Kunz und die Welt

Aus der Redaktion "Terra X"

Der Countdown läuft: Die Welt mit Timer auf Hochhausdach in Bilbao, Spanien.
ZDF/Hannah Stief
Der Countdown läuft: Die Welt mit Timer auf Hochhausdach in Bilbao, Spanien. ZDF/Hannah Stief

"Kunz und die Welt" ist mehr als eine Umwelt- oder Klima-Doku – es ist ein Abenteuer voller Wissenschaft, Humor und Emotionen. Die ungewöhnliche "Terra X"-Reihe begleitet Uli Kunz auf seiner Mission, die Erde von der Menschheit zu überzeugen. Ob mit Seegras-Rettung an der Ostsee oder dem Kampf gegen die Holzmafia in Rumäniens Urwäldern: Jede Folge erzählt von Menschen, die sich für den Planeten einsetzen. Mit spektakulären Bildern, überraschenden Fakten und einer ungewöhnlichen Perspektive – der Welt selbst. Ein Countdown läuft: 100 Tage, um zu zeigen, dass es sich lohnt, die Menschheit bleiben zu lassen.

Sendedatum

dgs ad ut alle drei Folgen ab Samstag, 21. März 2026
ad ut Samstag, 28. März 2026, alle drei Folgen ab 16.00 Uhr

Fotos

Texte

Stabliste

Idee: Martin Tischner
Buch: Arne Sinnwell, Sebastian Stojetz
Regie & Producer: Arne Sinnwell
Moderation: Uli Kunz
Kamera: Thomas Spitschka, Hans-Florian Hopfner, Hannah Stief
Ton: Conni Grundmann, Aram Nozad, Florian Durlan
Schnitt: Rolf Wilhelm
Recherche: Lynn Klockow, Esra Bonkowski
Postproduktion: Daniel Ehrich
Mischung: soundLab, Oliver Görtz
Animations-Team Aixsponza: Leo Akinbiyi, Tobias Müller, Julian Fischer, Rudi Skukalek, Ulf Gieseler, Lars Korb, Thabo Mlangeni
Studio IsarAnimation: Amy Hinterkircher, Florian Wittmann, Johannes Vogl, David Harter, Raul Joshua Teleki
Farbkorrektur: Lukas Gollert
Motion Capture Acting: Lisa Schrauder
Art Director: Robert Mayer
Stimme der Welt: Felix Auer
Produktionsleitung megaherz: Rebecca Steinke, Laura Fleischmann
Herstellungsleitung: Florian Eckenweber
Redaktionelle Mitarbeit ZDF: Martina Frangenberg
Produktionsleitung ZDF: Kerstin Schönborn
Produzenten: Martin Tischner, Oliver Gernstl, Jonas Gernstl
Redaktion ZDF: Katharina Kohl

Folge 1: Mars-Träume und Unterwasserwälder
Uli Kunz und Dr. Carmen Köhler in „Astroland“-Höhle in Nordspanien, Mars-Simulations-Station; in Raumanzügen. ZDF/Hannah Stief

Die Menschen wollen weg auf den Mars – und die Erde flippt aus. "Terra X"-Moderator und Meeresbiologe Uli Kunz ist unterwegs zu einer ganz besonderen Mission – einer Marssimulation in einer Höhle in Spaniens Bergen. Unter welchen Bedingungen könnten Menschen auf dem Mars leben? Kurz vor Ankunft in der Höhle erscheint  Uli – in einem Pumuckl-Meister Eder-Moment – die Welt höchstpersönlich. Und sie ist sauer. Stinksauer. Erst überlässt sie der Menschheit alle ihre Ressourcen, lässt sich ausbeuten und schlecht behandeln – und jetzt, wo sie runtergewirtschaftet ist, denken die Menschen offenbar darüber nach auf den Mars auszuwandern. Geht's noch? Es reicht! Höchste Zeit sich von dieser miesen Spezies zu trennen. Uli Kunz bekommt den ganzen Hate der Erde ab, schafft es aber, 100 Tage Zeit auszuhandeln, um die Welt umzustimmen. Gemeinsam reisen "Kunz und die Welt" zu Projekten, die Hoffnung machen: Erster Stopp auf ihrer gemeinsamen Reise: geheimnisvolle Kelpwälder unter Wasser, die als effektive CO₂-Speicher gelten.

Folge 2: Urwald-Retter und Seegras-Wiesen
Uli Kunz steht auf dem Forschungsschiff auf der Ostsee vor Kühlungsborn. Er hält Seegras vor seinem Gesicht. ZDF/Thomas Spitschka

Illegale Abholzung, Holzmafia und Klimakrise – die Welt ist kurz vor dem Aufgeben. Uli Kunz nimmt sie mit in Rumäniens Urwälder, wo Aktivisten unter Lebensgefahr gegen illegalen Raubbau und die Holz-Mafia kämpfen. Im Anschluss geht es an die Ostsee: Dort retten Forschende Seegraswiesen, die mehr CO₂ speichern als tropische Regenwälder und damit entscheidend zum Klimaschutz beitragen. Die zweite Folge von "Kunz und die Welt" zeigt eindrucksvoll, wie engagierte Menschen die Natur schützen – und warum diese Projekte für die Zukunft überlebenswichtig sind. Selbst die grantige Welt wird zwischenzeitlich fast schon milde.

Folge 3: Geisternetz-Jäger und Vogelnot
Uli Kunz und WWF-Mitarbeiterin Gabrielle Dederer am Olympiahafen in Schilksee. Sie haben ein Geisternetz in der Hand, welches sie aus der Ostsee geholt haben. ZDF/Niklas Ruddies

Plastikmüll bedroht die Ozeane – und die Welt dreht durch. Uli Kunz und sein Team bergen mit Verfahren, die inzwischen von KI-Technologie unterstützt werden, Geisternetze aus der Ostsee. Und auch auf Helgoland wird klar: Basstölpel, die größten Seevögel an der deutschen Küste, verheddern sich häufig in Plastikfäden, die sie in ihre Nester einbauen. Viele Jungtiere sterben qualvoll. Doch es gibt Alternativen, auf die Fischer setzen können, um Plastikmüll zu vermeiden und das Leben der Meeresbewohner schützen. Die dritte Folge "Kunz und die Welt" macht deutlich, wie globale Probleme und lokale Initiativen zusammenhängen – und warum jeder Beitrag zählt, um die Meere zu retten. Und was sagt die Welt zu alledem?
Der Countdown läuft …

"Wie bringen wir Humor und Leichtigkeit in so dramatische Themen wie Klimawandel oder Ausbeutung von Ressourcen?" Interview mit Martin Tischner und Arne Sinnwell, den Machern von "Kunz und die Welt"

Eine sprechende, grumpy Erde – wie kommt man auf so eine Idee?
Uli Kunz reist seit Jahren für seine Live-Shows mit einem riesigen Relief-Globus durch die Welt, um seinen Zuschauerinnen und Zuschauern die unterschiedlichsten Vorgänge rund um unseren Heimatplaneten besser erklären zu können. Und bei unserem Dreh zum ersten Checker-Tobi-Kinofilm, in dem Uli eine wichtige Rolle gespielt hat, haben wir ihn als einen hochseriösen Wissenschaftler, zugleich aber auch als schrägen und witzigen Spaßvogel mit top Comedy-Qualitäten kennengelernt. Für uns war klar: Uli braucht ein eigenes, maßgeschneidertes Format. Wir haben dann über Jahre lose Ideen ausgetauscht, bis es eines Abends Klick gemacht hat und die Idee zu "Kunz und die Welt" geboren war.

Was waren die besonderen Herausforderungen?
Herausfordernd war vor allem, für die Rolle der Welt den richtigen Ton zu treffen: Wie genervt von uns Menschen soll und darf sie sein? Wie schaffen wir es, dass sie dennoch sympathisch bleibt, auch wenn sie ständig rumnörgelt? Und: Wie bringen wir Humor und Leichtigkeit in so wichtige und dramatische Themen wie Klimawandel oder Ausbeutung von Ressourcen?

Warum macht diese kleine Welt die große Erde zu einer besseren Welt – hoffentlich?
Wir glauben, dass wir mit der Welt als zynisch nörgelnden 3D-Charakter einen neuen Zugang gefunden haben. Unser Fokus liegt auf Menschen und Projekten, die sich für eine bessere Zukunft einsetzen – ohne dabei die Widersprüche, Herausforderungen und menschlichen Schwächen auszublenden, die diesen Prozess begleiten. Wir erzählen die Geschichte des Versuchs, die Welt zu retten, so, wie sie ist – und das ist ein steiniger Weg voller Hindernisse. Umso stärker wirken die hoffnungsstiftenden Storys all der Menschen, die sich für unseren Planeten einsetzen und ermutigen hoffentlich andere, es ihnen gleichzutun.

Wie habt ihr die Welt lebendig werden lassen?

Nachdem auf dem Papier viele, viele verschiedene Entwürfe der Weltkugel entstanden waren, haben wir uns auf ein Design geeinigt und die Erde in einem 3D-Programm nachgebaut. Dann hat ein Sprecher die Texte der Welt eingesprochen und eine Schauspielerin im sogenannten Motion-Capture-Anzug Mimik und Gestik für die einzelnen Szenen nachgespielt. Mithilfe des Anzugs werden alle Bewegungen von Körper, Armen, Augen und Lippen per Computer aufgezeichnet und in Echtzeit auf die 3D-Weltkugel übertragen. Wenn die Schauspielerin also lächelt, lächelt auch die Welt, wenn die Schauspielerin den linken Arm hebt, hebt auch die Weltkugel den linken Arm. Schließlich wurden diese animierten Welt-Sequenzen mit den von Uli gedrehten Bildern kombiniert, der vor Ort die Dialoge eigentlich mit der Regie-Assistentin geführt hat. In den fertig komponierten Szenen entsteht im Film dann der Eindruck, dass Uli mit einer lebendigen Weltkugel spricht.

Was ist Euch beim Dreh so alles passiert?
Lustig war zum Beispiel Blanquita, der Packesel, der unsere Kameratechnik zur Mars-Simulations-Station mitten in den spanischen Bergen bringen sollte. Forscherinnen und Forscher lassen ihr Equipment regelmäßig von Blanquita dorthin tragen, sie hat wohl nie Probleme gemacht. Doch als Uli Kunz mit dem Esel losgehen wollte, hat er sich von seiner bockigsten Seite gezeigt. Einen Schritt gehen, dann wieder fünf Minuten stehen, einen Schritt gehen, zehn Minuten stehenbleiben. Für Uli war es eine Tortur – der Esel wollte einfach nicht, zumindest nicht mit Uli. In der Zeit hätte man das ganze Equipment vermutlich dreimal den Berg hochtragen können.

Die Fragen stellte Katharina Kohl (Redaktion "Terra X").

"Der Laden brennt immer noch an vielen Stellen" – Interview mit Uli Kunz
Uli Kunz steht lächelnd im Sonnenuntergang auf Helgoland. Im Hintergrund sieht man die Steilklippen Helgolands und das Meer. ZDF/Niklas Ruddies

Uli, wie war es für Dich? Vermisst Du die Erde schon, wenn sie jetzt nicht in Deiner Nähe ist?

Unbedingt! Auch wenn mir ihre nörgelnde Art natürlich total auf die Nerven geht. Und diese Besserwisserei … Aber andererseits liebe ich sie sehr, unsere Welt: so bunt, so einzigartig, so vielfältig – einfach großartig! Und es gibt sie ja, die Menschen, die diese Schönheit unseres Planeten auch erhalten wollen. Deshalb will ich ja DRINGEND gemeinsam mit der Welt zu diesen Menschen reisen! Die Nörgelei werde ich dabei dann wohl aushalten müssen …

Du nimmst es also mit Humor. Humor ist auch das Besondere an dieser ungewöhnlichen "Doku-Comedy" oder dieser etwas anders erzählten "Klima-Doku-Reihe". Ist die Lage nicht zu ernst, um Quatsch zu machen?

Quatsch? Wieso Quatsch? Das ist alles bierernst. Denkt zumindest die Welt. Aber sie hat ja Recht. Schließlich hat sie 'ne Krise: Kahle Stellen, Hitzewallungen, nervender Weltraumschrott. Da würde mir auch die Hutkrempe platzen. Oder wie heißt das? Aber ich sag ihr immer, wir müssen die Küche in der Kirche lassen und nicht gleich durchdrehen. Einen Schritt nach dem anderen, dann können wir zusammen was reißen!

Du bist Meeresbiologe, Forschungstaucher, "Terra X"-Moderator und jetzt auch Schauspieler – was braucht man, um die Welt zu retten?

Viel Geduld und wissenschaftlich fundierte Naturschutzprojekte sind da geeignet. Wir sind ja schon seit Langem dabei, pflanzen Seegras an oder holen Geisternetze aus dem Wasser. Aber der Welt muss ich da nix vormachen: Der Laden brennt ja immer noch an vielen Stellen. Das wird eine Weile dauern, bis die Erde sich davon erholt.

Was denkst Du, wird die Erde sich von uns trennen – oder gibt sie uns noch eine Chance?

Unsere KI-Therapie läuft … langsam. Schleppend. Daher bin ich skeptisch . Aber soll ich jetzt wie jede banale Öko-Doku-Sendung enden mit "die Hoffnung stirbt zuletzt"? Vergesst es. Dafür habe ich keine Zeit. Ich muss los. Die Welt retten.

Die Fragen stellte Katharina Kohl (Redaktion "Terra X").

"Benehmt euch mal wie höfliche Gäste" – Interview mit der Welt
Die Welt und Uli Kunz in einer Höhle in Nordspanien, (Mars-Simulation-Station) ZDF/Hannah Stief

So einen berühmten Gast hatten wir noch nie bei einem "Terra-X"-Interview!

Gast? Gast??? Da regt mich ja die Frage schon auf. Wenn überhaupt hier jemand Gast ist, dann ja wohl ihr Menschen. Ich lasse euch auf mir wohnen, nett wie ich bin. Aber nur, wenn ihr euch endlich auch mal wie höfliche Gäste benehmt!

Entschuldigung, wir werden uns bemühen. Uli Kunz will dir ja auch zeigen, dass es viele Menschen gibt, die sich …

Immer dieser Kunz! Ja, er ist ganz nett, die Frisur ist passabel und er kennt ein paar Fischnamen. Okay. Aber macht ihr nicht ein bisschen viel Tamtam um den?

Er ist Wissenschaftler, Biologe, Forschungstaucher, und hat für "Terra X" schon viele spektakuläre Projekte gemacht. Und will "jetzt mal kurz die Welt retten".

Echt jetzt? Wortwitze? Kunz schnarcht übrigens, wusstet ihr das bei "Terra X" eigentlich schon?

Nein. Aber danke für die Info!
Gern geschehen. Darf ich jetzt endlich weiter mit Venus chatten!?

Die Fragen stellte Katharina Kohl (Redaktion "Terra X").

Audio-Interview mit Uli Kunz: "Die Welt ist schon so ein spezieller Charakter"

ZDF-Streaming: ab Samstag, 21. März 2026
Ausstrahlungstermine: alle drei Folgen am Samstag, 28. März 2026, ab 16.00 Uhr, ZDFneo
Verfügbare Audio-O-Töne: Uli Kunz (Transkription)
Weitere Infos in der Pressemappe

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