37°Leben – Die neuen Filme im Überblick
Reportagereihe
In der "37°Leben"-Reportagereihe erzählen junge Erwachsene ihre Geschichte und wie sie ihrem persönlichen Weg folgen. Die Filme sind reine O-Ton-Reportagen ohne Sprechertext. Die Reihe richtet sich gezielt an 25- bis 34-Jährige.
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ZDF-Streaming: Ab Freitag, 25. September 2026, 8.00 Uhr, fünf Jahre lang im ZDF streamen
ZDF: Sonntag, 27. September 2026, 9.03 Uhr
37°Leben: Being Ostdeutsch
Sie haben die DDR nie erlebt und doch spüren sie: Ostdeutsche Wurzeln prägen. Siska, 27, und Hang, 33, fühlen sich wohl in ihrer Heimat, gleichzeitig suchen sie nach ihrer Identität.
Siska stammt aus einem kleinen Dorf im Erzgebirge. Erst als Studentin in Freiburg (Breisgau) wird ihr bewusst: "Ja, ich bin ostdeutsch, anders als meine Kommilitoninnen." Deshalb will sie Brücken bauen - auch durch die Initiative "Wir sind der Osten".
Hang, 33, nennt Dresden ihre Heimat. Dort wächst sie auf, arbeitet heute als Fremdsprachenlehrerin. Als Tochter vietnamesischer Vertragsarbeiter wusste sie lange nicht, wer sie ist: Deutsche, Vietnamesin oder Viet-Deutsche? Keine der drei Kulturen schien zu passen.
Im Film begibt sie sich auf Spurensuche, fährt nach Radebeul, wo ihre Eltern 1987 ankamen. Sie weiß: "Mein Leben ist gut und hier in Dresden" - ohne altes Rollendenken, ohne Unterordnung der Frau unter den Mann.
ZDF-Streaming: Donnerstag, 1. Oktober 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang streamen
ZDF: Sonntag, 4. Oktober 2026, 9.03 Uhr
37°Leben: Knapp bei Kasse
Folge 1: Arm trotz Arbeit
Luisa (31) aus Leipzig muss als alleinerziehende Mutter und Lieferfahrerin jeden Monat rechnen. Yuna (23) aus Frankfurt arbeitet als Pflegekraft plus Nebenjob. Beide sind knapp bei Kasse.
Luisa hat zwei Söhne und versucht, mit ihrem Geld bis zum Monatsende durchzukommen. Yuna arbeitet in der Kinderklinik, jobbt zusätzlich und engagiert sich gewerkschaftlich. Beide geben alles – doch für Miete, Schulden und Lebensmittel reicht ihr Einkommen kaum.
Luisa und ihre kleine Familie sind auf staatliche Hilfe angewiesen. Ihre beiden Kinder benötigen besondere Unterstützung. Der familiäre Alltag ist eng getaktet: Schule, Kita, Therapien, Jugendamt, Familienhilfe – und dazwischen die Arbeit auf dem Fahrrad, um finanziell über Wasser zu bleiben.
Yuna arbeitet auf der Kinderstation der Uniklinik Frankfurt am Main. Neben ihrem Drei-Schicht-System jobbt sie zusätzlich in einem Escape Room. Gleichzeitig engagiert sie sich gewerkschaftlich und kämpft für bessere Bedingungen in der Pflege. Das Leben und Wohnen in der Großstadt ist teuer, hinzu kommen Schulden, die sie abstottern muss. Wenn sie mit Freunden ausgeht, bezahlen oft die anderen. Zwei Frauen, zwei unterschiedliche Lebenssituationen – und eine gemeinsame Erfahrung: Arbeit allein schützt nicht vor existenziellen Nöten.
"Arm trotz Arbeit" ist die erste Folge des 37°Leben-Zweiteilers "Knapp bei Kasse".
ZDF-Streaming: Donnerstag, 1. Oktober 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang streamen
ZDF: Sonntag, 11. Oktober 2026, 9.03 Uhr
37°Leben: Knapp bei Kasse
Folge 2: Selbständig am Limit
Zwischen Unternehmer-Mut und harter Realität: Zwei junge Selbstständige wagen alles – mit hohen Schulden, Millioneninvestitionen und einer ungewissen Zukunft. Lohnt sich die Aufopferung?
Schirin (31) hat knapp 100.000 Euro Schulden und kämpft mit ihrem Laden ums Überleben im Einzelhandel. Milchbauer Tim (24) investiert eine Million Euro in seinen neuen Stall. Zwei junge Selbstständige zwischen Hoffnung, Verzicht und schwerer Belastungsprobe.
Schon 2024 stand Schirins Selbstständigkeit vor dem Aus: Die Geschäftsfrau gerät in eine finanzielle Schieflage und muss ihren Geschenkeladen bei Dresden schließen. Dank Familie und Stammkunden schafft sie den Neustart. Ihr Vater und ein Anwalt unterstützen sie beim Schuldenabbau. Zum Leben bleiben Schirin zurzeit monatlich nur 1.000 Euro.
Tim betreibt mit seinen Eltern und seiner Freundin Tia bei Oldenburg einen Milchviehbetrieb. Doch damit alle vom Milchgeld leben können, braucht die Familie mehr Vieh und einen neuen Stall. Nach vier Jahren Planung ist der nun fertig, doch ob sich die enorme Arbeit rentiert, ist angesichts komplizierter Bürokratie und unberechenbarer Marktbedingungen ungewiss.
Die "37°Leben"-Reportage zeigt, wie Schirin und Tim diesem Druck die Stirn bieten und was sie dabei emotional und mental durchmachen und wie die Menschen, die zu ihnen halten, sie dabei unterstützen.
"Selbständig am Limit" ist die zweite Folge von "37°Leben: Knapp bei Kasse".
ZDF-Streaming: Freitag, 16. Oktober 2026, 5.00 Uhr, fünf Jahre lang streamen
ZDF: Sonntag, 18. Oktober 2026, 9.03 Uhr
37°Leben
Mobbing: Unsichtbare Narben
Juliane wurde in der Schule jahrelang gedemütigt, Nils über Jahre gemobbt. Beide tragen die Folgen bis heute. Wie lebt man mit einer Vergangenheit, die sich nicht abschütteln lässt?
Juliane arbeitet heute als Erzieherin und leitet ein Präventionsprogramm gegen Mobbing. Nils ist Bilanzbuchhalter und lebt mit einer posttraumatischen Belastungsstörung. Nach Jahren des Schweigens suchen beide nach Wegen zurück zu Vertrauen und Selbstwertgefühl.
Juliane Weber (34) wird von der Einschulung bis zur 9. Klasse in Süddeutschland von Mitschüler:innen beleidigt, ausgegrenzt und körperlich angegangen. Die Lehrkräfte seien nicht eingeschritten, sagt sie. Eine Lehrerin zerreißt vor der ganzen Klasse ihr gemaltes Tigerbild: „Das ist viel zu hässlich, um draußen aufgehängt zu werden.“ Ihre Eltern glauben ihr und suchen das Gespräch mit der Schule, ein Wechsel ist trotzdem nicht möglich. Heute ist Juliane Erzieherin, leitet ein Präventionsprogramm gegen Mobbing und versucht, Kindern das zu geben, was ihr selbst fehlte. Der Film begleitet sie im Alltag mit ihrem Mann, ihrer Tochter Leni und ihrer Mutter – und bei ihrem großen Hobby: Als Mitglied eines historischen Vereins fühlt sich Juliane auf Renaissance-Festen in historischen Gewändern besonders wohl.
Nils Rohleder (34) wird ab seinem 13. Lebensjahr über Jahre ausgegrenzt, gedemütigt und schließlich Opfer körperlicher Gewalt: Auf einer Hausparty wird er von mehreren Personen angegriffen, seine Nase wird gebrochen. Die Folgen dieser Zeit reichen bis in sein heutiges Leben: Nils lebt mit einer posttraumatischen Belastungsstörung, Panikattacken und tiefem Misstrauen gegenüber anderen Menschen. Mehrere stationäre Klinikaufenthalte und eine beginnende Therapie markieren für ihn einen Wendepunkt. Der Film begleitet Nils unter anderem im Schwimmbad, das ihm hilft, zur Ruhe zu kommen, bei Spaziergängen mit seinem Freund Markus und beim Kegeln in seinem Verein – aber auch an Orten seiner Vergangenheit: der alten Wohnsiedlung, dem Bolzplatz und dem Parkplatz, an dem er einst angegriffen wurde.
Juliane und Nils verbindet die Erfahrung, über Jahre nicht geschützt worden zu sein – und der Wunsch, sich ihre Stimme und ihr Selbstwertgefühl zurückzuerobern.
Mobbing gilt oft als Schulhofphänomen – dabei reichen seine Folgen häufig weit ins Erwachsenenleben hinein. Rund jede dritte Person in Deutschland gibt an, im Laufe ihres Lebens Mobbing erlebt zu haben. Besonders betroffen sind junge Erwachsene, oft im Übergang von der Ausbildung in den Beruf – der Arbeitsplatz gilt heute als häufigster Tatort. Wissenschaftliche Langzeitstudien zeigen: Wer in der Schulzeit gemobbt wurde, trägt im Erwachsenenalter ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für Depressionen, Angststörungen und ein geringes Selbstwertgefühl. Schätzungen zufolge sind 10 bis 20 Prozent aller Schüler:innen wiederholt betroffen – die Auswirkungen können noch Jahre nach dem Schulabschluss bestehen.
Staffel 2: sechs neue Folgen
ZDF-Streaming: Ab Freitag, 23. Oktober 2026, 05.00 Uhr, fünf Jahre lang abrufbar
ZDF: Ab Sonntag, 25. Oktober 2026, 09.03 Uhr
"Against all Gods – Die Glaubens-WG", 2025 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet, geht in die zweite Runde: Eine Jüdin, eine Muslima, eine Protestantin, ein Buddhist, ein Hinduist und ein Atheist leben sechs Tage lang zusammen unter einem Dach. In sechs Folgen werden sie nicht nur mit den unterschiedlichen Ansichten ihrer Mitbewohnerinnen und Mitbewohner konfrontiert, sondern auch mit schwierigen Fragen: Wie will ich sterben? Wie bewege ich mich in einer Welt zwischen Krieg und Klimakrise? Und was passiert eigentlich, wenn ich als religiöser Mensch meine Ehe beende? Prominente Gäste wie Journalistin und Autorin Hanna Heim,
ZDF-Streaming-Portal: Ab 23.Oktober 2026, 05.00 Uhr, alle Folgen fünf Jahre lang abrufbar
ZDF: Sonntag, 25. Oktober 2026, 09.03 Uhr
Folge 1: Das Experiment beginnt
Ankunft in Bockwitz, Sachsen: Sechs junge Menschen, die sich nie zuvor begegnet sind, beziehen für eine Woche einen Vierseithof auf dem Land. Judentum, Islam, Christentum, Buddhismus, Hinduismus und Atheismus unter einem Dach – kann das gutgehen? Atheist Denis und Hindu Saran sind die Ersten, die ankommen, und stehen noch etwas unbeholfen bei Snacks und Getränken im Garten unter der Weide. Für eine erste Überraschung sorgt Muslima Doha: Sie reist nicht allein an, sondern bringt ihren kleinen Sohn mit. Als Lien und Titou dazustoßen, weiß man zunächst gar nicht, wer buddhistisch und wer jüdisch ist? Die Nervosität unter den WG-Mitgliedern weicht mit der Ankunft der evangelischen Frohnatur Laura, die die Runde komplett macht. Doch bevor der Hof bezogen werden kann, muss erst einmal der Weg freigeräumt werden, denn: Ein Meer aus Luftballons, versehen mit Karten auf denen einschlägige Vorurteile zu Glaube und Religion zu lesen sind, lädt zur ersten hitzigen Diskussion ein. Was ist heiße Luft – und wo steckt Wahrheit drin? Und warum ist da immer dieser eine Elefant, der sich Nahostkonflikt nennt? Beim "ersten Abendmahl" wird weiter diskutiert: Auf die Teller wurden Fragen geschrieben, zu denen sich die Sechs während des Essens positionieren und über die sie ins Gespräch kommen. Der Abend zeigt: Hier wird noch einiges auf den Tisch kommen.
ZDF-Streaming-Portal: Ab 23. Oktober 2026, 05.00 Uhr, alle Folgen fünf Jahre lang abrufbar
ZDF: Sonntag, 1. November 2026, 09.03 Uhr
Folge 2: Dürfen wir Gott spielen?
Die erste Nacht ist überstanden, zum Frühstück gibt es Deep Talk. Das Wetter an diesem Tag: grau und regnerisch – ist das ein Omen für die schweren Themen, die anstehen? Die Diskussion im Haus wird jäh unterbrochen, als plötzlich ein Hula-Hoop-Reifen die Treppe herunter poltert, an dem die Frage des Tages befestigt ist: Dürfen wir Gott spielen?
Auf dem Dachboden findet der "Teufelskreis" statt. Darin diskutieren die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner über Folgendes: Sollte der Mensch über sein eigenes Lebensende selbst entscheiden? Ist es ok, wenn sich eine Frau entscheidet, ihre Schwangerschaft abzubrechen? Komplexe Fragen. Einmal steht Denis mit seiner Meinung allein im Kreis der Mitbewohnerinnen und -bewohner. Eine Erfahrung, die der Atheist in der Glaubens-WG noch häufiger machen wird. Meinungen sind verschieden und das ist okay, aber nicht immer leicht zu verdauen. Am Nachmittag kommt die erste Besucherin an: Journalistin und Autorin Hanna Heim liest aus ihrem Buch, in dem sie über den assistierten Suizid ihrer Großeltern schreibt. Das Gespräch bewegt alle – besonders Laura. Und während Lien lieber nicht darüber nachdenken will, wie sie einmal sterben möchte, zeigt sich am Ende dieses Tages vor allem eins: Es gibt Differenzen.
ZDF-Streaming-Portal: Ab 23. Oktober 2026, 05.00 Uhr, alle Folgen fünf Jahre lang abrufbar
ZDF: Sonntag, 8. November 2026, 09.03 Uhr
Folge 3: Es wird heiß!
Nach zwei intensiven Tagen sehnt sich die WG nach etwas Leichtigkeit – und bekommt sie. Mit Sex-Expertin, Autorin und Podcasterin Susanna Bouchain steht plötzlich eine Besucherin im Garten, deren Themen Aufklärung, weibliche Lust und Dating sind. Heute geht es um Liebe, Sex und Partnerschaft. Die Sechs nehmen gemeinsam mit Susanna Datingprofile unter die Lupe und diskutieren, was aus ihrer – auch religiös geprägten – Perspektive ein "Go" und was ein klares "No no no" ist. Dabei offenbaren die Sechs viel darüber, welche Art von Partnerschaft sie selbst suchen oder führen. Holy Shit, danach wird es pikant: Susanna trägt Zitate aus den religiösen Schriften vor und die WG muss raten, woher sie stammen. Während Laura beim Thema erstaunlich progressiv ist, ist Doha die Situation manchmal sichtlich unangenehm. Und Titou? Der braucht Abkühlung und macht es sich im Pool bequem. Die Stimmung ist streckenweise ausgelassen, doch spätestens beim Thema "Sex vor der Ehe" diskutieren sie hitzig – Männer wie Frauen. Was ist, wenn der Ehemann nicht weiß, wo die Klitoris ist? Sind Adam und Eva nicht auch ohne Trauschein "ein Fleisch" geworden? Am Ende des Tages steht fest: Über kaum etwas lässt sich so ehrlich streiten und so befreiend lachen wie über die intimsten Dinge des Lebens.
ZDF-Streaming-Portal: Ab 23. Oktober 2026, 05.00 Uhr, alle Folgen fünf Jahre lang abrufbar
ZDF: Sonntag, 15. November 2026, 09.03 Uhr
Folge 4:Die Hölle öffnet sich
Lien wird heute nicht dabei sein, denn es ist Schabbat. Den anderen hat sie ausführlich erklärt, was der wöchentliche Ruhetag für Jüdinnen und Juden bedeutet – und, dass auch das Filmen der Glaubens-WG Arbeit ist. Auch das hat an diesem Tag zu ruhen. Ihre Abwesenheit ist spürbar und wirft in der Gruppe Fragen auf: Wer entscheidet, wie streng jemand seinen Glauben lebt? Und was bedeutet Toleranz wirklich? Dann sorgt der erste Ausflug für die lang ersehnte Flucht vom eigentlich so idyllischen Hof. Nun heißt es, Badesachen einpacken, es geht ins Waldbad Colditz. Zwischen Wasserrutsche, Sonnencreme und Pommes genießt die Gruppe eine unbeschwerte Auszeit. Doha präsentiert sich stolz in ihrem Burkini – und merkt schnell, dass sie die einzige Person im ostdeutschen Freibad ist, die ihren ganzen Körper bedeckt. Die Sechs verbringen einen harmonischen Nachmittag, an dem noch niemand ahnt, was ihnen am Abend bevorsteht. Zurück auf dem Hof, es ist mittlerweile stockdunkel, liegen sechs Taschenlampen und eine geheimnisvolle Notiz parat. Ihr Weg führt die WG in die Scheune. Dort erleben sie eine immersive Installation mit dem Titel "Sieben Minuten in der Hölle" – eine Interpretation der sieben Todsünden, die sie bildlich erleben, hören und fühlen. Währenddessen setzen sich die Sechs damit auseinander, wie pfleglich der Mensch mit Gottes Schöpfung, also miteinander, umgeht. Sichtlich beeindruckt und gefordert diskutiert die Gruppe danach bis in die Nacht: Kann Religion in einer Welt, die permanent zur Maßlosigkeit einlädt, ein Korrektiv sein? Kann es den guten Menschen überhaupt geben?
ZDF-Streaming-Portal: Ab 23. Oktober 2026, 05.00 Uhr, alle Folgen fünf Jahre lang abrufbar
ZDF: Sonntag, 22. November 2026, 09.03 Uhr
Folge 5: Wild Wild Ost
Was aussieht wie ein Kaffeeklatsch in Großmutters Garten, entpuppt sich schnell als ein ernstes Treffen: Auf der Torte prangt in Glasur ein Satz, der nur schwer verdaulich ist: "Wir sind das Volk. Ihr nicht." Es geht um Zugehörigkeit, Ausgrenzung und die Frage, wie viel Wahrheit im Klagelied über den "bösen Osten" steckt. In der Runde erzählen die Sechs von ihren eigenen Erfahrungen – davon, wie sichtbar oder unsichtbar ihr Glaube im Alltag ist und was das mit ihnen macht. Dann bekommt die WG erneut Besuch: Robert Zillmann, Bürgermeister der Stadt Colditz, lädt zu einer Planwagenfahrt durch seine Heimat ein. Unterwegs spricht er offen über die Spannungsfelder der Region und möchte mit dem Narrativ des problematischen Ostens aufräumen. Ein Zwischenstopp führt die Gruppe in eine evangelische Kirche, wo sie mit der Pfarrerin über Glauben und Religion in Ostdeutschland ins Gespräch kommt. Die Fahrt endet am Heimatturm, wo die Colditzer das 125-jährige Jubiläum feiern. Dort überreicht Bürgermeister Robert Zillmann der WG eine Kiste mit Losen, die die Sechs in Zufallsbegegnungen mit den Menschen am Heimatturm schicken. In diesen Begegnungen werden mal ernste Fragen, mal augenzwinkernde Aufgaben gestellt. Müde, aber glücklich kehrt die Gruppe zurück auf den Hof – mit der Erkenntnis: "Wild Wild Ost" hat viel zu bieten und nicht alle "Ossies" sind böse. Die WG-Zeit neigt sich dem Ende, für die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner geht auf dem Hof in Sachsen nur noch einmal die Sonne auf. Doch wird sie, symbolisch gesehen, auch scheinen?
ZDF-Streaming-Portal: Ab 23. Oktober 2026, 05.00 Uhr, alle Folgen fünf Jahre lang abrufbar
ZDF: Sonntag, 29. November 2026, 09.03 Uhr
Folge 6: HAHAHALLELUJA!
Der letzte Tag beginnt entspannt und früh. Die Hoffnung auf einen ruhigen Abschluss währt jedoch nur kurz. Mit Kabarettistin Tereza Hossa steht eine Besucherin vor der Tür, die mit österreichischem Charme durch den Tag führt. Sie präsentiert Witze, Cartoons und Satire rund um Religion, und die Gruppe entscheidet, was lustig ist und was und warum es zu weit geht. Die Gespräche sind alles andere als heiter, die Auseinandersetzung bringt die Gruppendynamik ins Wanken. Endet das Experiment doch nicht so glimpflich, wie erhofft? Zum Abschluss steht "Holy Karaoke" auf dem Programm: Jede und jeder bekommt eine Powerpoint-Präsentation zugeteilt, die eine Religion zum Thema hat und muss sie mit Herz und vor allem Humor präsentieren – natürlich ist es nicht die eigene, gelebte Religion. Der Clou: Die Sechs sehen den Inhalt der Präsentation erst, als sie vor ihrem Publikum stehen.
Die Abschiedsworte der WG-Mitglieder zeigen, wo unerwartete Allianzen entstanden sind und wie emotional die WG-Bewohnerinnen und WG-Bewohner miteinander umgehen – obwohl nicht immer "Friede, Freude, Eierkuchen" herrscht.
Seit mehr als 30 Jahren ist "37°" fester Bestandteil des ZDF-Programms. Mehr als 1100 Dokumentationen wurden seit dem Start am 1. November 1994 ausgestrahlt. Die Reportagereihe am Dienstagabend hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Marke entwickelt, die auf unterschiedlichen Wegen ausgespielt wird. 2009 startete das non-lineare Angebot auf Facebook. Seit 2019 ist "37°" auf Instagram aktiv, seit 2023 bei YouTube und TikTok. Im März 2022 startete das Reportageformat "37°Leben". Ziel ist es, möglichst unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Mittlerweile erreichen die Publikationen im non-linearen-Bereich der Social Media-Kanäle genauso viele Sendeminuten wie im TV – auf beiden Ausspielwegen jeweils rund 2000 Minuten pro Jahr.
"37°" und "37°Leben" unterscheiden sich in der Machart und den Zielgruppen, die erreicht werden sollen. "37°Leben" ist eine reine O-Ton-Reportage ohne Sprechertext. Hintergrundinformationen werden durch Texte eingeblendet, auch Fachleute kommen bei Bedarf zu Wort. Die Reihe richtet sich gezielt an 25- bis 34-Jährige.
"37°" will eine breitere Zuschauerschaft ansprechen, hat meist einen Sprechertext und begleitet die Protagonisten und Protagonistinnen über einen längeren Zeitraum.
Start der Reihe:
Dienstag, 1. November 1994, 22.15 Uhr
Der erste Film war "Jenseits der Schattengrenze" von Hartmut Schoen, Untertitel: "Ein Vietnamsoldat kann nicht vergessen". Erster Teil eines Dreiteilers zum Thema "Grenzen"
Erfinder der Reihe und des Sendetitels "37°":
Hans Helmut Hillrichs, von 1993 bis 2005 Leiter der ZDF-Hauptredaktion "Kultur und Wissenschaft".
Erweiterung der Marke "37°":
Seit März 2022 gibt es zudem die Reihe "37°Leben" mit mehr als 150 Filmen.
Folgenanzahl:
Mehr als 1100 Filme der Reihe "37°" wurden bisher im ZDF ausgestrahlt.
Jährlich werden derzeit 30 bis 36 Sendungen in der Reihe "37°" gezeigt (dienstags um 22.15 Uhr) sowie rund 50 Sendungen in der Reihe "37°Leben" (sonntags um 9.03 Uhr)
Zur Entstehung:
Die Produktion einer "37°"-Sendung dauert in der Regel sechs bis zwölf Monate, angefangen von der Recherche bis zur Endfertigung. Die Dreharbeiten dauern meist zwischen drei Monaten und einem Jahr. Bei Langzeitbeobachtungen arbeiten die Autorinnen und Autoren oft auch ein Jahr und länger an einem Film. Den Rekord hält Maike Conway, die Corinne, die bei der Geburt von ihrer Mutter mit HIV infiziert wurde, bereits seit 15 Jahren begleitet. Entstanden sind bisher zwei Filme "Niemand darf es wissen" (2015), der mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, und "Ich lebe positiv" (2019).
ZDF-Redakteurin Heike Kruse begleitet seit vielen Jahren Sarah, die mit einem transplantierten Herz lebt, durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Daraus sind bislang drei "37°"-Filme entstanden: "Sarah und ihr fremdes Herz", "Nach der Organspende" und "Happy End auf Zeit".
ZDF-Redakteurin Ulrike Schenk begleitet seit 2015 einen jungen Geflüchteten aus Afghanistan. "Ohne Eltern im fremden Land" war der erste Film, "Dann wäre ich ein gemachter Mann" wurde 2019 gesendet und aktuell arbeitet sie an einem dritten Film über Samirs Entwicklung in Deutschland.
Mehr als 500 Themenvorschläge gehen jährlich bei der Redaktion ein – bei rund 100 Sendeplätzen verteilt auf "37°", "37°Leben" und "37°"-YouTube bedeutet das die "Qual der Wahl".
Reihen und Mehrteiler:
Für "37°" entstehen auch mehrteilige Reihen wie der Dreiteiler "Die Burgis", einer besonderen Wohngemeinschaft. "37°Leben" realisiert regelmäßig Mehrteiler und Reihen. Zuletzt den Zweiteiler "Lebensretter Schule", den Dreiteiler "Auf der Suche nach dem Spirit", die Reihe "Too toxic to handle", "Becoming Dad" und "Being Dad" sowie das sechsteilige Sozialexperiment "Against all Gods – die Glaubens-WG" (Auszeichnung mit dem Deutschen Fernsehpreis 2025).
Auszeichnungen:
Die Reihe "37°" wurde seit 1994 mit mehr als 50 Auszeichnungen und Preisen gewürdigt. Darunter sind so wichtige Ehrungen wie der Adolf-Grimme-Preis, der Deutsche Fernsehpreis, der Bayerische Fernsehpreis und der Axel-Springer-Preis für junge Autoren sowie der Deutsche Kamerapreis. 2025 wurde das sechsteilige Sozialexperiment "Against all Gods – die Glaubens-WG" mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Infotainment ausgezeichnet.
Pressefotos zur Sendung erhalten Sie als Download (nach Log-in), telefonisch unter 06131 – 70-16100 oder per E-Mail unter pressefoto@zdf.de.
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