Kunz und die Welt
Aus der Redaktion "Terra X"
"Kunz und die Welt" ist mehr als eine Umwelt- oder Klima-Doku – es ist ein Abenteuer voller Wissenschaft, Humor und Emotionen. Die ungewöhnliche "Terra X"-Reihe begleitet Uli Kunz auf seiner Mission, die Erde von der Menschheit zu überzeugen. Ob mit Seegras-Rettung an der Ostsee oder dem Kampf gegen die Holzmafia in Rumäniens Urwäldern: Jede Folge erzählt von Menschen, die sich für den Planeten einsetzen. Mit spektakulären Bildern, überraschenden Fakten und einer ungewöhnlichen Perspektive – der Welt selbst. Ein Countdown läuft: 100 Tage, um zu zeigen, dass es sich lohnt, die Menschheit bleiben zu lassen.
Fotos
Texte
Idee: Martin Tischner
Buch: Arne Sinnwell, Sebastian Stojetz
Regie & Producer: Arne Sinnwell
Moderation: Uli Kunz
Kamera: Thomas Spitschka, Hans-Florian Hopfner, Hannah Stief
Ton: Conni Grundmann, Aram Nozad, Florian Durlan
Schnitt: Rolf Wilhelm
Recherche: Lynn Klockow, Esra Bonkowski
Postproduktion: Daniel Ehrich
Mischung: soundLab, Oliver Görtz
Animations-Team Aixsponza: Leo Akinbiyi, Tobias Müller, Julian Fischer, Rudi Skukalek, Ulf Gieseler, Lars Korb, Thabo Mlangeni
Studio IsarAnimation: Amy Hinterkircher, Florian Wittmann, Johannes Vogl, David Harter, Raul Joshua Teleki
Farbkorrektur: Lukas Gollert
Motion Capture Acting: Lisa Schrauder
Art Director: Robert Mayer
Stimme der Welt: Felix Auer
Produktionsleitung megaherz: Rebecca Steinke, Laura Fleischmann
Herstellungsleitung: Florian Eckenweber
Redaktionelle Mitarbeit ZDF: Martina Frangenberg
Produktionsleitung ZDF: Kerstin Schönborn
Produzenten: Martin Tischner, Oliver Gernstl, Jonas Gernstl
Redaktion ZDF: Katharina Kohl
Eine sprechende, grumpy Erde – wie kommt man auf so eine Idee?
Uli Kunz reist seit Jahren für seine Live-Shows mit einem riesigen Relief-Globus durch die Welt, um seinen Zuschauerinnen und Zuschauern die unterschiedlichsten Vorgänge rund um unseren Heimatplaneten besser erklären zu können. Und bei unserem Dreh zum ersten Checker-Tobi-Kinofilm, in dem Uli eine wichtige Rolle gespielt hat, haben wir ihn als einen hochseriösen Wissenschaftler, zugleich aber auch als schrägen und witzigen Spaßvogel mit top Comedy-Qualitäten kennengelernt. Für uns war klar: Uli braucht ein eigenes, maßgeschneidertes Format. Wir haben dann über Jahre lose Ideen ausgetauscht, bis es eines Abends Klick gemacht hat und die Idee zu "Kunz und die Welt" geboren war.
Was waren die besonderen Herausforderungen?
Herausfordernd war vor allem, für die Rolle der Welt den richtigen Ton zu treffen: Wie genervt von uns Menschen soll und darf sie sein? Wie schaffen wir es, dass sie dennoch sympathisch bleibt, auch wenn sie ständig rumnörgelt? Und: Wie bringen wir Humor und Leichtigkeit in so wichtige und dramatische Themen wie Klimawandel oder Ausbeutung von Ressourcen?
Warum macht diese kleine Welt die große Erde zu einer besseren Welt – hoffentlich?
Wir glauben, dass wir mit der Welt als zynisch nörgelnden 3D-Charakter einen neuen Zugang gefunden haben. Unser Fokus liegt auf Menschen und Projekten, die sich für eine bessere Zukunft einsetzen – ohne dabei die Widersprüche, Herausforderungen und menschlichen Schwächen auszublenden, die diesen Prozess begleiten. Wir erzählen die Geschichte des Versuchs, die Welt zu retten, so, wie sie ist – und das ist ein steiniger Weg voller Hindernisse. Umso stärker wirken die hoffnungsstiftenden Storys all der Menschen, die sich für unseren Planeten einsetzen und ermutigen hoffentlich andere, es ihnen gleichzutun.
Wie habt ihr die Welt lebendig werden lassen?
Nachdem auf dem Papier viele, viele verschiedene Entwürfe der Weltkugel entstanden waren, haben wir uns auf ein Design geeinigt und die Erde in einem 3D-Programm nachgebaut. Dann hat ein Sprecher die Texte der Welt eingesprochen und eine Schauspielerin im sogenannten Motion-Capture-Anzug Mimik und Gestik für die einzelnen Szenen nachgespielt. Mithilfe des Anzugs werden alle Bewegungen von Körper, Armen, Augen und Lippen per Computer aufgezeichnet und in Echtzeit auf die 3D-Weltkugel übertragen. Wenn die Schauspielerin also lächelt, lächelt auch die Welt, wenn die Schauspielerin den linken Arm hebt, hebt auch die Weltkugel den linken Arm. Schließlich wurden diese animierten Welt-Sequenzen mit den von Uli gedrehten Bildern kombiniert, der vor Ort die Dialoge eigentlich mit der Regie-Assistentin geführt hat. In den fertig komponierten Szenen entsteht im Film dann der Eindruck, dass Uli mit einer lebendigen Weltkugel spricht.
Was ist Euch beim Dreh so alles passiert?
Lustig war zum Beispiel Blanquita, der Packesel, der unsere Kameratechnik zur Mars-Simulations-Station mitten in den spanischen Bergen bringen sollte. Forscherinnen und Forscher lassen ihr Equipment regelmäßig von Blanquita dorthin tragen, sie hat wohl nie Probleme gemacht. Doch als Uli Kunz mit dem Esel losgehen wollte, hat er sich von seiner bockigsten Seite gezeigt. Einen Schritt gehen, dann wieder fünf Minuten stehen, einen Schritt gehen, zehn Minuten stehenbleiben. Für Uli war es eine Tortur – der Esel wollte einfach nicht, zumindest nicht mit Uli. In der Zeit hätte man das ganze Equipment vermutlich dreimal den Berg hochtragen können.
Die Fragen stellte Katharina Kohl (Redaktion "Terra X").
Uli, wie war es für Dich? Vermisst Du die Erde schon, wenn sie jetzt nicht in Deiner Nähe ist?
Unbedingt! Auch wenn mir ihre nörgelnde Art natürlich total auf die Nerven geht. Und diese Besserwisserei … Aber andererseits liebe ich sie sehr, unsere Welt: so bunt, so einzigartig, so vielfältig – einfach großartig! Und es gibt sie ja, die Menschen, die diese Schönheit unseres Planeten auch erhalten wollen. Deshalb will ich ja DRINGEND gemeinsam mit der Welt zu diesen Menschen reisen! Die Nörgelei werde ich dabei dann wohl aushalten müssen …
Du nimmst es also mit Humor. Humor ist auch das Besondere an dieser ungewöhnlichen "Doku-Comedy" oder dieser etwas anders erzählten "Klima-Doku-Reihe". Ist die Lage nicht zu ernst, um Quatsch zu machen?
Quatsch? Wieso Quatsch? Das ist alles bierernst. Denkt zumindest die Welt. Aber sie hat ja Recht. Schließlich hat sie 'ne Krise: Kahle Stellen, Hitzewallungen, nervender Weltraumschrott. Da würde mir auch die Hutkrempe platzen. Oder wie heißt das? Aber ich sag ihr immer, wir müssen die Küche in der Kirche lassen und nicht gleich durchdrehen. Einen Schritt nach dem anderen, dann können wir zusammen was reißen!
Du bist Meeresbiologe, Forschungstaucher, "Terra X"-Moderator und jetzt auch Schauspieler – was braucht man, um die Welt zu retten?
Viel Geduld und wissenschaftlich fundierte Naturschutzprojekte sind da geeignet. Wir sind ja schon seit Langem dabei, pflanzen Seegras an oder holen Geisternetze aus dem Wasser. Aber der Welt muss ich da nix vormachen: Der Laden brennt ja immer noch an vielen Stellen. Das wird eine Weile dauern, bis die Erde sich davon erholt.
Was denkst Du, wird die Erde sich von uns trennen – oder gibt sie uns noch eine Chance?
Unsere KI-Therapie läuft … langsam. Schleppend. Daher bin ich skeptisch . Aber soll ich jetzt wie jede banale Öko-Doku-Sendung enden mit "die Hoffnung stirbt zuletzt"? Vergesst es. Dafür habe ich keine Zeit. Ich muss los. Die Welt retten.
Die Fragen stellte Katharina Kohl (Redaktion "Terra X").
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