Thomas Thieme in "Der namenlose Tag", Copyright: ZDF/Conny Klein
Thomas Thieme in "Der namenlose Tag", Copyright: ZDF/Conny Klein

Das ZDF auf dem Filmfest Hamburg 2017

5. - 14. Oktober 2017

Das ZDF ist mit 17 Produktionen auf dem diesjährigen Filmfest Hamburg vom 05. – 14. Oktober 2017 vertreten. Acht ZDF-Produktionen werden in der Sektion "16:9 - Fernsehen im Kino" gezeigt; davon stehen sechs Filme im Wettbewerb um den "Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehprodukti­onen": "Angst – Der Feind in meinem Haus", "Dengler – Die schützende Hand", "Der namenlose Tag", "Die Familie", "Reich oder tot" und "Wenn Frauen ausziehen".

Texte

Das ZDF auf dem Filmfest Hamburg 2017

Mit 17 Produktionen ist das ZDF auf dem 25. Hamburger Filmfest vom 5. bis 14. Oktober 2017 vertreten. Acht ZDF-Produktionen werden in der Sektion "16:9 - Fernsehen im Kino" gezeigt; davon stehen sechs Filme im Wettbewerb um den "Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehprodukti­onen":

Im Psychothriller "Angst – Der Feind in meinem Haus" - Thomas Bergers Verfilmung von Dirk Kurbjuweits Roman "Angst" - stalkt Herr Tiberius (Udo Samel) seine neuen Nachbarn (Heino Ferch, Anja Kling) und treibt sie zum Äußersten.

Lars Kraume inszeniert "Dengler – Die schützende Hand" als einen auf Tatsachen basierenden Thriller über den NSU-Skandal, mit Ronald Zehrfeld und Birgit Minichmayr in den Hauptrollen.

Volker Schlöndorff verfilmt mit "Der namenlose Tag" den gleich­namigen Bestseller von Friedrich Ani um den frisch pensionierten Kriminalhauptkommissar Jakob Franck (Thomas Thieme), der mit einem alten Fall konfrontiert wird.

In "Die Familie" von Constanze Knoche wird ein Selbstfindungs-seminar für die 16-jährige Isabell (Stephanie Amarell) zum Alb­traum.

Ein Banküberfall mit Geiselnahme hält die Kiez-Ermittler Diller (Nicholas Ofczarek) und Kessel (Fritz Karl) in Lars Beckers Thril­ler "Reich oder tot" in Atem.

Die junge Gastwirtin Paula (Anna Maria Mühe) setzt in Matthias Tiefenbachers Komödie "Wenn Frauen ausziehen" auf Frauen­solidarität, um das Angebot eines Investors gegen den Wider­stand der männlichen Dorfbewohner durchzusetzen.

Zwei ZDF-Produktionen laufen in der Sektion "16:9" außerhalb des Wettbewerbs: Mit "Bella Block – Am Abgrund" (Buch und Regie: Rainer Kaufmann) und "Bella Block – Stille Wasser" (Regie: Jo Baier, Buch: Beate Langmaack) verabschiedet sich Hannelore Hoger als eine der dienstältesten Ermittlerinnen des deutschen Fernsehens in den Ruhestand.

Die ZDF/ARTE-Koproduktion "Licht" - in der Sektion "Freihafen" für den "Hamburger Produzentenpreis für Europäische Kino-Koproduktionen" nominiert - spielt in Wien 1777. Die früh erblin­dete 18-jährige Maria Theresia "Resi" Paradies wird dem wegen seiner neuartigen Methoden umstrittenen Arzt Franz Anton Mesmer anvertraut. Als das Klavier-Wunderkind Resi in Folge der Behandlung erste Bilder wahrzunehmen beginnt, scheint ihre mu­sikalische Virtuosität verloren zu gehen.

Der pakistanisch-deutsche Dokumentarfilm "Azmaish – A Journey Through The Subcontinent", ebenfalls eine ZDF/ARTE-Produktion, läuft in der Sektion "Asia Express – Filmkulturen aus Fernost". Zusammen mit der Bollywood-Schau­spielerin Kalki Koechlin begibt sich die Filmemacherin Sabiha Sumar auf die Reise durch den indisch-pakistanischen Subkontinent, um die heutigen Konflikte in und zwischen den bei­den Ländern zu erkun­den.

Angst – Der Feind in meinem Haus - Psychothriller, Deutschland 2017, Sektion "16:9 – Fernsehen im Kino"

Vorführung: Freitag, 06. Oktober 2017, 21.30 Uhr, CinemaxX 3

Der Sendetermin im ZDF: Montag, 16. Oktober 2017, 20.15 Uhr ("Fernsehfilm der Woche")

Buch: Dirk Kurbjuweit nach seinem Roman "Angst"

Regie: Thomas Berger

Kamera: Frank Küpper

Szenenbild: Benedikt Herforth

Kostüm: Natascha Curtius-Noss

Musik: Christoph Zirngibl

Montage: Lucas Seeberger

Produktion: Network Movie Film Produktion GmbH, Hamburg

Herstellungsleitung: Roger Daute

Produktionsleitung: Andrea Bockelmann

Produzentin: Jutta Lieck-Klenke

Redaktion: Daniel Blum

Länge: 89 Minuten

Rollen/Darsteller

Randolph Tiefenthaler: Heino Ferch

Rebecca Tiefenthaler: Anja Kling

Dieter Tiberius: Udo Samel

Hermann Tiefenthaler: Dietrich Hollinderbäumer

Sebastian: Hary Prinz

Anwältin: Sandra Borgmann

Richterin: Lena Stolze

Klaus Tiberius: Gustav Peter Wöhler

und andere

Inhalt: Randolph Tiefenthaler und seine Frau Rebecca ziehen mit ihren beiden Kindern in eine schöne Stadtvilla aus der Gründerzeit. Be­dingung für den Kauf des Hauses war, dass Herr Tiberius, der Bruder des ehemaligen Besitzers, weiterhin im Souterrain wohnt. Aus anfänglich netten Aufmerksamkeiten des älteren Herrn wird schnell übergriffiges Verhalten. Tiberius belästigt erst Rebecca und stalkt schließlich die ganze Familie. Er behauptet sogar ge­genüber der Polizei, die Kinder würden von den Eltern sexuell missbraucht. Die Familie hat keinen Raum mehr, in den sie sich zurückziehen kann. Die Eltern sind hilflos und wissen sich nicht wirklich zu wehren gegen den Nachbarn im Souterrain. Bei den Tiefenthalers liegen die Nerven blank, statt Alltag herrscht nur noch Angst. Doch weder von der Polizei noch von einer Anwältin ist Unterstüt­zung zu erwarten. Da bietet Hermann Tiefenthaler, Polizist in Pension, seinem Sohn Hilfe an.

Umfassendes Pressematerial inklusive Interviews und Statements finden Sie unter https: https://presseportal.zdf.de/pm/angst-der-feind-in-meinem-haus/

Azmaish – A journey through the subcontinent - Dokumentarfilm, Pakistan/Deutschland 2017, Sektion "Asia Express – Filmkulturen aus Fernost"

Vorführung: Dienstag, 10. Oktober 2017, 19.00 Uhr, Metropolis

Buch: Sabiha Sumar, Julia Rose, Sachithanandam Sathananthan

Regie: Sabiha Sumar

Kamera: Claire Pijman, Peter Burgmann

Schnitt: Martin Hoffmann

Produktion: Vidhi Films, Karachi

Produzent: Sachithanandam Sathananthan

Redaktion: Kathrin Brinkmann (ZDF/ARTE)

Länge: 58 Minuten

Rollen/Darsteller

Kalki Koechlin und andere

Vor 70 Jahren, im August 1947, wurde das ehemals unter briti­scher Kolonialherrschaft stehende Territorium Britisch-Indien entlang religiöser Linien zweigeteilt, und es kam zur Gründung zweier unabhängiger Staaten: Indien und Pakistan. Bis heute sind die Wunden der Teilung spürbar, bis heute prägen sie die Politik der seitdem verfeindeten Nachbarländer. Für die Filmemacherin Sabiha Sumar sucht Pakistan noch immer seinen Weg, seine Identität. Ihr Vater übersiedelte 1947 zusam­men mit 60 Millionen anderen Muslimen aus Indien nach Pakistan in der Hoffnung, dass die Feudalgesellschaft in einen säkularen, industrialisierten Staat umgewandelt werden könne, der eine feste Grundlage für eine starke Demokratie sein würde. Doch dieser Traum scheiterte. Korrupte Eliten und mächtige Feudalherren re­gieren bis heute das Land, das sich 1956 als Islamische Republik gründete und den Islam zur Staatsreligion erklärte. Doch nicht nur in Pakistan, sondern auch in Indien, das sich als säkularer Staat gründete, ist der religiöse Fundamentalismus heute auf dem Vormarsch. Aus der Sicht der indischen Volkspar­tei BJP, die seit 2014 mit Narrenda Modi den Premierminister stellt, ist Indien in erster Linie das Land der Hindus und des Hin­duismus; Religion und Kultur der Mehrheit sollen den Ton ange­ben – und die Minderheiten, vor allem die rund 170 Millionen indi­schen Muslime, haben sich anzupassen. Zusammen mit der indischen Bollywood-Schauspielerin Kalki Koechlin begibt sich Sabiha Sumar auf eine Reise durch den Subkontinent, um die heutigen Konflikte in und zwischen den bei­den Ländern zu erkunden und nach den Ursachen des zuneh­menden religiösen Fundamentalismus und friedlichen Lösungen zu suchen.

Der Film feierte seine Weltpremiere auf dem Filmfestival in Locarno und lief im September auf dem Filmfestival in Toronto.

Bella Block – Am Abgrund - Krimi, Deutschland 2017, Sektion "16:9 – Fernsehen im Kino"

Vorführung: Freitag, 13. Oktober 2017, 19.00 Uhr, CinemaxX 3

Buch: nach einer Vorlage von Susanne Schneider

Regie: Rainer Kaufmann

Kamera: Klaus Eichhammer

Ton: Jörg Krieger

Musik: Martin Probst

Mischung: Richard Borowski

Music Supervision: Hansjörg Kohli         

Schnitt: Tina Freitag

Szenenbild: Dominik Kremerskothen

Kostüm: Lucie Bates

Maske: Stephanie Zorn, Stefanie Gredig

Casting: Nina Haun

Casting Kinder: Patrick Dreikauss

Produktion: UFA FICTION GmbH

Producerin: Karoline Griebner

Herstellungsleitung: Dirk Ehmen

Herstellungskoordination: Marina Saczewski

Produktionsleitung: Martin Hämer

Produzent: Joachim Kosack

Redaktion: Pit Rampelt

Länge: 95 Minuten

Rollen / Darsteller

Bella Block: Hannelore Hoger

Klaus Dieter Mehlhorn: Hansjürgen Hürrig

Jan Martensen: Devid Striesow

Malte Schnaak: Rainer Bock

Assistentin Marion: Viktoria Steibner

Simon Abendroth: Rudolf Kowalski

Thorsten Müller: Max Hopp

Beerholt: Kai Ivo Baulitz

Bianca Kling: Corinna Harfouch

Dr. Saalacher: Stephan Bissmeier

Maaslich: Aljoscha Stadelmann

Werl: Alexander Czerwinski

Raven Morlock: Sabin Tambrea

Tabea: Lilith Stangenberg

Muzzi: Alexandru Cirnaela   

Nuri: Zoran Pingel

Tarek: Mert Dincer

Faris: Jann-Piet Puddu

Djamal: David Ganser

und andere

Inhalt: Kurz vor seinem Ruhestand lädt Staatsanwalt Mehlhorn Bella Block zu einem Essen ein, um sie bei seinem letzten, brisanten Fall um Hilfe zu bitten. Doch bevor er Bella ins Vertrauen ziehen kann, wird Mehlhorn durch einen Anschlag getötet, dem Bella nur durch einen Zufall entkommt. Die Ermittlungen führen Kommissar Schnaak und Bella in einen Sumpf aus Korruption und Amtsmissbrauch in den Reihen der Hamburger Justiz und einer städtischen Wohnungsbaugesell­schaft. Deren unsaubere Entmietungspraktiken können bei wider­borstigen Altmietern auch schon mal tödlich enden. Wem war Mehlhorn zu dicht auf der Spur, dass er sterben musste? Durch seine geheim gehaltenen Unterlagen rücken angesehene Bürger der Stadt ins Visier: ein städtischer Baudirektor und seine Schwester, eine bekannte Familienrichterin, ein berüchtigter Im­mobilien-Anwalt, aber auch Mehlhorns Vorgesetzter, Hamburgs Generalstaatsanwalt. Als Bella bei ihnen nachforscht, schaltet der Anwalt den zwielichtigen Raven Morlock ein. Der grausame Chef einer Einbruchsbande von Kindern soll Bella zum Schweigen bringen. Simon Abendroth besucht nach seiner Weltreise Bella. Jedoch kann auch er sie nicht von ihren lebensgefährlichen Nachfor­schungen abhalten. Der aus der Provinz Bella zur Hilfe eilende Jan Martensen wird selbst zum Spielball der Machenschaften Morlocks. Aber unbeirrt geht Bella ihren Weg gegen das Böse.

Bella Block – Stille Wasser - Krimi, Deutschland 2017, Sektion "16:9 – Fernsehen im Kino"

Vorführung: Freitag, 13. Oktober 2017, 16.30, CinemaxX 3

Der Sendetermin im ZDF: Samstag, 28.Oktober 2017, 20.15 Uhr ("Der Samstagskrimi")

Buch: Beate Langmaack

Regie: Jo Baier

Kamera: Stefan Unterberger

Ton: Paul Oberle

Musik: Fabian Römer

Mischung: Richard Borowski

Music Supervision: Hansjörg Kohli

Schnitt: Dirk Grau

Szenenbild: Pierre Pfundt

Kostüm: Petra Neumeister

Maske: Kathi Kullack, Lea Gerling

Casting: Nina Haun

Produktion: UFA FICTION GmbH

Producerin: Karoline Griebner

Herstellungsleitung: Dirk Ehmen

Produktionsleitung: Gunnar Juncken

Produzent: Joachim Kosack

Redaktion: Pit Rampelt

Länge: 89 Minuten

Rollen / Darsteller

Bella Block: Hannelore Hoger

Jens Johannsen: Henrik Birch

Lars Johannsen: Henrik Birch

Hendrik Johannsen: Matti Schmidt-Schaller

Sabrina Johannsen: Katja Weitzenböck

Lilo Schulz: Lina Wendel

Mischa Schulz: Tim Kalkhof

Gastwirt: Tom Jahn

Thomas Paslak: Thomas Dehler

Sven Ahlsen: Michael Ihnow

Maria (Cherie): Janina Rudenska

Claudia (Cherie): Ava von Düsterlho

Verkäufer Bettenladen: Ole Eisfeld

Frau Paslak: Michaela Caspar

Frau Ahlsen: Marie Schöneburg

und andere

Inhalt: Bella Block hat eine Reifenpanne. In der brandenburgischen Kleinstadt Grahlsee lernt Bella den Kfz-Mechaniker Jens Johannsen kennen, der zusammen mit seinem Zwillingsbruder Lars wegen einer Frau vor Jahrzehnten von Dänemark in die ost­deutsche Provinz gezogen ist. Lars ist kurz zuvor an einem nächtlichen Herzinfarkt gestorben. Jens zweifelt jedoch an der Todesursache seines Zwillingsbruders und bittet Bella um Hilfe, die sich dem stillen Charme des Dänen nicht erwehren kann. Während sie auf die Reparatur ihres Wagens wartet, beginnt Bella in dem kleinen Ort zu ermitteln und entdeckt hinter der idyl­lischen Fassade verschworene Strukturen. Lars‘ Witwe ist die Bürgermeisterin der Stadt, die gerne die zukünftige Landrätin werden möchte. Sie kämpft gegen das ortsansässige Erotiklokal "Cherie", denn  sie hegt hochfliegende Träume für die Kleinstadt, in der ein Bordell so gar keinen Platz hat. Bei Lars' Beerdigung bemerkt Bella allerdings, dass die "Cherie"-Chefin Lilo mit dem Verstorbenen nicht nur eine klassische Ge­schäftsbeziehung verband. Ob die Witwe davon wusste? Bei ihren Nachforschungen stoßen Bella und Jens auf moralische Strudel mit Widersprüchen und durchkreuzen touristische Expansions­träume der Lokalpolitiker.

Umfassendes Pressematerial inklusive Interviews und Statements finden Sie unter https://presseportal.zdf.de/pm/bella-block-stille-wasser/

Dengler – Die schützende Hand -Thriller, Deutschland 2017, Sektion "16:9 – Fernsehen im Kino"

Vorführung: Montag, 09. Oktober 2017, 21.30 Uhr, CinemaxX 3

Der Sendetermin im ZDF: Montag, 6. November 2017, 20.15 Uhr ("Fernsehfilm der Woche")

Buch: Lars Kraume nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Schorlau

Regie: Lars Kraume

Kamera: Jens Harant

Musik: Christoph M. Kaiser, Julian Maas

Schnitt: Barbara Gies

Szenenbild: Olaf Schiefner

Produktion: Bavaria Film GmbH & Cuckoo Clock Entertainment

Produzenten: Oliver Vogel, Raoul Reinert

Redaktion: Elke Müller

Länge: 89 Minuten

Rollen / Darsteller

Georg Dengler: Ronald Zehrfeld

Olga Iliescu: Birgit Minichmayr

Marius Brauer: Tom Wlaschiha

Dr. Müller: Rainer Bock

Schneiderhahn: Götz Schubert

Harry Jäger: Leonard Lansink

Dr. Schweikert: Jürgen Prochnow

Prof. Stern: Hans Uwe Bauer

Irmgard Müller: Carina Wiese

Tufun Basher: Aykut Kayacik

Marlies: Paula Paul

und andere

Inhalt: "Wie kamen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt ums Leben?", fragt ein Unbekannter. Privatermittler Georg Dengler nimmt den Auf­trag an, obwohl die Antwort für ihn eigentlich klar ist. Mundlos und Böhnhardt haben sich selbst erschossen. So auch die offizi­elle Version. Absurd, sagen Insider. Er benötigt die in Amsterdam untergetauchte Hacker-Aktivistin Olga Illiescu, um an entscheidende NSU-Akten auf dem Server des Bundeskriminalamtes zu kommen. Olga ist zunächst über­zeugt davon, dass nur die rechte Ecke mit so einem Schwach­sinns-Auftrag an Dengler herantreten könne und dass er sich hat kaufen lassen, um die Täter zu Opfern zu machen. Das fehlte noch! Doch als Dengler und Olga beginnen, sich mit dem NSU-Komplex und den Vorfällen in Stregda zu beschäftigen, tauchen immer mehr Widersprüche auf. Unglaubliche Ermittlungspannen treten zu Tage. Die Polizei vor Ort, der Verfassungsschutz, das BKA – eine Verstrickung verschiedener V-Leute, ein unüberseh­bares Netz von Abhängigkeiten stülpt sich über die NSU-Thema­tik.

Beraten von seinem Mentor Dr. Schweikert und mit Hilfe von LKA-Mann Marius Brauer rekonstruieren Dengler und Olga die Vor­kommnisse im und um das Wohnmobil in Eisenach-Stregda und stoßen auf Schlampigkeiten, mysteriöse Vorfälle und Widersprü­che am Tatort, u. a. auf irritierende Autopsie-Berichte von Böhnhardt und Mundlos. Warum hatte Mundlos keinen erhöhten CO-hb-Wert? Warum sieht man kein Blut an den Wänden? Keine Fingerabdrücke? Wie konnten sich die beiden jahrelang im Unter­grund Lebenden mit einem Arsenal an Waffen von zwei Streifen Polizisten so aus der Ruhe bringen lassen, dass sie umgehend Selbstmord begehen? Warum wurde das Wohnmobil vom Tatort abgeschleppt? Dengler steigert sich hinein in Verschwörungsthe­orien. Dengler und Brauer sprechen mit involvierten Zeugen: Vermutet man eine Antwort auf eine Frage, taucht schon die nächste Widersprüchlichkeit auf. Dengler, Olga und Brauer tauchen in die Untiefen des NSU-Kom­plexes und das Netzwerk von Staatsschützern und Neofaschisten ein. So tief, dass Dengler nicht bemerkt, dass die vermuteten Drahtzieher sie selbst ins Visier genommen haben. Er hat in ein Wespennest gestochen.

Umfassendes Pressematerial inklusive Interviews und Statements finden Sie unter https://presseportal.zdf.de/pm/dengler-die-schuet­zende-hand/

Der Mann aus dem Eis - Spielfilm, Deutschland/Italien/Österreich 2017Sektion "Freihafen – Europäische Kino-Koproduktionen"

Vorführungen: Samstag, 07. Oktober 2017, 19.30 Uhr, CinemaxX 1 und Mittwoch, 11. Oktober 2017, 14.00 Uhr, CinemaxX 8

Buch & Regie: Felix Randau

Kamera: Jakub Bejnarowicz    

Ton: Marc Parisotto

Szenenbild: Juliane Friedrich       

Schnitt: Vessela Martschewski          

Musik: Beat Solèr      

Produktionsleitung: Peter Hermann und Maja Wieser Benedetti         

Produktion: Port-au-Prince Film & Kultur GmbH in Koproduktion mit Echo Film, Lucky Bird Pictures, Amour Fou Vienna, ZDF/Das kleine Fernsehspiel und SKY, in Zusammenarbeit mit ARTE und ORF-Film-Fernsehabkommen, gefördert mit Mittel von IDM/BLS, BKM, FFF, DFFF, MBB, und FFA.

Produzent: Jan Krüger

Redaktion: Burkhard Althoff (ZDF/Das kleine Fernsehspiel), Olaf Grunert (ZDF/ARTE) und Andreas Schreitmüller (ARTE)

Rollen / Darsteller

Kelab: Jürgen Vogel

Krant: André M. Hennicke

Tasar: Sabin Tambrea

Kisis: Susanne Wuest

Gosar: Martin Augustin Schneider

Mitar: Violetta Schurawlow

Kulan: Anna F.

Gris: Axel Stein

Rasop: Paula Renzler

Ditob: Franco Nero

Abenteuerfilm um einen der bekanntesten Kriminalfälle der Menschheit: den gewaltsamen Tod des 1991 als Mumie im Tiroler Gletschereis gefundenen Mannes, der als "Iceman" oder "Ötzi" weltweit bekannt wurde.

Inhalt: Vor 5300 Jahren in der Jungsteinzeit. Eine Großfamilie lebt fried­lich an einem Bach in den Ötztaler Alpen. Ihrem Anführer Kelab (Jürgen Vogel) obliegt es, den heiligen Schrein Tineka zu verwah­ren. Während Kelab auf der Jagd ist, wird seine Siedlung über­fallen. Die gesamte Sippe wird brutal ermordet, darunter auch Kelabs Frau und Sohn. Das Heiligtum der Gemeinschaft wird ge­raubt. Getrieben von Schmerz und Wut hat Kelab nur noch ein Ziel – Vergeltung! Kelab folgt den Spuren der Täter. Auf seiner Odyssee über das Gebirge ist er den Gefahren der Natur ausge­setzt. Durch einen tragischen Irrtum wird er auch noch selbst zum Gejagten. Schließlich steht Kelab nicht nur den Mördern seiner Familie, sondern auch sich selbst gegenüber. Wird er seinem Drang nach Rache nachgeben und selbst vom Opfer zum Täter? Oder gelingt es ihm, den ewigen Kreislauf der Gewalt zu durch­brechen?

Der namenlose Tag - Krimi/Thriller, Deutschland 2017, Sektion "16:9 – Fernsehen im Kino"

Vorführung: Montag, 09. Oktober 2017, 19.00 Uhr, CinemaxX 3

Buch: Volker Schlöndorff nach dem Roman von Friedrich Ani

Regie: Volker Schlöndorff   

Kamera: Tomas Erhart

Ton: Gunnar Voigt

Szenenbild: Susanne Hopf

Schnitt: Julia Oehring 

Produktionsleitung: Peter Hartwig

Produzent: Jens C. Susa, Martin Choroba

Produktion: Provobis 

Redaktion: Elke Müller und Wolfgang Witt

Länge: ca. 89 Minuten

Rollen / Darsteller

Jakob Franck: Thomas Thieme

Ludwig Winther: Devid Striesow

Doris Winther / Inge Nemetzki: Ursina Lardi

Esther Winther: Stephanie Amarell

Jan Roland: Thomas Prenn

Kommissar André Block: Christian Kuchenbuch

Marion Siedler:Tina Engel

Sandra Horn: Jochanah Mahnke

Sigrid Horn: Anja Schiffel

Dr. Jordan: Jan Messutat

Patrick Jordan: Otto Bigalke

und andere

Inhalt: Kriminalhauptkommissar Jakob Franck ist seit zwei Monaten im Ruhestand und glaubt nun, ein Leben jenseits der Toten beginnen zu können. Vor zwanzig Jahren hatte er sieben Stunden, ohne ein Wort zu sagen, der Mutter einer toten Siebzehnjährigen beige­standen. Jetzt wird der Kommissar von dieser Konstellation ein­geholt: Ludwig Winther tritt mit ihm in Kontakt; er ist der Vater des jungen Mädchens und Ehemann jener Frau, der Franck so viel Aufmerksamkeit widmete. Zwanzig Jahre sind vergangen, und der Vater glaubt noch immer nicht an den - laut polizeilichem Untersuchungsergebnis eindeutig feststehenden - Selbstmord der Tochter durch Erhängen: Seiner Meinung nach kann es sich nur um Mord handeln. Ex-Kommissar Jakob Franck macht sich also daran, die näheren Umstände ihres Todes aufzuklären, "einen toten Fall zum Leben zu erwecken". Jakob Franck folgt dabei seiner ureigenen Methode, der "Gedan­kenfühligkeit": Diese ist unnachahmlich und unübertroffen bei der Lösung der kompliziertesten und überraschendsten Fälle.

Gespräch mit Volker Schlöndorff

Nach so vielen Jahren im Geschäft der erste Krimi, Herr Schlöndorff? Wie kam es ausgerechnet jetzt dazu? Was hat Sie an diesem Projekt fasziniert?

In Deutschland wenig bekannt, habe ich in den USA immerhin einmal einen James Hadley Chase verfilmt mit Woody Harrelson und Elisabeth Shue, was mir viel Spaß gemacht hat. Aber mein einziger TV-Film, "Das Meer am Morgen", auch für PROVOBIS, war mehr ein historischer Film. Insofern ist das also Neuland, ei­nen Kommissar hatte ich jedenfalls noch nie vor der Kamera.

Worin lag der Reiz an der Adaption des Romans bzw. warum wollten Sie selbst das Drehbuch schreiben?

Mir hat der Roman in seiner stillen Art als Leser gefallen. Ani er­findet nicht, er beobachtet, das spürt man seinen Figuren an. In­sofern erinnert er mich an Böll. Nur war ich mir nicht sicher, ob genug Spannung für einen Film aufkommen würde, und auch, ob ich so was überhaupt könnte. Deshalb habe ich einfach einmal, sozusagen als Test, einen Drehbuchentwurf geschrieben. Es ge­lang so mühelos, dass ich zusagte. Als dann der Auftrag für das Drehbuch kam, war es schon fertig. Allerdings mit einer entschei­denden Änderung: Statt in München spielte die Geschichte nun in einer ostdeutschen Kleinstadt. Eine Intuition, die ich zunächst nicht begründen konnte.

Thomas Thieme als Kommissar Franck ist eine großartige Beset­zung – wie war der Prozess sich gemeinsam der Figur zu nähern?

Thomas Thieme als Kommissar Franck ist eine großartige Beset­zung. Thieme war der Vorschlag der Produktion, ich habe mich mit ihm getroffen und er hat mich auf Anhieb überzeugt. Einer­seits strahlt er die Ruhe und Empathie aus, die er als "Todesbote" braucht, andererseits wirkt er nicht wie ein abgebrühter Kommis­sar, sondern wie einer dessen Haut immer dünner geworden ist, ein Melancholiker. Bei unserem ersten Treffen erwähnte er, dass er aus Weimar stammt. Ich fragte ihn, ob er sich dort einen sol­chen Kommissar vorstellen könnte. Eher nebenan in Erfurt, sagte er. Das machte mich stutzig, erinnerte mich sofort an den Schü­ler-Amokläufer. In Anis Roman geht es ja um einen Schüler­selbstmord, ein erschreckendes Thema, nur allzu aktuell.

Frau Lardi spielt die Schwestern Doris & Inge, sie haben daraus Zwillinge gemacht, was kam es zu dieser Entscheidung?

Der Kommissar trifft ja die eine der Schwestern, nachdem die an­dere, mit der er eine eigenartige Liaison hatte, bereits tot ist. Es sollte wie eine Begegnung mit einer Wiedergängerin sein. Emoti­onal lässt sich das nur mit der gleichen Darstellerin herstellen. Deshalb habe ich sie zu Zwillingen gemacht und sofort an Ursina Lardi für diese Doppelrolle gedacht. Sie hat mich dazu inspiriert. Ich habe Ursina Lardi oft im Theater gesehen, sie ist eine völlig unkonventionelle Schauspielerin. Wir haben dann gemeinsam Zwillingsschwestern in diesem Alter getroffen, faszinierende Frauen.

Gespräch mit Friedrich Ani

Als Sie gehört haben, dass Volker Schlöndorff die Regie zu "Der namenlose Tag" übernimmt, was ist Ihnen da durch den Kopf gegangen?

Als mir der Produzent Jens Susa mitteilte, er habe Volker Schlöndorff als Regisseur gewonnen, hatte ich kurz einen inneren Erdrutsch zu bewältigen. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass der große Romanverfilmer Schlöndorff sich jemals mit einem mei­ner Bücher beschäftigen würde. Ich schnappte also erst einmal nach Luft, dann schaute ich auf den Kalender, ob womöglich 1. April sei. Was ich sagen will: Das war ein Moment des Glücks und der Ermutigung und auch der Vorfreude, den von mir über so viele Jahre hoch verehrten Regisseur persönlich treffen zu kön­nen.

Haben Sie in der Vorbereitungsphase eng mit ihm zusammenge­arbeitet? 

Schlöndorff schickte mir die erste Fassung seines Drehbuchs und stellte immer wieder Fragen zum Buch. Da ich von Anfang an er­klärt hatte, dass ich das Drehbuch für eine mögliche Verfilmung nicht selbst schreiben würde, war ich sehr entspannt und voll­kommen offen für alles, was Schlöndorff ändern würde.

Und wie gefällt Ihnen das Ergebnis? 

Der Film ist ein Ereignis. Visuell, stilistisch, erzählerisch. Schlöndorff hat einen Kriminalfilm der besonderen Art geschaffen, und Thomas Thieme als Jakob Franck stellt alles in den Schatten, was ich in den letzten Jahren in der Darstellung von Kriminal­kommissaren gesehen habe.

Wie geht’s weiter mit Jakob Franck?

In diesem Monat erscheint der zweite Roman mit der Figur Franck, "Ermordung des Glücks", Jens Susa wird wieder die Ver­filmung produzieren und Thomas Thieme die Hauptfigur verkör­pern. Das Drehbuch schreibt Hannah Hollinger, die schon einmal zwei Romane von mir adaptiert hat. Ein besseres Team könnte ich mir nicht vorstellen.

Die Fragen stellte Mirja Bauer

Statement des Produzenten Jens C. Susa

Es gibt Autoren, die lassen einen nicht los – Friedrich Ani gehört unbedingt dazu. Vor Jahren hatten Friedrich Ani und ich bei den ZDF TV-Reihen "Kommissar Süden" und "Franziska Luginsland" miteinander gearbeitet – zwischenzeitlich hatten sich die Wege getrennt.  Als ich erfuhr, dass Ani an einem Roman über einen pensionierten Kommissar arbeitet, wollte ich unbedingt und schnell wissen, was er schreibt. Er gab mir seinen ersten Franck-Roman zu lesen. An einem Tag war ich mit dem Lesen durch – meine Antwort an den Meister war: "Das muss Thomas Thieme spielen". Thieme und ich sind beide aus Weimar, wir kennen und schätzen uns seit den ZDF-Produktionen "Rosa Roth" und "Krupp – Eine deutsche Familie". Friedrich Ani fand die Idee sehr gut, wir trafen uns zu dritt im Biergarten in München – Thomas Thieme steckte uns alle mit seiner Begeisterung für Jakob Franck an. Wir spürten alle – Thieme ist die richtige Besetzung – Thieme muss Jakob Franck spielen. Volker Schlöndorff erzählte ich von den Geschehnissen, schickte ihm den Roman nach New York – nach 24 Stunden lautetet seine Antwort "You made my day" - so kam es innerhalb weniger Tage zur Zusammenarbeit mit Ani/Schlöndorff/Thieme – für mich per­sönlich noch heute ein Ereignis. Das ZDF mit Reinhold Elschot und Elke Müller gab uns sehr schnell für das gesamte Paket grünes Licht - der Roman wurde ein Bestseller, bekam den Deutschen Krimipreis – Volker Schlöndorff begann mit der Arbeit am Drehbuch. Wenn Sie jetzt erwarten, dass ich Ihnen etwas zum Inhalt des Films schreibe, dann enttäusche ich Sie an dieser Stelle. Ich persönlich will Sie neugierig machen, und erzähle Ihnen lieber etwas über die Ent­stehung des Films und kann Sie mit meiner Euphorie anstecken – schauen Sie sich den Film an!

Für mich war die Arbeit - besonders mit Volker Schlöndorff - eine seltene, präzise und lehrreiche Erfahrung. Ich kann Ihnen versi­chern, es macht einen ungeheuren Spaß, mit einem Autor und Regisseur wie Volker Schlöndorff einen Film zu produzieren – von einem Meister zu lernen. Selten habe ich einen Regisseur getroffen, der so präzise weiß, was er will, der neugierig auf die Meinungen der Teammitglieder reagiert – der ans Set kommt und den Film förmlich mit Haut und Haaren atmet und - ganz wichtig für eine Teamarbeit - auch aus­atmet. Ein Regisseur, der seine Schauspieler zu Höchstleistungen führt.

Der Film hat dank Tomas Erhart eine sehr eigene und moderne Visualität. Das Ensemble um Thieme/Lardi/Striesow ist ein Ge­schenk; es ist tief berührend, ihrem Spiel zu zusehen. Entdecken Sie die Filmmusik – Volker Schlöndorff hat hier wirklich über­rascht. Dank des großartigen Romans von Friedrich Ani und eines besonderen Films von Volker Schlöndorff können wir Ihnen mit dem Film "Der namenlose Tag" ein wirklich besonderes TV-Ereig­nis verspreche.

Elke Müller, stoffführende Redakteurin

Es gibt manchmal Angebote, die so klingen wie "Oskar-Preisträ­ger Volker Schlöndorff verfilmt Friedrich Anis neuesten Bestsel­ler-Roman fürs ZDF". Und dann denkt man: schön wär's oder: Naja, Papier ist geduldig oder ähnliches. Als Jens Christian Susa mir allerdings genau dieses Angebot machte, dachte ich: Wow! Das ist ein echter Coup! Und das sagt der nicht nur so, denn wir kannten uns von vielen erfolgreichen Event-Mehrteilern fürs ZDF, und ich wusste, dass er mir das nur anbieten würde, wenn er si­cher ist, dass er das auch hinbekommt. Es war nicht schwer auch meine Vorgesetzten Reinhold Elschot und Dr. Norbert Himmler davon zu überzeugen. Und dann trafen wir uns zum ersten Ken­nenlernen. Ich war aufgeregt. Und dann war es so entspannt, zu­gewandt und kreativ, wie man es sich nur wünschen kann. In der folgenden Zusammenarbeit ging es genauso weiter. Am Ende war es deshalb nicht nur ein Coup, sondern ein Geschenk mit einem so außergewöhnlichen Autor und Regisseur zusammenarbeiten zu dürfen. Und das Ergebnis ist dann auch noch eines, das hof­fentlich fürs Publikum genauso ein Event sein wird wie für uns.

Thomas Thieme

Jakob Franck war einmal ein strenger Kommissar. Seine Sensibi­lität prädestinierte ihn dafür, Angehörigen von Opfern die schrecklichen Nachrichten zu überbringen. Die Arbeit war ihm Alles, darunter litt alles andere. Nun ist er ein einsamer alter Mann und kann das Ermitteln nicht lassen. Mit der von ihm kre­ierten Methode der "Gedankenfühligkeit" bewegt er sich in der realen und in seiner Fantasiewelt. Damit kommt er Dingen auf die Spur, die sich der Wahrnehmung anderer entziehen. Zugleich gibt es bei ihm eine große Sehnsucht nach Wärme, nach Liebe. Von dieser Sehnsucht und seiner Mission getrieben, streift er rastlos herum.

Die Familie – Stunde des Bösen 2 - Psychothriller, Deutschland 2017, Sektion "16:9 – Fernsehen im Kino"

Vorführung: Sonntag, 08. Oktober 2017, 16.30 Uhr, CinemaxX 3

Der Sendetermin im ZDF: Montag, 23. Oktober 2017, 00.15 Uhr ("Das kleine Fernsehspiel")

Buch: Constanze Knoche und Leis Bagdach

Regie: Constanze Knoche 

Kamera: Andreas Bergmann   

Ton: Michal Krajczok       

Szenenbild: Katarzyna Śląska      

Schnitt: Kai Minierski

Musik: Felix Andriessens     

Produktionsleitung: Ania Zajączkowska   

Produktion: Neufilm GmbH

Produzenten: Leis Bagdach, Constanze Knoche, Holm Taddiken                

Redaktion:  Diana Kraus und Lucas Schmidt

Länge: ca. 91 Minuten

Rollen / Darsteller

Einar: Godehard Giese

Isabell: Stephanie Amarell

Jule: Karin Hanczewski

Meret: Claudia Geisler-Bading

Tereza: Emma Drogunova

Saskia: Alma Leiberg

Toby: Leon Ullrich

Marie: Siir Eloglu

Susanne: Berit Künnecke

Gerd: Matthias Müller-Wurbs

Hardy: Mike Adiek

Inspektor: Mirosław Baka

Katja: Rozalia Mierzicka

Fahrer: Dariusz Skowroński

Popow: Joey

Wolf: Lobine

und andere

Inhalt: Die notorische Schulschwänzerin Isabell, 17, wird in den Som­merferien von ihrer alleinerziehenden Mutter zu einem Selbstfin­dungsseminar im Riesengebirge verdonnert. In der Abgeschie­denheit der Natur stößt sie auf eine psycho-esoterische Gruppe, die vom Therapeuten Einar und seiner Frau Julia geleitet wird. Die beiden gelten als Experten auf dem Gebiet der systemischen Familienaufstellungen. Hatte sich Isabell zunächst fest vorge­nommen, höchstens als passive Zuschauerin an den eigenwilligen Gruppensitzungen teilzunehmen, kann sie sich dem Wir-Gefühl, das dabei entsteht, bald nicht mehr entziehen. Es ist vor allem der charismatische Einar, der es Isabell angetan hat. Dass auch umgekehrt Isabell auf den deutlich älteren Mann Eindruck macht, schmeichelt ihr.

Was als spannendes Abenteuer beginnt, kippt, als eine der Kurs­teilnehmerinnen den Verstand verliert und über Nacht spurlos verschwindet. Ist die junge Frau tatsächlich abgereist, wie Einar am nächsten Tag behauptet – oder wurde sie Opfer eines Ge­waltverbrechens? Je mehr sich die Anzeichen dafür häufen, dass der Therapeut lügt, desto stärker gerät Isabell in dessen Bann. Der Aufenthalt im wildromantischen deutsch-tschechischen Grenzgebiet wird bald zu einem Albtraum, aus dem Isabell nicht mehr erwachen kann. Höhepunkt ist ihre eigene Aufstellung, auf der Einar regelrecht in ihren Kopf eindringt und Emotionen wach­rüttelt, von deren Existenz sie bislang selbst nichts wusste - und auch nie wissen wollte.

Jupiter's Moon (Jupiter Holdja) - Spielfilm, Ungarn, Deutschland 2017, Sektion "Freihafen"

Vorführungen: Samstag, 7. Oktober 2017, 22.00 Uhr, CinemaxX 1 und Montag, 9. Oktober 2017, 14.00 Uhr, CinemaxX 5

Buch: Kata Wéber   

Regie: Kornél Mundruczó    

Kamera: Marcell Rév  

Ton: Gábor Balázs, Michael Kaczmarek 

Szenenbild: Márton Ágh 

Schnitt: Dávid Jancsó 

Musik: Jed Kurzel     

Produktion: Proton Cinema Production in Koproduktion mit Match Factory Productions; KNM; ZDF/ ARTE; Chimney

Produzenten: Viktória Petrányi, Viola Fügen, Michael Weber, Michel Merkt

Redaktion: Alexander Bohr         

Länge: 128 Minuten  

Rollen / Darsteller

Gabor Stern: Merab Ninidze

Aryan Dashni: Zsombor Jéger

László: György Cserhalmi

Vera: Móni Balsai

Bärtiger Syrer: Farid Larbi

Sanitäter: Máté Mészáros

Polizist: Szabolcs Bede-Fazekas

Musi: Lajos Valázsik

und andere

Inhalt: Beim Versuch, die ungarischen Grenzanlagen zu überwinden, wird ein 17-jähriger Flüchtling angeschossen. In der Folge entwi­ckelt er eine erstaunliche Fähigkeit: Er kann sich in die Lüfte er­heben und schweben wie ein Engel. Der ihn behandelnde Arzt will daraus Kapital schlagen und verhilft ihm zur Flucht aus dem In­ternierungslager. In seinem jüngsten Film nutzt der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó die Möglichkeiten des magischen Realismus, zur Auseinandersetzung mit der europäischen Flücht­lingspolitik.

Eine Gruppe von Flüchtlingen wird beim Versuch, die ungarischen Grenzanlagen zu überwinden, entdeckt, und von Grenzposten verfolgt und beschossen. Unter ihnen ist auch der 17-jährige Aryan. Obwohl er sehr flink und geschickt vorgeht, gelingt es ihm nicht, seine Verfolger abzuschütteln. Von der Kugel eines beson­ders aggressiven und hartnäckigen Polizisten getroffen, sinkt er nieder und wird in ein Flüchtlingslager gebracht. Dort wird er am nächsten Tag vom Lagerarzt untersucht. Stern, ein desillusio­nierter und zynischer Mediziner in seinen Vierzigern, macht eine erstaunliche Entdeckung: der Junge kann sich in die Lüfte erhe­ben und schweben wie ein Engel. Er beschließt, Ariel aus dem Camp zu schmuggeln, um sich die Fähigkeiten des Jungen ge­winnbringend nutzbar zu machen.

Innerhalb weniger Jahre hat sich der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó (*1975) als einer der herausragenden Film­künstler Europas profiliert. Meist sind es "einfache", zeitlose Ge­schichten in der Tradition der griechischen Tragödie, denen er mit seiner reichen und komplexen Filmsprache künstlerischen Aus­druck verleiht. Sein jüngster Film entführt den Betrachter mit atemberaubenden Bildern in eine Welt des magischen Realismus, wo der ungarische Regisseur, wie in all seinen bisherigen Filmen, nach Antworten für die brennenden Probleme unserer Gesell­schaft sucht. Der Film lenkt die Aufmerksamkeit auf Fragen der Solidarität und der persönlichen Verantwortlichkeit des Einzelnen in einer Welt, die ihre Werte und Überzeugungen verloren zu ha­ben scheint. Wahrheit und Vertrauen sind nicht länger universell gültige Leitlinien gesellschaftlichen Handelns. Immer häufiger werden gerade die Schwächsten einem willkürlichen sozialen Konsens unterworfen. Jedoch lässt sich der moralische Zustand einer Gesellschaft am besten daran bemessen, wie sie ihre ver­letzlichsten Mitglieder behandelt. So wird "Jupiter's Moon" am Ende auch als ein pointiertes Statement zur europäischen, insbe­sondere aber zur ungarischen Flüchtlingspolitik zu verstehen sein.

Licht - Drama, Österreich/Deutschland 2017, Sektion "Freihafen"

Vorführungen: Montag, 09. Oktober 2017, 19.00 Uhr, Abaton, großes Kino und Freitag, 13. Oktober 2017, 17.00 Uhr, Abaton, kleines Kino

Buch: Kathrin Resetarits frei nach dem Ro­man "Am Anfang war die Nacht Mu­sik" von Alissa Walser

Regie: Barbara Albert

Kamera: Christine A. Maier

Musik: Lorenz Dangel

Schnitt: Niki Mossböck

Szenenbild: Katharina Wöppermann

Ton: Dietmar Zuson

Produktion: NGF - Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion GmbH; LOOKS Filmproduktionen GmbH, mit Unter­stützung von Österreichisches Filminstitut; Filmfonds Wien; ORF Film Fernsehabkommen; ZDF/ARTE; FISA; Land Niederösterreich; MBB; FFA; MDM; DFFF; Eurimages; Media; Farbfilm Verleih

Produzenten: Michael Kitzberger, Martina Haubrich, Wolfgang Widerhofer, Nikolaus Geyrhalter und andere

Redaktion: Holger Stern (ZDF/ARTE)

Länge: 97 Minuten

Rollen / Darsteller

Maria Theresia (“Resi”) Paradis: Maria Dragus

Franz Anton Mesmer: Devid Striesow

Joseph Anton Paradis: Lukas Miko

Maria Rosalia Paradis: Katja Kolm

Agnes: Maresi Riegner

und andere

Inhalt: Wien 1777: Die früh erblindete 18-jährige Maria Theresia "Resi" Paradis ist als Klavier-Wunderkind in der Wiener Gesellschaft bekannt. Nach zahllosen medizinischen Fehlbehandlungen wird sie von ihren ehrgeizigen Eltern dem wegen seiner neuartigen Methoden umstrittenen Arzt Franz Anton Mesmer anvertraut. Langsam beginnt Resi in dem offenen Haus der Mesmers, zwi­schen Rokoko und Aufklärung, im Kreise wundersamer Patienten und dem Stubenmädchen Agnes, das erste Mal in ihrem Leben Freiheit zu spüren. Als Resi in Folge der Behandlung erste Bilder wahrzunehmen beginnt, bemerkt sie mit Schrecken, dass ihre musikalische Virtuosität verloren geht.

Men Don’t Cry - Drama, Bosnien/ Herzegowina, Deutschland,  2017, Sektion "Veto!"

Vorführung: Donnerstag 12. Oktober 2017, 19.00 Uhr, CinemaxX 2

Buch: Alen Drljević, Zoran Solomun  

Regie: Alen Drljević

Kamera: Erol Zubčević

Ton: Igor Čamo     

Szenenbild: Mirna Ler      

Schnitt: Vladimir Gojun         

Musik: Let 3, Krunoslav Kićo Slabinac       

Produktionsleitung: Mirza Hamzić           

Produzenten: Damir Ibrahimović, Jasmila Žbanić,

Produktion: Deblokada, Manderley Films, Iridium Films, Produkcija Živa in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit ARTE und Unterstützung von Eurimages und MEDIA

Redaktion: Jörg Schneider (ZDF), Doris Hepp (ZDF/ARTE),  

Länge: 100 Minuten  

Rollen / Darsteller

Miki: Boris Isaković

Jasmin: Boris Ler     

Valentin: Leon Lučev

Josip: Ivo Gregurević

Merim: Emir Hadžihafizbegović

Andrija: Primož Petkovšek

Ivan: Sebastian Cavazza

Velimir: Nermin Karačić  

Ahmed: Ermin Bravo

Tadija: Mirko Zečević Tadić

Inhalt: Eine Gruppe Kriegsveteranen, der unterschiedlichen Seiten des Jugoslawienkonfliktes, kommen in einem verlassenen Berghotel durch das Engagement einer Friedensorganisation zusammen. In einem mehrtägigen, gemeinsamen Workshop sollen sie ihre trau­matischen Erlebnisse bearbeiten und die alten Ressentiments überwinden. Das erste Gemeinschaftsgefühl scheint schnell wie­der verloren, als alte Vorwürfe an die Oberfläche kommen.

Regisseur Alen Drljević: "Im Sommer 2010 schrieb ich mich für ein Training für Kriegsvete­ranen ein, das von einer Friedensorganisation initiiert wurde. Mein Ziel war die Recherche für ein Dokumentarfilmprojekt. Ich war selbst Soldat im Krieg in Bosnien und Herzegowina und dachte, eine Teilnahme an einem dieser Workshops wäre die beste Möglichkeit, einen ersten Zugang in das Thema zu finden. Dieser Workshop hat mich schlussendlich völlig gefangen ge­nommen. Ich saß zwischen Leuten, die sprichwörtlich aufeinander geschossen hatten. Oder präziser: Wir hatten aufeinander ge­schossen. Was in einer Atmosphäre von Misstrauen und Anspan­nung begonnen hatte, veränderte sich in eine ungewöhnlich ver­traute und verständnisvolle Beziehung. All diese tief vergrabenen Emotionen und ungelösten Fragen, die in mir waren, kamen plötzlich an die Oberfläche. Emotionale Spannungen, die unge­wöhnliche Dynamik in der Kommunikation und schließlich die Katharsis, die man in diesem Workshop erfuhr, brachten mich zu der Entscheidung, einen Spielfilm zu diesem Thema zu machen.“

Biografie: Alen Drljević ist 1968 in Sarajewo, Bosnien Herzegowina, geboren. 2005 schloss er sein Regiestudium an der Academy of Performing Arts in Sarajewo ab. Sein Abschlussfilm "Prva plata" ("The Paycheck") wurde für den European Film Academy Award nominiert. Sein Dokumentarfilmdebut "Karneval" ("Carnival“) lief 2006 im Wettbewerb der IDFA “Competition for First Appearance" sowie in der Sektion "Movies that Matter". Er ist Mitglied der European Film Academy. Drljević arbeitete außerdem als Regie­assistent an unterschiedlichen Filmen, u.a. Jasmila Žbanićs "Grbavica" (Gewinner des Goldenen Bären, Berlinale 2006), "On the Path" und "For Those Who Can Tell No Tales".

Reich oder tot -Thriller, Deutschland 2017, Sektion "16:9 – Fernsehen im Kino"

Vorführung: Samstag, 07. Oktober 2017, 21.30 Uhr, CinemaxX 3

Buch & Regie: Lars Becker

Kamera: Andreas Zickgraf

Kostümbild: Claudia González Espindola

Maske: Adella Selzer, Anja Hoppe

Ton: Jörn Martens

Musik: Stefan Wulff, Hinrich Dageför

Szenenbild: Sabine Pawlik

Schnitt: Sanjeev Hathiramani

Casting: Sandra Köppe

Produktion: Networkmovie Film- und Fernsehproduktion GmbH & Co. KG, Köln

Produktionsleitung: Frank Mähr

Herstellungsleitung: Andreas Breyer

Produzenten: Wolfgang Cimera, Bettina Wente

Redaktion: Daniel Blum

Länge: 90 Minuten

Rollen / Darsteller

Mario Diller: Nicholas Ofczarek

Erich Kessel: Fritz Karl

Claire Kessel: Jessica Schwarz

Maren Diller: Anna Loos

Paul Epstein: Martin Brambach

Soraya: Nazari Melika Foroutan

Mohammed Medjoub: Sahin Eryilmaz

Dalida Medjoub: Narges Rashidi

Celine Dialo: Lorna Ishema

Randy Schenker: Felix Everding

Gani Kartal: Tedros Teclebrhan

Luka Dragovic: Francis Fulton-Smith

Max Kessel: Moritz Uhl

Ruby Kessell: Cya Emma Blaack

Joey Z: Milton Welsh

Filialleiter: Patrick von Blume

und andere

Inhalt: Diller und Kessel cruisen durch die Stadt, best buddies ever. Kessel lebt inzwischen in Scheidung, aber er hat sich etwas vor­genommen: Er will Claire und die Kinder zurück gewinnen und ist deshalb seit Monaten clean. Dumm nur, dass ihm das niemand glaubt – nicht mal sein bester Freund. Die beiden Polizisten erfahren von ihrer alten Bekannten Dalida, dass Mohammeds religiöse Phase vorbei ist. Ihr Mann ist mit zwei anderen Kriminellen, Abdel und Randy, unterwegs, um eine Bank auszurauben - ausgerechnet die, bei der auch Kessel Kunde ist. Weshalb der den Filialeiter sofort per Telefon warnt. Aber der Banker nimmt die Warnung nicht ernst, sondern reicht den Hörer an Claire weiter, deren Kredit er gerade abgelehnt hat. Claire will das Gebäude zusammen mit ihrer Tochter Ruby verlassen, als die Gangster in die Filiale stürmen. Es kommt zum Schusswechsel, bei dem der ungläubige Banker getötet und Ruby als Geisel ge­nommen wird. Auf Bitten von Mohammed setzen die Bankräuber das kranke Mädchen zwar einige Straßen weiter aus, aber Ruby erleidet einen stressbedingten Krampfanfall und muss ins Kran­kenhaus. Kessel ist außer sich. Er stürmt in Mohammeds Möbelladen, wo die Täter das erbeutete Geld zählen. Randy kann fliehen, aber Abdel eröffnet das Feuer und wird von Kessel in Notwehr er­schossen. Bei der umgehend eingeleiteten Untersuchung durch die Staatsanwältin Soraya belastet Mohammed Kessel schwer. Er widerspricht dessen Notwehr-These und unterstellt Kessel eine klare Tötungsabsicht – aus Rache für Ruby. Auch Dillers gutes Zureden bringt nicht viel. Kessel ist zu oft negativ aufgefallen. Rache treibt auch den flüchtigen Randy. Er wendet sich an den Dealer Dragovic. Zusammen wollen sie Kessel eine Falle stellen. Sie sorgen geschickt dafür, dass nun auch die Drogenfahndung gegen Kessel ermittelt. Kessel hält der Belastung von gleich zwei Ermittlungen gegen ihn nicht stand und sucht Unterschlupf bei seinem besten Freund. Nur um zu entdecken, dass Diller ein Verhältnis mit Claire hat. Ground Zero. Und doch: schlimmer geht’s immer. Denn die Dro­genfahndung durchsucht Kessels Wohnung und findet dort ein halbes Kilo Kokain, das ihm von Dragovic und Co. untergescho­ben wurde. Kessel wird suspendiert und vorläufig festgenommen.

Simpel - Roadmovie, Deutschland 2017, Sektion "Kaleidoskop – Filme aus aller Welt“

Vorführung: Freitag, 06. Oktober 2017, 18.45 Uhr, CinemaxX 1

Buch: Dirk Ahner, Markus Goller

Regie: Markus Goller

Kamera: Ueli Steiger

Ton: Christoph Köpf

Szenenbild: Zazie Knepper

Schnitt: Tina Freitag, Markus Goller

Musik: Andrej Melita, Peter Horn

Produktionsleitung: Hartmut Damberg

Producerin: Angelika Mönning

Produzenten: Michael Lehmann, Günther Russ

Koproduzenten: Benjamin Seikel, Peter Reichenbach Cornel Schäfer

Produktion: Letterbox Filmproduktion GmbH in Koproduktion mit C-FILMS Deutschland, Amalia Film und dem ZDF, gefördert von FFHSH, FFF Bayern, Nordmedia, FFA und DFFF

Redaktion: Caroline von Senden und Alexandra Staib

Länge: 113 Minuten

Rollen / Darsteller

Simpel: David Kross

Ben: Frederick Lau

Aria: Emilia Schüle

David: Devid Striesow

Enzo: Axel Stein

Chantal: Annette Frier

Friedjof Gruber: Tim Wilde

Frank Schöll: Ludger Pistor

Clara: Claudia Mehnert

und andere

Inhalt: Seit Ben denken kann, sind er und sein Bruder Barnabas ein Herz und eine Seele. Barnabas, "Simpel" genannt, ist 22 Jahre alt, aber geistig auf dem Stand eines Kindes. Quasilorten (Erdbeeren) sind sein Lieblingsessen und draußen im Watt entdeckt er mit seinem Stofftier Monsieur Hasehase neue Kontinente. Simpel ist anders und oft anstrengend, aber ein Leben ohne ihn ist für Ben unvorstellbar. Als ihre Mutter unerwartet stirbt, soll Simpel in ein Heim eingewiesen werden. Die einzige Person, die diesen Beschluss rückgängig machen könnte, ist ihr Vater David, zu dem die Brüder seit 15 Jahren kei­nen Kontakt mehr hatten. Die Suche nach ihm entwickelt sich zu einer turbulenten Odyssee, bei der Simpel und Ben auf die Medi­zinstudentin Aria und ihren Kumpel, den Sanitäter Enzo treffen. Keiner der vier ahnt, dass sich hier eine große Freundschaft ent­wickelt - und vielleicht ein bisschen mehr. Gemeinsam fahren sie in die große Hansestadt, wo Simpel die Bekanntschaft mit Chantal vom Kiez macht und bei einem Koch-Versuch Arias Kü­che in Flammen setzt, während Ben ihren Vater David aufsucht und eine Entscheidung treffen muss, die ihm keiner abnehmen kann.

Statement der ZDF-Redaktionsleiterin Caroline von Senden und ZDF-Redakteurin Alexandra Staib

Auf Seiten der Redaktion sind wir gut beraten, uns einerseits im­mer nach neuen kreativen Talenten umzuschauen, andererseits bewährte Arbeitsfamilien zu pflegen. Mit "Simpel" haben wir uns unter der Regie des preisgekrönten Regisseurs Markus Goller an eine besondere, thematisch relevanten und emotionale Ge­schichte gewagt, die durch den starken Hauptcast um David Kross, Frederick Lau und Emilia Schüle ein Kino-Erlebnis für die ganze Familie bietet. Kino, das zum Mitfühlen einlädt! Lautes La­chen und kleine Tränen sind bei diesem Film vorprogrammiert.

Statement des Produzenten Michael Lehmann

Am Anfang stand die Faszination einer außergewöhnlichen Ge­schichte. Als "Simpel", Marie-Aude Murails 2004 in Frankreich erschienener Roman, in deutscher Übersetzung herauskam, fand er auch hierzulande schnell ein begeistertes Publikum. Ich habe auf einer Urlaubsfahrt in Italien das Hörbuch gehört. Ich war so­fort begeistert von dieser außergewöhnlichen Geschichte der zwei Brüder und habe am nächsten Tag im Büro angerufen und ge­sagt: Recherchiert, ob die Rechte noch frei sind! Und als sich herausstellte, dass sie noch frei waren, haben wir zugeschlagen.

Es war der ganz besondere Tonfall der Erzählung, gerade aber auch die Hauptfigur, der junge Mann Simpel, mit dem geistigen Stand eines Kindes, der die Welt anders wahrnimmt als alle um ihn herum, die mich gleich anzog. Es ist für mich einer der see­lenvollsten Stoffe, den ich kenne. Es ist sehr schwierig, gute Ko­mödienstoffe zu finden, und für mich ist hier beides vorhanden: Emotionalität zum Lachen und zum Weinen. Das ist das Beson­dere, und das hat mich von Anfang an überzeugt. Mit Markus Goller haben wir einen Regisseur gefunden, der diesen Stoff mit ganz viel Herz zum Leben erweckt hat.

Statement des Regisseurs Markus Goller

Was mich angezogen hat, war, einen Menschen zu zeigen, der ohne die Masken, die wir alle haben, durchs Leben läuft; der völ­lig frei ist, und wie ein kleines Kind hundertprozentig auf das, was um ihn herum passiert, reagiert. Das fand ich spannend. Ben hat eine Aufgabe, und die ist, auf seinen Bruder aufzupas­sen. Das ist sein Lebensinhalt. Er liebt seinen Bruder und braucht ihn – aber er muss lernen, dass es für ihn auch ein Leben außer­halb seines Bruders und der damit selbstauferlegten Aufgabe gibt, und loslassen. Für sich. Simpel ist am Ende derjenige, der ihm den Schritt abnimmt.

Nach der Deutschlandpremiere am 6. Oktober 2017 beim Hamburger Filmfest tourt "Simpel" im Rahmen der Veranstaltung "Stadt, Land, Filmfest" noch in der Festivalzeit durch die Metro­polregion Hamburg. Stationen sind in diesem Jahr Lüneburg, Schwerin und Bargteheide.

Teheran Tabu - Drama/Animations-Spielfilm, Deutschland/Österreich 2017, Sektion "Europäische Kino-Koproduktionen"

Vorführungen: Sonntag, 08.10.2017, 18.00 Uhr Passage und Mittwoch, 11.10.2017, 16.45 Uhr CinemaxX 3

Buch & Regie: Ali Soozandeh

Kamera: Martin Gschlacht

Sounddesgin & Mischung: Janis Grossmann

Art Director: Ali Soozandeh           

Musik: Ali N. Askin

Schnitt: Frank Geiger & Andrea Mertens

Produzenten: Frank Geiger, Ali Samadi Ahadi, Mark Fencer und Armin Hofmann

Koproduzenten: Antonin Svoboda und Bruno Wagner

Produktion: Little Dream Entertainment in Koproduktion mit coop99 filmproduktion und ZDF/Das kleine Fernsehspiel

Redaktion: Christian Cloos, ZDF/Das kleine Fernsehspiel, Doris Hepp, ZDF/ARTE, Heinrich Mis, ORF

Länge: 96 Minuten

Gefördert von Film- und Medienstiftung NRW, Österreichisches Filminstitut, Deutscher Filmförderfonds, Filmfonds Wien, Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, FISA/ Filmstandort Austria, HessenFilm und Medien

Rollen / Darsteller

Pari: Elmira Rafizadeh

Sara: Zar Amir Ebrahimi

Babak: Arash Marandi

Donya: Negar Mona Alizadeh

Filmische Graphic Novel über Sex, Drogen, Freiheit und Selbst­verwirklichung im "Gottestaat" Iran.

Inhalt: In "Teheran Tabu", dem Debütfilm von Ali Soozandeh, geht es um drei selbstbewusste Frauen und einen jungen Musiker, deren Le­benswege sich in der schizophrenen Welt der iranischen Haupt­stadt Teheran kreuzen. Sex, Korruption, Drogen und Prostitution gehen in dieser brodelnden Metropole einher mit strengen religiö­sen Gesetzen. Das Umgehen von Verboten wird zum Alltagssport und der Tabubruch zur individuellen Selbstverwirklichung.

Um den Lebensunterhalt für sich und ihren fünfjährigen Sohn Elias zu verdienen, arbeitet Pari als Prostituierte und verkauft ihren Körper an einen einflussreichen Richter, der ihr vermeintlich zu einem besseren Leben verhilft. Von einem schöneren Leben träumt auch ihre Nachbarin Sara, die ein gehorsames Hausfrau­endasein unter ihrem Mann und seinen strenggläubigen Eltern fristet, aber viel lieber wieder arbeiten gehen würde. Der jungen Donya steht ein ähnliches Schicksal bevor. In wenigen Tagen wird sie heiraten. Trotzdem lässt sie sich auf eine Nacht mit dem jungen Musiker Babak ein und verlangt hinterher von ihm, für eine Operation zu zahlen, die ihre Jungfräulichkeit wiederherstellt. Nur wo soll der arme Student das Geld hernehmen und wie die staat­lichen Kontrollorgane umgehen? Vier Schicksale, die eng mitei­nander verflochten sind, vier Menschen, die alle auf ihre Weise unter den restriktiven Gesetzen des Gottesstaates zu leiden ha­ben.

Autor und Regisseur Ali Soozandeh

"Frauen im Iran haben oft einen besseren Bildungsgrad als Män­ner und eine viel sichtbarere Rolle im täglichen Leben als in vie­len anderen islamischen Ländern, wie z.B. Saudi Arabien. Aber es gibt nicht die eine moderne iranische Frau. Es gibt viele Ty­pen, von der religiösen Fundamentalistin bis zur westlich ge­prägten Feministin. (...) Mein besonderes Interesse galt der Rolle der Frau im gesellschaftlichen Spiel der Tugenden. Sie sind die­jenigen, die am meisten leiden. Von Frauen wird grundsätzlich erwartet, dass sie sich selbst und ihren Kindern Regeln und Ta­bus auferlegen, die ihre Freiheit und die der nächsten Generation eingrenzen.“ (...) "Indem ich diesen Film mache, wollte ich das Schweigen brechen, das im Iran so üblich ist. Ich würde behaup­ten, dass Tabus zu brechen ein Weg ist, um gegen Unterdrü­ckung zu protestieren." (...)

"Ein Mangel an Freiheit begünstigt ein Leben mit Doppelmo­ral. "Teheran Tabu" konzentriert sich auf diese Doppelmoral, die zu vielen gesellschaftlichen Komplikationen führt, sich aber auch in absurden, oftmals komischen, Situationen wiederspiegelt." (...)

"Ein Individuum und seine ganze Familie kann die Ehre wegen einer außerehelichen Beziehung verlieren. Ins Gefängnis zu müs­sen oder die Strafe zu zahlen ist nicht halb so schädlich wie die Informationen, die durch die Polizei an die Öffentlichkeit kommt. Das bedeutet, dass all deine Bekannten, all deine Nachbarn über dein "Verbrechen" Bescheid wissen. Für dich und deine Familie ist das der komplette Verlust der Ehre." (...)

"Auf die eine oder andere Weise leiden alle Menschen unter den Tabus sexueller Beziehungen und den Einschränkungen der iranischen Gesellschaft. Sie sind Opfer, aber gleichzeitig auch Täter. Keiner im Film ist einfach gut oder böse." (...)

The Square - Spielfilm, Schweden, Deutschland, Dänemark, Frankreich 2017, Sektion "Kaleidoskop"

Vorführung: Samstag, 14. Oktober 2017, 20.00 Uhr, CinemaxX 1

Buch & Regie: Ruben Östlund          

Kamera: Fredrik Wenzel         

Ton: Andreas Franck         

Szenenbild: Josefin Åsberg          

Schnitt: Ruben Östlund, Jacob Secher Schulsinger     

Produzenten: Erik Hemmendorff, Philippe Bober 

Produktion: Plattform Produktion AB; Essential Films; Parisienne;

Koproduktion: Office in Koproduktion mit Film i Väst, Sveriges Television, Imperative Entertainment, Arte France Cinema, ZDF/ARTE mit Unterstützung von

Medienboard Berlin-Brandenburg u.a.

Redaktion: Alexander Bohr         

Länge: 142 Minuten  

Rollen / Darsteller

Christian: Claes Bang

Anne: Elisabeth Moss

Julian: Dominic West

Oleg: Terry Notary

Michael: Christopher Laessø

und andere

Inhalt: Nachdem er Opfer eines Trickdiebstahls geworden ist, verstrickt sich der smarte Kurator eines großen Stockholmer Kunstmuse­ums in ein Dilemma aus seinem profanen Verhalten und seinem hehren sozialen und politischen Anspruch. Nach dem überwälti­genden Erfolg seines Kinohits "Force Majeure" widmet sich Re­gisseur Ruben Östlund erneut auf humorvolle Weise unseren allzu menschlichen Schwächen. Christian ist der charismatische künstlerische Leiter eines großen Stockholmer Museums. Der geschiedene Vater zweier Töchter bereitet gerade eine überaus engagierte Ausstellung vor. Hinter dem Titel "The Square" ("Der Platz") verbirgt sich eine raffinierte Kunst-Installation, die darauf abzielt, soziales und politisches Bewusstsein zu schärfen. Das Konzept sieht vor, dass es sich bei "The Square" um einen Bereich handelt, in dem alle Menschen die gleichen Rechte und Pflichten haben und gegenseitige soziale Verantwortung übernehmen. Grundlage bildet die Idee, dass Ver­trauen gegenseitige Fürsorge hervorbringt, Misstrauen jedoch niedere Beweggründe generiert, seine Mitmenschen auszunutzen, wenn sie unvorsichtig agieren. Als Christian jedoch eines schö­nen Tages auf einem öffentlichen Platz Opfer eines Trickdieb­stahls wird, bei dem er um Smartphone und Geldbörse erleichtert wird, gerät er in eine Reihe persönlicher Kalamitäten, die seine tägliche Routine und seinen Glauben an unser gesellschaftliches Zusammenleben nachhaltig erschüttern.

"Klug und zum Schreien komisch" fand das New York Times Magazine das jüngste Werk des schwedischen Regisseurs Ruben Östlund. Ähnlich wie dessen Erfolgsfilm "Force Majeure" ist auch "The Square" ein humorvolles Filmdrama mit zahlreichen satiri­schen Elementen. Östlunds stärkste filmische Waffe ist erneut sein wilder, innovativer, verschmitzter, bisweilen auch raben­schwarzer Humor. So gelingt es ihm immer wieder, dass wir über unsere eigenen Schwächen lachen können - wenn auch gelegent­lich mit einem Anflug von Bitterkeit. "The Square" wurde beim diesjährigen Internationalen Filmfestival von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

Wenn Frauen ausziehen - Komödie, Deutschland 2017, Sektion "16:9 – Fernsehen im Kino"

Vorführung: Dienstag, 10. Oktober 2017, 19.00 Uhr, CinemaxX 3

Buch: Christian Jeltsch

Regie: Matthias Tiefenbacher

Kamera: Hanno Lentz

Ton: Bela Golya

Szenenbild: Irene Edenhofer-Welzl

Schnitt: Horst Reiter

Musik: Biber Gullatz & Andreas Schäfer

Produktionsleitung: Steffen Malzacher

Produzentinnen: Susanne Freyer und Miriam Düssel

Produktion: Akzente Film & Fernsehproduktion GmbH

Redaktion: Günther van Endert

Länge: 89:35 min

Rollen / Darsteller

Paula: Anna Maria Mühe

Max: Max von Thun

Marie: Sophie von Kessel

Alfons: Friedrich von Thun

und andere

Inhalt: Als Paula das Angebot bekommt, ihren Hei­matort Gendering für 20 Millionen Euro an einen Investor zu ver­kaufen, der einen Wellnesspark vor den Toren Münchens errich­ten will, sind alle Frauen der Dorfgemeinschaft Feuer und Flamme. Endlich könnten sie all ihre Träume verwirklichen. Die Männer sehen das anders, wollen ihre Heimat nicht aufgeben und verweigern ihre Unterschriften. Ausgerechnet jetzt kommt Max  zurück – Paulas große Liebe - und größte Enttäuschung. Nun muss Paula mit den anderen Frauen im Dorf für ihre Träume kämpfen- und um das, was wirklich wichtig ist im Leben. Und es bleiben nur ein paar Wochen, um herauszufinden, was das ist.

Statement des Autors Christian Jeltsch: Bei all dem Suchen nach neuen, besonderen Geschichten, kann einem Autor durchaus auch das Glück widerfahren, dass er von einer Geschichte gefunden wird. So ist es mir vor einiger Zeit geschehen. Der bayerische Weiler, der auch die Kulisse für unsere Geschichte "Wenn Frauen ausziehen" bildet, liegt auf meiner Joggingstrecke. Ein steiler Anstieg führt hinauf in den Ort, so dass ich ihn stets im Zustand erheblicher Erschöpfung erreiche. Ich nehme an, es bedurfte dieser Erschöpfung, die meinen Geist leer und bereit gemacht hatte, um die Filmidee aufzunehmen, die sich mir anbot. Was, wenn diese bayerische Bilderbuch-Idylle nur eine Täuschung ist? Das war die Frage, die sich mir aufdrängte. Ein Idyll zu schön, um wahr zu sein… Was, wenn clevere Finanzinvestoren hier nur das typischste aller typischen Voralpen-Dörfer errichtet hätten, um reiche Touristen aus aller Welt mit bayerischem Bier und Brauchtum zu beglücken? Und natürlich Wellness; all-inclusive. Könnte es je soweit kommen? Wenn ja, wie? Das waren letztlich die beiden Fragen, die die Geschichte, von den Frauen, die ausziehen, in Gang gebracht haben. Geld gegen Heimat, Frauen gegen Männer, Alt gegen Jung; das sind die Konflikte. So menschlich, wahr und alltäglich, dass es nur eine Komödie werden konnte.

What Will People Say - Spielfilm, Deutschland 2017 Spielfilm, Schweden, Norwegen, Deutschland, 2017, Sektion "Freihafen"

Vorführungen: Samstag, 07. Oktober 2017, 18.00 Uhr, Abaton, großes Kino und Samstag, 14. Oktober 2017, 19.00 Uhr, Metropolis

Buch & Regie: Irma Haq       

Kamera: Nadim Carlsen          

Ton: Miroslav Babic         

Szenenbild: Ann Kristin Talleras, Vintee Bansal

Schnitt: Janus Billeskov Jansen, Anne Østerud        

Musik: Martin Pedersen, Lorenz Dangel     

Produzenten: Maria Ekerhóvd, Karsten Stöter

Produktion: MER Film und Rohfilm Factory GmbH in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit ARTE mit Unterstützung von Medienboard Berlin-Brandenburg,  Mitteldeutsche Medienförderung, FFA, Nordmedia und anderen

Redaktion: Claudia Tronnier (ZDF, Das kleine Fernsehspiel), Doris Hepp (ZDF/ARTE)

Länge: 106 Minuten

Rollen / Darsteller

Nisha: Maria Mozhdah

Mirza/Vater: Adil Hussain

Asif: Ali Arfan

Tante: Sheeba Chaddha

Mutter: Ekavali Khanna

Onkel: Lalit Parimoo

Amir: Rohit Saraf

Inhalt: Die 15-jährige Nisha wohnt mit ihrer pakistanischen, traditionell orientierten Familie in Norwegen. Sie ist der Liebling ihres Vaters, er lässt ihr viele Freiheiten, und sie ist auch erfinderisch mit Aus­reden, wenn ihr Fragen nach Aktivitäten mit den norwegischen Freunden gestellt werden. Doch als Nisha mit einem Jungen im Bett erwischt wird, ist es vorbei mit dem Freiraum. Die ganze Fa­milie sieht ihren Ruf beschädigt. Mirza, Nishas geliebter Vater, wird ihr gegenüber gewalttätig und verschleppt sie zur Familie nach Pakistan. Dort erlebt sie einen Spießrutenlauf zwischen An­passung und Ausbruchsversuchen, zwischen Fremdheit und Fa­milie. Als sie wegen angeblich unsittlichen Verhaltens wieder nach Norwegen zurückgeschickt wird, haben sich dort das Miss­trauen der Eltern und die Kontrolle noch verschärft. Lange ver­sucht Nisha, loyal gegenüber der Familie zu sein, aber als man sie an einen pakistanischen Arzt, der im Oman lebt, verheiraten will, entscheidet sie sich dafür, auszubrechen. Sie will nicht, dass ihre Familie ihretwegen leidet, sie will sich aber auch nicht selbst aufgeben.

Autor und Regisseur Iram Haq: Die Geschichte von "What Will People Say" ist meine bislang per­sönlichste. Als ich 14 Jahre alt war, wurde ich von meinen Eltern entführt und musste anderthalb Jahre in Pakistan leben. Ich habe gewartet, bis ich mich bereit fühlte, als Filmemacherin und als Person, diese Geschichte möglichst einfühlsam zu erzählen. Das heißt, ohne das Mädchen nur als Opfer und seine Eltern lediglich als Täter erscheinen zu lassen. Ich wollte eine unmögliche Lie­besgeschichte zwischen Eltern und ihrem Kind erzählen; eine, die kein Happy End haben kann, solange die Kluft  zwischen diesen beiden Kulturen so groß ist. Ich möchte, dass das Publikum gemeinsam mit Nisha und ihren Gefühlen durch den Film geht. Nach einem langen Casting-Pro­zess haben wir mit Maria Mozhdah die perfekte Besetzung für die Rolle der Nisha gefunden. Eine erstaunliche Entdeckung, mit der es ein Vergnügen war, gemeinsam mit den erfahreneren Schau­spielern  zu arbeiten.

Biografie: Iram Haq (Autorin & Regisseurin) hat an der Westerdal Oslo School für Kunst, Kommunikation und Technologie ihre Ausbil­dung zur  Artdirektorin absolviert und einige Jahre als Theater- und Filmschauspielerin gearbeitet. So schrieb und spielte sie in dem Kurzfilm "Old Faithful", der 2004 bei den Filmfestspielen Venedig im Wettbewerb lief. Ihr Debüt als Regisseurin hatte Iram Haq mit dem Kurzfilm "Little Miss Eyeflap", der auf dem Sundance Film Festival 2008 Premiere hatte. Ihr erster Spielfilm "I am Yours" hatte 2013 in Toronto Weltpremiere.

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Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information,

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