37°Leben – Die neuen Filme im Überblick

Reportagereihe

In der "37°Leben"-Reportagereihe erzählen junge Erwachsene ihre Geschichte und wie sie ihrem persönlichen Weg folgen. Die Filme sind reine O-Ton-Reportagen ohne Sprechertext. Die Reihe richtet sich gezielt an 25- bis 34-Jährige.  

Sendedatum

in der Regel freitags vor der Sendung, 05.00 Uhr, fünf Jahre lang streamen
sonntags, 9.03 Uhr

Fotos

Texte

37°Leben: Comeback – Dreiteilige Reportage

ZDF-Streaming: Donnerstag, 20. August 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang streamen
ZDF: Sonntag, 23. August 2026, 9.03 Uhr

37°Leben: Comeback
Folge 1: Die Psyche

Wie kommt man zurück ins Leben mit einer Depression? Mit einer Psychose? Sandrine und Sara berichten über ihre Erfahrungen und darüber, was ihnen geholfen hat.

"Meine Stimmen haben mir eingeflüstert, draußen ist alles schlecht", sagt Sara. Zwei Jahre verließ sie das Haus nicht. Sandrine sagt über ihre Depression: "Es ist, als tauchte ich im Wasser, will nach oben und bin am Grund festgebunden."

9,5 Millionen Menschen in Deutschland sind von Depressionen betroffen. Vor allem bei jüngeren Menschen ist seit Corona ein Anstieg zu erkennen. Seltener sind Psychosen wie die Schizophrenie mit Halluzinationen, Verfolgungswahn, Stimmenhören und Fehleinschätzungen der Wirklichkeit. Rund 800.000 Menschen sind in Deutschland davon betroffen. In "37°Leben - Comeback: Die Psyche" erzählen die Protagonistinnen Sandrine und Sara, was ihnen dabei geholfen hat, nach jahrelanger Beeinträchtigung zurückzufinden ins Leben.

"Comeback: Die Psyche" ist Teil eins des "37°Leben"-Dreiteilers "Comeback". Darin zeigt "37°Leben", wie Menschen existenzielle Herausforderungen gemeistert haben und ihrem Leben eine neue Richtung gegeben haben. In den anderen beiden Teilen geht es um die Themen Geld und Spielsucht. 

 

ZDF-Streaming: Donnerstag, 20. August 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang streamen
ZDF: Sonntag, 30. August 2026, 9.03 Uhr

37°Leben: Comeback
Folge 2: Geld

Zehntausende Euro Schulden trotz Arbeitslosigkeit: Celina und Stefan erzählen, wie sie in die Schuldenfalle geraten sind - und wie es ihnen gelungen ist, sich herauszuarbeiten.

Mit 16 zieht Celina daheim aus. In Berlin lebt sie von Bürgergeld und Schulden. 50.000 Euro sind es am Ende. Stefan leiht sich bei der Bank 25.000 Euro, um mit Kryptowährungen zu spekulieren. "Ich habe das Geld einfach verloren", sagt er.

"Ich habe nach der Lehre den Entschluss getroffen, das Arbeiten zu beenden und reich zu werden", erklärt Stefan. Unter einem Vorwand bekommt er 25.000 Euro bei der Bank und kauft Krypto. Doch dann ist alles weg. "Ich zahle es heute noch ab." 

Celina beschreibt sich als "rebellisches Kind". Als Jugendliche zieht sie mit einem Freund nach Berlin. Doch schnell ist sie in den roten Zahlen, hat Schulden bei der Miete, der Krankenkasse, bei Kreditkarten. Erst nach Jahren bekommt sie ihre Finanzen in den Griff.

5,7 Millionen Erwachsene in Deutschland sind überschuldet. Besonders betroffen sind junge Menschen.

"Comeback: Geld" ist Teil zwei des "37°Leben"-Dreiteilers "Comeback". Darin zeigt "37°Leben", wie Menschen existenzielle Herausforderungen gemeistert und ihrem Leben eine neue Richtung gegeben haben. In den anderen beiden Teilen geht es um die Themen Psyche und Spielsucht.

 

ZDF-Streaming: Donnerstag, 20. August 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang streamen
ZDF: Sonntag, 6. September 2026, 9.03 Uhr

37°Leben: Comeback
Folge 3: Spielsucht

Am Anfang war es nur ein Spiel. Doch dann war es mehr. Tom und Simon waren spielsüchtig. Trotz Scham und Heimlichkeit konnten sie lange nicht aufhören. Nur mit Mühe fanden sie heraus.

Spielsucht hat viele Ausprägungen: Drei Viertel aller Jugendlichen spielen Videospiele. Jeder zehnte von ihnen ist gefährdet, davon nicht mehr loszukommen und alles andere zu vernachlässigen. 1,3 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Glücksspielstörung.

Sie spielen an Automaten oder machen Sportwetten, haben dadurch gesundheitliche oder finanzielle Probleme. Bei den 18- bis 25-Jährigen zeigt jeder fünfte eine problematische oder süchtige Nutzung von Gaming, Social Media oder anderen Online-Angeboten.

"In die Spielhalle zu gehen, war wie nach Hause kommen", erzählt Tom. "Man ist nachts hin, hatte vorher Geld bei der Bank geholt und nun diese Glücksgefühle: Man könnte ja was gewinnen."

"Ich habe meinen Eltern nie erzählt, wie mein Studium wirklich läuft", sagt Simon. Statt zu studieren, spielte er das Videospiel "League of Legends". Im Studium war er isoliert und einsam, online aber von anderen anerkannt: "Ich habe nichts anderes mehr gemacht."

"Comeback: Spielsucht" ist Teil drei des "37°Leben"-Dreiteilers "Comeback". Darin zeigt "37°Leben", wie Menschen existenzielle Herausforderungen gemeistert und ihrem Leben eine neue Richtung gegeben haben. In den anderen beiden Teilen geht es um die Themen Psyche und Geld.

37°Leben: Das Sorgerecht für meine Schwester

ZDF-Streaming: Freitag, 11. September 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang im ZDF streamen
ZDF: Sonntag, 13. September 2026, 9.03 Uhr

37°Leben: Das Sorgerecht für meine Schwester

Jacqueline ist 24, als sie ihre zwölf Jahre jüngere Schwester zu sich holt und das Sorgerecht erstreitet. Was die Mutter zu Lebzeiten versäumt hat, wirkt auch nach ihrem Tod fort.

Jacqueline übernimmt Verantwortung für Caithlen, wo ihre Mutter die Fürsorge schuldig blieb. Die Schwestern erzählen aus jeweils ihrer Sicht von Vernachlässigung, Enttäuschung und Sehnsucht – und davon, wie sie zwischen Verletzung und Vergebung ihren eigenen Weg suchen.

37°Leben: Facing Fear – dritte Folge der dreiteiligen Reportagereihe

ZDF-Streaming: Freitag, 18. September 2026, 10.00 Uhr
ZDF: Sonntag, 20. September 2026, 9.03 Uhr

37°Leben: Facing Fear
In Angst, hässlich zu sein

Jannis (23) lebt mit der Angst, wegen seines Aussehens negativ bewertet zu werden. Obwohl er heute schlank und sportlich ist, sieht er im Spiegel oft noch den korpulenten Jungen von früher.

Als Kind und Jugendlicher wurde Jannis wegen seines Gewichts gehänselt und ausgegrenzt. Diese Erfahrungen lassen ihn nicht los. Obwohl er 30 Kilo abgenommen hat, vermeidet er enge Kleidung, kontrolliert sein Aussehen, selbst Komplimente kann er nur schwer annehmen.

"37°Leben" begleitet den Lehramtsstudenten aus Wolfenbüttel, der nebenher im Irish Pub jobbt und sich vorstellen kann, auch als Schauspieler zu arbeiten, auf seinem Weg in die Therapie. Jannis hat schon lange darüber nachgedacht, jetzt wagt er diesen Schritt. Gemeinsam mit Psychotherapeut Daniel Wagner setzt sich Jannis in den Sitzungen mit seinem negativen Selbstbild auseinander und lernt, sich selbst mehr zu akzeptieren.

Die Geschichte von Jannis ist die dritte Folge des "37°Leben-Dreiteilers "Facing Fear". Folge 1 "Krankhaft schüchtern" wurde am Sonntag, 14. Juni 2026, 9.03 Uhr, und Folge 2 "Immer in Angst" am Sonntag, 21. Juni 2026, 09.03 Uhr, im ZDF ausgetrahlt. Die beiden Folgen hier im ZDF streamen.

37°Leben: Being Ostdeutsch

ZDF-Streaming: Ab Freitag, 25. September 2026, 8.00 Uhr, fünf Jahre lang im ZDF streamen
ZDF: Sonntag, 27. September 2026, 9.03 Uhr

37°Leben: Being Ostdeutsch

Sie haben die DDR nie erlebt und doch spüren sie: Ostdeutsche Wurzeln prägen. Siska, 27, und Hang, 33, fühlen sich wohl in ihrer Heimat, gleichzeitig suchen sie nach ihrer Identität.

Siska stammt aus einem kleinen Dorf im Erzgebirge. Erst als Studentin in Freiburg (Breisgau) wird ihr bewusst: "Ja, ich bin ostdeutsch, anders als meine Kommilitoninnen." Deshalb will sie Brücken bauen - auch durch die Initiative "Wir sind der Osten".

Hang, 33, nennt Dresden ihre Heimat. Dort wächst sie auf, arbeitet heute als Fremdsprachenlehrerin. Als Tochter vietnamesischer Vertragsarbeiter wusste sie lange nicht, wer sie ist: Deutsche, Vietnamesin oder Viet-Deutsche? Keine der drei Kulturen schien zu passen. 

Im Film begibt sie sich auf Spurensuche, fährt nach Radebeul, wo ihre Eltern 1987 ankamen. Sie weiß: "Mein Leben ist gut und hier in Dresden" - ohne altes Rollendenken, ohne Unterordnung der Frau unter den Mann.

37°Leben: Knapp bei Kasse – Zweiteilige Reportage

ZDF-Streaming: Donnerstag, 1. Oktober 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang streamen
ZDF: Sonntag, 4. Oktober 2026, 9.03 Uhr

37°Leben: Knapp bei Kasse
Folge 1: Arm trotz Arbeit

Luisa (31) aus Leipzig muss als alleinerziehende Mutter und Lieferfahrerin jeden Monat rechnen. Yuna (23) aus Frankfurt arbeitet als Pflegekraft plus Nebenjob. Beide sind knapp bei Kasse.

Luisa hat zwei Söhne und versucht, mit ihrem Geld bis zum Monatsende durchzukommen. Yuna arbeitet in der Kinderklinik, jobbt zusätzlich und engagiert sich gewerkschaftlich. Beide geben alles – doch für Miete, Schulden und Lebensmittel reicht ihr Einkommen kaum.

Luisa und ihre kleine Familie sind auf staatliche Hilfe angewiesen. Ihre beiden Kinder benötigen besondere Unterstützung. Der familiäre Alltag ist eng getaktet: Schule, Kita, Therapien, Jugendamt, Familienhilfe – und dazwischen die Arbeit auf dem Fahrrad, um finanziell über Wasser zu bleiben.  
Yuna arbeitet auf der Kinderstation der Uniklinik Frankfurt am Main. Neben ihrem Drei-Schicht-System jobbt sie zusätzlich in einem Escape Room. Gleichzeitig engagiert sie sich gewerkschaftlich und kämpft für bessere Bedingungen in der Pflege. Das Leben und Wohnen in der Großstadt ist teuer, hinzu kommen Schulden, die sie abstottern muss. Wenn sie mit Freunden ausgeht, bezahlen oft die anderen. Zwei Frauen, zwei unterschiedliche Lebenssituationen – und eine gemeinsame Erfahrung: Arbeit allein schützt nicht vor existenziellen Nöten.

"Arm trotz Arbeit" ist die erste Folge des 37°Leben-Zweiteilers "Knapp bei Kasse".

ZDF-Streaming: Donnerstag, 1. Oktober 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang streamen
ZDF: Sonntag, 11. Oktober 2026, 9.03 Uhr

37°Leben: Knapp bei Kasse
Folge 2: Selbständig am Limit

Zwischen Unternehmer-Mut und harter Realität: Zwei junge Selbstständige wagen alles – mit hohen Schulden, Millioneninvestitionen und einer ungewissen Zukunft. Lohnt sich die Aufopferung?

Schirin (31) hat knapp 100.000 Euro Schulden und kämpft mit ihrem Laden ums Überleben im Einzelhandel. Milchbauer Tim (24) investiert eine Million Euro in seinen neuen Stall. Zwei junge Selbstständige zwischen Hoffnung, Verzicht und schwerer Belastungsprobe.

Schon 2024 stand Schirins Selbst­stän­dig­keit vor dem Aus: Die Geschäftsfrau gerät in eine finanzielle Schieflage und muss ihren Geschenkeladen bei Dresden schließen. Dank Familie und Stammkunden schafft sie den Neustart. Ihr Vater und ein Anwalt unterstützen sie beim Schuldenabbau. Zum Leben bleiben Schirin zurzeit monatlich nur 1.000 Euro.

Tim betreibt mit seinen Eltern und seiner Freundin Tia bei Oldenburg einen Milchviehbetrieb. Doch damit alle vom Milchgeld leben können, braucht die Familie mehr Vieh und einen neuen Stall. Nach vier Jahren Planung ist der nun fertig, doch ob sich die enorme Arbeit rentiert, ist angesichts komplizierter Bürokratie und unberechenbarer Marktbedingungen ungewiss.

Die "37°Leben"-Reportage zeigt, wie Schirin und Tim diesem Druck die Stirn bieten und was sie dabei emotional und mental durchmachen und wie die Menschen, die zu ihnen halten, sie dabei unterstützen.

"Selbständig am Limit" ist die zweite Folge von "37°Leben: Knapp bei Kasse".

37°Leben: Mobbing – Unsichtbare Narben

ZDF-Streaming: Freitag, 16. Oktober 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang streamen
ZDF: Sonntag, 18. Oktober 2026, 9.03 Uhr

37°Leben
Mobbing: Unsichtbare Narben

Juliane wurde in der Schule jahrelang gedemütigt, Nils über Jahre gemobbt. Beide tragen die Folgen bis heute. Wie lebt man mit einer Vergangenheit, die sich nicht abschütteln lässt?

Juliane arbeitet heute als Erzieherin und leitet ein Präventionsprogramm gegen Mobbing. Nils ist Bilanzbuchhalter und lebt mit einer posttraumatischen Belastungsstörung. Nach Jahren des Schweigens suchen beide nach Wegen zurück zu Vertrauen und Selbstwertgefühl.

Juliane Weber (34) wird von der Einschulung bis zur 9. Klasse in Süddeutschland von Mitschüler:innen beleidigt, ausgegrenzt und körperlich angegangen. Die Lehrkräfte seien nicht eingeschritten, sagt sie. Eine Lehrerin zerreißt vor der ganzen Klasse ihr gemaltes Tigerbild: „Das ist viel zu hässlich, um draußen aufgehängt zu werden.“ Ihre Eltern glauben ihr und suchen das Gespräch mit der Schule, ein Wechsel ist trotzdem nicht möglich. Heute ist Juliane Erzieherin, leitet ein Präventionsprogramm gegen Mobbing und versucht, Kindern das zu geben, was ihr selbst fehlte. Der Film begleitet sie im Alltag mit ihrem Mann, ihrer Tochter Leni und ihrer Mutter – und bei ihrem großen Hobby: Als Mitglied eines historischen Vereins fühlt sich Juliane auf Renaissance-Festen in historischen Gewändern besonders wohl.

Nils Rohleder (34) wird ab seinem 13. Lebensjahr über Jahre ausgegrenzt, gedemütigt und schließlich Opfer körperlicher Gewalt: Auf einer Hausparty wird er von mehreren Personen angegriffen, seine Nase wird gebrochen. Die Folgen dieser Zeit reichen bis in sein heutiges Leben: Nils lebt mit einer posttraumatischen Belastungsstörung, Panikattacken und tiefem Misstrauen gegenüber anderen Menschen. Mehrere stationäre Klinikaufenthalte und eine beginnende Therapie markieren für ihn einen Wendepunkt. Der Film begleitet Nils unter anderem im Schwimmbad, das ihm hilft, zur Ruhe zu kommen, bei Spaziergängen mit seinem Freund Markus und beim Kegeln in seinem Verein – aber auch an Orten seiner Vergangenheit: der alten Wohnsiedlung, dem Bolzplatz und dem Parkplatz, an dem er einst angegriffen wurde.

Juliane und Nils verbindet die Erfahrung, über Jahre nicht geschützt worden zu sein – und der Wunsch, sich ihre Stimme und ihr Selbstwertgefühl zurückzuerobern.

Mobbing gilt oft als Schulhofphänomen – dabei reichen seine Folgen häufig weit ins Erwachsenenleben hinein. Rund jede dritte Person in Deutschland gibt an, im Laufe ihres Lebens Mobbing erlebt zu haben. Besonders betroffen sind junge Erwachsene, oft im Übergang von der Ausbildung in den Beruf – der Arbeitsplatz gilt heute als häufigster Tatort. Wissenschaftliche Langzeitstudien zeigen: Wer in der Schulzeit gemobbt wurde, trägt im Erwachsenenalter ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für Depressionen, Angststörungen und ein geringes Selbstwertgefühl. Schätzungen zufolge sind 10 bis 20 Prozent aller Schüler:innen wiederholt betroffen – die Auswirkungen können noch Jahre nach dem Schulabschluss bestehen.

Über den "37°"-Kosmos

Seit mehr als 30 Jahren ist "37°" fester Bestandteil des ZDF-Programms. Mehr als 1100 Dokumentationen wurden seit dem Start am 1. November 1994 ausgestrahlt. Die Reportagereihe am Dienstagabend hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Marke entwickelt, die auf unterschiedlichen Wegen ausgespielt wird. 2009 startete das non-lineare Angebot auf Facebook. Seit 2019 ist "37°" auf Instagram aktiv, seit 2023 bei YouTube und TikTok. Im März 2022 startete das Reportageformat "37°Leben". Ziel ist es, möglichst unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Mittlerweile erreichen die Publikationen im non-linearen-Bereich der Social Media-Kanäle genauso viele Sendeminuten wie im TV – auf beiden Ausspielwegen jeweils rund 2000 Minuten pro Jahr.  

"37°" und "37°Leben" unterscheiden sich in der Machart und den Zielgruppen, die erreicht werden sollen. "37°Leben" ist eine reine O-Ton-Reportage ohne Sprechertext. Hintergrundinformationen werden durch Texte eingeblendet, auch Fachleute kommen bei Bedarf zu Wort. Die Reihe richtet sich gezielt an 25- bis 34-Jährige.  

"37°" will eine breitere Zuschauerschaft ansprechen, hat meist einen Sprechertext und begleitet die Protagonisten und Protagonistinnen über einen längeren Zeitraum.  

Zahlen, Daten, Fakten zum "37°"-Kosmos

Start der Reihe:  

Dienstag, 1. November 1994, 22.15 Uhr 
Der erste Film war "Jenseits der Schattengrenze" von Hartmut Schoen, Untertitel: "Ein Vietnamsoldat kann nicht vergessen". Erster Teil eines Dreiteilers zum Thema "Grenzen" 

Erfinder der Reihe und des Sendetitels "37°": 

Hans Helmut Hillrichs, von 1993 bis 2005 Leiter der ZDF-Hauptredaktion "Kultur und Wissenschaft".   

Erweiterung der Marke "37°":  

Seit März 2022 gibt es zudem die Reihe "37°Leben" mit mehr als 150 Filmen. 

Folgenanzahl: 

Mehr als 1100 Filme der Reihe "37°" wurden bisher im ZDF ausgestrahlt. 
Jährlich werden derzeit 30 bis 36 Sendungen in der Reihe "37°" gezeigt (dienstags um 22.15 Uhr) sowie rund 50 Sendungen in der Reihe "37°Leben" (sonntags um 9.03 Uhr) 

Zur Entstehung:  

Die Produktion einer "37°"-Sendung dauert in der Regel sechs bis zwölf Monate, angefangen von der Recherche bis zur Endfertigung. Die Dreharbeiten dauern meist zwischen drei Monaten und einem Jahr. Bei Langzeitbeobachtungen arbeiten die Autorinnen und Autoren oft auch ein Jahr und länger an einem Film. Den Rekord hält Maike Conway, die Corinne, die bei der Geburt von ihrer Mutter mit HIV infiziert wurde, bereits seit 15 Jahren begleitet. Entstanden sind bisher zwei Filme "Niemand darf es wissen" (2015), der mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, und "Ich lebe positiv" (2019). 

ZDF-Redakteurin Heike Kruse begleitet seit vielen Jahren Sarah, die mit einem transplantierten Herz lebt, durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Daraus sind bislang drei "37°"-Filme entstanden: "Sarah und ihr fremdes Herz", "Nach der Organspende" und "Happy End auf Zeit". 

ZDF-Redakteurin Ulrike Schenk begleitet seit 2015 einen jungen Geflüchteten aus Afghanistan. "Ohne Eltern im fremden Land" war der erste Film, "Dann wäre ich ein gemachter Mann" wurde 2019 gesendet und aktuell arbeitet sie an einem dritten Film über Samirs Entwicklung in Deutschland. 

Mehr als 500 Themenvorschläge gehen jährlich bei der Redaktion ein – bei rund 100 Sendeplätzen verteilt auf "37°", "37°Leben" und "37°"-YouTube bedeutet das die "Qual der Wahl". 

Reihen und Mehrteiler: 

Für "37°" entstehen auch mehrteilige Reihen wie der Dreiteiler "Die Burgis", einer besonderen Wohngemeinschaft. "37°Leben" realisiert regelmäßig Mehrteiler und Reihen. Zuletzt den Zweiteiler "Lebensretter Schule", den Dreiteiler "Auf der Suche nach dem Spirit", die Reihe "Too toxic to handle", "Becoming Dad" und "Being Dad" sowie das sechsteilige Sozialexperiment "Against all Gods – die Glaubens-WG" (Auszeichnung mit dem Deutschen Fernsehpreis 2025). 

Auszeichnungen:  

Die Reihe "37°" wurde seit 1994 mit mehr als 50 Auszeichnungen und Preisen gewürdigt. Darunter sind so wichtige Ehrungen wie der Adolf-Grimme-Preis, der Deutsche Fernsehpreis, der Bayerische Fernsehpreis und der Axel-Springer-Preis für junge Autoren sowie der Deutsche Kamerapreis. 2025 wurde das sechsteilige Sozialexperiment "Against all Gods – die Glaubens-WG" mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Infotainment ausgezeichnet.

Fotos

Pressefotos zur Sendung erhalten Sie als Download (nach Log-in), telefonisch unter 06131 – 70-16100 oder per E-Mail unter pressefoto@zdf.de.​​​​​​​

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