37° – Die neuen Filme im Überblick

Reportagereihe

Schicksal, Wendepunkte, Veränderung, Neustart: Die Reportage-Reihe "37°" erzählt Geschichten mitten aus dem Leben, authentisch und nah am Menschen.

Sendedatum

Jede "37°"-Reportage in der Regel am Sendetag, 05.00 Uhr, fünf Jahre lang streamen
dienstags, 22.15 Uhr

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37°: Klicks um jeden Preis – Wenn TikTok-Challenges zur Gefahr werden

ZDF-Streaming-Portal: Dienstag, 15. September 2026, 05.00 Uhr, fünf Jahre lang abrufbar

ZDF: Dienstag, 15. September 2026, 22.15 Uhr

37°: Klicks um jeden Preis – Wenn TikTok-Challenges zur Gefahr werden

Film von Kathi Liesenfeld und Andrea Schäfer

 

Inhalt:

Mutproben in den sozialen Netzwerken animieren zur Nachahmung. Was ist, wenn sie lebensgefährlich sind? Ivan macht mit, um Klicks zu generieren. Leonida kommt zu Tode, Sara will aufklären.

Was oft harmlos beginnt, kann schnell kippen. Eine Studie der Medienanstalt NRW zeigt: Etwa ein Drittel der Social-Media-Challenges gilt als riskant, einige sind lebensgefährlich. Warum sind solche Trends für viele so faszinierend? Wie gefährlich können sie sein?

Der 16-jährige Ivan verbringt viele Stunden in sozialen Medien, sammelt Likes und Follower und macht bei Challenges mit. Er hält die Luft an, bis er fast ohnmächtig wird oder filmt sich dabei, wie er extrem scharfe Chips isst. Was ihn antreibt, ist nicht nur der Nervenkitzel, sondern auch der Wunsch, gesehen zu werden. Ivan macht auch Musik, schreibt eigene Rap-Texte und hofft auf Reichweite. "Du darfst deinen Hype nicht verpennen", sagt er.

Wie gefährlich solche Challenges sein können, zeigt das Schicksal von Leonida. Die 17-Jährige stirbt, nachdem sie bei der sogenannten Deo-Challenge mitgemacht hat. Ihr Vater Alexander wusste, dass sie soziale Medien nutzt, aber nicht, dass sie an solchen Trends teilnimmt. "Ohne Social Media wäre sie nie auf die Idee gekommen, so etwas zu machen", sagt er. 

Auch Sara kennt die Schattenseiten sozialer Medien. Schon mit elf Jahren gerät sie an Inhalte, die sie überfordern. Heute ist die 18-Jährige bewusster online unterwegs und engagiert sich zusätzlich als Medienscout. Sie klärt Schulklassen über Onlinerisiken auf. Denn auch dort sind Challenges längst angekommen: An ihrer Schule musste ein Schüler nach einer Mutprobe ins Krankenhaus. Ihr Lehrer berichtet, wie schwer es ist, Jugendliche vor gefährlichen Trends zu schützen.

Die "37°"-Reportage begleitet junge Menschen und ihre Familien in einer Welt zwischen Anerkennung, Gruppendruck und Selbstinszenierung. Sie fragt, warum Challenges für viele so reizvoll sind, und was passiert, wenn ein Trend plötzlich gefährlich wird.

37°: Mein Weg ins Vergessen – Leben mit Frühdemenz

ZDF-Streaming-Portal: Dienstag, 22. September 2026, ab 5.00 Uhr fünf Jahre lang abrufbar
ZDF: Dienstag, 22. September 2026, 22.15 Uhr

37°: Mein Weg ins Vergessen – Leben mit Frühdemenz

Film von Marion Mück-Raab und Stefanie Neckermann

Inhalt:

Britta erhält mit 56 Jahren die Diagnose Alzheimer, zwei Jahre ist das her. Ein Schock, denn sie weiß, dass die Krankheit unheilbar ist und sie mit jedem Tag ein Stück ihres Leben verliert.

Britta gehört zu den rund einhunderttausend Betroffenen in Deutschland, die an Frühdemenz erkrankt sind, also bei der Diagnose unter 64 sind. Der Befund hat sie aus dem Leben gerissen. Auch ihre Familie ringt damit, dass ihr Weg ins Vergessen unausweichlich ist.

"Ich kann damit hadern oder damit leben." Eine andere Wahl hat Britta nicht. Die Mutter von vier Kindern ist an Alzheimer erkrankt, seit zwei Jahren weiß die 58-Jährige das. Zuerst tippten die Ärzte auf einen Burn-out und schickten sie zur Kur. Doch ihr Zustand besserte sich nicht. Schließlich brachte eine Gehirnwasseruntersuchung Klarheit. Die Diagnose ist nicht nur ein großer Schock, er verändert ihr bisheriges Leben schlagartig und für immer.

Ihren geliebten Beruf als Lehrerin musste sie aufgeben. Nun sitzt sie zu Hause und leidet darunter, nicht mehr gebraucht zu werden. Die meiste Zeit wartet sie darauf, dass ihr Ehemann Stefan von der Arbeit kommt. Für Stefan eine schwierige Situation: Wie soll es weitergehen? Er arbeitet zwar nur noch bis 14 Uhr, den halben Tag aber ist sie allein. Er will gemeinsam mit ihr entscheiden, wie ihre Betreuung in Zukunft organisiert werden und ob sie in ihrem Zuhause in Eckernförde bleiben kann. Doch Gespräche darüber blockt sie ab, obwohl sie weiß, dass sie nicht mehr so viel Zeit hat, selbst Entscheidungen zu treffen. 

Die früher selbstständige und unternehmungslustige Frau wird immer abhängiger von der Hilfe anderer. Einkaufen und Kochen kann sie nicht mehr. Auch spontane Ausflüge mit ihrem kleinen Bus gehören der Vergangenheit an, denn sie darf nicht mehr selbst fahren.

Britta versucht, der Krankheit positive Seiten abzutrotzen. Momente des Glücks erlebe sie viel intensiver als früher, sagt sie. Sie lacht darüber, dass sie einen Streit mit Stefan sofort wieder vergisst. Stolz macht sie ein Bilderbuch für ihre Enkelkinder über eine Schafsfamilie und die "Elfe Dementia", die Gedanken in Feenstaub verwandelt. Britta hat das Buch selbst geschrieben, illustriert und verlegt, sie präsentiert es in Stadtbüchereien und Altenheimen. Damit möchte sie über Alzheimer aufklären und der Krankheit den Schrecken nehmen. Für dieses Engagement wurde sie von der Hertie-Stiftung ausgezeichnet. Doch die schlechten Tage häufen sich. "Manchmal weiß ich gar nicht mehr, ob ich etwas gesagt oder nur gedacht habe." Das macht ihr Angst. Sie spürt die Verluste und weint manchmal bitterlich, weil sie weiß, dass sie ihre Kinder, Freunde und ihren geliebten Mann verlieren wird und nichts dagegen tun kann.

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache für Demenz und unheilbar. Insgesamt leben in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz. Neben älteren Betroffenen gibt es auch viele jüngere Erkrankte: Rund 100.000 Menschen zwischen 45 und 64 Jahren sind von einer Frühdemenz betroffen. Diese Altersgruppe trifft die Diagnose besonders hart, weil sie noch mitten im Berufsleben steht. Auch fehlt es an Versorgungsstrukturen für jüngere Erkrankte: Pflege- und Betreuungsangebote sind fast ausschließlich auf ältere Menschen ausgerichtet, was oft zu massiver Isolation und Frustration führt.

"37°" wirft aus Brittas Perspektive einen Blick auf die Krankheit. Wie erlebt sie den Verlust ihrer kognitiven Fähigkeiten? Wie bereitet sie sich auf den Tod vor? Und wie gehen Stefan und ihre Kinder mit diesem Weg ins Vergessen um?

37°: Geheimsache Tierversuche – Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

ZDF-Streaming-Portal: Dienstag, 29. September 2026, ab 5.00 Uhr fünf Jahre lang abrufbar
ZDF: Dienstag, 29. September 2026, 22.15 Uhr

37°: Geheimsache Tierversuche – Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Film von Manfred Karremann

Inhalt:

Was geschieht hinter verschlossenen Türen deutscher Tierversuchslabore? Für viele sind Tierversuche ethisch nicht vertretbar, andere halten sie für wissenschaftlich notwendig.

Über ein Jahr lang versucht Manfred Karremann, mit Tierversuchslaboren ins Gespräch zu kommen. Trotz angebotener Anonymität bleiben die Türen geschlossen. Nur Prof. Stefan Schlatt von der Universität Münster spricht offen über Tierversuche und seine Beweggründe.

Nach Angaben des Bundesamtes für Risikobewertung wurden nach der letzten Statistik für 2024 rund 1,3 Millionen Tiere in Deutschland in Versuchen eingesetzt. Zählt man unter anderem Tiere hinzu, die für Organentnahmen getötet oder als Überschuss gezüchtet wurden, waren es mehr als drei Millionen, die in einem Jahr verwendet wurden.

Heimlich entstandene Aufnahmen aus einem britischen Labor zeigen Hunde, Affen, Kaninchen und Ratten bei Sicherheitstests. Es sind Experimente, die überall nach Richtlinien der OECD durchgeführt werden. Standardtests, Routine: Tiere müssen Substanzen einatmen oder bekommen sie über Magenschläuche verabreicht. Bilder, die normalerweise der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

Gleichzeitig zeigt "37°", dass es Alternativen gibt. Wissenschaftler arbeiten mit menschlichen Zellkulturen, künstlicher Haut und Organen auf Chips. Bei BASF wurden für Tierversuche etwa zur Haut- und Augenreizung alternative Verfahren entwickelt. Manche dieser Methoden können nicht nur Tierleid vermeiden, sondern in bestimmten Bereichen auch wissenschaftlich bessere Ergebnisse liefern.

"Geheimsache Tierversuche" zeigt Einblicke in die streng abgeschottete Welt der Labore. Fragt: Wie kann eine Gesellschaft etwas ethisch und wissenschaftlich beurteilen, das weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschieht?

37°: Geschwister: Zwischen Liebe und Rivalität

ZDF-Streaming-Portal: Dienstag, 13. Oktober 2026, ab 5.00 Uhr fünf Jahre lang abrufbar
ZDF: Dienstag, 13. Oktober 2026, 22.15 Uhr

37°: Geschwister: Zwischen Liebe und Rivalität

Film von Florian Frei und Daniel Hartung

Inhalt:

Geschwister sind lebenslange Verbündete. Oder ewige Konkurrenten im Kampf um den Platz im Familiensystem. Kaum jemand ist uns so vertraut und wird für uns immer ein Maßstab sein.

Anna und Sebastian treten in der Kommunalpolitik gegeneinander an. Sie für die CSU, er für die SPD. David, Simon, Lukas und Elias sind Rivalen in der Nordischen Kombination. Alle ringen mit der Balance zwischen Geschwisterliebe und heiß ersehnten Siegen.

Anna (39) und Sebastian (37) sind beide Kämpfernaturen, doch ihre Charaktere könnten kaum unterschiedlicher sein. Taktiker Sebastian geht analytisch an die Dinge heran. Anna hingegen ist pure Emotion. Kalkül ist nicht ihre Sache, sie trägt ihr Herz auf der Zunge. Das kommt gut an. Aber macht sie auch verletzlicher. Die Geschwister sitzen im Stadtrat ihrer Heimatstadt, Bamberg in Bayern.

Sebastian für die dort traditionell starke SPD. Anna für die CSU. Sie vertreten unterschiedliche politische Ansichten, aber stehen für dieselben Werte ein. Bei der Kommunalwahl will Sebastian Oberbürgermeister werden. Die Erfüllung seines politischen Traums. Das bringt Anna in eine schwierige Situation: Stellt sie die Loyalität zu ihrem Bruder über die zu ihrer Partei? Was ist wichtiger, Politik oder Familie?

Früher haben sie sich um Spielzeug geprügelt, heute sind sie Konkurrenten auf der Schanze und in der Loipe. Die Oberstdorfer Brüder David (25), Simon (23), Lukas (21) und Elias (18) betreiben Nordische Kombination – Skispringen und Langlauf. David ist Anführer und Vorbild. Er ist der Erfolgreichste, war schon Deutscher Meister und tritt seit Jahren international an. 

Doch in dieser Saison steht auch Simon vor dem Sprung ins Weltcupteam. Er arbeitet hart daran, seinen älteren Bruder zum ersten Mal in einem Wettkampf zu übertreffen. Wie verändert sich das Verhältnis der beiden, wenn sie direkte Konkurrenten sind? Behält Simon die Nerven? Wie geht Platzhirsch David mit einer drohenden Niederlage um? 

"37°" erkundet das vielschichtige Verhältnis von Geschwistern zwischen eigenen Ambitionen und familiärer Loyalität. Im harten Bamberger Wahlkampf, beim gemeinsamen Training in Oberstdorf und bei Familienessen mit den Eltern macht der Film Zwischentöne und Ambivalenzen sichtbar. Die Geschwisterverhältnisse der Protagonisten werden dabei immer wieder neu verhandelt.

37°: Unsere Klasse – Chaos und Chancen in der 1d

ZDF-Streaming: Ab Dienstag, 20. Oktober 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang im ZDF streamen
ZDF: Dienstag, 20. Oktober 2026, 22.15 Uhr

37°: Unsere Klasse – Chaos und Chancen in der 1d

Film von Julia Weber und Anna Wolters

Grundschulklassen sind heute so divers wie nie: die Kinder starten mit unterschiedlichen Stärken und Bedürfnissen. "37°" zeigt das erste von vier Jahren aus mehreren Perspektiven.

Die Reportage begleitet die Schülerinnen und Schüler der 1d der Städtischen Grundschule am Steigerweg in Mülheim an der Ruhr durch die erste Klasse, die sie völlig verschieden erleben. Wie lernen sie, sich zu konzentrieren, Veränderungen anzunehmen und mit Herausforderungen umzugehen? Kann die Lehrerin alle mitnehmen?

Jeremiah (6), genannt Jerry, wächst dreisprachig auf. Er geht mit viel Energie ins erste Schuljahr. Schon nach kurzer Zeit fällt auf: Er kann sich nur schwer konzentrieren und braucht oft eine Eins-zu-Eins-Betreuung, um eine Aufgabe zu erledigen. Das kann seine Klassenlehrerin Nicole Artmeyer (55) dauerhaft nicht leisten. Kurz darauf bekommt er die Diagnose ADHS. Auf einen Ergotherapieplatz muss er jedoch Monate warten.

Jan (6) besucht die Schule mit einer Integrationshilfe, da er mehr Zeit braucht, um sich auf neue Situationen einzustellen. Er freundet sich mit dem aufgeschlossenen Tom an und gewinnt an Sicherheit. Doch dann verlässt seine vertraute Schulbegleiterin die Klasse.

Alessia (6) übernimmt in Gruppen gerne die Führung. Auch in alltäglichen Situationen bestimmt sie oft über andere. Bei ihr zeigen sich die sozialen Lernprozesse, die alle Kinder in diesem Alter durchlaufen müssen: eigene Bedürfnisse zurückstellen, Kompromisse finden und sich in andere hineinversetzen.

Auch Klassenlehrerin Nicole Artmeyer erlebt täglich, wie anspruchsvoll Unterricht in einer so heterogenen Lerngruppe geworden ist. Während einige Kinder bereits selbstständig arbeiten, brauchen andere intensive Unterstützung. Oft hapert es schon an den Deutschkenntnissen. Der Film zeigt auch, wie sehr sich der Lehrerberuf verändert hat und wie wichtig zusätzliche Hilfe ist, um allen Kindern gerecht zu werden.

Extern eingeschätzt werden die Kinder von dem Entwicklungspsychologen Prof. Dr. Sven Lindberg (46). Zu Beginn und gegen Ende des Schuljahres besucht er die Klasse und lädt die Kinder zu spielerischen Experimenten ein. Sie zeigen, welche Fähigkeiten sich in diesem Alter entwickeln – etwa Konzentration, Selbsteinschätzung oder Empathie. Manche Ergebnisse bestätigen die Erwartungen, andere überraschen selbst den Psychologen. So macht der Film sichtbar, welche Entwicklung Kinder innerhalb weniger Monate durchlaufen und wie unterschiedlich ihre individuellen Wege dorthin sind.

"Unsere Klasse: Chaos und Chancen in der 1d (AT)" ist der Auftakt einer "37°"-Langzeitbeobachtung einer Klasse der Städtischen Grundschule am Steigerweg in Mülheim an der Ruhr vom ersten bis zum vierten Schuljahr. Am Ende entsteht ein außergewöhnlich dichtes Porträt der Schülerinnen und Schüler, die unter anderem mit Remote Kameras gefilmt werden. 

Über den "37°"-Kosmos

Seit mehr als 30 Jahren ist "37°" fester Bestandteil des ZDF-Programms. Mehr als 1100 Dokumentationen wurden seit dem Start am 1. November 1994 ausgestrahlt. Die Reportagereihe am Dienstagabend hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Marke entwickelt, die auf unterschiedlichen Wegen ausgespielt wird. 2009 startete das non-lineare Angebot auf Facebook. Seit 2019 ist "37°" auf Instagram aktiv, seit 2023 bei YouTube und TikTok. Im März 2022 startete das Reportageformat "37°Leben". Ziel ist es, möglichst unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Mittlerweile erreichen die Publikationen im non-linearen-Bereich der Social Media-Kanäle genauso viele Sendeminuten wie im TV – auf beiden Ausspielwegen jeweils rund 2000 Minuten pro Jahr.  

"37°" und "37°Leben" unterscheiden sich in der Machart und den Zielgruppen, die erreicht werden sollen. "37°Leben" ist eine reine O-Ton-Reportage ohne Sprechertext. Hintergrundinformationen werden durch Texte eingeblendet, auch Fachleute kommen bei Bedarf zu Wort. Die Reihe richtet sich gezielt an 25- bis 34-Jährige.  

"37°" will eine breitere Zuschauerschaft ansprechen, hat meist einen Sprechertext und begleitet die Protagonisten und Protagonistinnen über einen längeren Zeitraum.  

Zahlen, Daten, Fakten zum "37°"-Kosmos

Start der Reihe:  

Dienstag, 1. November 1994, 22.15 Uhr 
Der erste Film war "Jenseits der Schattengrenze" von Hartmut Schoen, Untertitel: "Ein Vietnamsoldat kann nicht vergessen". Erster Teil eines Dreiteilers zum Thema "Grenzen" 

Erfinder der Reihe und des Sendetitels "37°": 

Hans Helmut Hillrichs, von 1993 bis 2005 Leiter der ZDF-Hauptredaktion "Kultur und Wissenschaft".   

Erweiterung der Marke "37°":  

Seit März 2022 gibt es zudem die Reihe "37°Leben" mit mehr als 150 Filmen. 

Folgenanzahl: 

Mehr als 1100 Filme der Reihe "37°" wurden bisher im ZDF ausgestrahlt. 
Jährlich werden derzeit 30 bis 36 Sendungen in der Reihe "37°" gezeigt (dienstags um 22.15 Uhr) sowie rund 50 Sendungen in der Reihe "37°Leben" (sonntags um 9.03 Uhr) 

Zur Entstehung:  

Die Produktion einer "37°"-Sendung dauert in der Regel sechs bis zwölf Monate, angefangen von der Recherche bis zur Endfertigung. Die Dreharbeiten dauern meist zwischen drei Monaten und einem Jahr. Bei Langzeitbeobachtungen arbeiten die Autorinnen und Autoren oft auch ein Jahr und länger an einem Film. Den Rekord hält Maike Conway, die Corinne, die bei der Geburt von ihrer Mutter mit HIV infiziert wurde, bereits seit 15 Jahren begleitet. Entstanden sind bisher zwei Filme "Niemand darf es wissen" (2015), der mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, und "Ich lebe positiv" (2019). 

ZDF-Redakteurin Heike Kruse begleitet seit vielen Jahren Sarah, die mit einem transplantierten Herz lebt, durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Daraus sind bislang drei "37°"-Filme entstanden: "Sarah und ihr fremdes Herz", "Nach der Organspende" und "Happy End auf Zeit". 

ZDF-Redakteurin Ulrike Schenk begleitet seit 2015 einen jungen Geflüchteten aus Afghanistan. "Ohne Eltern im fremden Land" war der erste Film, "Dann wäre ich ein gemachter Mann" wurde 2019 gesendet und aktuell arbeitet sie an einem dritten Film über Samirs Entwicklung in Deutschland. 

Mehr als 500 Themenvorschläge gehen jährlich bei der Redaktion ein – bei rund 100 Sendeplätzen verteilt auf "37°", "37°Leben" und "37°"-YouTube bedeutet das die "Qual der Wahl". 

Reihen und Mehrteiler: 

Für "37°" entstehen auch mehrteilige Reihen wie der Dreiteiler "Die Burgis", einer besonderen Wohngemeinschaft. "37°Leben" realisiert regelmäßig Mehrteiler und Reihen. Zuletzt den Zweiteiler "Lebensretter Schule", den Dreiteiler "Auf der Suche nach dem Spirit", die Reihe "Too toxic to handle", "Becoming Dad" und "Being Dad" sowie das sechsteilige Sozialexperiment "Against all Gods – die Glaubens-WG" (Auszeichnung mit dem Deutschen Fernsehpreis 2025). 

Auszeichnungen:  

Die Reihe "37°" wurde seit 1994 mit mehr als 50 Auszeichnungen und Preisen gewürdigt. Darunter sind so wichtige Ehrungen wie der Adolf-Grimme-Preis, der Deutsche Fernsehpreis, der Bayerische Fernsehpreis und der Axel-Springer-Preis für junge Autoren sowie der Deutsche Kamerapreis. 2025 wurde das sechsteilige Sozialexperiment "Against all Gods – die Glaubens-WG" mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Infotainment ausgezeichnet.

Fotos

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Christina Betke
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