-Utan bekommt den Kittel eines Tierarztes zu greifen und zieht ihn immer näher zu sich hin. Eine Pflegerin öffnet geistesgegenwärtig die Schlaufe des Kittels. Der Arzt kann sich herauswinden. Ein Orang-Utan kann einem Menschen leicht gefährliche Bissverletzungen zufügen. Ich verstehe jetzt, warum man sagt, dass Orang-Utans die Kraft von zehn Männern haben sollen. Zum Glück geht dann doch alles glimpflich aus. Der Orang- Utan ist endlich im Käfig, der Tierarzt unverletzt.

Das war nur ein Vorgeschmack, denn die eigentliche Expedition hat noch gar nicht begonnen. Uns erwarten 24 Stunden fast ohne Pause. Erst rattern wir acht Stunden mit Pickups über beschwerliche schwierige Wege, dann steigen wir in winzige wacklige Boote, die flussaufwärts Stromschnellen überwinden müssen. Wir schlafen kaum. Essen irgendwann irgendwas. Die Kameras laufen trotzdem. Immer tiefer geht es hinein in den Regenwald. Dann geht es zu Fuß weiter. Die Transportkisten sind schwer, der Schlamm so zäh, dass jeder Schritt zur Herausforderung wird, die Luft so feucht, dass selbst die Technik fast aufgibt. Objektive beschlagen, und wir alle sind am Limit. Auch die Orang-Utans.

Als endlich der Moment der eigentlich Auswilderung gekommen ist, eskaliert die Situation: Ficz, das Orang-Utan-Männchen, das beim Gesundheitscheck aus der Narkose aufgewacht war, hat die Geduld verloren. Auch er ist erschöpft, versteht nicht, warum er so lange in einem winzigen Käfig sein muss. Er rüttelt so stark am Käfig, dass dieser fast umfällt. Jetzt muss alles schnell gehen. Wir sollen zurück Richtung Boote. Als sich die Käfigtür öffnet, wird alles hektisch. Ficz rennt hinter zwei Tierpflegern her, zum Glück wird niemand verletzt.

Bei den beiden weiblichen Orang-Utans wird es dann emotional: Hannah Emde darf die Käfigtür von Kapuan öffnen. Das Tier zögert. "Echt jetzt?", scheint sie zu denken. Sie verlässt den Käfig, klettert dann ganz langsam einen Baum hoch – und schaut uns an. 

Man erzählt mir, dass es bei Auswilderungen manchmal einen besonderen Moment gibt. Die Tiere klettern hoch und schauen nach unten zu den Menschen, die sie schon seit Jahren begleitet haben, als würden sie einfach kurz Danke sagen. Bei Ficz sah das anders aus, aber Kapuan und Putri schenken uns genau so einen Blick. Trotz aller Hektik, der Aufregung und der Arbeit fühlt sich der Moment auch für uns magisch an.

Ich merke erst da, wie extrem dieser Aufwand ist. Wie viele Menschen, wie viel Zeit und Geld, wie viel Wissen nötig sind, um einzelne Tiere wieder in den Regenwald zurückzubringen. Und warum es trotzdem unverzichtbar ist. Orang-Utans sind keine Randnotiz. Sie sind Gärtner des Waldes. Ohne sie verändert sich der Regenwald fundamental.

Für unsere Sendung ist das die Essenz: Artenschutz ist Naturschutz. Und ohne den Einsatz Vieler ist er unmöglich. Er kann logistisch kompliziert, emotional fordernd und körperlich brutal sein. Das gilt sowohl für die Menschen als auch für die Tiere. Aber er ist nötig.

Als wir irgendwann wieder im Basislager ankommen, völlig verdreckt, übermüdet, leer – und gleichzeitig hellwach – weiß ich: Das hier war nicht einfach ein Dreh. Das war ein Privileg. Und ein wirkliches Abenteuer.

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